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Veröffentlicht am 09.10.2023

"aWay" - ein abenteuerlicher, ungeschönter Reisebericht - außergewöhnlich und sehr unterhaltsam!

Away
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"aWay. Wie ich nichts mehr zu verlieren hatte und per Anhalter von London nach Australien reiste“ von Nic Jordan ist als Taschenbuch mit 319 Seiten bei conbook erschienen.
Nach einer schmerzhaften Trennung ...

"aWay. Wie ich nichts mehr zu verlieren hatte und per Anhalter von London nach Australien reiste“ von Nic Jordan ist als Taschenbuch mit 319 Seiten bei conbook erschienen.
Nach einer schmerzhaften Trennung von ihrem Freund beschließt Nic Jordan, dass es Zeit ist für Ablenkung und neue Erfahrungen und die junge Frau will das abenteuerliche Wagnis eingehen, per Anhalter von London nach Australien zu reisen. Nachdem die Vorbereitungen und Recherchen abgeschlossen und die Formalitäten für die ersten Visa etc erledigt sind, kann es alsbald losgehen. Nic will alles hinter sich lassen und neue Horizonte entdecken. Dabei stürzt sie sich voller Zuversicht und Vertrauen in ihr großes Abenteuer, das ihr aber nicht nur Gutes beschert…

"aWay" ist ein ungeschönter Reisebericht, in dem Nic nicht nur von ihren positiven, abenteuerlichen, witzigen und skurrilen Erlebnissen erzählt, sondern ebenso von ihren Ängsten, negativen Erfahrungen und schwachen Momenten.

Eine abwechslungsreiche, facettenreiche und exotische Reise, um die ich die Autorin nur bedingt beneidet habe, denn das Ganze war nicht nur entspannt und voller wertvoller, wunderbarer Erfahrungen, sondern auch unglaublich stressig und anstrengend, schwierig und voller Entbehrungen . Auch die Menschen, die sie partiell auf ihrem Weg begleitet haben, haben bisweilen eher negative Vibes in mir ausgelöst, vor allem der schrille Anthony.

Nicht nur die Reiseroute und Nics unmittelbare Erlebnisse fand ich spannend, sondern ebenso die persönliche Entwicklung der Autorin und wie diese Reise sie verändert und geprägt hat.

Nicht so gefallen hat mir , dass es nur in den Innendeckeln des Buches einige wenige , sehr kleine Fotos und eine unspektakuläre Abbildung der Reiseroute in schwarz-weiß gibt sowie Nics laxe Eistellung zu allerlei Drogen.

Ob furzende Couchsurfing-Hosts, die Reise im Truck mit dem echten Weihnachtsmann, die aufreibende Maloche auf einer Huskyfarm , das Verlieben in das quirlige Bangkok oder die Erfahrung, in einer kargen Hütte voller Insekten bei Mitchy zu lernen, einfach nur sie selbst zu sein zu - dieses Reisetagebuch hat mich in ganz andere Sphären mitgenommen und mich vortrefflich unterhalten. Unbedingt empfehlenswert!

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Veröffentlicht am 05.10.2023

So viel Schuld...ein fesselnder Thriller voller Überraschungen!

One of the Girls
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"One of the Girls - Eine von uns lügt. Eine von uns betrügt. Doch würde eine von uns töten?" von Lucy Clarke ist als ungekürztes Hörbuch mit einer Laufzeit von 11 Stunden und 12 Minuten ist bei USM Audio ...

"One of the Girls - Eine von uns lügt. Eine von uns betrügt. Doch würde eine von uns töten?" von Lucy Clarke ist als ungekürztes Hörbuch mit einer Laufzeit von 11 Stunden und 12 Minuten ist bei USM Audio erschienen und wird gesprochen von Julia von Tettenborn und Corinna Dorenkamp.

Kreta, eine traumhafte Villa, strahlende Sonne und das blaue Meer, eine Hen Party, 6 Frauen, eine Menge (böser) Überraschungen und unglaublich viel Schuld, denn jede von Ihnen hat Dinge getan, die sie nicht offenbaren kann...und dann gibt es schließlich eine Leiche...

