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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.03.2025

Interessanter Erzählstil

Ein ungezähmtes Tier
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Das Cover ist farblich interessant, da es eigentlich sehr dunkel ist, aber trotzdem bunt und die Szenerie zeigt einen Mann, der eine Frau von draußen in einer Wohnung beobachtet, was eine der Haupthandlungen ...

Das Cover ist farblich interessant, da es eigentlich sehr dunkel ist, aber trotzdem bunt und die Szenerie zeigt einen Mann, der eine Frau von draußen in einer Wohnung beobachtet, was eine der Haupthandlungen im Buch ist und immer wieder vorkommt-daher sehr geschickt gestaltet!
Den Autor Jöel Dicker kannte ich bisher nicht, aber sein Schreibstil hat meinen Geschmack getroffen, er ist anspruchsvoll, trotzdem gut lesbar und sehr spannend geschrieben.
Der Aufbau dieses Werks ist wirklich gelungen! Es erfolgen rasche und häufige Wechsel in der Erzählsicht der Protagonisten und immer wieder wechselt die Erzählung in verschiedene Ereignisse der Vergangenheit. Die wichtigste Handlung ist der Raubüberfall auf eine Bank in Genf im Juni 2022 und es wird zwischen dem Tag des Raubs, Tagen bzw Stunden davor hin und her gesprungen, was wahrlich für fesselnde Lesestunden sorgt. Ich konnte mir zu jedem der vier Hauptprotagonisten (Apard, Sophie, Greg und Karin) ein gutes Bild von ihren Charakteren, Bestrebungen und möglichen Gründen ihres Handelns machen. Dies jedoch immer erst nach und nach, da es der Autor verstand ständig neue Entwicklungen in die Storyline einzubauen und vieles davon für mich nicht ersichtlich war. Ständig habe ich mich gefragt, wie steht denn nun welcher Charakter mit dem Raub in Verbindung und bei der kleinsten Vermutung, kam ein neuer Twist dazu!

Bei der Stimme des Erzählers Torben Kessler fand ich atmosphärisch sehr passend und auch, dass er die Namen alle französisch und nicht deutsch ausgesprochen hat, war ein Pluspunkt.

Fazit: Ein empfehlenswerter Roman mit spannenden Entdeckungen bis zum Schluss!

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Veröffentlicht am 13.03.2025

Rinder auf Diebejagd

Helden der Weide - Möge das Horn mit dir sein
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Wenn man das Buch das erste Mal in den Händen hält, ist man vielleicht zunächst von dem kleineren Format überrascht, aber relativ rasch von der exklusiven Qualität beeindruckt! Die Schrift am ...

Wenn man das Buch das erste Mal in den Händen hält, ist man vielleicht zunächst von dem kleineren Format überrascht, aber relativ rasch von der exklusiven Qualität beeindruckt! Die Schrift am Cover ist leicht erhaben und die Seiten sind aus hochwertigem Papier mit schönen, farbintensiven Drucken. Was gleich zum nächsten Pluspunkt führt, denn das ganze Buch ist mit farbigen Illustrationen gestaltet- jede Seite hat wenigstens ein kleines Detail zu entdecken oder einen Satz in großer, schiefer, bunter Schrift.
Die Kapitel sind nicht allzu lange, aber meistens zu spannend am Ende (in Kindermaß), um nicht ins nächste hineinzulesen. Ich denk, dass es sich gut für fortgeschrittene Erstleser eignet, als auch zum Vorlesen ab ca. 4 Jahren (zumindest meinem Sohn in dem Alter gefiel es sehr gut).
Die Geschichte dreht sich um Shaggy, der als neues Rind auf dem Biohof schnell Freundschaft mit den anderen Tieren des Bauernhofs schließt. Leider treiben Kräuterdiebe ihr Unwesen und die Tiere versuchen herauszufinden, was dies bedeutet und wie sie dem Bauern Obbo (=Oberboss) helfen können, diese zu schnappen. Der Schreibstil ist einfach, flott und sehr spannend mit lustigen Elementen z.B. der vergessliche Zickenbock Donald, die besonders bei Kindern gut ankommen.

Der Verlag magellan punktet zudem auf alle Fälle mit Nachhaltigkeit, da das Buch in Deutschland hergestellt wird, FSC zertifiziertes Papier, lösungsmittelfreier Klebstoff, Drucklack auf Wasserbasis und Farben aur Pflanzenölbasis verwendet werden. Zumindest für mich ist das äußerst sympathisch und beeindruckt mich positiv, weil Kinder noch sehr viel mehr auf unsere Umwelt achten müssen!

