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Veröffentlicht am 25.01.2026

Zu viel des Guten.

Liebestöter
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Inhalt:
Marina Pfister hat in Rosenheim eine Coaching Agentur, die sich "Weiberheldin" nennt. Hier bestärkt sie Frauen selbstbewusster zu werden und vor allem nicht immer auf den Ehemann zu hören. Damit ...

Inhalt:
Marina Pfister hat in Rosenheim eine Coaching Agentur, die sich "Weiberheldin" nennt. Hier bestärkt sie Frauen selbstbewusster zu werden und vor allem nicht immer auf den Ehemann zu hören. Damit macht sie sich Feinde. Als eine vermeintlich neue Klientin ihre Agentur betritt, verübt diese einen Mordanschlag auf Marina. Sie überlebt knapp, kann aber vorerst nicht befragt werden. Ex-Kommissar Vitus Pangratz, der eine Detektei betreibt, nimmt privat Ermittlungen auf. Schließlich ist Marina eine Freundin von seiner Tochter Johanna, auch Jo genannt......

Leseeindruck:
"Liebestöter" ist der 2. Band mit dem Ex-kommissar Vitus Pangratz und seiner Tochter Jo. Ich kenne den Vorgänger nicht, hatte aber keine Schwierigkeiten hineinzukommen. Leider hat mir der Krimi trotzdem nicht gefallen. Neben dem Thema Liebe - hier ist der Titel Programm - steht vor allem die bayrische Lebensart im Vordergrund. Ich lese gerne Krimis aus Deutschlands südlichem Bundesland. Nur hier war mir zu viel von allem. Die Bayern und ihre Art werden in den Himmel gehoben und etwas überzogen dargestellt. Von der Idee her toll. Es gibt zudem viele einfache Ausdrücke aus dem bayrischen Dialekt. Auch das passt in diese Art von Krimi. Leider wurde dies im Nachgang aber immer wieder kommentiert und erklärt. Das hat mir die Freude am Lesen genommen. Warum, sobald Johanna auftaucht, grundsätzlich betont werden musste, dass sie Jo genannt werden möchte, verstehe ich auch nicht. Einmal hätte durchaus genügt. Nach kurzer Zeit habe ich nur noch sporadisch ein paar Seiten gelesen. Vor allem, um nach der Auflösung bzw. dem Mörder zu schauen. Auf den wäre ich wahrscheinlich nicht gekommen.

Fazit:
Mich konnte "Liebestöter" nicht begeistern. Das letzte Drittel empfand ich jedoch spannend. Der Schreibstil ist zackig und nach meinem Geschmack. Die vielen Erklärungen zu jeder Kleinigkeit haben mich im Lesefluss gebremst. Das ist vor allem auch der Grund warum ich nach einiger Zeit nicht mehr Seite für Seite gelesen habe.

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Veröffentlicht am 22.01.2026

Das Debüt von Jussi Adler Olsen.

Das Alphabethaus
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Inhalt:
Januar 1944. Die Briten und Amerikaner bereiten einen Luftangriff auf Deutschland vor. Dabei bekommen die britischen Piloten Bryan und James, Freunde von Kindertagen an, einen Sonderauftrag zugeteilt. ...

Inhalt:
Januar 1944. Die Briten und Amerikaner bereiten einen Luftangriff auf Deutschland vor. Dabei bekommen die britischen Piloten Bryan und James, Freunde von Kindertagen an, einen Sonderauftrag zugeteilt. Doch sie werden angeschossen und zu einer Notlandung gezwungen. Bei ihrer anschließenden Flucht vor den Verfolgern, können sie sich unbemerkt in einen Lazarettzug retten und eine neue Identität annehmen. Allerdings hat das seinen Preis. Sie landen in einem Sanatorium für Nervenkranke, in dem das Martyrium erst beginnt.....

