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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.05.2025

schließt sich eine Tür, öffnet sich eine andere

Das Haus der Türen
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Der Roman hat mich zuallererst aufgrund des Covers angesprochen, es wirkt interessant und lädt zu Interpretationen ein. Der Schreibstil wirkt edel, gibt einen guten Einblick in das koloniale Leben der ...

Der Roman hat mich zuallererst aufgrund des Covers angesprochen, es wirkt interessant und lädt zu Interpretationen ein. Der Schreibstil wirkt edel, gibt einen guten Einblick in das koloniale Leben der gehobenen Schicht in Malaysia in den 1920er Jahren, von denen ich bisher noch nicht so viel gelesen oder gehört hatte. Zeitweise war es sehr geladen voller Emotionen, Affären, Beziehungsgeschichten, sodass der historische Background dadurch zeitweilig in den Hintergrund gerückt ist, aber es war insgesamt eine gute Abwechslung.

Veröffentlicht am 18.05.2025

ausufernde Erbgeschichte

Wo wir uns treffen
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Der Roman beginnt vielversprechend, das Familienoberhaupt verstirbt und hinterlässt drei Kinder mit einer schwierigen Erbgeschichte. Zuerst erfährt man als Leser*in persönliche Einzelheiten aus dem Leben ...

Der Roman beginnt vielversprechend, das Familienoberhaupt verstirbt und hinterlässt drei Kinder mit einer schwierigen Erbgeschichte. Zuerst erfährt man als Leser*in persönliche Einzelheiten aus dem Leben der Charaktere, auch über ihre Schwierigkeiten im Leben und auch Vorstellungen und Pläne für die Zukunft. Mit der Zeit werden die Hintergrundgeschichten immer komplexer und vielschichtiger, es kommen auch Angelegenheiten ans Tageslicht, die nicht offensichtlich bekannt und ersichtlich waren. Die Geschichte driftet dann noch weiter in die Vergangenheit ab, back to the roots, das war schon etwas ausufernd und konnte mich nicht mehr ganz so fesseln, wie die aktuellen Geschichten.

Veröffentlicht am 17.05.2025

Wohlfühlort

Wie du mich ansiehst
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Der Roman hat eine Sogwirkung, die mich magisch angezogen hat. Schon das Cover finde ich wunderschön und es lädt dazu ein, die Gedanken baumeln zu lassen und neue Ideen zuzulassen. Johanna kämpft mit knapp ...

Der Roman hat eine Sogwirkung, die mich magisch angezogen hat. Schon das Cover finde ich wunderschön und es lädt dazu ein, die Gedanken baumeln zu lassen und neue Ideen zuzulassen. Johanna kämpft mit knapp über vierzig Jahren mit dem Älterwerden und wie sich ihr Aussehen verändert und ihre Tochter Rosa hat mit fünfzehn Jahren andere Sorgen, wie sie von Männern oder Schulkollegen betrachtet wird. Der Roman zeigt unterschiedliche Betrachtungsweisen in verschiedenen Altersgruppen auf. Warum lassen sich Frauen immer so schnell verunsichern und machen sich von Äußerlichkeiten abhängig? Und wenn man sich mithilfe von Schönheitschirurgie optimieren möchte, ist dies das Recht der Frau oder haben alle das Recht sich einzumischen? Als Ausgleich dazu lädt der Garten, den Johanna von ihrem Vater geerbt hat, zum Verweilen und Träumen um und kitzelt in ihr ungeahntes kreatives Potenzial heraus. Ein sehr schöner, ruhiger, aber emotional intensiver Roman.

Veröffentlicht am 16.05.2025

beklemmende Stimmung

Landleben
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Der Roman macht keine Lust auf das Landleben, im Gegenteil. Die Atmosphäre ist schon von Beginn an sehr drückend und ernst, es kommt nie Freude oder Leichtigkeit auf, das muss man beim Lesen mögen und ...

Der Roman macht keine Lust auf das Landleben, im Gegenteil. Die Atmosphäre ist schon von Beginn an sehr drückend und ernst, es kommt nie Freude oder Leichtigkeit auf, das muss man beim Lesen mögen und aushalten können. Depressionen, Probleme, Ängste, Ärger mit den Nachbarn und unerwünschten Maulwürfen sind auch der neue Alltag für Rivka und Esse auf ihrem kleinen Hof am Land. So haben sich die beiden die Flucht aus der Stadt nicht vorgestellt. Die beklemmende Stimmung zieht sich durch die gesamte Geschichte, die auch etwas durcheinander erzählt wirkt, sodass sie mich nicht überzeugen konnte.

Veröffentlicht am 15.05.2025

keine praktischen Anregungen

Es kann so schön sein, das Leben
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Ich hatte gewisse Erwartungen an das Sachbuch, vor allem in Bezug darauf, wie man das Dolce Vita Gefühl ein wenig in den Alltag integrieren kann. Leider wurden meine Erwartungen nicht erfüllt, die gegebenen ...

Ich hatte gewisse Erwartungen an das Sachbuch, vor allem in Bezug darauf, wie man das Dolce Vita Gefühl ein wenig in den Alltag integrieren kann. Leider wurden meine Erwartungen nicht erfüllt, die gegebenen Tipps waren entweder schon lange bekannte und allgemein gültige Floskeln oder sind in der Realität kaum umsetzbar, wenn man nicht Millionär*in und zudem ohne Kinder mit Schulpflicht und ohne berufliche Pflichten ist. Ich finde es mutig, dass der Autor von sich selbst vieles preisgibt, auch über seine Panikattacken oder was ihm geholfen hat, aber ein allgemein gültiger Ratgeber ist das dennoch nicht. Ratschläge, wie ein Haus im Süden zu kaufen oder einfach alle Wege zu Fuß zu gehen, sind zwar schön und gut, aber wenn man die nötigen 300.000 Euro dafür nicht hat oder einen Arbeitsweg von 70 km hat, nicht umsetzbar. Im Urlaub wirkt alles einfacher, leichter, schöner, aber das ist nun mal nicht der Alltag.