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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.12.2020

Die Geheimnisse werden gelüftet

Wiedersehen im Land der Weihnachtssterne (Die Weihnachtsstern-Saga 2)
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Dieser zweite Band von Lea Thannbach um die Entdeckung des Weihnachtssterns setzt nahtlos am Vorgänger an. Es gibt zwar eine gut in den Text eingearbeitete grobe Zusammenfassung der Geschehnisse aus Band ...

Dieser zweite Band von Lea Thannbach um die Entdeckung des Weihnachtssterns setzt nahtlos am Vorgänger an. Es gibt zwar eine gut in den Text eingearbeitete grobe Zusammenfassung der Geschehnisse aus Band 1, doch würde ich fürs Lesevergnügen jedem beide Bände ans Herz legen.

Dieser Teil umfasst nunmehr drei Erzählstränge. Während in 2005/2006 Stella weiterhin versucht, die Familiengeheimnisse zu lüften, begleitet man vorrangig Felis Tochter Lizzy in den 1940er Jahren, wie sie versucht, erwachsen zu werden und ihren Platz im Leben zu finden. Zudem erfährt man in den 1960er Jahren einige Details über das Leben von Inge, Stellas Mutter.

Neben dieser Dreiteilung werden in den einzelnen Dekaden die Geschehnisse aus den verschiedenen Betrachtungswinkeln der Protagonisten geschildert. Denn die persönlichen Verwicklungen um alle Beteiligten und die Hintergründe der Familiengeschichten stehen diesmal im Vordergrund; die Weihnachtssterne bekommen nur noch eine Nebenrolle. Dadurch hat dieses Buch etwas Episodencharakter und liest sich nicht mehr ganz so flüssig wie Band 1.

Dennoch erfährt man durch die detailreichen Schilderungen wieder viel vom Leben der damaligen Zeit, z.B. welchen Einfluss der Krieg auf die Familien hat, wie gesellschaftliche Denkweisen das Leben beeinflussen. Mithoffen, mitbangen, mitleiden, mitfreuen - der gefühlvolle Schreibstil zieht einen wieder in seinen Bann. Ebenso sorgen die Landschaftsbeschreibungen abermals für schönes Kopfkino und Sehnsucht nach Kalifornien.

Die Charaktere sind weiterhin authentisch und nehmen einen mit. Man will einfach erfahren, welche Geheimnisse sich um sie ranken und wie es für sie ausgeht. So fesselt auch dieses Buch wieder, dass man es gar nicht mehr weglegen möchte, wenngleich Teil 1 runder ist. So nur 4,5 Sterne.

Veröffentlicht am 31.12.2020

Spannend, romantisch und lehrreich

Im Land der Weihnachtssterne (Die Weihnachtsstern-Saga 1)
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Lea Thannbach nimmt die wahre Geschichte um die Entdeckung des Weihnachtssterns zum Anlass, um darum eine spannende und romantische Familiengeschichte in zwei Bänden zu spinnen.
Diese beginnt im Jahr 2005, ...

Lea Thannbach nimmt die wahre Geschichte um die Entdeckung des Weihnachtssterns zum Anlass, um darum eine spannende und romantische Familiengeschichte in zwei Bänden zu spinnen.
Diese beginnt im Jahr 2005, als Stella ihre Mutter verliert und so erst von einer Familie in Kalifornien erfährt. Sie macht sich dorthin auf den Weg, um die Familiengeheimnisse aufzudecken und von ihrer Vielleicht-Oma Lizzy zu erfahren, wie der Traum ihrer Vorfahren vom großen Glück in Amerika begann.

Dieser zweite Erzählstrang um Lizzys Mutter Felizitas, die mit ihren Eltern zu Beginn des 20. Jahrhunderts nach Kalifornien auswandert, bestimmt auch den Großteil des Buches. Anfangs weniger begeistert vom Farmleben, entdeckt Feli mithilfe des Nachbarssohns Philipp nicht nur die kalifornische Landschaft mit der Poinsettia für sich, sondern auch die Liebe.

Durch die detailreichen Schilderungen erfährt man viel vom Leben der damaligen Zeit. Man erlebt die Hoffnungen auf Glück in der Ferne mit, ebenso wie manches Leiden nicht erspart bleibt. Auch sind die Landschaftsbeschreibungen so, dass ein schönes Kopfkino entsteht, und man sich mit Feli und Philipp initten der leuchtenden Weihnachtssternfelder fühlt, die sie versuchen, aufzubauen.