Leseeindruck:
"Das Alphabethaus" ist das Debüt von Jussi Adler Olsen und ursprünglich 1997 erschienen. In Deutschland wurde es 2012 übersetzt. Der Klappentext hatte mich angesprochen. Allerdings hat das Buch ein paar Jahre bei mir ungelesen gelegen. Nun habe ich mich endlich dran gewagt und wurde erst einmal enttäuscht. Der Roman ist in 2 Teilen geschrieben. Im ersten geht es um die Mission der beiden Freunde Bryan und James, den Absturz, die unglaubwürdige Flucht und die lange Zeit im Sanatorium. Irgendwie haben sich die Abläufe und Schikanen wiederholt. Es hat sich einfach nichts getan. Zu dem Zeitpunkt kam mir schon der Gedanke, das Buch abzubrechen. Trotzdem hatte ich die Hoffnung, dass da noch etwas kommt. Die Handlung bis dahin fand ich auch nicht gerade glaubwürdig. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Bryan und James, die zudem kein oder kaum Deutsch verstehen konnten, mit ihrem Bluff im echten Leben durchgekommen wären. Dann begann der zweite Teil. Der spielt im Jahr 1972. Hier hat man erfahren was aus Bryan nach seiner Flucht aus dem Alphabethaus geworden ist. James Schicksal war weiterhin ungewiss. Bryan hat nie die Suche nach ihm aufgegeben, aber einfach keine Anhaltspunkte gefunden. Dann ergibt es sich, dass Bryan zum ersten Mal seit damals, wieder deutschen Boden betritt. Da ich noch immer nicht groß von der Geschichte begeistert war, wollte ich nur noch kurz suchen was aus James wurde. Tja. Und plötzlich habe ich doch weiter gelesen, weil ich die Entwicklung spannend fand.

Fazit:
"Das Alphabethaus" hat mich jetzt nicht so richtig vom Hocker gerissen. Es zieht sich, hat aber bei etwas mehr als der Hälfte doch noch einen kleineren Spannungsbogen. Insgesamt gesehen ist der Verlauf eher unglaubwürdig und am Ende gibt es doch ziemlich viele Zufälle.

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Veröffentlicht am 14.01.2026

Spannender Fall, lebendige Figuren.

Wienerberg
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Inhalt:
Am Wasserspielplatz Favoriten in Wien entdeckt das 8-jährige Mädchen Mara ein Skelett. Dort war früher eine Hinrichtungsstätte. Doch das Skelett ist noch nicht so alt und erweist sich als Bruno ...

Inhalt:
Am Wasserspielplatz Favoriten in Wien entdeckt das 8-jährige Mädchen Mara ein Skelett. Dort war früher eine Hinrichtungsstätte. Doch das Skelett ist noch nicht so alt und erweist sich als Bruno Klemm, der 2006 vermisst gemeldet wurde, kurz nachdem seine Frau und Kind spurlos verschwunden sind. Die Ermittlungen von Bezirksinspektor Felix Grohsman, seinem Team und Psychologin Nicky Witt erweisen sich als schwierig und auch gefährlich. Jemand möchte nicht, dass sie in der Vergangenheit wühlen.....

Leseeindruck:
"Wienerberg" ist der 4. Band der Reihe mit Bezirksinspektor Felix Grohsman, seiner Kollegin Joe Kettler und Psychologin Nicky Witt. Man kann den Krimi unabhängig lesen, aber wer sich für die Entwicklung der Figuren interessiert, der sollte lieber von Anfang an beginnen. Den Fall empfand ich als spannend. Immer wieder gab es neue Erkenntnisse bei denen ich meine eigenen Schlussfolgerungen gezogen habe. Was nichts genutzt hat, denn am Ende durfte ich eine Überraschung erleben. Neben dem Fall passiert noch einiges drumherum. Manches hat mehr oder weniger mit dem Fall zu tun, manches dient zur Ablenkung und manches ist einfach nur Privatleben. Das hat mir gut gefallen, gleichzeitig habe ich aber auch ab und an den Faden verloren, wenn es um die Figuren ging. Denn davon gibt es zahlreiche und ich musste immer wieder überlegen wer denn wer war. Geholfen hat mir dabei das Personenregister am Anfang. Apropos Figuren. Die sind facettenreich, lebendig und gut ausgearbeitet. Man merkt auch, dass die Autorin viel recherchiert hat. So gibt es einiges an Informationen zu Wien. Aktuelles und Historisches.

Fazit:
"Wienerberg" ist spannend und unterhaltsam. Daneben bietet der Krimi viel Wissenswertes und punktet mit lebensechten Figuren. Streckenweise waren es mir ein paar Nebengeschichten zu viel. Die haben sich zwar richtig gut in den Fall eingegliedert, aber auch dafür gesorgt, dass ich bei den Figuren manchmal den Überblick verloren habe. Insgesamt gesehen hat mir der Krimi sehr gut gefallen und bekommt eine Leseempfehlung von mir.

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Veröffentlicht am 08.01.2026

Cosy Krimi mit etwas Weihnachtsflair.

Miss Merkel: Mord unterm Weihnachtsbaum
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Inhalt:
Familie Merkel kehrt früher aus ihrem Weihnachtsurlaub zurück, da sie es dort nicht mehr ausgehalten haben. In ihrem kleinen Häuschen in der Uckermark angekommen, finden sie die Leiche eines Weihnachtsmanns ...

Inhalt:
Familie Merkel kehrt früher aus ihrem Weihnachtsurlaub zurück, da sie es dort nicht mehr ausgehalten haben. In ihrem kleinen Häuschen in der Uckermark angekommen, finden sie die Leiche eines Weihnachtsmanns in ihrem Kamin. Da die örtliche Polizei, mal wieder, von einem Unfall ausgeht, lässt sich Angela natürlich nicht nehmen selbst zu ermitteln. Dabei trifft sie auf weitere Weihnachtsmänner und -frauen, die von dem Toten erpresst wurden. Alle haben jedoch ein Alibi und einer hält sich sogar für den echten Weihnachtsmann. Wenn das mal kein Fall für die Superspürnase von Angela ist....

Leseeindruck:
"Miss Merkel - Mord unterm Weihnachtsbaum" ist der erste Weihnachtskrimi der Reihe. Wie man es kennt, gibt es lustige Szenen und Dialoge und so manche Anspielung auf die Politik. Ich musste öfter lachen. Der Kriminalfall ist dann ziemlich schnell abgehandelt. Die Spannungskurve eher gering. Bei nur 190 Seiten geht das auch nicht anders. Interessant fand ich, dass ein "echter Weihnachtsmann" mitgespielt hat. Das hat dem ganzen einen leichten weihnachtlichen Touch gegeben.

Fazit:
"Miss Merkel - Mord unterm Weihnachtsbaum" ist ein weihnachtlicher Wohlfühlkrimi. Er baut weniger auf Spannung auf, sondern soll einfach nur unterhalten. Wer keinen tiefgründigen Krimi erwartet, ist hier genau richtig. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 05.01.2026

Ein weihnachtlicher Roadtrip der besonderen Art.

Eine wundersame Weihnachtsreise
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Inhalt:
Studentin Anna ist an Weihnachten eher ein Grinch. Deshalb verbringt sie die Feiertage nie bei ihrer Familie, sondern fliegt weit weg in Urlaub. Dieses Jahr ist sie jedoch knapp bei Kasse und weiß ...

Inhalt:
Studentin Anna ist an Weihnachten eher ein Grinch. Deshalb verbringt sie die Feiertage nie bei ihrer Familie, sondern fliegt weit weg in Urlaub. Dieses Jahr ist sie jedoch knapp bei Kasse und weiß noch nicht, ob sie sich das leisten kann. Da erreicht sie eine Mail ihres kleinen Bruders. Der bittet sie, doch an Weihnachten zu kommen. Anna sagt zu und so setzt sie sich in Leipzig in den Zug, um nach Berlin zu fahren. Blöd nur, dass sie ihr Ziel verschläft und in Binz landet. Da ein heftiges Schneetreiben es unmöglich macht, wieder zurück zu fahren, muss Anna wohl oder übel in Binz bleiben. Zufällig trifft sie auf einen Fahrer mit einem Schneeräumfahrzeug. Der nimmt sie ein Stück mit und plötzlich befindet sich Anna auf einen Roadtrip der besonderen Art, bei dem sie einige skurrile Gestalten trifft......

Leseeindruck:
"Eine wundersame Weihnachtsreise" ist ein eher leichter Roman. Er beginnt relativ harmlos. Anna hat eigentlich keine Lust auf Weihnachten, lässt sich von ihrem Bruder aber überreden, über die Feiertage nach Hause zu kommen. Schon im Zug trifft sie auf skurrile Gestalten und dem Lied "Last Christmas". Ab da wird es für Anna zum Abenteuer ihres Lebens. So einen Roadtrip hat sie noch nicht erlebt. Ich habe immer wieder ein Grinsen im Gesicht gehabt. Besonders gut hat mir die Begegnung mit drei älteren Damen an einer Raststätte gefallen. Auch diese waren gestrandet, haben aber das beste daraus gemacht und Anna aufgemuntert. Ein paar Szenen vorher und nachher fand ich zu konstruiert. So viel Pech hintereinander kann man einfach nicht haben. Aber schließlich hat das zur Geschichte gehört und der Roadtrip wäre sonst ja auch zu schnell vorbei gewesen. Am Schluss gibt es natürlich ein versöhnliches Ende und Anna hat eine wichtige Erkenntnis bekommen.

Fazit:
Wer es an Weihnachten nicht nur romantisch mag, ist mit "Eine wundersame Weihnachtsreise" gut beraten. Man trifft auf skurrile Leute, die aber auch eine Geschichte haben und Anna nachdenklich stimmen. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

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