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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.12.2018

Ich liebe diese Charaktere - mega spannend!

Redemption Point
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Juhu, endlich ein neuer Fall für Ted Conkaffey und Amanda Pharrell und somit der zweite Band, in dem der Leser die beiden begleiten darf! Nachdem ich „Crimson Lake“ nicht mehr aus der Hand legen konnte, ...

Juhu, endlich ein neuer Fall für Ted Conkaffey und Amanda Pharrell und somit der zweite Band, in dem der Leser die beiden begleiten darf! Nachdem ich „Crimson Lake“ nicht mehr aus der Hand legen konnte, habe ich diesem Buch entgegen gefiebert.

Doch um was geht es in Redemption Point? Ted Conkaffey, unschuldig unter Verdacht, die 13-Jährige Claire vergewaltigt zu haben, wird von seiner Vergangenheit eingeholt. Dale Bingley, der Vater von Conkaffeys angeblichem Opfer, taucht plötzlich im Haus auf und ist fest entschlossen, sich zu rächen. So bilden Conkaffey und Bingley eine Zweckgemeinschaft der besonderen Art. Aber das ist nicht die einzig „seltsame“ Verbindung. Der Gangster Khaled möchte den wahren Vergewaltiger finden und setzt alles daran, ihn als erstes in die Finger zu kriegen. Währenddessen ist Amanda in einem anderen Fall involiert: Den Doppelmord in einer Bar. Sie bekommt Unterstützung von Detective Inspector Pip Sweeney und die beiden bilden ein sehr interessantes Gespann. Gelingt es ihnen, den Fall zu lösen? Und gelingt es Conkaffey, endlich Licht ins Dunkel zu bringen und den wahren Peiniger Claires zu finden?

Mein Eindruck vom Buch:
Schon die ersten Seiten des Thrillers haben mich gepackt. Ich habe mich riesig gefreut, Ted Conkaffey wieder begleiten zu dürfen, denn ich hatte ihn schon in „Crimson Lake“ ins Herz geschlossen. Aber auch seine Ermittler-Partnerin Amanda Pharell finde ich sehr sympahisch gezeichnet. Total verrückt, aber dennoch absolut liebenswert. In diesem Werk wird Ted stark mit den früheren Beschuldigungen konfrontiert und der Leser merkt, man kann nicht weit genug flüchten, um nicht von seiner Vergangenheit eingeholt zu werden. Ich habe so richtig mit Ted mitgelitten. Aber nicht nur die Gedankenwelt von Ted wird im Buch offen dargelegt. Der Leser darf in einem Tagebuch blicken, was die Spannung konstant oben hält. Ich konnte immer kaum erwarten, bis ich wieder einen Tagebuch-Abschnitt lesen durfte. Das einzige, was mich in dem Buch etwas irritiert hat, war das Fehlen von Kapiteln. Es ist zwar in Abschnitten unterteilt, aber ich muss gestehen, dass es mir mit Kapiteln besser gefällt und auch leichter zu lesen ist. Ich finde es immer gut, wenn man im e-book nachsehen kann, wie lange ein Kapiteln dauert um dann zu denken: „ach, ein Kapitel geht noch“ Dennoch hat das die Spannung nicht geschmälert und ich fand es sehr aufregend, Ted und Amanda in ihren Ermittlungen zu begleiten.

Fazit:
Dieser Band steht „Crimson Lake“ in nichts nach und ich hoffe wirklich sehr, dass es nicht lange dauern wird, bis ich Ted wieder begleiten darf. Jeder, der Thriller mag, wird die Werke von Candice Fox lieben.

Veröffentlicht am 29.10.2018

Faszinierende Grundidee, schwache Umsetzung

Wir beide, irgendwann
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Als ich gelesen hab, um was es in diesem Buch geht, musste ich es unbedingt lesen. Die Klappentext klingt einfach nach einem mega spannenden Buch, geht es doch um die 16-jährige Emma, die einen Computer ...

Als ich gelesen hab, um was es in diesem Buch geht, musste ich es unbedingt lesen. Die Klappentext klingt einfach nach einem mega spannenden Buch, geht es doch um die 16-jährige Emma, die einen Computer geschenkt bekommt und darüber auf ihr eigenes Facebook-Profil gelangt – 15 Jahre später. Sie ist total verwirrt und zeigt ihrem besten Freund Josh die Seite. Und schnell finden sie raus, dass schon kleinste Änderungen in ihrer Gegenwart die Zukunft ändern. Und aus dem anfänglich interessantem Spiel wird schnell bitterböser Ernst und auch die Freundschaft zwischen Emma und Josh steht auf dem Spiel.

