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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.10.2016

Überzeugendes Wintermärchen

Die silberne Königin
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Die Autorin hat mich mit ihrem frostigem Wintermärchen verzaubert. Von Beginn an wird man gefangen genommen von der tollen Atmosphäre in der Stadt des ewigen Winters und vor allen auch von den Geschichten ...

Die Autorin hat mich mit ihrem frostigem Wintermärchen verzaubert. Von Beginn an wird man gefangen genommen von der tollen Atmosphäre in der Stadt des ewigen Winters und vor allen auch von den Geschichten von Madame Weltfremd. Mit Emma konnte man sofort mitleiden und sich aber auch von ihrer Faszination anstecken lassen. Der Prinz wiederum ist wunderbar gezeichnet, sodass es etwas braucht, ehe man hinter seine Fassade blickt und die Geschichte im ganzen versteht. Prinz Caspar war von daher mal ein ganz besonders interessanter Bösewicht, aber auch die anderen Charaktere konnten überzeugen. Der Schreibstil ist fesselnd und dennoch leicht verständlich, sodass man der Geschichte leicht folgen kann.

Ein ganz besonderes frostiges und trotzdem herzerwärmendes Wintermärchen, mit dem nötigen Twist. Einzig die leichte Länge im Mittelteil lässt mich einen Stern abziehen, ansonsten können die Geschichte und die bezaubernden Figuren überzeugen und unterhalten.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Atmosphäre
  • Figuren
  • Gefühl
  • Handlung
Veröffentlicht am 16.10.2016

Inspirierendes und fesselndes Buch

Sierra - Der rote Faden des Lebens
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Die Hauptperson Sierra hat alles, was man sich vom Leben wünschen kann, doch wie so oft trügt der Schein. Francine Rivers erzählt dabei auf beeindruckende Weise vom Leben Sierras, die einst schweren Herzens ...

Die Hauptperson Sierra hat alles, was man sich vom Leben wünschen kann, doch wie so oft trügt der Schein. Francine Rivers erzählt dabei auf beeindruckende Weise vom Leben Sierras, die einst schweren Herzens ihre Heimat zurückließ, um die Träume ihres Mannes zu unterstützen. Doch was ist, wenn man sich dabei selber verliert? Gekonnt wird die Geschichte dabei mir der aufregenden Lebensgeschichte einer Ahnin Sierras verknüpft, die ein ähnliches Schicksal hatte, als sie einst mit ihrem Mann den bis dato unerforschten Westen Amerikas besiedelte.

Dieses Buch rüttelt gekonnt auf und erzählt seine Geschichten dabei doch so eindringlich und fesselnd, dass man sich in ihnen verlieren kann. Gegenwart und Vergangenheit wechseln sich dabei ab und die Parallelen und Verknüpfungen kommen erst nach und nach zum Vorschein. Die Geschichte ist dabei mal spannend, erheitern und auch nervig, so wie auch das wahre Leben. Die Figuren sind alles andere als Eindimensional, denn man kann sich gut mit ihnen identifizieren, aber sich auch herrlich über ihre Handlungen aufregen. Und trotzdem macht alles irgendwo Sinn, auch wenn vieles erst am Ende klar wird. Über allen steht in jedem Fall der tiefe Glaube an die Familie und die Ehe, die in dieser Geschichte viele Hürden zu bewältigen hat und manchmal ergeben sich einfach auch ganz andere Wege. Man sollte doch immer auf sein Herz hören. Neben dem Glauben kommen in dieser Geschichte dabei besonders gut so wichtige Eigenschaften wie gute Kommunikation und Vergebung zum Tragen.

Die Geschichte ist unglaublich rund und zum Ende schließt sich der Kreis auf wunderbare Weise, wenn die volle Tragweise des erlebten, der beiden Geschichten und ihrer Verbindung so richtig bewusst werden. Eine Geschichte, die nachhallt und zum Nachdenken und reflektieren anregt.

Veröffentlicht am 16.10.2016

Ehrlich, kontrovers und anregend – diese Geschichten machen nachdenklich

Unheilige Heilige
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Die Autorin ist Pastorin und Mitbegründerin von „House for all Sinners and Saints“. In diesem Buch reflektiert sich auf beeindruckende Weise, wie man Glauben und große Taten auch in scheinbar falschen ...

Die Autorin ist Pastorin und Mitbegründerin von „House for all Sinners and Saints“. In diesem Buch reflektiert sich auf beeindruckende Weise, wie man Glauben und große Taten auch in scheinbar falschen unheiligen Leuten und Begebenheiten finden kann. Dabei schreibt die Autorin erfrischend frei und ehrlich und nimmt sich des Öfteren auch selber in die Kritik.

