„P. S. Ich liebe Dich“ wird mit diesem Werk leider sehr entzaubert
Postscript - Was ich dir noch sagen möchteIch denke, es hat viele überrascht, als bekannt wurde, Cecelia Ahern hat eine Fortsetzung zu dem Weltbestseller „P. S. Ich liebe Dich“ geschrieben. Der erste Band wurde regelrecht gehypt und hat die irische ...
Ich denke, es hat viele überrascht, als bekannt wurde, Cecelia Ahern hat eine Fortsetzung zu dem Weltbestseller „P. S. Ich liebe Dich“ geschrieben. Der erste Band wurde regelrecht gehypt und hat die irische Autorin rund um den Globus bekannt gemacht. Die Messlatte war also extrem hochgelegt und ich war sehr gespannt auf die Fortsetzung. Ich habe mich für die Variante des Hörbuchs entschieden und gelesen wurde das Werk von Merete Brettschneider.
Mein Eindruck vom Buch:
Dieses Buch hat wahrlich mein Herz zerrissen. Allerdings nicht, weil ich so begeistert von der Geschichte war. Nein, weil ich es sehr traurig finde, wie sehr die Fortsetzung die Geschichte von Holly und Gerry entzaubert. In „P. S. Ich liebe Dich“ habe ich jedes einzelne Wort förmlich aufgesogen und es passiert nicht oft, dass ich am Ende eines Buches Tränen vergieße. All die Jahre war der erste Band etwas ganz Besonderes für mich und ich konnte es kaum erwarten, Holly wieder begleiten zu dürfen. Doch dieser Freude folgte sehr bald Ernüchterung. Hollys Gedankengänge konnte ich oftmals nicht nachvollziehen und ihre seltsame Selbstreflexion schmälerte die besondere Beziehung, die sie mit Gerry hatte. Und noch mehr: Da wurde plötzlich hinterfragt, ob Gerrys Briefe ihr vielleicht auch geschadet haben. Vorbei war es mit der Magie der Briefe, die Holly sieben oder acht zuvor nach dem Tod ihres Mannes von ihm erhielt. Und nicht nur das: Durch den „P. S. Ich liebe Dich – Club“ wurde aus der Besonderheit eine Art Dienstleistung von Holly, was alles beliebig machte. Wo ist nur der Zauber von Holly und Gerry hin? Und zu wem hat sich Holly entwickelt? Natürlich ging ihr Leben weiter und sie hat sich dadurch auch weiterentwickelt. Nur diese neue Holly wurde mir leider nicht sympathisch. Zum Glück mochte ich aber die Sprecherin Merete Brettschneider sehr, die mir dann das Hören doch erträglicher machte.
Fazit:
Und wieder hat mich ein Buch von Cecelia Ahern enttäuscht. Nun werde ich wirklich meinem Vorsatz treu bleiben und kein Werk mehr von dieser Autorin lesen/hören. Dafür gab es leider schon viel zu viele Flops.