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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.09.2025

positive Überraschung

Furye
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Ich bin begeistert von diesem Buch, mir gefällt alles daran: Beginnend vom Retro-Cover bis zum ernsten, tiefgreifenden Hintergrund, den ich in diesem Ausmaß gar nicht erwartet hätte. Der Schreibstil ist ...

Ich bin begeistert von diesem Buch, mir gefällt alles daran: Beginnend vom Retro-Cover bis zum ernsten, tiefgreifenden Hintergrund, den ich in diesem Ausmaß gar nicht erwartet hätte. Der Schreibstil ist teilweise rückblickend, in Form eines Tagebuches von der damals jugendlichen Alec, die gar nicht so heißt, aber der tatsächliche Name ist unbekannt und teilweise besteht es aus aktuellen Lebenssituationen sowie zum Schluss mit einem Ausblick. Der Titel täuscht etwas über die Ernsthaftigkeit der Probleme und Situationen, mit denen sich die drei Jugendlichen auseinandersetzen müssen, hinweg, und ihre Jugendzeit endet dramatisch mit einem Unglück, das sie auseinanderreißt und bis jetzt noch andauert. Alec stellt sich als erwachsene Person der Aufarbeitung ihrer Jugendzeit und löst damit auch wieder eine Kettenreaktion an Ereignissen aus, aber näher möchte ich an dieser Stelle nicht eingehen, da ich nicht die Spannung nehmen möchte. Insgesamt hat mich der Roman positiv überrascht, er war vielschichtig, intensiv und sehr emotionsgeladen, reflektierend und persönlich.

Veröffentlicht am 03.09.2025

mutige Neuinterpretation mit Luft nach oben

Die Auferstehung
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Nachdem meine Kinder und ich jahrelang große Fans der Drei Fragezeichen-Reihe sind, war dieses Experiment nun ein must-read für uns. Der Klappentext ist etwas verwirrend, er verrät auch noch nicht viel ...

Nachdem meine Kinder und ich jahrelang große Fans der Drei Fragezeichen-Reihe sind, war dieses Experiment nun ein must-read für uns. Der Klappentext ist etwas verwirrend, er verrät auch noch nicht viel vom Inhalt oder was auf die Leser*innen zukommen wird. Ich finde es mutig, eine so bekannte Serie in einen neuen Kontext einzubetten, kann gut gehen oder komplett daneben. Die Charaktere sind älter geworden, haben sich weiterentwickelt, sind aber immer noch gut erkennbar und haben nicht ihren ursprünglichen Charme verloren, auch wenn mir die persönliche Entwicklung nicht von allen gleich gut gefällt. Der kriminalistische Hintergrund kommt für meinen Geschmack etwas zu kurz, ist leider vorhersehbar und nicht ganz so spannend ausgewählt. Eine mutige Neuinterpretation mit noch etwas Luft nach oben.

Veröffentlicht am 02.09.2025

Nebensächlichkeiten lenken zu stark ab

Die Ausweichschule
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Die Thematik, das Cover und der Titel haben mich angesprochen, allerdings konnte ich mich nicht so gut mit dem Schreibstil arrangieren. Ich hatte zu Beginn etwas Mühe in den Lesefluss zu kommen und in ...

Die Thematik, das Cover und der Titel haben mich angesprochen, allerdings konnte ich mich nicht so gut mit dem Schreibstil arrangieren. Ich hatte zu Beginn etwas Mühe in den Lesefluss zu kommen und in Folge störten gewisse Passagen, die nicht unbedingt zum besseren Verständnis der Situation beitrugen, sondern einfach so als Anekdoten eingestreut wurden. Am ärgerlichsten und widerlichsten fand ich allerdings die häufig verwendete Fäkalsprache und die wiederholenden Szenen, in denen in eine Flasche uriniert wurde. Dies hat absolut keinen Mehrwert für die Erzählung, im Gegenteil, es lenkt von den wichtigen Themen ab. Die Rückblende rund um den Amoklauf und die Verarbeitung dessen hat hingegen einen unerwartet kleinen Part eingenommen, was ich sehr schade finde, denn darüber hätte ich sehr gerne mehr gelesen. Somit konnte mich der Roman leider nicht überzeugen.

Veröffentlicht am 02.09.2025

Einblick in die Seele

Getäuscht
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Der Roman macht mit dem wunderschönen und auffälligen Cover und einem kurzen, prägnanten Titel auf sich aufmerksam. Inhaltlich spielt der Roman in Paris, in den 1920er Jahren, der Sprachstil wirkt gehoben ...

Der Roman macht mit dem wunderschönen und auffälligen Cover und einem kurzen, prägnanten Titel auf sich aufmerksam. Inhaltlich spielt der Roman in Paris, in den 1920er Jahren, der Sprachstil wirkt gehoben und teilweise poetisch. Am spannendsten finde ich, dass ein Großteil der Erzählung in Form von Tagebucheinträgen erfolgt, somit wirkt es nahbar und es bleibt Platz für Gedanken und Gefühle. Der Ich-Erzähler verliebt sich in Ljolja, die ihm uneindeutige Signale sendet und somit beginnt für ihn eine Abwärtsspirale der Abhängigkeit, sein männliches Ego wird angekratzt und man spürt seine innere Zerrissenheit.

Veröffentlicht am 01.09.2025

involvierende Atmosphäre

Gerächt sein sollst du
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Zuallererst ist mir der Kriminalroman aufgrund des wunderschönen, ästhetischen Covers aufgefallen. Der Schreibstil ist angenehm und persönlich involvierend, wie es bei schwedischen und finnischen Büchern ...

Zuallererst ist mir der Kriminalroman aufgrund des wunderschönen, ästhetischen Covers aufgefallen. Der Schreibstil ist angenehm und persönlich involvierend, wie es bei schwedischen und finnischen Büchern häufig der Fall ist, sodass man als Leser*in das Gefühl hat, in die Geschichte eingebunden zu sein. Der Ermittlungsfall ist komplexer als zu Beginn angenommen und die Frage, ob es sich bei dem siebzehnjährigen toten Jonas um ein Opfer oder um einen Täter oder beides handelt, ist nicht einfach zu klären. Mit der Zeit kommen immer mehr traurige Details ans Tageslicht, mit denen auch die Journalistin Eevi selbst stark zu kämpfen hat. Gut gefallen hat mir auch, dass es beziehungstechnisch keine überstürzten oder unrealistischen Übersprungshandlungen gab, sondern sich alles langsam und gemächlich entwickelt und nachdem dies erst der erste Teil einer Reihe war, freue ich mich schon sehr auf die Fortsetzung. Das Buch hat mich positiv überrascht und ich hätte gerne noch weitergelesen, da mir die Atmosphäre so gut gefallen hat.