Fria Nordström
Der Mann aus der FlutFria Nordström hat gute Gründe, vom LKA Hamburg in die neue Polizeiwache Sylt Nord zu wechseln, wo sie gleich in der Nähe in einem geerbten alten Reetdachhaus wohnt. Während der einheimische Kommissar ...
Fria Nordström hat gute Gründe, vom LKA Hamburg in die neue Polizeiwache Sylt Nord zu wechseln, wo sie gleich in der Nähe in einem geerbten alten Reetdachhaus wohnt. Während der einheimische Kommissar von ruhigen Zeiten spricht, kommt die Meldung über einen Selbstmörder herein. Allerdings ist er fest davon überzeugt, dass Tammo Mattes sich niemals selbst erhängt hätte. Kaum angekommen, muss Fria also schon in einem möglichen Mordfall ermitteln.
Martin Krügers spezieller Schreibstil fesselt den Leser von Anfang an, die unheimlichen Vorgänge auf der Insel tun ihr Übriges, um dem Krimi sein besonderes Flair zu verleihen. Da geht es einerseits um den alten Seemann Mattes, der gerne als verrückt bezeichnet worden ist, andererseits um einen gestrandeten Unbekannten, der sich an nichts erinnern kann. Und wer ist der exzentrische Mann mit dem silbergrauen Haar, der stets seien Willen durchsetzt? Spannende Kapitel reihen sich aneinander und geben mehr Rätsel auf als sie enthüllen. Die später hinzukommenden Szenen aus Tätersicht hingegen lüften schnell ein Geheimnis. Wer mir leider die ganze Zeit über recht fremd geblieben ist, ist die Hauptfigur Fria Nordström. Zu ihrer Person wird vieles angedeutet aber wenig wirklich detailliert erzählt, vielleicht lichten sich die Nebel im folgenden Band?
Fria auf Sylt – die Kommissarin und Hündin Fee besitzen den richtigen Spürsinn, offene Fragen zum Fremden werden hoffentlich in einer Fortsetzung geklärt. Mir hat dieser ungewöhnliche Kriminalroman gut gefallen und meine Neugierde für mehr von Fria Nordström ist geweckt.