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Veröffentlicht am 30.08.2019

Eine starke Frau

Ich bin Circe
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Inhalt:
Circe ist die Tochter des Sonnengottes Helios und der Nymphe Perse. Doch sie ist anders als deren andere Kinder. Sie hat die Stimme einer Sterblichen und einen schwierigen Charakter. Als Helios ...

Inhalt:
Circe ist die Tochter des Sonnengottes Helios und der Nymphe Perse. Doch sie ist anders als deren andere Kinder. Sie hat die Stimme einer Sterblichen und einen schwierigen Charakter. Als Helios feststellt, dass sie Zauberkräfte hat, wird sie von ihm auf eine einsame Insel verbannt. Dort beschäftigt sie sich eingehend mit den sie umgebenden Pflanzen und wird eine mächtige Hexe. Immer wieder verirren sich andere Gestalten zu ihr auf die Insel. Hermes hält sie lang auf dem Laufenden, was in der Außenwelt passiert. Väter schicken ihre aufmüpfigen Töchter zu ihr. Männer stranden vor ihrer Insel usw. Auch Daidalos und Minotaurus begegnen wir. Und natürlich auch Odysseus und später dessen Frau und Sohn.

Meinung:
Ich muss ehrlich gestehen, dass ich mich mit der griechischen Mythologie nie wirklich beschäftigt habe. Nachdem ich aber schon einiges über "Ich bin Circe" gehört habe, war ich neugierig und wollte es ebenfalls lesen. Und ich freue mich über meine Entscheidung. Es war ein hervorragendes, flüssig zu lesendes und gut geschriebenes Buch. Die Autorin beschränkte sich auf die wichtigsten Namen und andere Götter wurden als Onkel oder Tanten bezeichnet. Auch gibt es am Ende des Buches ein Glossar, in dem alle vorkommenden Personen noch einmal kurz vorgestellt werden.

Circe ist eine sehr interessante Persönlichkeit und ich finde ihre Entwicklung ganz enorm. Das Buch wird aus ihrer Sicht in der Ich-Perspektive erzählt. So kann man sich besonders gut in sie hineinversetzen, sich mit ihr freuen und mit ihr leiden., ihre Zweifel und ihre Einsamkeit spüren. Aber auch merkt man, dass sie stärker wird durch all ihre Erfahrungen und Erlebnisse und schlussendlich alles riskiert.

Von Odysseus habe ich natürlich schon viel gehört, allerdings nur aus Erzählungen, ich habe nie etwas über ihn gelesen. So war es für mich sehr interessant, auch seine Geschichte hier zu lesen. Daidalus und Ikarus kennt man natürlich auch. Aber eigentlich konnte ich mich nur an den Ikarusflug erinnern. Die Geschichte davor und was mit Daidalus passiert ist, war mir entweder nicht bekannt oder ich habe es vergessen.

Dieses Buch hat also zu meiner Allgemeinbildung beigetragen, war aber gleichzeitig so unterhaltsam, dass ich es in drei Tagen fertig gelesen habe.

Fazit:
Sehr zu empfehlendes Buch für Leser, die sich für die griechische Mythologie, starke Frauen oder einfach für eine gute Geschichte interessieren.

Veröffentlicht am 28.08.2019

Unterhaltsames Buch mit mehreren Erzählsträngen

Der Wächter der Winde
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Inhalt:

Der exzentrische Erfinder Ross fühlt sich von allen verraten, kommt auf seiner Flucht in einen Sturm und baut mit Hilfe magischer Mächte die Welt unter dem Winde. Vor allem anderen möchte er seine ...

Inhalt:

Der exzentrische Erfinder Ross fühlt sich von allen verraten, kommt auf seiner Flucht in einen Sturm und baut mit Hilfe magischer Mächte die Welt unter dem Winde. Vor allem anderen möchte er seine Tochter beschützen und führt mit ihr in seiner kleinen Welt ein beschauliches Leben. Doch mit 17 Jahren fühlt sich seine Tochter Mira eingesperrt, sie möchte mehr Menschen sehen bzw die "richtige" Welt sehen.
Ein erneuter Sturm an der gleichen Stelle bringt vier Geschäftsleute, ein Schmugglerpärchen und einen jungen Mann aus dem Wilden Westen in die Welt unter dem Winde, über die Ross wie ein König gebietet. Dort verfangen sie sich in Intrigen, Erinnerungen und Schuld und eine Rückkehr in ihr altes Leben scheint nicht möglich ...

Meinung:

Die Geschichte wird von der Perspektive mehrerer Charaktere und in mehreren Erzählsträngen erzählt. Leider bin ich durch diese Erzählweise nur sehr schwer in die Geschichte hineingekommen. Lange wusste ich nicht, worauf das Ganze hinauslaufen soll. Erst ca ab der Mitte des Buches wurde es für mich besser.

Das Buch hat mich insgesamt gut unterhalten, auch wenn ich mit den Charakteren nicht wirklich warm geworden bin. Mit Mira wohl noch am ehesten. Vielleicht lag das auch daran, dass wir so viele Charaktere auf ihrem Weg begleiteten.

Aber trotz all der anfänglichen Schwierigkeiten muss ich sagen, dass die Geschichte ein tolles Ende hatte. Sehr gut gelöst, so dass keinerlei offene Fragen übrig geblieben sind.

Das Cover des Buches finde ich genial! Hier kommen alle Erzählstränge zusammen und es passt wunderbar zum Buch.

Fazit:

Ein Buch, das mich nicht wirklich packen konnte, insgesamt aber ganz unterhaltsam war.

Veröffentlicht am 28.08.2019

Eine magische Welt zum Eintauchen

Nevermoor 2. Das Geheimnis des Wunderschmieds
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Inhalt:


Morrigan Crow ist nun endlich Mitglied der Wundersamen Gesellschaft von Nevermoor. Doch ihr größter Wunsch, Freunde zu haben und so zu sein, wie die anderen, erfüllt sich nicht. Sie ist ein Wunderschmied ...

Inhalt:


Morrigan Crow ist nun endlich Mitglied der Wundersamen Gesellschaft von Nevermoor. Doch ihr größter Wunsch, Freunde zu haben und so zu sein, wie die anderen, erfüllt sich nicht. Sie ist ein Wunderschmied und die meisten betrachten sie argwöhnisch, wenn nicht sogar feindlich. Immer stellt sich die Frage, ob sie eine Gefahr für ihre Umgebung oder auch für sich selbst ist. Dann gibt es auch noch ein verlockendes Angebot von Ezra Squall. Außerdem versucht jemand, Morrigans Jahrgang in der Wundersamen Gesellschaft zu erpressen.


Meinung:


Ich habe dieses Buch auf englisch über Audible angehört, genauso wie den ersten Teil: Rezension. Auch dieses Hörbuch wurde fantastisch vertont. Die Autorin schafft es, die richtige Stimmung zu verbreiten und es ist bewundernswert, wie jeder Charakter seine zu ihm passende Stimme bekommt.


Morrigan habe ich schon im ersten Band ins Herz geschlossen. Sie hat ihr ganzes Leben geglaubt, dass sie nur Unglück bringt und hatte nie Freunde. Im ersten Band hat sie Freundschaft mit Hawthorne geschlossen und auch im zweiten Band stehen die zwei jederzeit zueinander. Auch wenn alle gegen Morrigan sind und sogar Angst vor ihr haben, ihr Freund ist immer da und verteidigt sie.


Im zweiten Teil der Reihe gibt es wieder jede Menge Abenteuer und unvorhergesehene Wendungen. Es ist mitreißend geschrieben und man taucht so richtig in die Welt von Nevermoor ein.


Fazit:

Auch hier meine absolute Leseempfehlung (oder auch Hörempfehlung) für alle, die in eine magische Welt abtauchen wollen. Und natürlich für alle Harry Potter Fans, die hier sicher auch ihre Freude daran haben.

Veröffentlicht am 25.08.2019

Geniale Idee, starke Umsetzung!

Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle
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Inhalt:

Auf dem Anwesen der Familie Hardcastle findet ein Maskenball statt. Am Ende des Abends wird Evelyn Hardcastle sterben. Aber nicht nur einmal, nein, der Tag wird immer wieder wiederholt. Aiden ...

Inhalt:

Auf dem Anwesen der Familie Hardcastle findet ein Maskenball statt. Am Ende des Abends wird Evelyn Hardcastle sterben. Aber nicht nur einmal, nein, der Tag wird immer wieder wiederholt. Aiden Bishop hat dazu eine Nachricht bekommen: »Heute Abend wird jemand ermordet werden. Es wird nicht wie ein Mord aussehen, und man wird den Mörder daher nicht fassen. Bereinigen Sie dieses Unrecht, und ich zeige Ihnen den Weg hinaus.«
Aiden Bishop hat 8 Tage Zeit, den Mord aufzuklären. Doch es wird ihm nicht leichtgemacht. Jeden Tag wacht er in einem anderen Körper auf, muss herausfinden, wer Freund und wer Feind ist. Außerdem will jemand unbedingt verhindern, dass er Blackheath verlässt.

Meinung:

Zuerst einmal muss ich sagen, ich bin noch immer geflasht, was für ein geniales Buch! Das Debüt von Stuart Turton ist sowas von gelungen!

Das Buch ist in der Ich-Perspektive in der Gegenwart geschrieben. Durch einen Gedächtnisverlust weiß der Protagonist nichts mehr, nicht einmal mehr seinen eigenen Namen. So können wir gemeinsam mit dem Ich-Erzähler Blackheath und die Menschen darin entdecken. Für uns ist es natürlich teilweise genauso verwirrend, wie für ihn. Noch dazu kommt, dass der Protagonist jeden Tag den Körper wechselt und teilweise auch wieder zurück in einen vorigen Körper geschickt wird.

Das alles hört sich etwas verwirrend an. Für mich war aber gerade diese Idee und auch die Umsetzung davon der Grund, warum ich das Buch unbedingt lesen wollte. Und es hat mich in keinster Weise enttäuscht. Ich war total in der Geschichte gefangen und es hat sich fast so angefühlt, als würde ich Blackheath selbst erkunden, selbst mit den Menschen sprechen, selbst versuchen, den Mord aufzuklären bzw sogar zu verhindern.

Ich kann kaum erahnen, was für eine Herausforderung das Schreiben dieses Krimis war. Nicht nur, dass es viele, wirklich viele Charaktere gab, nein, jeder davon war auch toll beschrieben. Jeder Körper, in den der Protagonist gesteckt wurde, hatte seine Eigenarten und Charakterstärken, wie auch -schwächen. Aber auch die Figuren, denen Aiden begegnet ist, waren gut dargestellt, auch wenn sich unser Protagonist manchmal in ihnen getäuscht hat.

Und hier kommen wir zur nächsten Stärke dieses Krimis. Das Ende war an keiner Stelle vorhersehbar. Immer wieder kamen unerwartete Entwicklungen und Wendungen in der Geschichte, die man einfach nicht kommen sah. Da dachte man, dass man jetzt einen Punkt entwirrt hat, doch dann kommt man drauf, dass doch alles ganz anders war.

Nun noch zum Cover und den ersten Seiten: Mir gefällt das Cover sehr gut und ich finde, dass es auch gut zum Buch passt. Wenn man den Umschlag abnimmt, kommt ein schwarzes Buch mit roter Schrift hervor. Auf der Innenseite befindet sich ein Plan von Blackheath inklusive der Zimmerbelegung. So kann man immer nachschauen und sich zurechtfinden.

Das Buch selbst startet mit einer Einladung zum Maskenball, auf der unter anderem alle wichtigen Personen aufgelistet sind.

Fazit:
Es wird zurecht gesagt, es sei eine Mischung aus Agatha Christie und Täglich grüßt das Murmeltier. Eine geniale Idee mit einer starken Umsetzung! Das Buch fesselt bis zum Schluss mit seinen Charakteren und unerwarteten Wendungen der Geschichte.

Veröffentlicht am 22.08.2019

Ein erstaunlicher und frischer Zugang zum Glauben

Roadtrip mit Gott
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Ich lese normalerweise keine Biografien, aber hier mußte ich eine Ausnahme machen und bin auch sehr froh, dass ich das Buch gelesen habe. Mira Ungewitter hat einen erstaunlichen und frischen Zugang zum ...


Ich lese normalerweise keine Biografien, aber hier mußte ich eine Ausnahme machen und bin auch sehr froh, dass ich das Buch gelesen habe. Mira Ungewitter hat einen erstaunlichen und frischen Zugang zum Glauben, der mich selbst wieder mehr in Richtung Gott, zum Glauben und zum Nachdenken bringt.

Ihr Glaube hat Mira ihr ganzes bisheriges Leben begleitet und ihr geholfen. Egal, ob das in der Schule war, wo sie jedes Jahr um ihre Versetzung bangen musste oder auf einer ihrer Reisen, im Theologiestudium, wo sie vor allem mit den Sprachen gekämpft hat oder auch bei ihrer Berufswahl und ihrem Leben als Pastorin.

Mira erzählt sehr warmherzig über ihr Leben in verschiedenen Anekdoten und Beschreibungen. Angefangen bei ihrer Kindheit, über Honduras und Heimweh, über den Schmerz einer Trennung, über Wunder, über Müll wegführen und Bulli fahren. Auch dass sie viele interessante Menschen kennen gelernt hat. Über das Frei sein, Gelassenheit und über das Feiern. Schon Jesus hat "Ja" zum Feiern gesagt, als er Wasser in Wein verwandelt hat.

An einen Zufall glaubt sie nicht, dafür hat sie schon zu viele Wunder erlebt. ... einer von vielen Sätzen, der mich berührt und gestärkt hat.

Danke Mira Ungewitter für das Buch und Dank sei Gott!