Cover-Bild Ich war's nicht
(3)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
12,99
inkl. MwSt
  • Verlag: FISCHER E-Books
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Ersterscheinung: 25.06.2025
  • ISBN: 9783104915371
Royston Reeves

Ich war's nicht

Thriller | Der packende Pageturner aus England
Maria Poets (Übersetzer)

»Ich will euch eine Geschichte erzählen. Über das Schlimmste, was mir je passiert ist.«
Der junge Will ist nach einem Drink mit Kollegen auf dem Heimweg, als ihm ein Betrunkener in den Weg taumelt und ihn fies provoziert. Will wehrt sich, der Fremde fällt hin – und bleibt zu Wills Entsetzen tot liegen. Will ist unter Schock: Hat sich sein Leben in einem einzigen Augenblick für immer verändert? Oder gibt es einen Ausweg? Niemand sonst war in der abgelegenen Gasse, es gibt keine Überwachungskameras. Doch was Will nicht weiß: Jemand hat ihn beobachtet. 

»Ein temporeicher Thriller, bei dem man vor Aufregung quasi die Buchseiten anschreien muss.« Nadine Matheson, Autorin von »Jigsaw Man – im Zeichen des Killers«

Weitere Formate

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.06.2025

Kontrolle

0

Werbetexter Will geht gerne einmal abends mit seinen Kollegen auf einen Drink - oder auch mehrere. Eines Tages im Oktober geschieht es, dass er am Heimweg vom Pub einem torkelnden Mann begegnet, der ihn ...

Werbetexter Will geht gerne einmal abends mit seinen Kollegen auf einen Drink - oder auch mehrere. Eines Tages im Oktober geschieht es, dass er am Heimweg vom Pub einem torkelnden Mann begegnet, der ihn mit blöden Sprüchen provoziert, sodass Will erst ausweicht, nach einem Schubser des Fremden jedoch auf diesen zugeht und ihm einen Faustschlag verpasst. Als dieser auf die Gehsteigkante stürzt und reglos liegen bleibt, ist Will entsetzt. Hat er soeben einen Menschen umgebracht? Die Gasse ist dunkel und einsam, niemand hat den Vorfall gesehen, bestimmt rappelt sich der Betrunkene bald wieder hoch, weshalb Will seinen Weg Richtung Bahnhof fortsetzt. Aber irgendjemand weiß etwas und kontrolliert ab nun Wills Leben.

Hinter diesem dunklen, durchaus anziehenden Titelbild verbirgt sich eine außergewöhnliche Geschichte um Kontrolle und Macht. Will gehört zu den Guten, lebt ein ruhiges unaufgeregtes Leben. Bis zu diesem besagten Abend, an den er sich zu einer unüberlegten Reaktion hinreißen hat lassen. Aber soll er deshalb zur Polizei gehen und sich stellen? Immerhin hat diese bereits einen Verdächtigen gefasst, einen Vorbestraften, der es gewiss verdient, wieder im Gefängnis zu landen. Nein, Will beschließt, sein normales Leben beizubehalten. Jedoch ist es nicht mehr so normal, wie kurz zuvor, denn ein Typ namens Solly bedrängt ihn und erinnert ihn regelmäßig an die schicksalhafte Nacht.

Die Erzählweise Royston Reeves ist geschickt, er lässt Will für sich sprechen, wodurch dessen Zwiespalt sehr deutlich herausgearbeitet wird, seine diffusen Ängste, seine Unschlüssigkeit der Polizei und dem Stalker gegenüber recht spürbar beim Leser ankommen. Wird er die Kontrolle über seine Entscheidung behalten oder kontrolliert mittlerweile jemand anderer sein Tun? Wer hat Recht, wer kennt die Wahrheit, wer spricht ein Urteil? Der Verlauf der Handlung ist nicht absehbar, das Ende raffiniert, bis dahin mitunter jedoch auch vom Zufall geprägt, sodass nicht durchgängig alles plausibel erscheint. Nichtsdestotrotz ist das Ringen um Macht großartig dargestellt, der Lesefluss bis zur letzten Seite ungebremst.

