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Veröffentlicht am 28.01.2021

Interessante Umsetzung nordischer Mythologie

The Last Goddess, Band 1: A Fate Darker Than Love (Nordische-Mythologie-Romantasy von SPIEGEL-Bestsellerautorin Bianca Iosivoni)
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Bianca Iosivoni überrascht uns in „A Fate Darker Than Love“ mit Fantasy abseits des Bekannten und entführt uns in die Welt der nordischen Götter. Wir begegnen Blair, die unverhofft im Kreis der Valkyren ...

Bianca Iosivoni überrascht uns in „A Fate Darker Than Love“ mit Fantasy abseits des Bekannten und entführt uns in die Welt der nordischen Götter. Wir begegnen Blair, die unverhofft im Kreis der Valkyren landet, nach dem sie ihre Familie verloren hat. Im Kampf gegen das Chaos muss sie ihre eigene Stärke entdecken und mit den neuen Gegebenheiten klarkommen.

Die Geschichte vermag es, die nordische Mythologie sehr schön aufzugreifen und die Autorin hat daraus eine spannende Romantasy-Geschichte gestrickt. Die Charaktere sind sympathisch, bleiben mir jedoch noch etwas zu flach. Die Geschichte an sich bietet so manche Wendung und begeistert vor allem durch das tolle Setting in Kanada. Zudem hat die Autorin ihren eigenen Twist in so mancher Hinsicht mit reingebracht und ich werde Nordlichter von nun an immer etwas anders betrachten. So interessant ich die Geschichte um die Valkyren jedoch fand, hat sie mich nicht so richtig gepackt und alles lief so ein wenig auf Sparflamme bis zum großen Finale am Ende, welches jedoch sehr gut war und den Leser definitiv ungeduldig auf den zweiten Band warten lässt.

Ein insgesamt sehr schönes Buch mit außergewöhnlicher Hintergrundgeschichte, einer soliden Handlung und interessanten Figuren. Aber es geht noch etwas mehr – mehr Charakter, mehr Spannung und Drama. Aber der Grundstein für einen fantastischen zweiten Band ist gesetzt.

Veröffentlicht am 28.01.2021

Starke Frauen an Bord

Aleja und die Piratinnen, Band 1: Das Schattenschiff. Ausgezeichnet mit der "Ulmer Unke 2021" als Bestes Kinderbuch ab 10 Jahren!
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Aleja träumt von den großen Entdeckern dieser Welt und will sich nicht in die Rolle des typischen Mädchens drängen lassen. Daher begibt sie sich auf eine abenteuerliche Reise. Mit einer Crew von Piratinnen ...

Aleja träumt von den großen Entdeckern dieser Welt und will sich nicht in die Rolle des typischen Mädchens drängen lassen. Daher begibt sie sich auf eine abenteuerliche Reise. Mit einer Crew von Piratinnen macht sie sich auf die Suche nach einer magischen Schatzkarte. Dabei gibt es so manch Hindernis zu überwinden, Herausforderungen zu bestehen. Doch Aleja lässt sich nicht abbringen von ihrem Ziel.

Was für eine mutige clevere Protagonistin begegnet uns in diesem Buch. Abenteuerlustig sucht sich Aleja ihren Weg im Leben und kann so nur Vorbild für jeden Leser sein. Die Handlung ist spannend und fesselnd, die Sprache gut lesbar. Da Aleja aus Spanien ist, gibt es hier und da spanische Begriffe, die etwas den Lesefluss unterbrechen, aber sicherlich kein Hindernis sein sollten. Die Aufmachung im Buch ist so schön wie schon auf dem Einband ersichtlich. Die Handlung an sich wird hoffentlich viele Mädchen und Jungs ermutigen, sich nicht von prinzipiellen Erwartungen aufzuhalten und sich einfach auszuprobieren im Leben und den eigenen Weg zu finden.

Eine unterhaltsame Geschichte, welche bestimmt bei so manchem Leser die Abenteuerlust weckt und mit Vorurteilen bricht, wenn sich dieses mutige Mädchen der Welt stellt. Inspirierend, gut lesbar und ein toller Start zu hoffentlich weiteren Abenteuern.

Veröffentlicht am 28.01.2021

Grandioser runder Abschluss

Elbendunkel 2: Kein Weg zu dir
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Nach der wirklich mitreißenden ersten Band um die Licht- und Dunkelelfen geht es endlich weiter und Rena Fischer nimmt definitiv kein Tempo aus der Geschichte. Man muss den ersten Band unbedingt gelesen ...

Nach der wirklich mitreißenden ersten Band um die Licht- und Dunkelelfen geht es endlich weiter und Rena Fischer nimmt definitiv kein Tempo aus der Geschichte. Man muss den ersten Band unbedingt gelesen haben, denn es geht nahtlos weiter in der Handlung.

Ash kämpft mittlerweile auf der Seite der Dunkelelben-Rebellen für eine bessere Welt und gegen ihr Herz, welches nicht begreifen kann, dass sie Darel nicht lieben darf, weil er ihr Halbbruder sein soll. Die Geschichte ist weiterhin super spannend und durchzogen von Intrigen, Überraschungen und Wendungen, aufregenden Schlachten, Hass, Gewalt und viel Schmerz. Denn es gibt nicht zu knapp Verluste, der Weg von Ash ist kein leichter, doch eine bessere Gesellschaft war noch nie leicht erkämpft. Die Autorin hat es erneut geschafft, mich in die Geschichte zu ziehen. Es ist eine düstere Welt, in der Ash kämpft, mit beklemmenden Beschränkungen für einen Teil der Bevölkerung. Man muss sich einfach Gedanken machen und Parallelen ziehen auf die eigene Gesellschaft und den Umgang miteinander. Umso mehr genießt man die wenigen schönen Moment in der Handlung, fiebert ihnen entgegen. Rena Fischer hat eine komplexe Welt erschaffen mit vielen Verbindungen, die es zu verstehen gilt, gerade weil diese im Laufe der Geschichte des Öfteren über den Haufen geworfen werden. Die Nutzung der hilfreichen Erklärungen am Ende des Buches über Personen und Organisationen war für mich daher mehr als hilfreich, nahezu unverzichtbar. Die Autorin schafft es trotz der vielen Wendungen und komplexen Probleme jedoch eine unglaubliche Sogwirkung und Spannung aufzubauen, sodass man das Buch wirklich schwer aus der Hand legen kann.

Ein wirklich beeindruckendes Finale dieser unglaublichen Dilogie. Spannend, emotional, brutal und dennoch unglaublich schön auf eine besondere Weise. Die Verbindung zwischen Ash und Darel ist einzigartig, über alle Hürden hinweg. Mit viel Liebe zum Detail hat die Autorin eine faszinierende komplexe Welt und fesselnde Charaktere geschaffen, die Handlung ist mitreißend und vermittelt zudem noch viele Botschaften, die zum Nachdenken anregen. Wow, eine Dilogie, die man sich nicht entgehen lassen sollten.

Veröffentlicht am 26.01.2021

Berauschendes und fesselnd

One Last Song
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Wir schwer es wirklich ist, in New York berühmt zu werden und unter all den Sternchen aufzufallen, erfahren wir in „One Last Song“, wenn wir Riley auf ihrem Weg begleiten. Sie versucht alles, um an eine ...

Wir schwer es wirklich ist, in New York berühmt zu werden und unter all den Sternchen aufzufallen, erfahren wir in „One Last Song“, wenn wir Riley auf ihrem Weg begleiten. Sie versucht alles, um an eine bezahlte Stelle als Musical-Darstellerin zu kommen, hält sich jedoch mit Gelegenheitsjobs über Wasser. Gleichzeitig verzweifelt sie am Ultimatum, welches ihr der Vater gesetzt hat. Als sie durch Zufall Julian begegnet, Teil einer aufstrebenden Band, scheint sich alles zum Besseren zu wenden. Doch das Business ist gnadenlos und beide haben mit ihren ganz eigenen Unsicherheiten zu kämpfen.

