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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.12.2021

Von Wichteln, Rentieren und einer ganz besonderen Maus

Ein Junge namens Weihnacht
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„Ein Junge namens Weihnacht“ stand schon länger auf meiner Wunschliste, vorallem, da es aus der Feder von Matt Haig stammt. Nun wurde sein Werk verfilmt und läuft gerade überall in den Kinos. Das nahm ...

„Ein Junge namens Weihnacht“ stand schon länger auf meiner Wunschliste, vorallem, da es aus der Feder von Matt Haig stammt. Nun wurde sein Werk verfilmt und läuft gerade überall in den Kinos. Das nahm ich mir zum Anlass, um es auch endlich mal zu lesen. Was gäbe es im Dezember für einen besseren Lesestoff?

Mein Eindruck vom Buch:
Matt Haig haucht dieser Geschichte einen wunderbaren Humor ein. Die Interaktion mit dem Leser hat mich oft zum Lachen gebracht. Es ist so schön, in eine komplett andere Welt einzutauchen, die so zauberhaft magisch ist. Das Buch ist gespickt mit tollen Illustationen und nachdem das Buch nur 264 Seiten besitzt, lässt es sich flüssig lesen und man ist schnell durch. Haig schafft es immer wieder, den Leser die Realität komplett ausblenden zu lassen und teilweise hatte ich das Gefühl, ich würde Nikolas wirklich gegenübersitzen. Übrigens hat es mir besonders Miika angetan Diese Figur, selbst wenn sie nur am Rande mitspielte, finde ich fantastisch!

Fazit:
Mittlerweile gibt es mehrere Bücher, welche die Kindheit des Weihnachtsmannes erzählen. „Ein Junge namens Weihnacht“ hat es zwar bei mir nicht auf die Spitze gebracht, dennoch ist es absolut lesenswert für jeden, der Weihnachten liebt.

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Veröffentlicht am 01.12.2021

Ich dachte, jedes Buch hätte seine Daseinsberechtigung...

Harry und Meghan: Auf der Suche nach Freiheit
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… bis mir „Finding Freedom“ in die Hände fiel. Ich bin der Meinung, das ist nun wirklich das schlechteste Buch, das ich jemals gelesen habe. Die Autoren behaupten, sie wollten mit dem Buch darstellen, ...

… bis mir „Finding Freedom“ in die Hände fiel. Ich bin der Meinung, das ist nun wirklich das schlechteste Buch, das ich jemals gelesen habe. Die Autoren behaupten, sie wollten mit dem Buch darstellen, wie Harry und Meghan wirklich sind und ich befürchte, das ist Ihnen gelungen. Jedoch mit Sicherheit nicht so, wie es sich das Paar bestimmt gewünscht hätte. Wer vor der Lektüre des Buches skeptisch gegenüber Meghan war, wird sich einfach sehr bestärkt fühlen. Wer Meghan mochte, dem wird es wahrscheinlich schwer fallen, diese Sympathie aufrecht zu erhalten. Denn dieses Werk zeigt auf, wie egozentrisch diese Person ist. Hier ein Zitat des Buches, angeblich aus dem Mund einer „nahestehenden Quelle“, welche es unzählige gibt: „She wants to be Princess Diana 2.0“ und dies sagt wohl alles aus. Ich kann mich dem Gedanken nicht erwehren, dass dieses gesamte Schriftstück einfach nur ein Rachefeldzug gegen Meghans Vater und Buckingham Palace ist. Alle anderen sind schuld, Meghan ist ja ach so toll und versteht gar nicht, warum sie ständig angefeindet wird, dabei unterstützt sie doch sooooo viele Charity-Projekte und ist sooooooo gläubig und demütig. Äh, ja, wer’s glaubt. Es wird ständig damit geprahlt, welche Designer-Klamotten und welchen Designer-Schmuck sie wo getragen hat, immer wieder wird betont, was für ein guter Freund George Clooney doch ist und wie oft sie dessen Privatjet nutzen durften und generell haben Meghan und Harry so viele so unglaublich viele Freunde. Echt jetzt? Muss man dies andauernd wiederholen? Nicht zu vergessen, die vielen Sticheleien gegen William und Kate. Es ist unglaublich, wie sehr Meghan damit protzt, dass sie zu manchen Anlässen viel früher eingeladen war, als Kate. Ich habe selten so viel Missgunst und Neid in einem Buch entdeckt. Für dieses Buch habe ich sage und schreibe 11 Monate gebraucht, ein neuer trauriger Rekord.

