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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.10.2021

„Man kann die Welt nicht verändern, ohne Wellen zu schlagen“

Wenn der Ozean stirbt, sterben auch wir
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Seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit dem Schutz der Weltmeere und dem Klimawandel. Jeder, der sich darüber informiert, wird wohl kaum an dem Namen Paul Watson vorbeikommen. Er gründete in den 70er ...

Seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit dem Schutz der Weltmeere und dem Klimawandel. Jeder, der sich darüber informiert, wird wohl kaum an dem Namen Paul Watson vorbeikommen. Er gründete in den 70er Jahren Sea Sheperd und ist seitdem auf den Ozeanen unterwegs, um illegalen Fischern das Handwerk zu legen. Nun hat er ein Buch herausgebracht, auf das ich sehr neugierig war.

Mein Eindruck vom Buch:
Mit gerade mal 121 Seiten liest man dieses Werk sehr schnell durch, jedoch ist jede einzelne Seite unheimlich wertvoll. Die Kapitel sind kurz und der Schreibstil flüssig, dennoch habe ich eine Weile mit dem Buch gebraucht, da ich vieles erst sacken lassen musste, bevor ich weiterlesen konnte. Paul Watson übermittelt in einer sehr eindringlichen Weise, was auf uns zukommt, wenn der Mensch weiterhin so handelt, wie er es bisher tat. Dabei stellt er sich aber keinesfalls als Helden dar, was ihn authentisch macht und in jeder Zeile ist seine Leidenschaft zum Meer spüren. Eines muss ich zugeben: Manche Wörter musste ich erst nachschlagen, da ich sie noch nie vorher gehört hatte und ich durfte durch dieses Büchlein einiges lernen.

Fazit:
Ich wünsche mir, dass dieses Werk von unglaublich vielen Menschen gelesen und bewusst wird, wie es wirklich um unseren Planeten steht. Paul Watson zeigt auf, wie wichtig ein Umdenken und ein Handeln ist. Und das nicht irgendwann, sondern JETZT!

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Veröffentlicht am 10.10.2021

Eine ganz besondere Uhr

Vor meiner Zeit
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Ich liebe Bücher über Zeitreisen! Schon vor zig Jahren hat mich diese Thematik durch die Romane von Diana Gabaldon gepackt und nie wieder losgelassen. Deshalb kam ich natürlich auch nicht an dem Buch „Vor ...

Ich liebe Bücher über Zeitreisen! Schon vor zig Jahren hat mich diese Thematik durch die Romane von Diana Gabaldon gepackt und nie wieder losgelassen. Deshalb kam ich natürlich auch nicht an dem Buch „Vor meiner Zeit“ von L. Ochrasy vorbei und war sehr gespannt, was dieses Werk zu bieten hat. Doch um was geht es denn eigentlich in dieser Story?

Ida, ein typisch 17jähriger Teenager, macht mit ihrer besten Freundin Sophia ein Praktikum in einem Archiv. Dort finden sie eine Uhr, mit der Zeitreisen möglich sind. Ida wird exakt 75 Jahre in die Vergangenheit zurück katapultiert und verliebt sich dort in Adam. Was zuerst zauberhaft klingt, entwickelt sich schnell zum Albtraum, denn Adam lebt mitten in Zeiten des Zweiten Weltkrieges...

Mein Eindruck vom Buch:
Ida wird vom Leser in der Ich-Form gegleitet, was für mich die schönste Art der Darstellung ist. Es fällt mir mit dieser Schreibart am Leichtesten, mich in die Protagonisten reinzuversetzen. Doch das hat bei Ida leider nicht geklappt. Sie war mir von Anfang an sehr unsympathisch und ich konnte einfach keine Verbindung zu ihr herstellen. Das hat sich im Lauf des Buches leider nicht geändert und um ganz ehrlich zu sein, hat mich ihre Art oftmals einfach nur genervt. Sind 17jährige heutzutage wirklich schon so abgehärtet? Ich lese sehr gerne Young Adult und Jugendbücher, doch vielleicht bin ich für dieses Werk doch schon etwas zu alt. Die Figuren waren mir zu abgebrüht, die Dialoge und auch die Gedankengänge zu oberflächlich und ich fand keine Tiefe in der Geschichte. Es gab ein paar Augenblicke, die durch einen kurzen Spannungsaufbau gepunktet haben, dennoch konnten sie für mich den Roman nicht retten. Idas Eltern bekamen mein vollstes Mitgefühl, was wohl auch dafürspricht, dass ich wohl wirklich nicht die „Ziel-Lesegruppe“ bin.

Fazit:
Für Jugendliche vielleicht ein tolles Buch, mir hat jedoch einiges gefehlt. Schade! Somit war es für mich einfach nur nett für zwischendurch.

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Veröffentlicht am 07.10.2021

Based on the novel - echt jetzt?

Die 100
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Als riesiger Fan der Serie musste ich mir natürlich auch die Bücher zulegen, welche als Grundlage zur Verfilmung dienten. Ich habe mich wirklich sehr darauf gefreut, Clarke, Bellamy und die anderen im ...

Als riesiger Fan der Serie musste ich mir natürlich auch die Bücher zulegen, welche als Grundlage zur Verfilmung dienten. Ich habe mich wirklich sehr darauf gefreut, Clarke, Bellamy und die anderen im Buch wiederzusehen. Doch diese Begeisterung hielt leider überhaupt nicht lange. Durch andere Rezensionen war mir bewusst, dass die Bücher komplett anders sind, als die Serie. Diese Klarheit konnte aber leider nicht darüber hinweg helfen, dass man hier mit einer Geschichte konfrontiert wird, die weit unter dem Niveau der Serie liegt. Der Schreibstil ist zäh und erzeugt keinerlei Spannung und die Charaktere sind sehr farblos dargestellt. Im Grunde geht es hauptsächlich um die Liebeleien und Eifersuchtsdramen unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen. In diesem ersten Teil passiert sonst nicht wirklich viel. Um ganz ehrlich zu sein ist mir vollkommen schleierhaft, wie dieses Werk die Basis einer tollen Serie werden konnte. Und wäre es nicht schon langweilig genug, wird im ersten Teil des Buches oft Glass mit Clarke verwechselt. Wie kann sowas passieren? Copy und paste? Derartige Fehler machen bei mir leider das ganze Buch kaputt, da ich die Story dann nicht mehr ernst nehmen kann. Es ist, als würde man dadurch aus dem Buch katapultiert und einem vor Augen geführt, wie fiktional die Ereignisse eigentlich sind.

Fazit:
Es tut mir im Herzen weh, dies schreiben zu müssen, aber: Bleibt bei der Serie! Dieser erste Band hat mich sehr enttäuscht, ich musste mich richtiggehend durchquälen und es erübrigt sich wohl zu sagen, dass ich die weiteren Bände nicht lesen werde.

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Veröffentlicht am 06.10.2021

Magische Eierschalen

Game Changer – Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machen
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Nach einigen Thrillern und New Adult Büchern wurde es wirklich mal wieder Zeit für einen Jugendroman. Allein schon das Cover von Game Changer ist ein absoluter Eye-Catcher und der Klappentext macht wirklich ...

Nach einigen Thrillern und New Adult Büchern wurde es wirklich mal wieder Zeit für einen Jugendroman. Allein schon das Cover von Game Changer ist ein absoluter Eye-Catcher und der Klappentext macht wirklich neugierig auf die Story. Doch um was geht es denn hier eigentlich genau?

Der Leser lernt Ash kennen, ein weißer, heterosexueller Teenager, dessen bester Freund ein schwarzer Junge ist. Generell keine besondere Situation, obwohl unterschwellig Rassismus leider noch lange nicht aus dieser Welt verbannt wurde. Da geschieht beim Sport plötzlich das schier Unglaubliche: Er wird in eine andere Realität katapultiert und schlimmer noch: Plötzlich ist er der Mittelpunkt des Universums. Und in dieser neuen Wirklichkeit führt Ash aus Versehen die Rassentrennung wieder ein. Geschockt versucht er alles, um wieder den Ursprung herzustellen, doch es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machen...

Mein Eindruck vom Buch:
Schon bei den ersten Zeilen musste ich einfach lächeln! Der Leser hat die Ehre, Ash in einer Ich-Erzählung zu begleiten und seine direkte, offene Art ist einfach entwaffnend! Und nicht nur das, Ash spricht mit dem Leser und allein das erfrischt alles ungemein! Wer aber jetzt denkt, das Buch ist flapsig und lockerleicht, der irrt. Ja, die Story ist sehr skurril und abgedreht, dennoch wird schon im ersten Kapitel klar, dass die Geschichte eine besondere Tiefgründigkeit besitzt und zum Nachdenken anregt. So ein bisschen erinnert dieses Werk an Butterfly Effect und es hat mich schon immer fasziniert, welche Auswirkungen eine einzig winzig kleine Entscheidung haben kann und wieviele Leben ganz anders verlaufen wären, hätte man anders gehandelt. Und genau dies wird in diesem Roman extrem gut veranschaulicht. Mit Ash hat Neal Shusterman einen ganz besonderen Charakter erschaffen und gleichzeitig könnte Ash einfach „nur“ der Junge von nebenan sein. Ich war immer wieder überrascht, welche Wendungen plötzlich geschahen und wurde von der ganzen Thematik so gepackt, dass ich das Buch kaum noch aus der Hand legen konnte. Herzerfrischend ist aber nicht nur Ash, nein, da gibt es auch die Edwards und auch der Freundeskreis von Ash ist mega interessant in sämtliche Geschehnisse eingeflochten.

Fazit:
Mit Game Changer hat Neal Shusterman eine Geschichte erschaffen, die meiner Meinung nach wertvoll für alle Altersgruppen ist. Sie lässt einen lachen, aber auch hinterfragen und das auf eine Art, die schlichtweg faszinierend ist. Dieses Werk vereint alles, was ein Bestseller braucht: Witz, Charme, interessante Charaktere, Leichtigkeit, Spannung, Tiefe und so manche Weisheiten. Ich kann Ash und seine Welt jedem einfach nur ans Herz legen und hoffe sehr, viele werden ihn ein Stück auf seinem unglaublichen Weg begleiten.

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Veröffentlicht am 21.09.2021

Diese Reihe macht süchtig!

Todesreigen
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Der vierte Fall für Sneijder und Nemez! Was für eine Reihe! Was für Spannung! Aber der Reihe nach: In was geht es eigentlich in diesem Band, auf den ich mich riesig gefreut habe?

Sabine Nemez wird mit ...

Der vierte Fall für Sneijder und Nemez! Was für eine Reihe! Was für Spannung! Aber der Reihe nach: In was geht es eigentlich in diesem Band, auf den ich mich riesig gefreut habe?

Sabine Nemez wird mit seltsamen Vorgängen konfrontiert: Einige Kollegen begehen Selbstmord und auch ein paar Familienangehörige deren bleiben nicht vor dem Tod verschont. Doch handelt es sich hierbei wirklich um Selbstmord? Oder steckt doch was anderes dahinter? Sabine Nemez wird skeptisch und bittet den vom Dienst suspendierten Profiler Maarten S. Sneijder um Hilfe. Doch der will einfach nur in Ruhe gelassen werden und bittet auch Nemez eindringlich, die Sache nicht weiterzuverfolgen. Kann es sein, dass alles mit einem uralten Fall zusammenhängt? Und was hat Hardy damit zu tun, der gerade aus dem Gefängnis entlassen wurde? Als dann auch noch Nemez verschwindet, bleibt Sneijder nichts anderes übrig, als selbst zu recherchieren...

Mein Eindruck vom Hörbuch:
Auch bei diesem Teil habe ich mich für das Hörbuch entschieden, gelesen von Achim Buch. Für mich ist dieser Sprecher einer der Besten in seinem Metier. Er gibt Sneijder eine ganz eigene Art und ich fühle mich immer so, als würde Sneijder direkt neben mir stehen mit seinem unverwechselbaren niederländischen Akzent. Der Fall, den wir hier begleiten dürfen, ist Gruber-typisch irre spannend aufgebaut. Wie man es bereits aus den Vorgängern kennt, werden zwei Erzählstränge verfolgt. Der Leser/Hörer begegnet Sabine Nemez, die bezweifelt, dass die Selbstmorde wirklich unabhängig voneinander geschahen und ob die Entscheidung tatsächlich ihre eigenen waren. Etwas zeitversetzt trifft der Leser auf Hardy, der gerade aus der Haft entlassen wurde und Gerechtigkeit einfordern möchte. Beide Stränge sind so mega spannend gehalten, dass man sich kaum von „Todesreigen“ losreißen kann. Was mir bereits beim letzten Band sehr positiv aufgefallen ist: Eine Nebenfigur war in „Todesmärchen“ ein aktiver Rollstuhlfahrer. Mich hat das irre gefreut, nachdem ich selbst Rollifahrerin bin. Auch in „Todesreigen“ trifft man auf eine Person mit Handicap, nämlich auf Nora. Sie ist taub und diese Protagonistin wird einfach klasse von Andreas Gruber eingeflochten. Es macht Spaß, seine eigenen Vermutungen anzustellen und der Autor versteht es hervorragend, seine Leser/Hörer in die Irre zu führen. Auch, wenn die Fälle in sich abgeschlossen sind, weckt der Schluss bei jedem Band eine große Neugier auf das nächste Werk!

Fazit:
Wieder ein mitreißender Fall für Nemez und Sneijder, den ich jedem Thriller-Fan nur wärmstens ans Herz legen kann! Ich freu mich sehr auf den fünften Fall, der da „Todesmal“ heißt und natürlich werde ich auch hier wieder das Hörbuch wählen.

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