Die Charaktere (und davon gibt es einige) sind allesamt vielschichtig ausgearbeitet und authentisch. Schnell gewinnt man sie lieb und fühlt sich unter ihnen. Hoffen, bangen, durch den gefühlvollen Schreibstil will man das Buch gar nicht mehr weglegen, sondern erfahren, wie es mit den Protagonisten und ihren Vorhaben weitergeht. Der flüssige Schreibstil trägt dazu bei, dass die Seiten nur so fliegen. Selbst wenn die Liebesgeschichte vorhersehbar ist, wurde ich lange nicht mehr so von einem Buch gefesselt. Spannende, romantische und lehrreiche Lektüre in einem.

Veröffentlicht am 25.12.2020

ein paar Anekdötchen

Meist sonnig
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Was darf man bei einem Buch erwarten, das "eine Liebeserklärung an das Leben" sein soll? Untertitel und Klappentext ließen auf eine gewisse Art Autobiografisches erwarten.
Stattdessen bekommt der Lesende ...

Was darf man bei einem Buch erwarten, das "eine Liebeserklärung an das Leben" sein soll? Untertitel und Klappentext ließen auf eine gewisse Art Autobiografisches erwarten.
Stattdessen bekommt der Lesende in einzelnen Kapiteln, denen ein dem Inhalt halbwegs passendes Zitat vorangestellt und ein privates Foto zugeordnet ist, ein paar Anekdoten aus dem Leben der Moderatorin erzählt - mal mehr, mal weniger persönlich.
Die Schilderungen wirken dabei stellenweise wie aus einem Tagebuch, obwohl dem Werk dafür die chronologische Reihenfolge fehlt. Auch werden gleiche Themen (z.B. das Schwimmen, ihre Hunde, der Fernsehgarten) quer über das Buch gestreut, statt beieinander zu stehen. So wirkt das Ganze episodenhaft und ohne roten Faden.
Vieles bleibt bei den Erzählungen aus der Ich-Perspektive oberflächlich, wenngleich man die Wehmut zwar an manchen Stellen erahnen kann. Und die eingangs erwähnte Liebeserklärung, tja, die fehlt gänzlich.

Veröffentlicht am 20.12.2020

Ein echter Wohlfühlkrimi

Josefine und der Sommermörder
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Das sommerhimmelblaue Cover dieses Buches weist eindeutig auf einen Krimi hin, doch streng genommen handelt es sich um Cosy Crime. Diesem Genre wird das Buch durchaus gerecht, denn im Zentrum der Handlung ...

Das sommerhimmelblaue Cover dieses Buches weist eindeutig auf einen Krimi hin, doch streng genommen handelt es sich um Cosy Crime. Diesem Genre wird das Buch durchaus gerecht, denn im Zentrum der Handlung steht die „Ermittlerin“ Josefine, weniger der eigentliche Fall.

Wer die „Sommerfabel“ von Lenny Löwenstern gelesen hat, der kennt Josefine bereits, die Hutmacherin aus Bernburg. Man erkennt sie und ihre besondere Art in diesem Buch direkt wieder, wenn sie vor sich hin träumt oder mit Gegenständen spricht, wenngleich es diesmal etwas realistischer daherkommt.
Dieses ihr ganz eigene Wesen, das eben nicht Mainstream ist, macht es auch amüsant zu lesen, wenn sie auf eigene Faust im Mord am Bankdirektor ermittelt. Sie lässt dabei zwar kein Fettnäpfchen aus, doch macht sie das mit Charme und Witz wieder wett. Man kann ihr einfach nicht böse sein.

Der Autor bleibt seinem Schreibstil treu, der humoristisch, manchmal auch poetisch ist und die Seiten nur so fliegen lässt. Es wird zwar nicht so mit Worten gespielt wie in der „Sommerfabel“, doch bleiben Sätze wie „Sterne sind gefrorene Tränen, weil auch der Himmel manchmal traurig ist“ einfach haften.

Ein echter Wohlfühlkrimi mit einer liebenswerten Ermittlerin und netten Nachbarschaft, deren Zusammenhalt gerade beim packenden Finale zeigt, wie wichtig ein jener ist.

Veröffentlicht am 19.12.2020

"Sprache meiner Seele" nicht für jeden verständlich

Traumfängergedichte
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Klassische Lyrik darf man bei diesem Büchlein nicht erwarten. Die "Sprache ihrer Seele", wie es die Autorin nennt, erzeugt vielmehr niedergeschriebene Gedanken. Mal mal, mal weniger lang, werden sie durch ...

Klassische Lyrik darf man bei diesem Büchlein nicht erwarten. Die "Sprache ihrer Seele", wie es die Autorin nennt, erzeugt vielmehr niedergeschriebene Gedanken. Mal mal, mal weniger lang, werden sie durch die verschiedenen Monate im Jahr oder die Jahreszeiten ausgelöst. Für mich ist die Sprache jedoch fremd. Ich konnte leider keinen Zugang zu den Texten finden.