Lexi wird von ihren Freundinnen auf eine Junggesellinnenparty nach Kreta "entführt". Die Mädels, teils Freundinnen aus ihrer Kindheit, teils neuere, sind ganz unter sich und kommen sich immer näher. Dabei tun sich in der Enge und Abgeschiedenheit allmählich menschliche Abgründe auf...

Lucy Clarke hat einen wirklich packenden Thriller geschrieben, der sich langsam, aber subtil entwickelt und in dem Vieles eher unter der Oberfläche brodelt, als direkt gesagt zu werden. Ihe Charaktere sind durchweg sympathisch und überzeugend, dabei sehr individuell. Allerdings war es mir etwas "too much", dass jede von ihnen eine schwere Schuld auf sich geladen hat - das fand ich dann doch recht unrealistisch.

Gegen Ende wird es wahrlich rasant, und tatsächlich war es mir irgendwann fastschon zu viel mit den Twists und unerwarteten Wendungen - es muß ja auch mal zu Ende sein!

Die Stimmen der Vorleserinnen sind prägnant und ausdrucksstark, jedoch wäre die Unterscheidung der einzelnen Protagonistinnen ohne die permanente Nennung ihrer Namen bisweilen nicht möglich gewesen.

Insgesamt ein packender und wendungsreicher Thriller, der kurzweilig unterhält!

OneoftheGirls

NetGalleyDE! #DankeNetGalleyDE!

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Veröffentlicht am 04.10.2023

Beklemmende Nachkriegsjahre in düsterem Moordorf - authentisch und überzeugend!

Als wir an Wunder glaubten
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"Als wir an Wunder glaubten" von Helga Bürster ist als gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag beim Insel Verlag erschienen und umfasst 285 Seiten.

Das Dorfleben in Unnenmoor, einem ostfriesischen Dorf, ...

"Als wir an Wunder glaubten" von Helga Bürster ist als gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag beim Insel Verlag erschienen und umfasst 285 Seiten.

Das Dorfleben in Unnenmoor, einem ostfriesischen Dorf, ist in den Nachkriegsjahren Ende der 1940er Jahre geprägt von düsterer Resignation und Verlorenheit, die Menschen sind noch wie betäubt, die Männer teilweise noch nicht heimgekehrt.
Aber auch ganz alter, tief verwurzelter Aberglaube spielt eine große Rolle, und dieser sorgt permanent für eine unterschwellige Gänsehaut und macht den Roman ausgesprochen authentisch.

Die Schicksale der Menschen werden der Leserschaft ganz nahe gebracht und ein wenig konnte ich ihren Drang, die auftauchenden Wunderheiler aufzusuchen und an Teufel, Hexen und allerlei andere normalerweise eher dem Mittelalter zugeschriebene Gestalten zu glauben, sogar verstehen.

Die bevorstehende Trockenlegung des Moors hingegen steht für Fortschritt und Hoffnung - bleibt zu hoffen, dass das nicht für einige Dorfbewohner zu spät kommt...

Die Charaktere fand ich überzeugend und realistisch, besonders Bettys Bedrängnis wird beklemmend realitätsnah herübergebracht.

Sowohl der Schreibstil als auch der Fortgang der Handlung sind eher gemächlich, es ist das, was darunter brodelt und schwelt, und zwar in jeder Zeile, was dieses Buch ausmacht.

Ein ungemein lesenswerter Nachkriegsroman, der in die ganz andere Richtung geht als die zumeist üblichen Wirtschaftswunder-Erzählungen...

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Veröffentlicht am 04.10.2023

Zusammen kann man (fast) alles schaffen! Eine abenteuerliche Reise, um die Weltmeere zu retten!

Pepe und der Oktopus auf der Flucht vor der Müllmafia
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"Pepe und der Oktopus auf der Flucht vor der Müllmafia" von Stepha Quitterer ist als Hardcover mit 528 Seiten bei Gerstenberg erschienen, empfohlenes Lesealter: ab 10 Jahren.
Das tolle Cover zieht direkt ...