Fazit: Ein richtig schön gestaltetes Kinderbuch mit einer spannenden Geschichte zum Selbstlesen oder Vorlesen!

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Veröffentlicht am 11.03.2025

Noch eine Geschichte über Magie?

Magic of Moon and Sea. Die Diebin der vielen Gesichter
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Ista Flit sucht ihren Pa, der spurlos in Shelwich verschwand. Dort steigt und sinkt die Magie mit den Gezeiten, bei den meisten bedeutet das, sie können Kleinigkeiten wie ihre Fingernagelfarbe ändern oder ...

Ista Flit sucht ihren Pa, der spurlos in Shelwich verschwand. Dort steigt und sinkt die Magie mit den Gezeiten, bei den meisten bedeutet das, sie können Kleinigkeiten wie ihre Fingernagelfarbe ändern oder wenige cm über dem Boden schweben. Ista jedoch hat eine mächtige Gabe, die sich besonders Alexo, eine Art Treuhänder, zu Nutze macht und sie zur Meisterdiebin zwingt, da sie ihre Gestalt verändern kann. Zum Glück lernt sie neue Freunde kennen, Nat und Ruby, und gemeinsam gehen sie den Geheimnissen des Orts auf den Grund...

Der Titel des Buchs "Magic of Moon and Sea" ist sehr passend zur Geschichte und erklärt im wesentlichen auch schon einiges:
Die Magie im Buch beruht auf den Gezeiten, also bei Flut besitzen die Personen besonders viel Magie, jede ihrer Fähigkeiten unterscheidet sich und ist auch unterschiedlich besonders. Ista die Hauptprotagonistin gehört zu einer ganz außergewöhnlichen Sorte, da sie sich in verschiedene Menschen verwandeln kann und ihr Magie sehr stark in sich spürt. Die Idee dazu hatet die Autorin Clare Harlow, weil sie sich fragte, wohin die Magie nach all den magischen Geschichten verschwindet oder, ob sie vielleicht wieder zurückkommen kann, wie bei ihrer Heimat London/England die Flut auch wiederkommt.
Beim Lesen brauchte ich einige Zeit um in das Setting hineinzukommen und war vom Schreibstil leider nicht so überzeugt. Die Geschichte wird aus Sicht von Ista erzählt und zwischendurch bekommt man in kursiver Schrift immer wieder kurze Eindrücke von ihren Gedanken oder Erinnerungen. Für mich waren da teilweise merkwürdige Dinge dabei wie z.B. sagt sie sich ständig vor : ich bin verwegen, was vielleicht an der Übersetzung liegt und im englischen Original mehr Sinn ergibt. Die Charaktere sind im Großen und Ganzen sympathisch, aber sie hätten ein bisschen mehr Entwicklung zeigen können. Die Story ist sicherlich spannend für Kinder ab 10/11/12 Jahren und bringt wahrscheinlich magische Lesestunden für dieses Publikum.

Fazit: Es ist definitiv eine neue Idee woher Magie kommen kann und wie sie funktioniert, aber mich konnte diese weitere Fantasiegeschichte leider nicht ganz so mitreißen.

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Veröffentlicht am 09.03.2025

Österreichische Eigenheit

Haus Waldesruh
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In einem "Jagdschloss" in der Steiermark treffen nach einigen Jahren ehemalige Klassenkameraden, um ein Wochenende miteinander zu verbringen. Im Laufe der Zeit wird klar, dass ihre Leben sehr unterschiedlich ...

In einem "Jagdschloss" in der Steiermark treffen nach einigen Jahren ehemalige Klassenkameraden, um ein Wochenende miteinander zu verbringen. Im Laufe der Zeit wird klar, dass ihre Leben sehr unterschiedlich verlaufen sind und große Diskrepanzen zwischen ihren Lebensstilen zu finden sind. Zudem fehlt einer in ihrer Runde und Geheimnisse, die jeder von den vier Charakteren (Marco, Anna, Ferdi und Lea) hat, lassen die Stimmung immer mehr kippen.