Die Situationen und Geschichten, die sie beschreibt, sind mitten aus dem Leben gegriffen und man kann sich oft mit ihnen identifizieren und sie nachvollziehen. Ihre Ansichten sind dabei ehrlich, frei und provokant. Ich konnte mich nicht mit allen Ansichten ihrerseits anfreunden, aber das Verständnis war doch meistens da. Auf jeden Fall schafft es die Autorin mit ihren Erzählungen, zum Nachdenken anzuregen, auch wenn man als Leser selber nicht tief ind er Religion verwurzelt ist. Viele Gedanken sind dann doch allgemein gültig und für jeden anwendbar und greifbar. So wie die Autorin sich und ihre Ansichten und Handlungen ständig hinterfragt, wird man auch als Leser aufgerüttelt und dazu angehalten.

In 19 unterhaltsamen Kapiteln findet man wahrscheinlich nicht an jeder Geschichte gefallen, man findet aber in jedem Fall viele tolle Anregungen für das eigene Leben und seine Ansichten. Die erfrischende Art der Autorin nimmt den teilweise doch schweren Themen dabei oftmals die Ernsthaftigkeit im guten Sinne, sodass das Buch eine leichte Erzählweise mit wichtigen Themen gekonnt verknüpft.

Veröffentlicht am 28.09.2016

Überzeugender Reihenauftakt mit Witz und guter Story

Des Herzogs größter Begehr
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Es geht feurig zu in diesem Roman, wenn Lisette und Max sich gemeinsam auf die Suche nach Lisettes Bruder machen. Beide haben ihre eigenen Gründe, doch gemeinsam reist es sich ja bekanntermaßen besser. ...

Es geht feurig zu in diesem Roman, wenn Lisette und Max sich gemeinsam auf die Suche nach Lisettes Bruder machen. Beide haben ihre eigenen Gründe, doch gemeinsam reist es sich ja bekanntermaßen besser. Die Dynamik zwischen den beiden stimmt auf alle Fälle und beschert dem Leser so manche amüsante Szene. Der Humor kommt in diesem Roman also nicht zu kurz, er bietet jedoch auch jede Menge düstere Geheimnisse und Intrigen, sodass man eigentlich von Anfang an gefesselt ist von der Geschichte. Die Spannung kommt nicht zu kurz und die Geschichte kann zudem mit so mancher Wendung überraschen.

Max und Lisette stehen dabei natürlich im Vordergrund. Beide haben mit ihren eigene Problemen zu kämpfen und dann kommt diese komische Anziehung natürlich sehr ungelegen. Sie kommt aber sehr glaubhaft rüber. Vor allen sind die Charaktere nicht zu blass gezeichnet, sondern überzeugen durch Ecken und Kanten und bringen den Leser durch Hochmut und Engstirnigkeit, aber auch zu viel Gutgläubigkeit so manches Mal zum Verzweifeln. Die Nebencharaktere sind auch toll und die Geschichte um den Halbbruder ist wirklich gut konstruiert. Hier und da sind einige Eigenschaften etwas zu stereotypisch geworden, vor allem beim Polizeichef, aber das trübt die Lesefreude nur minimal.

Das Buch kann durch eine gut durchdachte Geschichte überzeugen und vor allen die Chemie zwischen Max und Lisette begeistert. Ein toller Auftakt, der Lust auf weitere Bände der Reihe macht.

Veröffentlicht am 28.09.2016

Unterhaltsam, aber ohne Herzklopfen

Ausgerechnet wir
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Die Liebe und seine Irrungen aus der Sicht eines Mannes zu erleben, ist immer wieder eine willkommene Abwechslung. Und wenn er dann noch so verschroben ist wie Tom, wird es noch unterhaltsamer. Die Geschichte ...

Die Liebe und seine Irrungen aus der Sicht eines Mannes zu erleben, ist immer wieder eine willkommene Abwechslung. Und wenn er dann noch so verschroben ist wie Tom, wird es noch unterhaltsamer. Die Geschichte ist an sich auch sehr unterhaltsam, denn der bekennende Nerd Tom hat Schwierigkeiten, die richtige, die perfekte Frau zu finden. Allerdings scheinen ihn die Übereinstimmungen auf einer Dating-Website zu überzeugen, sodass er alles versucht, diese Frau von sich zu überzeugen, doch einfach ist bekanntermaßen ja nichts und das Leben hält so manche Überraschung bereit.

Tom als Person ist sehr sympathisch und weiß durch seine Eigenarten und Ansichten zu überzeugen. Auch die weiteren Personen sind gut dargestellt und kommen realistisch rüber. Die Geschichte hat jede Menge Humor und kann durch so manchen Umweg überzeugen. Jedoch kamen mir die Gefühle etwas zu kurz und der Fokus lag doch hauptsächlich auf den komischen Momenten. So richtig wollte die Verbindung zur Geschichte nicht aufkommen, auch wenn ich trotzdem gut unterhalten wurde. Viele Irrungen und Liebeschaos, aber das wirkliche Bauchkribbeln wollte einfach nicht rüberkommen, welches ich mir aber gewünscht hätte. Dafür ist der Zahlennerd dann doch zu sehr mit seinen Algorithmen beschäftigt.

Ein unterhaltsames Buch, welches durch interessante Wendungen und jede Menge Humor begeistern kann. Leider bleiben jedoch die Gefühle etwas auf der Strecke und kamen nicht so rüber, wie erhofft.