Fazit:
Was für eine Papierverschwendung! Ich bin seit langer Zeit sehr interessiert an allem, was mit dem Buckingham Palace und der Queen zu tun hat, aber dieses Werk ist schlicht und ergreifend nicht lesenswert. Es ist einfach nur eine Selbstbeweihräucherung Meghans. Sehr sehr sehr schade!

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Veröffentlicht am 29.11.2021

Ich kann den Hype leider nicht nachvollziehen

Die Säulen der Erde
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„Die Säulen der Erde“ gehört wohl schon seit Jahrzehnten zu DEN Klassikern schlechthin. Deshalb stand es schon seit Jahren auf meiner To-Read-List und nun habe ich es endlich „in Angriff“ genommen. Doch ...

„Die Säulen der Erde“ gehört wohl schon seit Jahrzehnten zu DEN Klassikern schlechthin. Deshalb stand es schon seit Jahren auf meiner To-Read-List und nun habe ich es endlich „in Angriff“ genommen. Doch um was geht es denn eigentlich in diesem Werk, das Ken Follett zu einem der bekanntesten Autoren der Welt gemacht hat?

Der Leser lernt den Steinmetz Tom Builder kennen. Sein größter Traum ist es, eine Kathedrale zu bauen und so zieht er mit seiner Frau Agnes und seinen Kindern Alfred und Martha von Ort zu Ort, um seinen Traumjob zu bekommen. Philip, Prior von Kingsbridge, hat derweil ganz andere Kämpfe auszutragen und auch Toms Stiefsohn Jack wird geplagt, da er seinen leiblichen Vater nie kennenlernen durfte. Aber nicht nur diese Figuren begleitet der Leser, nein, auch auf die schöne Grafentochter Aliena trifft der Leser, ebenso wie auf ihren Peiniger William.

Mein Eindruck vom Buch:
„Die Säulen der Erde“ war nicht mein erstes Buch von Ken Follett. „Die Kinder von Eden“ und „Der dritte Zwilling“ habe ich verschlungen, alles, was danach kam, leider nicht mehr. Und auch „Die Säulen der Erde“ konnte meine Begeisterung nicht wieder entzünden. Die Charaktere fand ich sehr farblos, einzig Jack wurde interessant gezeichnet. Aber auf die Kapitel mit Tom, William und selbst Philip hätte ich getrost verzichten können. Aliena zu begleiten wurde mit Fortschreiten des Buches spannender, jedoch konnte es die faden Kapitel mit anderen Protagonisten nicht ausgleichen. Zudem fand ich, dass dieses Werk vollkommen unnötig in die Länge gezogen wurde. Manche Begebenheiten wurden im Laufe des Buches erneut erzählt, dabei hätte einmal gereicht. Diese Wiederholungen begannen mich im letzten Drittel richtig zu nerven. Sicher, die Geschichte ist hervorragend recherchiert und wer sich für die Architektur von Kathedralen interessiert, findet bestimmt faszinierende Abschnitte. Aber auch das konnte mich nicht fesseln.

Fazit:
Schade, meiner Meinung nach ist dieses Buch absolut überbewertet. Nachdem es sich aber durch den flüssigen Schreibstil angenehm lesen lässt, erhält es drei Sternchen von mir. Die Folgebänder der „Kingsbridge-Reihe“ werde ich jedoch nicht mehr lesen.

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Veröffentlicht am 15.11.2021

Und wieder ein genialer Thriller!

Todesmal
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Mittlerweile bin ich wirklich ein riesiger Fan der Reihe über Sabine Nemez und Maarten S. Sneijder! Auch der fünfte Fall hat mich mega gefesselt und auch hier habe ich mich für die Variante Hörbuch, gelesen ...

