Profilbild von chipie

chipie

Lesejury Star
offline

chipie ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit chipie über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.03.2022

„P. S. Ich liebe Dich“ wird mit diesem Werk leider sehr entzaubert

Postscript - Was ich dir noch sagen möchte
0

Ich denke, es hat viele überrascht, als bekannt wurde, Cecelia Ahern hat eine Fortsetzung zu dem Weltbestseller „P. S. Ich liebe Dich“ geschrieben. Der erste Band wurde regelrecht gehypt und hat die irische ...

Ich denke, es hat viele überrascht, als bekannt wurde, Cecelia Ahern hat eine Fortsetzung zu dem Weltbestseller „P. S. Ich liebe Dich“ geschrieben. Der erste Band wurde regelrecht gehypt und hat die irische Autorin rund um den Globus bekannt gemacht. Die Messlatte war also extrem hochgelegt und ich war sehr gespannt auf die Fortsetzung. Ich habe mich für die Variante des Hörbuchs entschieden und gelesen wurde das Werk von Merete Brettschneider.
Mein Eindruck vom Buch:
Dieses Buch hat wahrlich mein Herz zerrissen. Allerdings nicht, weil ich so begeistert von der Geschichte war. Nein, weil ich es sehr traurig finde, wie sehr die Fortsetzung die Geschichte von Holly und Gerry entzaubert. In „P. S. Ich liebe Dich“ habe ich jedes einzelne Wort förmlich aufgesogen und es passiert nicht oft, dass ich am Ende eines Buches Tränen vergieße. All die Jahre war der erste Band etwas ganz Besonderes für mich und ich konnte es kaum erwarten, Holly wieder begleiten zu dürfen. Doch dieser Freude folgte sehr bald Ernüchterung. Hollys Gedankengänge konnte ich oftmals nicht nachvollziehen und ihre seltsame Selbstreflexion schmälerte die besondere Beziehung, die sie mit Gerry hatte. Und noch mehr: Da wurde plötzlich hinterfragt, ob Gerrys Briefe ihr vielleicht auch geschadet haben. Vorbei war es mit der Magie der Briefe, die Holly sieben oder acht zuvor nach dem Tod ihres Mannes von ihm erhielt. Und nicht nur das: Durch den „P. S. Ich liebe Dich – Club“ wurde aus der Besonderheit eine Art Dienstleistung von Holly, was alles beliebig machte. Wo ist nur der Zauber von Holly und Gerry hin? Und zu wem hat sich Holly entwickelt? Natürlich ging ihr Leben weiter und sie hat sich dadurch auch weiterentwickelt. Nur diese neue Holly wurde mir leider nicht sympathisch. Zum Glück mochte ich aber die Sprecherin Merete Brettschneider sehr, die mir dann das Hören doch erträglicher machte.
Fazit:
Und wieder hat mich ein Buch von Cecelia Ahern enttäuscht. Nun werde ich wirklich meinem Vorsatz treu bleiben und kein Werk mehr von dieser Autorin lesen/hören. Dafür gab es leider schon viel zu viele Flops.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.03.2022

Nach dem grandiosen Debut überzeugt auch dieses Werk

Two can keep a secret
0

Nachdem ich „One of us is lying“ regelrecht verschlungen habe, musste ich natürlich auch „Two can keep a secret“ lesen. Ich war wirklich mega gespannt, was mich da erwartete. Auch in diesem Buch begleitet ...

Nachdem ich „One of us is lying“ regelrecht verschlungen habe, musste ich natürlich auch „Two can keep a secret“ lesen. Ich war wirklich mega gespannt, was mich da erwartete. Auch in diesem Buch begleitet der Leser Jugendliche in der Ich-Version, diesmal Ellery und Malcolm. Beide haben es nicht leicht: Ellerys Mom ist auf Entzug und ihre Tante schon seit über 20 Jahren spurlos verschwunden, Malcolms Bruder wurde verdächtigt, vor fünf Jahren seine Freundin umgebracht zu haben. Und auch in der Gegenwart geschehen plötzlich furchteinflössende Dinge. Drohungen bezüglich des bevorstehenden Homecoming-Balls tauchen auf und plötzlich verschwindet wieder ein Mädchen…

Mein Eindruck vom Buch:
Ich liebe den Schreibstil dieser Autorin! Durch die Sicht der beiden Jugendlichen ist man sofort mitten im Geschehen und fiebert mit. Was ist damals mit Ellerys Tante passiert? Und hat tatsächlich Malcolms Bruder Declan seine damalige Freundin umgebracht? Was hat der tollpatschige Polizist Ryan mit der ganzen Sache zu tun? Fragen über Fragen und sobald man glaubt, man wäre dem Täter auf der Spur, wird man wieder in eine ganz andere Richtung geworfen. Und genau das macht einen guten Thriller für mich aus! Dieses Werk ist im Grunde ein Jugendbuch und ich bin schon lange aus dem Alter raus, jedoch hatte ich bei keiner Zeile das Gefühl, zu alt für diese mega spannende Story zu sein. Und auch der Schluss war einfach atemberaubend und vollkommen unvorhersehbar. Wenn ich erzähle, dass ich beim allerletzten Satz nochmal eine richtige Gänsehaut bekommen habe – ich denke, das sagt alles aus.

Fazit:
Auch dieses Buch hat mich komplett geflasht und ich kann es jedem Leser, der Thriller liebt, nur wärmstens ans Herz legen. Ich freue mich jetzt schon sehr auf „One of us is next“!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.03.2022

Der Funke ist leider nicht übergesprungen

Golden Hill Touches
0

Nach der One-Last-Reihe war für mich klar, dass ich auch den ersten Band der neuen Reihe „Golden Hill“ lesen muss und ich war sehr gespannt! Diesmal entführt uns die Autorin Nicole Böhm nach Montana, genauer ...

Nach der One-Last-Reihe war für mich klar, dass ich auch den ersten Band der neuen Reihe „Golden Hill“ lesen muss und ich war sehr gespannt! Diesmal entführt uns die Autorin Nicole Böhm nach Montana, genauer gesagt ins kleine Städtchen Boulder Creek. Dort möchte Parker ein neues Leben starten und gemeinsam mit seiner Schwester Sadie eine Pferdetherapiestätte aufbauen. Doch die Bewohner begrüßen Parker alles andere als herzlich, denn 11 Jahre zuvor hat er mit Pauken und Trompeten den Ort schlagartig verlassen. Und auch Clay, die einzige Person, der er damals vertraut hat, freut sich nicht gerade, als sie von seiner Rückkehr erfährt…

Mein Eindruck vom Buch:
Wie der Titel schon vermuten lässt, hat ich die Geschichte über Parker und Clay leider nicht gepackt. Dabei versteht es die Autorin durchaus, eine wohlige Atmosphäre im Buch zu schaffen und durch den lockeren Schreibstil lässt sich das Werk flüssig lesen. Dennoch haben mir leider die Tiefe der Charaktere gefehlt. Es gab keine Besonderheit der beiden und Clays Angewohnheit, Dingen Namen zu geben besitze ich selbst. Für mich waren die Figuren leider 08/15 und austauschbar. Auch waren für mich einige Begebenheiten so nicht nachvollziehbar. Ich konnte nicht verstehen, warum die Bewohner immer noch so einen Hass auf Parker hatten. Er war 11 Jahre zuvor einen Sommer lang da, hat damals zwar für einen großen Wirbel gesorgt, aber hey, er war damals 17! Und somit doch nicht mehr vergleichbar mit dem „heutigen“ Parker. Ich hätte mir mehr Hintergrund zur Pferdetherapie gewünscht, aber diese Thematik wurde nur am Rande angeschnitten, stattdessen wurde der Fokus um die verletzten Gefühle Clays gelegt. Auch bei ihr konnte ich manche Verhaltensweisen absolut nicht nachvollziehen, was dann etwas mühsam wird, wenn die Erzählung in der Ich-Form gehalten wird. Es gab immer wieder Rückblicke in die Zeit von vor 11 Jahren, für meinen Geschmack allerdings viel zu wenige. Ich hätte mir auch hier noch mehr Infos gewünscht.

Fazit:
Ich habe die ersten beiden Bände der One-Last-Reihe geliebt, doch schon der dritte Teil konnte mich da nicht mehr überzeugen. Und leider wird dies im Auftakt der neuen Reihe „Golden Hill“ weitergeführt. Die Geschichte konnte mich einfach nicht berühren. Sehr schade, denn ich weiß gang genau, dass Nicole Böhm sehr wohl die Gabe hat, ganz einzigartige Charaktere zu erschaffen. Für zwischendurch und ohne große Erwartungen ist dieses Werk ganz nett, wird mir aber definitiv nicht im Gedächtnis bleiben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.03.2022

Hin- und hergerissen...

Das Lied der Nacht
0

Nachdem ich schon länger nichts mehr im Bereich Fantasy gelesen habe, war ich sehr gespannt auf „Das Lied der Nacht“, dem ersten Band der Wayfarer-Saga. Hier trifft der Leser auf den in sich gekehrten ...

Nachdem ich schon länger nichts mehr im Bereich Fantasy gelesen habe, war ich sehr gespannt auf „Das Lied der Nacht“, dem ersten Band der Wayfarer-Saga. Hier trifft der Leser auf den in sich gekehrten Wanderer Weyd, der mit seinen Gefährten Caer, Jori, Bahr und Bellitas in einer alten verlassenen Poststation lebt. Eines Nachts erheben sich dunkle Schatten und bringen den Tod mit sich und Weyd und Caer brechen auf, um sich gegen der tödlichen Gefahr zu stellen. Kann vielleicht wirklich ein Lied alle retten? Und auch Jori, Bahr und Bellitas begleiten die beiden und auf ihrer gefährlichen Reise bekommen sie noch ganz andere Unterstützung…

Mein Eindruck vom Buch:
Ohje, es fiel mir schon lange nicht mehr so schwer, ein Buch zu rezensieren. Denn dieses Werk lässt mich zerrissen zurück. Zum einen finde ich es wirklich faszinierend, was für eine Welt die deutsche Fantasy-Autorin C. E. Bernard erschaffen hat und vorallem Weyd ist sehr interessant gezeichnet. Dennoch tat ich mich teilweise mit dem Erzählstil schwer. Er ist sehr blumig und ausschweifend und man hätte manche Passagen nicht so langatmig gestalten können. Desweiteren haben mich manchmal die Gedankengänge von Weyd und Caer genervt, so dass ich mir richtig dachte: Ach kommt, macht doch mal hinne! Trotzdem gab es auch Sachverhalte, die ich toll fand, angefangen davon, dass es Menschen gibt, die mit den Elementen sprechen können sowie mit Klängen und Bellitas habe ich ganz besonders ins Herz geschlossen. Ebenso mochte ich, wie die Schatten dargestellt wurden und auch, so schrecklich es in der Geschichte war, wie detailliert das Massaker beschrieben wurde.

Fazit:
Ich bin mir unsicher, ob ich ich dieses Werk wirklich uneingeschränkt weiterempfehlen würde. Ich wurde einfach mit dem Stil nicht richtig warm, dennoch gab es, wie bereits erwähnt, durchaus Aspekte, die mich fesselten. Aus diesem Grund gebe ich dieser Story 3,5 Sterne und werde auch den zweiten Teil „Das Flüstern des Zielichts“ lesen, umd das ganze klarer zu sehen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.03.2022

Eines meiner Jahreshighlights!

ONE OF US IS LYING
0

„One of us is lying“ stand schon lange Zeit auf meiner ToReadList. Allein schon das Cover zieht magisch an und der Klappentext verspricht eine enorm spannende Geschichte. Dieser Jugendthriller ist das ...

„One of us is lying“ stand schon lange Zeit auf meiner ToReadList. Allein schon das Cover zieht magisch an und der Klappentext verspricht eine enorm spannende Geschichte. Dieser Jugendthriller ist das Debüt der Autorin Karen M. McManus und stürmte auf Anhieb die Bestsellerlisten. Mittlerweile wurden ihre Romane in über 40 Länder verkauft und sind internationale Bestseller. Meiner Meinung nach vollkommen zu recht! Doch um was geht es denn eigentlich in „One of us is lying“?

Fünf Schüler der Bayview High wurden zum Nachsitzen verdonnert. Bronwyn, die Intelligenzbestie, die Klassenschönheit Addy, der Drogendealer Nate, der Baseball-Star Cooper und der Geheimnis-Aufdecker Simon. Während des Nachsitzens bricht plötzlich Simon zusammen und stirbt kurz darauf im Krankenhaus. Die Polizei ermittelt wegen Mordes und entdeckt ein brisantes Indiz: Simon wollte einen Tag nach dem Mord einen Skandalpost in seiner App absetzen, in dem er jeden einzelnen seiner „Nachsitz-Buddies“das Leben zu Hölle gemacht hätte. Plötzlich hat jeder der vier Überlebenden ein Motiv und man muss sich der Frage stellen, wer lügt und wer sagt die Wahrheit… wer steckt hinter dem Tod Simons?

Mein Eindruck vom Buch:
Auch wenn ich dieses Werk schon lange lesen wollte, war ich anfangs etwas skeptisch, handelt es sich doch um ein Jugendbuch ab 14 Jahren. Doch diese „Vorsicht“ hat sich enorm schnell in Luft aufgelöst und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen! Unglaublich, was für einen Spannungsbogen Karen M. McManus hier gespannt hat! Und das auch noch in ihrem Debütroman! Der Leser begleitet die vier Hauptverdächtigen Bronwyn, Addy, Nate und Cooper in der Ich-Form, was es leicht macht, sich in die Charaktere hineinzuversetzen. Die Figuren sind klasse ausgearbeitet und man hatte wirklich selbst das Gefühl, Teil dieser Highschool zu sein, auch, wenn meine eigene Schulzeit dann doch schon ein Weilchen zurück liegt. Die Gedanken, Sorgen und Ängste der Schüler sind unglaublich gut nachzuvollziehen und dieses Werk macht einem bewusst, wie sehr Jugendliche unter Druck stehen können und es verdeutlicht auch enorm, welche Auswirkungen Mobbing haben können. Aber auch die (manchmal sehr überzogenen) Erwartungen der Eltern sind gut herausgearbeitet. Ich habe entdeckt, dass in manchen Schulen dieses Buch konkret empfohlen wird und auch das kann ich nur befürworten. Vielleicht regt es manch Jugendliche zum Nachdenken an, bevor sie sich an andere auslassen. Soviel zum Pädagogischen Aspekt des Buches, denn dieser Thriller ist definitiv nicht nur für Teenager ein Lesevergnügen! Ich habe es regelrecht verschlungen und konnte es kaum erwarten zu erfahren, was dahintersteckt. Das Ende/die Auflösung fand ich phänomenal und man hätte es nicht toppen können!

Fazit:
Einfach mega! Dieser Thriller ist der Beste seit langer Zeit und ich freu mich sehr auf den nächsten Band „Two can keep a secret“!!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere