Surreal, klug, aber etwas zu distanziert
Lasst mich einfach hier sitzen und Yakisoba essenIch war neugierig auf dieses Buch, weil mich das Thema sofort angesprochen hat – diese Müdigkeit vom modernen Arbeitsleben kenne ich gut. Der Titel klang herrlich schräg und ich hatte gehofft, eine Mischung ...
Ich war neugierig auf dieses Buch, weil mich das Thema sofort angesprochen hat – diese Müdigkeit vom modernen Arbeitsleben kenne ich gut. Der Titel klang herrlich schräg und ich hatte gehofft, eine Mischung aus Gesellschaftssatire und leiser Alltagskomik zu bekommen.
Der Anfang hat mir tatsächlich gefallen: diese ruhige, fast gleichgültige Erzählerin, die einfach nur einen Job will, bei dem sie nicht völlig ausbrennt – das war nachvollziehbar und irgendwie sympathisch. Aber je weiter ich gelesen habe, desto schwieriger fand ich den Zugang. Manche Episoden wirkten seltsam abgehackt oder zu surreal, und ich konnte nicht immer erkennen, worauf sie hinauslaufen sollten.
Der Humor ist fein, manchmal bitter und oft schräg, aber nicht jeder Ton hat bei mir gezündet. Trotzdem hat das Buch etwas Eigenes – diese Mischung aus Melancholie, Absurdität und Gesellschaftskritik bleibt hängen.