Mein Eindruck vom Buch:
1996 war ich selbst 16 und auch deshalb hat mich die Thematik dieses Buches komplett gepackt. Ich fand es zu Beginn witzig, wieder mit Dingen dieser Zeit konfrontiert zu werden und konnte so richtig in den Erinnerungen schwelgen. Die Kapitel wechseln immer zwischen Emma und Josh in der Ich-Erzählung ab, was den Leser noch viel näher an die Jugendlichen rankommen lässt. Anfangs war ich wirklich begeistert von der Schreibweise der beiden Autoren. Aber je weiter die Geschichte ging, desto mehr hat sie leider nachgelassen und die Protagonisten, allem voran Emma, wurden mir immer unsympathischer und irgendwann fingen die Charaktere sogar an, mich richtig zu nerven. Die Figuren waren mir letztendlich zu flach, zu oberflächlich und da konnte auch die geniale Grundidee nichts mehr herausreißen. Ich ertappte mich immer wieder, dass ich mich richtig aufraffen musste, um weiterzulesen. Wenn ich nicht jedes Buch bis zum Ende lesen würde und die Kapitel nicht so schön kurz gewesen wären, ich wüsste nicht, ob ich das Buch nicht abgebrochen hätte.

Fazit:
Meiner Meinung nach wurde hier sehr viel Potenzial verschenkt. Vielleicht habe ich aber auch einfach zu viel von dieser Reise in die Vergangenheit erwartet und bin schon zu erwachsen für dieses Werk. Ich werde jedenfalls von diesen Autoren nichts mehr lesen.

Veröffentlicht am 23.10.2018

Gott braucht einen Dämon, um den Teufel aufzuspüren

Sanctum
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„Sanctum“ ist der direkte Nachfolger von „Ritus“ und man sollte die Fortsetzung direkt parat haben, wenn man „Ritus“ beendet hat. Denn es ist fast unmöglich, sich von der Geschichte über Eric von Kastell ...

„Sanctum“ ist der direkte Nachfolger von „Ritus“ und man sollte die Fortsetzung direkt parat haben, wenn man „Ritus“ beendet hat. Denn es ist fast unmöglich, sich von der Geschichte über Eric von Kastell und Jean Chastel losreißen. Die ganze Story hat mich unglaublich gefestigt und ich hatte dieses Werk, dass dann doch über 500 Seiten umfasst, in kürzester Zeit durch. Eric von Kastell, der Wandelwesen jagt, ist mir schon im ersten Band ans Herz gewachsen und das hat sich bei „Sanctum“ noch verstärkt. Ich finde ihn wunderbar authentisch dargestellt und Markus Heitz ist ein Meister darin, Figuren ganz besondere Charaktere zu verleihen. Wie auch schon in „Ritus“ wechseln die Kapitel zwischen der heutigen Zeit und dem 18. Jahrhundert. In der letzteren Zeitebene begleitet der Leser den Wildhüter Jean Chastel, der sich ebenso auf die Jagd nach den Werwölfen macht. Er wird unterstützt von Gregoria, die Äbtissin eines entweihten Klosters. Auch Gregoria ist mir sehr ans Herz gewachsen und ich habe es sehr genossen, die Protagonisten für eine Weile begleiten zu dürfen.

Fazit:
Für jeden Fan ein absolutes Must-Read. Es fiel mir richtig schwer, mich von Eric von Kastell zu verabschieden.

Veröffentlicht am 22.10.2018

Klasse Debut!

Ausgesetzt
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Der Klappentext dieses Buches hat mich sofort angesprochen und deshalb musste es natürlich sofort in meine Bibliothek einziehen. Die Story handelt von Walker Devereaux, der als Kind ausgesetzt wurde. Außer ...