Die Geschichte der beiden nimmt einen sofort gefangen. Man merkt den Rausch, der alle zu umgeben scheint, das dringende Bedürfnis, endlich den Durchbruch zu schaffen und sich im Rampenlicht zu beweisen. Dabei war es besonders schön, hinter die Fassaden der einzelnen Personen zu blicken. Bei Julian und Riley merkt man sofort, dass sie Seelenverwand sind. Sie ticken einfach gleich und leben und atmen Musik. Doch es wird ihnen wirklich sehr schwer gemacht. Der Roman führt uns direkt hinein in den Dschungel des Musikbusiness. Man kennt oft nur die schillernde Seite, doch hier wurde ebenso die hässliche und verzehrende Seite des Ruhms beleuchtet. Wie hart es am Ende ist, berühmt zu werden und zu bleiben. Der stete Kampf und vor allem die vielen Unsicherheiten, denen man Gegenüber steht; dass man niemandem wirklich trauen kann.

Die Geschichte von Julian und Riley ist einfach berauschend, gefühlvoll, dramatisch und zuckersüß. Man verfällt ihnen und ebenso den anderen Protagonisten, von denen wir in den anderen beiden Bänden der Trilogie hoffentlich noch mehr erfahren. Die Autorin hat es geschafft, dass man dem Rausch von New York und potenziellen Chancen mit Kopf und Herz verfällt.

Veröffentlicht am 26.01.2021

Magisch rasanter Auftakt im ‘langweiligen‘ Arken

Millenia Magika – Der Schleier von Arken
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Eigentlich wollte sich Adrian nach einem Streit mit seinen Eltern zu seiner Tante flüchten. Sie lebt in Arken, einer besonders langweiligen Stadt ohne Internet, Einkaufszentrum oder all den andere Annehmlichkeiten, ...

Eigentlich wollte sich Adrian nach einem Streit mit seinen Eltern zu seiner Tante flüchten. Sie lebt in Arken, einer besonders langweiligen Stadt ohne Internet, Einkaufszentrum oder all den andere Annehmlichkeiten, die das Leben so viel schöner machen. Doch was ihn dort erwartet, hatte er irhendwie anders geplant, denn auf einmal findet er sich wieder zwischen Trollen und Hexen, Werwölfen und Guhlen. Und ja, seine Tante muss er auch noch jagen. Wann ist Arken bitte zum Zentrum der Magie geworden?

Falk Holzapfel präsentiert mit diesem Buch einen grandiosen Auftakt zu seiner neuen Reihe, der vor kreativen Ideen nur so wimmelt. Die Geschichte ist interessant, lustig, kreativ und nimmt einen mit auf eine mehr als wilde Jagd. Adrian muss mit jeder Menge neuer Kreaturen zurechtkommen, rausfinden, wer Gut und Böse ist und sich so mancher gruseligen Situation stellen. Eine rasante Geschichte, mit deren Tempo man erst einmal zurechtkommen muss. Die Charaktere sind in jedem Fall sehr unterhaltsam. Nicht jeder Zusammenhand ist direkt ersichtlich und hier ist noch jede Menge Raum für weitere Ausführungen in weiteren Bänden. Die Illustrationen, die ebenso aus der Feder des Autors stammen, sind sehr ansprechend und passen perfekt zum Ton der Geschichte.

Der erste Band konnte schon einmal begeistern. Tolle Charaktere und eine spannende Geschichte in einem Arken, in dem es sehr viel zu entdecken gibt. Liebevoll illustriert und fesselnd geschrieben, ist das Buch ein wahrer Pageturner und lässt auf viel mehr hoffen.