Es fällt sehr schnell beim Lesen auf, dass es sich hier um das etwas andere Buch handelt. Die Eigenheiten des Erzählstils, der Protagonisten und der Stimmung des Romans zeigen sich relativ rasch, aber eine Erklärungshilfe dafür, findet sich auf der Rückseite des Buchs, da es eigentlich ein Kammerspiel sein soll. Mit dieser Information war meine Vorstellung im Kopf im Reinen und es ist wahrscheinlich als Stück auf einer Bühne in der richtigen Ausführung besser, als es sich gelesen zu Gemüte zu führen.
Der Autor David Krems ist noch dazu ein Wiener und es kann sicherlich bei dem Geschrieben zu Missverständnissen kommen, sollte man die eigene Art und den manchmal anderen Humor dieser Personengruppe nicht persönlich kennen. Ich bin damit jedoch sehr vertraut und empfinde daher sehr vieles als wahrlich authentisch und gut beschrieben- ja so falsch können die Menschen sein, ein herzliches Lächeln und "Bussi, Bussi" da und das ärgste Gerede hinter deinem Rücken!
Das ein oder andere Schmunzeln hatte ich bei bissigen Kommentaren auf den Lippen und gleichzeitig musste ich andere Stellen im Buch aufgrund der Schwere des Inhalts bzw. wegen zahlreicher Denkanstöße, nochmal langsamer durchlesen. Das führte zu einigen Unterbrechungen und es fehlte ein wenige der durchgängige Leseantrieb.
Die Geschichte gliedert sich in 3 Abschnitte und man kann durchaus einen Spannungsaufbau wahrnehmen und der Schreibstil vermittelt finde ich auch sehr gut wie die Anspannung der Charaktere immer weiter zu nimmt. Das Ende überrascht, ob positiv oder negativ bleibt dem Leser selbst überlassen, das war für mich auch schwierig zu zuteilen.

Fazit: Ich denke für einige kann dieses Buch speziell wirken, aber weiß man wie viel Authentizität in dem Sein der Protagonisten wirklich steckt, empfehle ich es für ungewöhnliche Lesestunden.

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Veröffentlicht am 05.03.2025

Interessanter Aufbau

Die Brandung – Leichenfischer
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Zwei weibliche Leichen werden in merkwürdigen Gräbern mit Wikinger Parallelen an der Grenze von Deutschland und Dänemark gefunden. Die Archäologin Fria ist zu stark mit der Polizei verwurzelt um ihre Nase ...

Zwei weibliche Leichen werden in merkwürdigen Gräbern mit Wikinger Parallelen an der Grenze von Deutschland und Dänemark gefunden. Die Archäologin Fria ist zu stark mit der Polizei verwurzelt um ihre Nase nicht auch in die Ermittlungen ihrer Brüder und ihres guten deutschen Polizeifreundes Ohlsen zu stecken. Ein weiteres Grab taucht auf und mehr Frauen werden vermisst...

Den ersten Teil der Reihe kenne ich nicht, aber habe mich auch gut ohne Vorwissen zurecht gefunden. Die wiederkehrenden Charaktere werden find ich unabhängig vom Buch davor, gut vorgestellt. Die vielen Erzählsichten (Fria, Ohlsen, Lorenz, Nettie, Julia und Samatha)hab ich relativ rasch durchblicken können, auch wenn nicht alle mit Namen in einer Art Unterkapitel angegeben werden. Zu anderen Kriminalromanen sind dies im Vergleich tatsächlich viele Ansichten und führen zu einer Haupthandlung mit einigen Nebenhandlungen. Mir gefällt der Schreibstil sehr gut, aber es ist nicht extrem spannend zu Beginn und musste erst in den Lesefluss finden. Als alteingesessenen Krimileserin konnte ich mir sehr gut vorstellen, dass die Autorin Karen Kliewe mit den Zeitachsen spielt und gewisse Handlungen schon in der Vergangenheit liegen. Leider kam für mich auch im Mittelteil wenig Fahrt auf. Die Autorin versucht zwar mit einer rasanten Erzählweise und häufigen Sichtwechel der Charaktere, die im Vergleich zu anderen Kriminalromanen eher viele sind fesselnde Elemente einzubauen und in den Nebenhandlungen funktioniert dies auch, aber in der Haupthandlung, den Ermittlungen der Polizei fehlt die Action. Da kommt alles nur schleppend voran und war für mich gesamt nicht immer ein Lesevergnügen.
Ich hatte gegen Ende zwar das Bedürfnis das Buch fertig zu lesen, um endlich alles aufzuklären und es war dann auch Spannung da, aber dafür über 250 Seiten zu brauchen, ist mir zu lange gewesen.
Das Cover ist allerdings wirklich gelungen und gefällt mir mit der "Brandung"s Prägung sehr gut! Schade war daher aber auch, dass wenig vom Handlungsort beschrieben wurde und landschaftliche Aspekte kaum Beachtung im Buch fanden, obwohl hier mit der Ostsee sicherlich viel Potential vorhanden ist.

Fazit: Ich finde den Aufbau mit den vielen Charakteren durchaus gelungen und es kann den Leser auch immer wieder zu neuen Rätseln animieren, aber mir fehlte dadurch leider auch der Bezug zu einem Hauptprotagonisten. Daher werde ich die anderen Teile nicht aktiv in meine Leseliste aufnehmen!

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