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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.07.2023

manchmal kommt das Leben dazwischen

Vom Ende der Nacht
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Der Roman hat mich aufgrund des Titels und des harmonischen Covers angesprochen. Inhaltlich braucht er eine gewisse Zeit, bis Spannung aufkommt, bis die Charaktere interessant werden und bis überhaupt ...

Der Roman hat mich aufgrund des Titels und des harmonischen Covers angesprochen. Inhaltlich braucht er eine gewisse Zeit, bis Spannung aufkommt, bis die Charaktere interessant werden und bis überhaupt etwas geschieht. Erst ab der Mitte des Buches wird es ereignisreich und spannend, bis dahin habe ich meine Entscheidung für das Buch schon ein oder zwei Mal bereut. In der Jugendzeit passiert zwischen Will und Rosie augenscheinlich nicht viel, Blicke, Sehnsüchte und lange Gespräche über dies und jenes, trotzdem spüren sie eine Verbundenheit, die sie ihr Leben lang nicht mehr loslässt. Beide entscheiden sich für andere Partner, andere Orte, treffen Entscheidungen, aber so wirklich glücklich sind sie nicht damit. Vor allem Rosie stellt ihre eigenen Wünsche immer an die letzte Stelle. Manchmal haben Will und Rosie lange Zeit intensiven Kontakt, dann lockeren Kontakt und manchmal sehen sie sich lange Zeit gar nicht und wenn sie wieder aufeinander treffen, fühlt es sich an, als ob keine Zeit dazwischen gewesen wäre. Am Ende dreht sich die Geschichte noch einmal, aber so wirklich zufrieden stellt mich der Schluss als Leser*in nicht. Mir ging die Veränderung zu schnell, zu unvorhersehbar, nicht so wirklich stimmig mit dem restlichen Teil des Romans.

Veröffentlicht am 10.07.2023

oberflächlich und vulgär

Sieben Männer später
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Ich hätte mir den Roman als lustige, leichte Sommerlektüre vorgestellt, da das Cover modern, frisch und witzig aussieht. Leider hat mir der Roman nicht so gut gefallen, wir erwartet. Die Sprache ist sehr ...

Ich hätte mir den Roman als lustige, leichte Sommerlektüre vorgestellt, da das Cover modern, frisch und witzig aussieht. Leider hat mir der Roman nicht so gut gefallen, wir erwartet. Die Sprache ist sehr vulgär und ein Klischee jagt das nächste, was an sich witzig sein könnte, aber in diesem Fall schon too much ist, sodass es peinlich wirkt. Außerdem mag ich es nicht so gerne, wenn so viele Vorurteile abgehandelt werden, ich hätte mir Esther und ihre Clique moderner und frischer vorgestellt.
Die Idee mit der Challenge von Esther finde ich lustig, so kontaktiert sie ihre sieben vorigen Beziehungen noch einmal und versucht herauszufinden, ob nicht doch die/der Richtige schon dabei war und sie dies nur nicht erkannt hatte. Schön finde ich die Mädels-WG mit ihren Vor- und Nachteilen und die Beziehung zur Nachbarschaft. Obwohl die Freundinnen zuerst so eng miteinander wirken, so haben sie dennoch Neid- und Schuldgefühle, das hätte ich mir so auch nicht unbedingt erwartet. Einige Szenen werden meiner Meinung nach zu sehr ausgeschmückt und zu oft wiederholt. Der Roman ist eine leichte Sommerlektüre, wenn man Vorurteile gegenüber Männern, Klischees und vulgäre Sprache mag, wird man ihn witzig finden, ansonsten ist es leichte Lektüre für zwischendurch.

Veröffentlicht am 10.07.2023

macht Lust auf Meer

Weniger ist Meer
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Die Auswanderungsgeschichte von Christine und ihrer Familie liest sich soo lebhaft und natürlich, dass man das Gefühl hat, gemeinsam mit ihnen in Portugal zu sein und bei ihrem Abenteuer mit dabei zu sein. ...

