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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.05.2025

lebensnah

Die Vermisste von Holnis
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Der aktuelle Fall ist spannend und tragisch zugleich. Es gibt einige Verdachtsmomente, aber lange Zeit keine greifbaren Fakten, sodass Lena und Naya lange Zeit im Dunkeln tappen. Gut gefallen hat mir, ...

Der aktuelle Fall ist spannend und tragisch zugleich. Es gibt einige Verdachtsmomente, aber lange Zeit keine greifbaren Fakten, sodass Lena und Naya lange Zeit im Dunkeln tappen. Gut gefallen hat mir, dass sie sich gleich am Campingplatz vor Ort einquartiert haben und somit nahe am Ort des damaligen Geschehens waren. Weiters finde ich es spannend, was sich im Privatleben von Lena und Naya in der Zwischenzeit getan hat. Lena kämpft noch immer mit der Balance zwischen Beruf und Familie und hat Schuldgefühle gegenüber ihrem kleinen Sohn und ihrem Mann, obwohl sie gut unterstützt wird, aber ich kann ihre Bedenken sehr gut nachvollziehen. Naya ist auf der Suche nach ihren Wurzeln ihrem Großvater näher gekommen und möchte nun noch mehr Zeit mit ihm verbringen, da er auch schon ein höheres Alter hat und irgendwie lässt sie die Vergangenheit nicht los und beschäftigt sie durchgehend. Ich bin gespannt, wie sie ihre Probleme lösen werden und freue mich auf den nächsten Teil.

Veröffentlicht am 23.05.2025

journalistischer Krimi

Schweigende Freunde
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Der Thriller beginnt spannend mit einem Todesfall und die Ermittlungen ergeben sehr schnell, dass dieser mit einem weitern Todes- und einem Vermisstenfall nach einer Grillparty vor elf Jahren zusammenhängt. ...

Der Thriller beginnt spannend mit einem Todesfall und die Ermittlungen ergeben sehr schnell, dass dieser mit einem weitern Todes- und einem Vermisstenfall nach einer Grillparty vor elf Jahren zusammenhängt. Spannend finde ich die Befragung der damaligen Freunde, wer sich noch an was erinnern kann und wer wen belastet. Die Freundschaft des Journalisten Steffen mit dem Ermittler hat den Vorteil, dass sie sich gut ergänzen und austauschen können, aber auch den Nachteil, dass meiner Meinung nach, Insiderwissen weitergegeben wird. Hier wird es von beiden Seiten nicht ausgeschlachtet oder missbräuchlich verwendet, aber grundsätzlich ist es so nicht in Ordnung. Die Ermittlungen lenken von einem möglichen Verdächtigen zum nächsten, wobei kein schlüssiges Motiv erkennbar ist. Am Ende wird alles aufgeklärt, aber fast schon durch Zufall. Für mich ist es eher ein journalistischer Krimi als ein Thriller. Es wird mehrmals auf den ersten Teil verwiesen, aber es stellt kein Problem dar, wenn man diesen nicht kennt, der Fall in sich ist abgeschlossen.

Veröffentlicht am 22.05.2025

Opfer oder Täter?

Zorniges Herz
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Der aktuelle Thriller mit Chief Kate Burkholder wird für Kate selbst, aber auch für die Opfer und die Angehörigen der Opfer und Täter sehr persönlich. Gerade für die Amisch sind unangenehme Themen, wie ...

Der aktuelle Thriller mit Chief Kate Burkholder wird für Kate selbst, aber auch für die Opfer und die Angehörigen der Opfer und Täter sehr persönlich. Gerade für die Amisch sind unangenehme Themen, wie Gewalt an Frauen oder Sexualität fast ein Tabu und es ist ihnen unangenehm darüber zu sprechen und mit Fremden sowieso. Hier finde ich es gut, dass Kate hartnäckig dabeibleibt, den Opfern aufzeigt, welche Möglichkeiten sie haben und dass sie nicht selbst schuld daran sind. Der Ermittlungsfall selbst gestaltet sich schwierig, das erste Opfer wird als liebenswerter junger Mann dargestellt, der von allen geliebt und bewundert wurde. Kann das wirklich so stimmen oder gibt es auch in seinem Leben dunkle Flecken? Die geplante Hochzeit von Kate geht fast unter. Schön finde ich, dass ihre Familie so hinter ihr steht und sie enorm bei der Organisation unterstützt, obwohl sie sich zeitweilig entfremdet hatten. Ich freue mich auf den nächsten Teil, um wieder einen kleinen Einblick in das Leben der Amisch zu bekommen.

Veröffentlicht am 19.05.2025

wahnhaft

Mein Mann
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Das Buch lässt mich mit komplett gemischten Gefühlen zurück, auf der einen Seite finde ich es schlimm, aber es hat auch eine gewisse Sogwirkung, sodass man nicht aufhören kann zu lesen, auch wenn es nervt. ...

Das Buch lässt mich mit komplett gemischten Gefühlen zurück, auf der einen Seite finde ich es schlimm, aber es hat auch eine gewisse Sogwirkung, sodass man nicht aufhören kann zu lesen, auch wenn es nervt. Der Einstieg war langatmig, da die Ich-Erzählerin ihren Alltag nahezu emotionslos und auch ereignislos schildert. Die Erzählung ist so aufgebaut, dass man eine Woche im Alltag der Familie dabei sein kann, wobei es dann ab Mitte der Woche spannend wird. Die Besessenheit von ihrem Ehemann und die Definition von Liebe ist krankhaft, schon wahnhaft und steigert sich immer weiter, sodass es irgendwann ein Ventil zum Explodieren benötigt. Die Ich-Erzählerin gibt sehr viel von ihrem Charakter preis, über den Ehemann erfährt man nur aus ihrer Perspektive, er bleibt aber relativ charakterlos. Das Ende hat mich überrascht, mit der Wende des Epilogs hätte ich so nicht gerechnet. Man kann schwer beschreiben, wie sich die Geschichte entwickelt, man muss sie gelesen haben, um sie zu verstehen und sogar dann ist dies schwierig.

Veröffentlicht am 18.05.2025

schließt sich eine Tür, öffnet sich eine andere

Das Haus der Türen
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Der Roman hat mich zuallererst aufgrund des Covers angesprochen, es wirkt interessant und lädt zu Interpretationen ein. Der Schreibstil wirkt edel, gibt einen guten Einblick in das koloniale Leben der ...

Der Roman hat mich zuallererst aufgrund des Covers angesprochen, es wirkt interessant und lädt zu Interpretationen ein. Der Schreibstil wirkt edel, gibt einen guten Einblick in das koloniale Leben der gehobenen Schicht in Malaysia in den 1920er Jahren, von denen ich bisher noch nicht so viel gelesen oder gehört hatte. Zeitweise war es sehr geladen voller Emotionen, Affären, Beziehungsgeschichten, sodass der historische Background dadurch zeitweilig in den Hintergrund gerückt ist, aber es war insgesamt eine gute Abwechslung.