Ich war´s und ich war´s nicht – welche Aussage ist die richtige, welche Sichtweise korrekt, welches Handeln ethisch vertretbar? Viele Fragen, die es zu beantworten gilt, das Buch ist spannend, schaut selbst hinein!


Veröffentlicht am 23.06.2025

Spannend mit unvorhersehbarem Ende

0

Der Ich-Erzähler Will ist 28 Jahre alt und lebt in einem kleine Ort nahe London. Immer mal wieder geht er nach Feierabend mit seinen Kollegen für einen Absacker ins „Three Kings“. Es ist ein kleiner Pub ...

Der Ich-Erzähler Will ist 28 Jahre alt und lebt in einem kleine Ort nahe London. Immer mal wieder geht er nach Feierabend mit seinen Kollegen für einen Absacker ins „Three Kings“. Es ist ein kleiner Pub und mittlerweile auch die Stammkneipe der Arbeitskollegen. Die Story beginnt im Oktober. Das bedeutet gleichzeitig, dass eine schwierige Zeit vor ihm liegt. Er vermisst die langen Tage und häufig leidet er an depressiven Episoden. Als er dann auch noch in einen Unfall mit Todesfolge verwickelt wird, beginnt eine turbulente Zeit.

Was für den Leser eigentlich klar war, stellt sich mit der Zeit als Irrtum heraus. Will wurde beobachtet und unter Druck gesetzt, erpresst. Zwei Polizisten nerven ihn ebenfalls mit ihren Fragen und selbst bei seiner Arbeit wird er von denen aufgesucht. Kann es sein, dass ein zweiter Mann nach ihm am Tatort war? Jemand den Will nicht gesehen hat? Bis zum Schluss bleibt der Fall rätselhaft.

Die vielen Wendungen waren für mich teilweise übertrieben. Ein Thriller, der ruhig einige Seiten weniger vertragen hätte und dadurch vielleicht spannender geworden wäre. Aber leicht zu lesen war er und für heiße Sonnentage eigentlich ideal.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.07.2025

Nimmt eine andere Richtung als erwartet

0

Ich bin mir tatsächlich nicht sicher, ob dieses Buch für mich wirklich ein Thriller war. Der Klappentext hörte sich super interessant an und auch der Einstieg war erstmal nicht schlecht. Aber wie sich ...

Ich bin mir tatsächlich nicht sicher, ob dieses Buch für mich wirklich ein Thriller war. Der Klappentext hörte sich super interessant an und auch der Einstieg war erstmal nicht schlecht. Aber wie sich die Geschichte dann entwickelte war für mich teilweise einfach konfus und irgendwie anstrengend zu verfolgen. Spannung kam da tatsächlich eher wenig auf.

Alles rund um die Schuldfrage und wie Protagonist Will mit den Folgen seiner Tat umgeht, fand ich an sich super interessant und auch stimmig geschildert. Aber ab der ersten Begegnung mit Solly bekommt die Story eine seltsame Wendung, die ich sehr unberechenbar und auch irgendwie unglaubwürdig fand. Es werden verschiedene Verdachtsmomente geschaffen, die Will zu völlig irrationalen Handlungen drängen, von denen er aber wie auf wundersame Weise immer wieder abkommt.

Vor allem gegen Ende wendet sich das Blatt noch einmal völlig und so richtig hat es mich da dann nicht mehr abgeholt. Der Twist war durchaus überraschend, weil völlig anders, als man sich den Handlungsverlauf erwartet hätte, aber eben auch nicht so 100% stimmig, so ein bisschen zu leicht.
Es liest sich durchaus kurzweilig und legt an sich auch ein gutes Tempo vor. Aber so ein bisschen fehlte mir die Authentizität. Wer einen schnellen Thriller mit starker psychologischer Komponente sucht, wird hier durchaus fündig, man darf nur nicht allzu viel Tiefe erwarten und für mich nahm die Spannung im Handlungsverlauf eher ab.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere