Alles nur scheinbar
EinkehrKommissar Friedemann Behütuns hat ein komisches Gefühl, eine sonderbare Dame berichtet, dass einige abgehandelte Todesfälle keine Unfälle gewesen sind, sondern Mord. Ohne Auftrag beginnt Friedo zu ermitteln ...
Kommissar Friedemann Behütuns hat ein komisches Gefühl, eine sonderbare Dame berichtet, dass einige abgehandelte Todesfälle keine Unfälle gewesen sind, sondern Mord. Ohne Auftrag beginnt Friedo zu ermitteln und stößt auf unverständliche Nachrichten aus früheren Zeiten.
Schwer legt sich die brütende Hitze über das Land, träge gehen die Nachforschungen voran. Behütuns mit seiner ruhigen, überlegten und gleichzeitig zielstrebigen Art lässt nicht locker, auch wenn manche Vorfälle schon aufgeklärt scheinen und endlich bei der Bevölkerung langsam in Vergessenheit geraten. Die großartig eingefangene Atmosphäre trägt auch diesen Kriminalroman von Tommie Goerz, Gegenwart und Vergangenheit laufen sachte ineinander. Zäh, gleich einem Zeitdehner, kriechen die Gedanken dahin, die Zusammenhänge und Verbindungen erschließen sich dem großartigen Peterleteam (denn alle sind mit dem Vornamen Peter gesegnet) und dem Leser nur langsam. Hervorragend gestaltet der Schriftsteller den Handlungsverlauf, bringt interessante Figuren ins Spiel und entwirft mit Leichtigkeit einen tiefgründigen Krimi, die Überraschung am Ende ist perfekt.
Wer das Außergewöhnliche sucht, greift bei Goerz zu, sowohl bei seinen Krimis als auch bei seinen literarischen Romanen kann man sich völlig im Geschehen verlieren und dabei noch einen grandiosen Schreibstil genießen.