Zu viel des Guten.
LiebestöterInhalt:
Marina Pfister hat in Rosenheim eine Coaching Agentur, die sich "Weiberheldin" nennt. Hier bestärkt sie Frauen selbstbewusster zu werden und vor allem nicht immer auf den Ehemann zu hören. Damit ...
Inhalt:
Marina Pfister hat in Rosenheim eine Coaching Agentur, die sich "Weiberheldin" nennt. Hier bestärkt sie Frauen selbstbewusster zu werden und vor allem nicht immer auf den Ehemann zu hören. Damit macht sie sich Feinde. Als eine vermeintlich neue Klientin ihre Agentur betritt, verübt diese einen Mordanschlag auf Marina. Sie überlebt knapp, kann aber vorerst nicht befragt werden. Ex-Kommissar Vitus Pangratz, der eine Detektei betreibt, nimmt privat Ermittlungen auf. Schließlich ist Marina eine Freundin von seiner Tochter Johanna, auch Jo genannt......
Leseeindruck:
"Liebestöter" ist der 2. Band mit dem Ex-kommissar Vitus Pangratz und seiner Tochter Jo. Ich kenne den Vorgänger nicht, hatte aber keine Schwierigkeiten hineinzukommen. Leider hat mir der Krimi trotzdem nicht gefallen. Neben dem Thema Liebe - hier ist der Titel Programm - steht vor allem die bayrische Lebensart im Vordergrund. Ich lese gerne Krimis aus Deutschlands südlichem Bundesland. Nur hier war mir zu viel von allem. Die Bayern und ihre Art werden in den Himmel gehoben und etwas überzogen dargestellt. Von der Idee her toll. Es gibt zudem viele einfache Ausdrücke aus dem bayrischen Dialekt. Auch das passt in diese Art von Krimi. Leider wurde dies im Nachgang aber immer wieder kommentiert und erklärt. Das hat mir die Freude am Lesen genommen. Warum, sobald Johanna auftaucht, grundsätzlich betont werden musste, dass sie Jo genannt werden möchte, verstehe ich auch nicht. Einmal hätte durchaus genügt. Nach kurzer Zeit habe ich nur noch sporadisch ein paar Seiten gelesen. Vor allem, um nach der Auflösung bzw. dem Mörder zu schauen. Auf den wäre ich wahrscheinlich nicht gekommen.
Fazit:
Mich konnte "Liebestöter" nicht begeistern. Das letzte Drittel empfand ich jedoch spannend. Der Schreibstil ist zackig und nach meinem Geschmack. Die vielen Erklärungen zu jeder Kleinigkeit haben mich im Lesefluss gebremst. Das ist vor allem auch der Grund warum ich nach einiger Zeit nicht mehr Seite für Seite gelesen habe.