"Pepe und der Oktopus auf der Flucht vor der Müllmafia" von Stepha Quitterer ist als Hardcover mit 528 Seiten bei Gerstenberg erschienen, empfohlenes Lesealter: ab 10 Jahren.
Das tolle Cover zieht direkt sämtliche Blicke auf sich, die detaillierten, liebevollen Illustrationen von Claudia Weikert im Inneren des Buches sind ebenso klasse!

Eines Nachts huscht ein verängstigter Oktopus in Pepes Zimmer, der auf der Flucht vor merkwürdigen Männern in Anzügen ist - und diese scheinen ziemlich gefährlich zu sein...!Natürlich will der Junge dem zitternden Meerestier helfen.

Pepe findet heraus, dass der Oktopus Wuimeygeyrenbaohuscheija (den er der Einfachheit halber von da an ReBo für Regenbogen nennt, da dieser seine Farben je nach Stimmungslage beliebig ändern kann) Vertreter aller Meeresbewohner ist.
ReBo muss zurück ins Südchinesische Meer zur Großen Meereskonferenz, und das wollen seine Gegenspieler, die Müllmafia, ihrer Kleidung wegen nachfolgend meist Anzügler genannt, mit aller Kraft verhindern.
Unversehens befindet sich Pepe auf der wohl abenteurlichsten und zugleich wichtigsten Mission seit Menschengedenken!

Auch wenn der Oktopus nicht sprechen kann, kommuniziert er mit seinen Tentakeln und mittels seiner Farbe, die er je nach Stimmngslage verändern kann.

Die Anzügler von der Müllmafia sind allgegenwärtig und hängen Pepe dicht auf den Fersen und ReBo noch dichter auf den Tentakeln. Die Beiden fliehen von Hamburg nach Berlin, zu Hannah. Pepe soll ReBo dann an Cedric übergeben, aber der kommt nicht zum vereinbarten Treffpunkt. Also steigt Pepe kurzerhand selbst mit in den Bus nach Krakau. Und so geht es immer weiter, eine wilde Reise mit sehr ungewissem Ausgang...

Stepha Quitterer macht ihr Jugendbuch zum einem, wie sie selbst im Nachwort schreibt, "fast nicht erfundenen" Umweltkrimi mit ganz viel Spannung und ebensoviel Humor. Zudem ist es geographisch absolut interessant und die Reisenden treffen auf die unterschiedlichsten Menschen, Kulturen und Problemstellungen.
Aber nicht nur ihre Verfolger sind ihnen stets nah, denn überall werden ReBo und Pepe bereits von Leuten erwartet, die ihnen helfen und sie unterstützen wollen.

Am Besten gefallen hat mir in dieser Hinsicht die Krakauer Connection, die Mädels sind absolut fabelhaft und die Gadgets, mit denen sie Pepe ausrüsten, phantastisch und magisch.
So wird Pepe, der ganz allein mit dem Oktopus quer durch Europa flieht und dann Asien bereist, zum gefeierten Helden

Die Anzügler hingegen stellt die Autorin sehr klischeehaft überspitzt unbeholfen und fast schon dumm dar, sie bekommen einfach nichts auf die Reihe und die beiden Gejagten können ihnen immer wieder entwischen - werden sie am Ende trotzdem die Oberhand gewinnen?

Die Spannung ist permanent hoch, der Spaß- und Abenteuerfaktor riesig und so fiebert man als Leser permanent mit.

Die Geschichte enthält immer wieder Hinweise auf Umweltverschmutzung, Ausbeutung usw., so dass auch schon die kleinsten Leser für die wichtigen Themen sensibilisiert werden und auch angeleitet werden, wie sie selbst im kleinen Rahmen ihren Beitrag zum Umweltschutz leisten können.
Dabei wird aber keineswegs subtil die moralische Keule geschwungen, sondern die Probleme werden zwischendrin einfach mal nüchtern aufgezeigt und anhand der Geschichte werden Anhaltspunkte gegeben, wie man damit umgehen kann.

Außerdem wird hier wundervoll deutlich, wie wichtig Freundschaft ist und was man durch Zusammenhalt und Hartnäckigkeit alles erreichen kann.

Aber vorrangig ist die Handlung eher ein buntes, aufregendes Abenteuer, bei dem die Leser fast nebenbei unglaublich viel lernen.