Der Klappentext dieses Buches hat mich sofort angesprochen und deshalb musste es natürlich sofort in meine Bibliothek einziehen. Die Story handelt von Walker Devereaux, der als Kind ausgesetzt wurde. Außer einem Foto und einem Brief hat er nichts von seiner Mutter und als er neunzehn ist, beschließt er, herauszufinden, was damals mit seiner Familie geschehen ist. Was er noch nicht weiß: Er kommt in die Quere eines bestialischen Mörders…



Dieses Werk ist der erste Thriller aus der Feder des kanadischen Dramatikers und Hörspielautors. Ich mochte seinen Schreibstil auf Anhieb und man fand sofort ins Geschehen hinein. Walker wird wunderbar sympathisch gezeichnet und was mich neben der Geschichte noch persönlich begeisterte, war die Tatsache, dass seine Freundin Rollstuhlfahrerin ist und Walker das ganze als selbstverständlich sieht. Nachdem ich selbst Rollstuhlfahrerin bin, hat mich diese Thematik natürlich berührt. Aber natürlich hat mich auch der eigentliche Fall gefesselt. Ich habe mit Walker richtig mitgelitten, als er sich auf die Suche nach seiner leiblichen Mutter gemacht hat, habe mitgefühlt, als er innerlich zerrissen war und mitgebangt, als er sich unwissentlich in Lebensgefahr gebracht hat. James W. Nichol schafft es immer wieder, den Leser in vollkommen verschiedene Richtungen zu lenken, was es wirklich extrem schwierig macht, das Buch auch wieder aus der Hand zu legen.



Fazit:

Für mich war dieser Thriller ein Lesevergnügen und es handelt sich um einen soliden Thriller. Ich hoffe sehr, weitere Bücher werden von James W. Nichol folgen, denn mich hat er als begeisterte Leserin schon mal sicher!

Veröffentlicht am 18.10.2018

Starker Start, schwaches Ende

Ich schreib dir sieben Jahre
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Irland steht ganz ganz oben auf meiner Reiseliste und nachdem dieser Roman genau in der stürmischen Kulisse Irlands spielt und mich der Klappentext sehr angesprochen hat, zog dieses Buch bei mir ein. Der ...

Irland steht ganz ganz oben auf meiner Reiseliste und nachdem dieser Roman genau in der stürmischen Kulisse Irlands spielt und mich der Klappentext sehr angesprochen hat, zog dieses Buch bei mir ein. Der Leser begleitet Ally, in Irland geboren, aber als Kind ins Internat nach England gesteckt, die ihre Mutter Deirdre nur noch sehr selten sieht. Zu groß sind die Differenzen, zu unüberwindbar die Konflikte. Doch dann fällt ihre Mutter ins Koma und Ally kehrt nach Irland zurück. Was zuerst als Unterstützung für Deidre gedacht war, wird schnell zu einem kompletten Gefühlschaos, denn Ally findet Briefe eines M. an ihre Mutter, die ihr Leben auf den Kopf stellen.

Als ich dieses Werk anfing, konnte ich es kaum noch weglegen. Ally zu begleiten, war extrem spannend und ich konnte es kaum erwarten, mehr von den Briefen zu erfahren, die ihre Mutter von einem geheimnisvollen Schreiber erhielt. Für Ally war das ein Schock, sie dachte bis zu diesem Moment, dass ihre Mutter ihren Vater Colin geliebt hat. War das alles gelogen? Und dann taucht da auch noch Eoin auf, der ihr schon bei einer einzigen Begegnung vor sieben Jahren sehr unter die Haut ging. Ally ist wunderbar sympathisch dargestellt und es machte richtig Spaß, ihr zur Seite zu stehen. Ich mag den Schreibstil von Liz Balfour und ihre Beschreibungen geben dem Leser das Gefühl, wirklich dabei zu sein. Ich konnte mir durch die detaillierten Beschreibungen alles bildlich vorstellen, was mich noch viel tiefer in die Geschichte eintauchen ließ. Ich habe es wirklich genossen, dieses Buch zu lesen… bis es immer weiter Richtung Schluß ging, denn da ist die Story meiner Meinung nach leider komplett abgeflacht. Ich hatte das Gefühl, die Autorin wollte einfach nur schnell das Buch zuende bringen, denn sämtliche Probleme, die rund um Ally auftauchten, wurden fast schon gleichzeitig zum Finale gebracht. Das war mir viel viel viel zu oberflächlich und mir fehlte in den letzten Kapiteln die Tiefe.

Fazit:
Schade! Das Buch hat im Grunde wirklich Potenzial. Nur wurde das im letzten Viertel total verschleudert. Als ich ungefähr bei der Mitte des Buches war, hatte ich mich schon erkundigt, welche Werke es noch von der Autorin gab. Aber nachdem ich von dem Schluß so enttäuscht war, werde ich es lassen, weitere Bücher von ihr zu lesen.