Die Auswanderungsgeschichte von Christine und ihrer Familie liest sich soo lebhaft und natürlich, dass man das Gefühl hat, gemeinsam mit ihnen in Portugal zu sein und bei ihrem Abenteuer mit dabei zu sein. Mir gefällt der lebendige Schreibstil, man wird als Leser*in mitgenommen von einem Thema zum nächsten und zwischendurch gibt es wieder einen Rückblick oder eine Geschichte aus der Vergangenheit. Die Leidenschaft zum Surfen ist total spürbar und ein essentieller Aspekt in ihren Erzählungen und ihrer Biografie, dies wird deutlich zum Ausdruck gebracht. Ebenfalls gut gefällt mir, dass nicht nur die positiven Seiten erwähnt werden, sondern auch Ängste und Befürchtungen Platz haben, negative Aspekte werden genauso erwähnt und es ist nicht immer alles nur schön und durch die rosarote Brille betrachtet. Christine gibt einen sehr ehrlichen Einblick in ihre Trauer und Verluste und lässt keine unangenehmen Themen aus. Neue Freundschaften entstehen, alte Freunde werden noch enger und manche Freunde werden aussortiert. Das Buch macht auf alle Fälle Lust auf Portugal und Meer und danke auch für die wunderbaren Fotos am Ende des Buches!

Veröffentlicht am 06.07.2023

die Schuld

Diabolisch
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Der Thriller steigt sogleich mitten im Geschehen ein und wechselt sich zeitlich zwischen 1995 und 2022 ab. Zudem werden noch Tagebucheinträge von Lotte ergänzt. Damals waren Lotte und ihr kleiner Bruder ...

Der Thriller steigt sogleich mitten im Geschehen ein und wechselt sich zeitlich zwischen 1995 und 2022 ab. Zudem werden noch Tagebucheinträge von Lotte ergänzt. Damals waren Lotte und ihr kleiner Bruder Alex abends bei schlechten Wetterverhältnissen auf dem Heimweg vom Sporttraining, Lotte musste ihren Bruder an der Bushaltestelle zurücklassen, um es allein nach Hause zu schaffen, doch der kleine Bruder wurde zu Tode gefahren. Lotte macht sich selbst Vorwürfe und hat ihr Leben lang Schuldgefühle, aber auch ihre Eltern geben ihr die Schuld, obwohl sie von ihnen nicht abgeholt wurden, wie es eigentlich ausgemacht war. Interessant finde ich den psychologischen Aspekt mit den Schuldzuweisungen, wer empfindet Schuld bzw. wem schiebt man die Schuld zu. Mit der Zeit erfährt man als Leserin immer weitere Details, wer alles an der Unfallstelle vorbei gekommen ist und warum niemand den kleinen Jungen nach Hause gebracht hat. Das halbe Dorf ist involviert und jeder hat seine individuellen Gründe. Jahre später wird das Dorf wieder an das Unglück erinnert, indem jemand Rache übt und eine Person nach der anderen ebenfalls brutal ums Leben kommt. Die Auflösung ist recht klar und strukturiert und auch aus Täter*innensicht nachvollziehbar.

Veröffentlicht am 04.07.2023

Aufstieg und Fall

TEAM HELSINKI - Grausames Spiel
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Der Kriminalroman hat einen sehr guten, strukturierten Aufbau, die Handlungsstränge und die Hauptcharaktere werden eingeführt. Zusätzlich erfolgt eine Gliederung in Tageseinheiten, sodass man ziemlich ...

Der Kriminalroman hat einen sehr guten, strukturierten Aufbau, die Handlungsstränge und die Hauptcharaktere werden eingeführt. Zusätzlich erfolgt eine Gliederung in Tageseinheiten, sodass man ziemlich einfach den Überblick erhält und behält. Rückblicke einer Person werden in Kursiv dargestellt, sind auch inhaltlich gut abgegrenzt. Meine einzige Schwierigkeit waren die für mich sehr ähnlich klingenden Namen der Bergsteiger-Freundesgruppe. Die Bedeutung und das Spiel mit der Wippe wird wiederholend und prägnant eingesetzt, finde ich ein gelungenes Detail. Die Ermittlungsarbeiten verlaufen spannend, das Team ist kunterbunt und unterhaltsam, hat aber auch individuelle Schwächen. Vor allem Paula kämpft mit mehreren Dämonen, auf der einen Seite mit ihrer beginnenden Krankheit, der sie sich noch nicht stellen kann oder möchte und die sie vor ihren Kolleg*innen geheim hält und auf der anderen Seite auch mit ihrem erwachsenen Sohn, den sie gleich nach der Geburt zur Adoption freigegeben hat. Insgesamt ein runder und gelungener Krimi mit interessanten Charakteren, von denen ich gerne mehr lesen möchte.