Ein rasantes, witziges Abenteuer mit wichtiger Botschaft - nicht nur für Kinder und Jugendliche sehr sehr lesenswert :o)

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Veröffentlicht am 02.10.2023

Ein skrupelloser Serienkiller auf der Route 66 - atemlose Spannung und eine authentische Atmosphäre garantiert!

Die Suche nach dem Route 66 Killer
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Hochspannung, Gänsehaut, Authentizität - erneut ein großartiger Thriller aus der Feder von Christian Piskulla!

"Die Suche nach dem Route 66 Killer" von Christian Piskulla ist als Taschenbuch bei Cleverprinting ...

Hochspannung, Gänsehaut, Authentizität - erneut ein großartiger Thriller aus der Feder von Christian Piskulla!

"Die Suche nach dem Route 66 Killer" von Christian Piskulla ist als Taschenbuch bei Cleverprinting erschienen und bietet 488 Seiten packendes Lesevergnügen!

Es handelt sich hier um die Fortsetzung des "Pacific Crest Trail Killer", kann aber dank einer kurzen Zusammenfassung zu Beginn des Buches eigenständig gelesen werden. Ich persönlich empfehle jedoch unbedingt, den ersten Teil zuvor zu lesen, denn er ist ebenfalls megalohnenswert!

Hochwertig ausgestattet mit schick bedruckten Innendeckeln liegt das Buch wunderbar schwer in der Hand und zusätzlich gibt es eine übersichtliche Karte, die man sich auf der Webseite zum Thriller herunterladen und somit der Route 66 und den wichtigsten Schauplätzen des Plots hautnah folgen kann!

Adam Newton, der mit seiner alten Indian auf der Route 66 unterwegs war, ist spurlos verschwunden. Mark und Rebecca, die viele schon aus dem PCTK kennen, werden gebeten, Adam aufzuspüren und beginnen, getarnt als einfache Biker, zu ermitteln. Ihnen zur Seite steht Steve Cortez, ehemaliger Leiter der Mordkommission bei FBI Los Angeles, der die sozialen Netzwerke nach Spuren durchforstet. Bald findet Cortez Hinweise darauf, dass es weitere Vermisste gibt und ein skrupelloser Serienkiller am Werk ist...!

Christian Piskulla, der hier seinen dritten Thriller abliefert, versteht es meisterhaft, seine Leserschaft von der ersten Seite an zu fesseln und eine Gänsehaut nach der anderen zu erzeugen. Die schnellen Wechsel von Personen, Szenerien und Schauplätzen sorgen für ständige kleine Cliffhanger, der Schreibstil ist unglaublich detailliert und unverblümt und vor Allem merkt man ganz deutlich, dass der Autor die Route 66 selbst bereist und gründlich kennengelernt hat, wodurch eine ausgesprochen authentische und bisweilen ziemlich düstere Atmosphäre entsteht. Ich konnte beim Lesen die Lost Places, heruntergekommenen Gebäude und staubigen Strassenabschnitte deutlich vor meinem inneren Auge sehen und mich von der seit etwas mehr als 45 Jahren im Schatten der Interstate 40 dahinvegetierenden historischen Route 66 faszinieren lassen.

Der Plot ist mitreißend, schlüssig und clever durchdacht, dadurch nervenaufreibend ohne Ende. Der Spannungsbogen, der von Anfang an hoch ist, wird kontinuierlich gesteigert und die Lektüre ist wendungsreich und voller (böser) Überraschungen.

Die Charaktere sind ebenfalls mit viel Gefühl bis ins Kleinste ausgearbeitet und überzeugen auf ganzer Linie. Ich habe permanent mit Stetson, Rebecca und Cortez auf ihrer Jagd nach dem Killer mitgefiebert und bei den teilweise üblen, skurrilen sonstigen Charakteren gruselte es mich bisweilen zutiefst.

Ein authentischer, nervenzerfetzender Thriller nicht nur für Biker und USA-Fans, sondern für alle, die perfide Spannung, knackige Kapitel, wendungsreiche Action und einen schlüssigen, gut durchdachten Kriminalfall lieben! Unbedingt empfehlenswert!

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