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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.02.2025

Schuld sind immer die anderen...

Der Steg
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Der Psychothriller beginnt wie ein harmloses Familientreffen, baut ein wenig Vorfreude auf, aber bei manchen auch ein wenig Nervosität. Die Grundstimmung ist gut gelungen, sodass man sich als Leserin sehr ...

Der Psychothriller beginnt wie ein harmloses Familientreffen, baut ein wenig Vorfreude auf, aber bei manchen auch ein wenig Nervosität. Die Grundstimmung ist gut gelungen, sodass man sich als Leserin sehr schnell in die Situation hineinversetzen kann. Die einzelnen Charaktere werden sehr detailliert und in unterschiedlichen Situationen beschrieben. Sie wirken facettenreich und authentisch und als Leserin hat man das Gefühl, mit dabei zu sein.
Schon bald wird aber klar, dass es ein großes, wenn nicht sogar mehrere Probleme und Geheimnisse gibt, die vertuscht werden. Vor allem Priska verhält sich zunehmend seltsam und alltägliche Situationen werden immer mehr zur Herausforderung. Normale Gesprächssituationen eskalieren und als Leser*in wartet man schon gespannt, wann kommt es endgültig zum großen Show-down. Das Ende war sehr heftig, mit gewissen Outings hätte ich nicht gerechnet, aber somit blieb es spannend bis zum Schluss.

Veröffentlicht am 07.02.2025

involvierende Erzählperspektive

Die Zeugen
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Den Podcast der beiden Autorinnen kenne ich bis jetzt noch nicht, allerdings hat dieses Buch mein Interesse geweckt, sodass ich in nächster Zeit auch mal hineinhören möchte.
Die wahren Kriminalfälle werden ...

Den Podcast der beiden Autorinnen kenne ich bis jetzt noch nicht, allerdings hat dieses Buch mein Interesse geweckt, sodass ich in nächster Zeit auch mal hineinhören möchte.
Die wahren Kriminalfälle werden aus der Perspektive einer bekannten Person, einer Person aus der Nachbarschaft, ehemaligen Schulkolleg
innen erzählt. Zuerst wird der Fall geschildert und danach auch persönliche Eindrücke hineininterpretiert oder alltägliche Lebensgeschichten oder Erlebnisse bzw. Erinnerungen von damals mit den aktuellen Geschehen verknüpft. Durch diese Art des Erzählens hat man auch als Leser*in das Gefühl, ein Teil davon zu sein und die Charaktere selbst auch zu kennen. Es wirkt nahbar und authentisch, auch wenn die Namen und gewisse Dinge natürlich der künstlerischen Freiheit unterliegen.
Für mich war diese Erzählweise von True-Crime-Fällen neu und spannend, ich würde gerne mehr davon lesen bzw. auch hören.

Veröffentlicht am 06.02.2025

tödliche Klassenfahrt

Schnick, schnack, tot
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Als Leserin findet man sehr schnell in die Geschichte hinein. Mir gefällt es, dass man die Sichtweisen von unterschiedlichen Personen liest, auch wie sie über andere denken, dadurch wird die jeweils eigene ...

Als Leserin findet man sehr schnell in die Geschichte hinein. Mir gefällt es, dass man die Sichtweisen von unterschiedlichen Personen liest, auch wie sie über andere denken, dadurch wird die jeweils eigene Interpretation oder Angst authentisch geschildert. Alle Charaktere haben ihre Stärken und Schwächen, aber auf alle Fälle hat fast jede/r etwas zu verheimlichen und macht sich dadurch verdächtig. Somit wird die Spannung, wer als Täterin in Frage kommt, bis zum Schluss recht offen gehalten. Bei der Befragung durch die Polizei kommt nicht viel zutage, weil sich die Schüler*innnen, aber auch die Lehrpersonen Sorgen über ihre eigenen kleinen oder größeren Geheimnisse oder Verfehlungen machen und somit lieber schweigen, auch wenn sie etwas wahrgenommen haben. Das Ende ist etwas too much, aber es werden alle offenen Fragen geklärt und alle Geheimnisse aufgedeckt.

Veröffentlicht am 06.02.2025

tödliche Klassenfahrt

Schnick, schnack, tot
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Als Leserin findet man sehr schnell in die Geschichte hinein. Mir gefällt es, dass man die Sichtweisen von unterschiedlichen Personen liest, auch wie sie über andere denken, dadurch wird die jeweils eigene ...

Als Leserin findet man sehr schnell in die Geschichte hinein. Mir gefällt es, dass man die Sichtweisen von unterschiedlichen Personen liest, auch wie sie über andere denken, dadurch wird die jeweils eigene Interpretation oder Angst authentisch geschildert. Alle Charaktere haben ihre Stärken und Schwächen, aber auf alle Fälle hat fast jede/r etwas zu verheimlichen und macht sich dadurch verdächtig. Somit wird die Spannung, wer als Täterin in Frage kommt, bis zum Schluss recht offen gehalten. Bei der Befragung durch die Polizei kommt nicht viel zutage, weil sich die Schüler*innnen, aber auch die Lehrpersonen Sorgen über ihre eigenen kleinen oder größeren Geheimnisse oder Verfehlungen machen und somit lieber schweigen, auch wenn sie etwas wahrgenommen haben. Das Ende ist etwas too much, aber es werden alle offenen Fragen geklärt und alle Geheimnisse aufgedeckt.

Veröffentlicht am 03.02.2025

ein Stein bringt eine Lawine ins Rollen

Es geht mir gut
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Der Roman beschreibt kurz und prägnant Kathleens Lebensgeschichte und ihren Anstoß zur Veränderung. Es ist gut zu erkennen, dass eine gedankliche Auseinandersetzung und ein Umschwung ins Rollen kommen, ...

Der Roman beschreibt kurz und prägnant Kathleens Lebensgeschichte und ihren Anstoß zur Veränderung. Es ist gut zu erkennen, dass eine gedankliche Auseinandersetzung und ein Umschwung ins Rollen kommen, wenn man sich einmal zutraut, den ersten Schritt zu setzen und aus den gewohnten Rollen heraustritt. Im Fall von Kathleen ist es das lange Schwimmen im Pool im November, von dem sie sich nicht abhalten lässt, auch wenn sie von ihren Nachbarn kritisch beäugt wird und ihre Familie sich schon Sorgen um sie macht. Kathleen beginnt mit einem stummen Protest, hinterfragt ihr bisheriges Leben und überlegt sich Situationen, in denen sie glücklich war und ob es nicht wieder mehr solche Situationen geben sollte. Mit ihrem Verhalten drängt sie gleichzeitig auch ihren Ehemann in die Rolle des Reflektierens, sodass auch er sich seine eigenen Gedanken macht.
Der Schluss ist ein wenig offen gehalten und regt gedanklich zum Weiterträumen an, nicht nur für Kathleen, sondern auch für die Leser*innen.