Sommerfest
Rosenlund – Ein Sommer der GeheimnisseHelena veranstaltet in ihrem Hotel Rosenlund das alljährliche Sommerfest und lädt neben zahlreichen anderen Gästen auch ihre besten Freundinnen Anna, Kim und Nadja ein. Als wenige Tage später einer der ...
Helena veranstaltet in ihrem Hotel Rosenlund das alljährliche Sommerfest und lädt neben zahlreichen anderen Gästen auch ihre besten Freundinnen Anna, Kim und Nadja ein. Als wenige Tage später einer der Besucher vermisst wird, hütet jede der vier Frauen ein Geheimnis, das bei den Befragungen durch die Polizei keinesfalls ans Licht kommen darf.
Ruhig und idyllisch geht es zu im Wohnviertel Rönnbacken. So unterschiedlich die vier Freundinnen auch sind, so eng halten sie zusammen und treffen einander regelmäßig. Unaufgeregt schildert Amanda Hellberg den Alltag der Mütter und die Vorbereitungen für das legendäre Sommerfest. Auch der Abend selbst wird auf besonnene Art und Weise dargestellt, obwohl hier einiges passiert, das weitreichende Folgen nach sich zieht. Von Mord ist alsbald die Rede und weder Helena noch Anna, Kim oder Nadja berichten auf der Polizeidienststelle alles, was sie wissen. Allerdings sickert das ein oder andere Detail dennoch durch und der Grat, auf dem jede der Frauen wandert, wird von Tag zu Tag schmäler. Gekonnt baut die Autorin ein gewisses Maß an Spannung auf, die Trägheit des Sommers schlägt jedoch immer wieder durch. Zu keiner der vier Hauptpersonen kann man ein besonderes Naheverhältnis aufbauen, trotzdem wächst die Neugierde, was hinter all der Geheimniskrämerei steckt. Vieles wird im Laufe der Kapitel klar, ein großes Rätsel bleibt allerdings noch ungelöst, sodass man auf jeden Fall auch die Fortsetzung von Rosenlund lesen muss.
Ein flüssiger, aber eher ruhig gehaltener Schreibstil führt durch die Geschichte, der Zusammenhalt der Frauen in Rönnbacken bildet das Grundgerüst für einen Roman mit einzelnen kriminalistischen Elementen. Ein Sommer in Schweden und abwechslungsreiche Lebensentwürfe laden ein zum Verweilen. Ich komme gerne wieder.