Mittlerweile bin ich wirklich ein riesiger Fan der Reihe über Sabine Nemez und Maarten S. Sneijder! Auch der fünfte Fall hat mich mega gefesselt und auch hier habe ich mich für die Variante Hörbuch, gelesen von Achim Buch, entschieden. Ich mag total, wie Achim Buch Maarten S. Sneijder einen ganz eigenen Sprachstil verleiht. Und den hat er auch absolut verdient, denn Maarten S. Sneijder ist eine ganz eigene Marke! Diesmal hat er es mit einer geheimnisvollen Nonne zu tun, die ankündigt, dass in den nächsten sieben Tagen sieben Morde geschehen werden. Gemeinsam mit Sabine Nemez tut Sneijder alles dafür, um die Hintergründe aufzudecken. Immer mehr kommt ans Licht, was einen schier das Blut in den Adern gefrieren lässt! Ganz ehrlich: Hier hat sich Andreas Gruber wieder selbst übertroffen! Es fiel enorm schwer, mal Pause von diesem Fall zu machen, so sehr hat mich die Story in den Bann gezogen. Besonders gefreut hat mich, dass auch wieder Horrowitz mit von der Partie war. Man möge mir verzeihen, sollte ich den Namen falsch schreiben, da ich dieses Werk als Hörbuch genossen habe. Nachdem ich die vorherigen vier Teile schon ausgiebig bewertet habe, halte ich mich dieses Mal etwas kürzer, ich würde mich nur wiederholen. Nur so viel: Wer die ersten Bände mit Sneijder und Nemez mochte, wird auch diesen lieben. Ich freue mich jetzt seeeeeeeeeeeehr auf den nächsten Band, der „Todesschmerz“ heißt. DANKE für extrem spannende Hörbuchstunden!

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Veröffentlicht am 02.11.2021

Eine berührende Geschichte

Stay away from Gretchen
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Dieses Werk habe ich geschenkt bekommen und ich bin sehr froh darum, denn sonst wäre mir eine zauberhafte Story entgangen. Der Leser lernt in „Stay away from Gretchen“ den bekannten Nachrichtenmoderator ...

Dieses Werk habe ich geschenkt bekommen und ich bin sehr froh darum, denn sonst wäre mir eine zauberhafte Story entgangen. Der Leser lernt in „Stay away from Gretchen“ den bekannten Nachrichtenmoderator Tom Monderath kennen. Nicht unbedingt der sympathischste Zeitgenosse und als seine Mutter Greta an Demenz erkrankt, gerät seine „heile Welt“ komplett aus den Fugen. Er erfährt Stückchen für Stückchen von ihrer Vergangenheit, ihrer Kindheit und ihrer Jugend und als das Foto eines kleinen Mädchens mit dunkler Haut auftaucht, weiß Tom nicht mehr, was er glauben soll, denn damit verändert sich sein ganzes Leben.

Mein Eindruck vom Buch:
Dies ist wirklich eine zauberhafte Geschichte und durch den flüssigen Schreibstil der Autorin fliegt man nur so über die Seiten. Die Kapitel, in der man in die Vergangenheit Gretas zurückreist und ihre Erinnerungen teilt, haben mich am meisten gefesselt. Die Autorin Susanne Abel greift hier ein sehr sensibles Thema auf und bringt zum Nachdenken: Was passiert, wenn die eigenen Eltern dement werden? Wie kann man sie am besten unterstützen, was kommt auf einen zu? Wie lernt man damit umzugehen? Diese Fragen stellt sich auch Tom und es war sehr berührend, ihn eine Weile zu begleiten. Greta wird toll und facettenreich gezeichnet und ich mochte sie sowohl als Kind und Teenager als auch als über 80jährige sehr! Trotz des ernsten Themas hat sie mich oft zum Schmunzeln gebracht und sie kam so authentisch rüber, dass ich manchmal dachte, sie säße mir direkt gegenüber. Dieses Buch ist wirklich etwas Besonderes, doch leider gibt es auch einen großen Kritikpunkt: Viele Fragen blieben einfach offen. Der Schluss kam für mich viel zu abrupt! Einige Begebenheiten wurden nur an der Oberfläche angekratzt und dabei blieb es oft leider. Ich hätte mir noch viel mehr Informationen über ihre Familie gewünscht, ebenso hätte ich Greta unheimlich gerne noch mehr in ihrem Erwachsenenleben begleitet. Leider entstand der Eindruck, als hätte die Schriftstellerin das Buch ganz schnell zu ende bringen wollen, was einen schalen Nachgeschmack hervorrief. Es hätte noch sooooooooo viel zu erzählen gegeben und es ist wirklich schade, dass dies nicht genutzt wurde.

Fazit:
4 von 5 Sterne für eine wirklich bezaubende Geschichte. Leider musste ich einen Stern abziehen, da noch mehr Potenzial in der Story gewesen wäre. Dennoch absolute Leseempfehlung von meiner Seite!

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