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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.05.2023

Lebenskrise

Wie Sisi sich verwirrte
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Der Titel und das Cover haben mich sofort angesprochen, auch die Inhaltsbeschreibung, obwohl ich mir nicht genau vorstellen konnte, in welche Richtung genau sich die Geschichte entwickeln wird. Den Schreibstil ...

Der Titel und das Cover haben mich sofort angesprochen, auch die Inhaltsbeschreibung, obwohl ich mir nicht genau vorstellen konnte, in welche Richtung genau sich die Geschichte entwickeln wird. Den Schreibstil muss man mögen, er ist sehr direkt, meist negativ behaftet, aber authentisch. Sisi beschreibt ihren Lebensalltag mit all den negativen Begleiterscheinungen wie ihre depressiven Schübe, ihre Midlife Crisis, ihre Versagensängste bei der Suche nach einem Job als Frau über 50 sehr ehrlich und bedauernswert, aber trotzdem erfrischend satirisch, sodass es ein Lesegenuss ist. Ihre Herangehensweise an neue Situationen ist bewundernswert, vor allem, da sie so viele negativen Erfahrungen machen muss und auch sichtlich mit ihrem Selbstbewusstsein kämpft, trotzdem steigert sie sich in ihre neuen Projekte mit vollem Elan hinein. Ein Glück, dass sie so gute Freund*innen hat, die sich um sie sorgen und immer ein offenes Ohr für ihre Probleme haben. Der Schluss rundet die einzelnen Geschichten noch ab und passt sehr gut, sodass es am Ende ein schöner Abschluss wird. Mein einziger Kritikpunkt: Der Roman könnte ruhig etwas ausführlicher und länger sein, ich hätte gerne noch mehr von Sisi gelesen.

Veröffentlicht am 19.05.2023

lokaler authentischer Sylt-Krimi

Toter Blick
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Der zehnte Band der Sylt-Krimireihe ist wieder sehr ortsgebunden geschrieben, es werden die örtlichen Gegebenheiten, die Traditionen und die Menschen in ihrem Umfeld so beschrieben, dass man das Gefühl ...

Der zehnte Band der Sylt-Krimireihe ist wieder sehr ortsgebunden geschrieben, es werden die örtlichen Gegebenheiten, die Traditionen und die Menschen in ihrem Umfeld so beschrieben, dass man das Gefühl hat, auch selbst als Leserin vor Ort und dabei zu sein. Das Ermittlungsteam war mir schon aus den vorigen Bänden bekannt, somit war ich sofort mitten im Fall. Die Morde sind grausam, aber dennoch originell ausgetüftelt und beschrieben. Besonders gefällt mir die Ausgewogenheit an Ermittlungsarbeit und trotzdem auch der Einblick in das Privatleben der Ermittlerinnen. Dies macht für mich einen spannenden und authentischen Krimi aus.

Veröffentlicht am 17.05.2023

Steigerung von Band zu Band

Rachejagd - Zerstört
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Mir haben schon die ersten beiden Teile der Trilogie gut bzw. sehr gut gefallen und beim dritten Teil hat das Autorenduo den Spannungslevel noch einmal gesteigert. Die Hauptcharaktere haben sich über die ...

Mir haben schon die ersten beiden Teile der Trilogie gut bzw. sehr gut gefallen und beim dritten Teil hat das Autorenduo den Spannungslevel noch einmal gesteigert. Die Hauptcharaktere haben sich über die Bände entwickelt und dies ist auch für die Leser*innen sehr gut spürbar und nachvollziehbar. Am dritten Teil hat mir der Aspekt mit dem Ferienlager sehr gut gefallen, auch der Bezug zur gemeinsamen Kindheit war schlüssig und gut ausgearbeitet. Die Rachejagd selbst ist rasant und auf sehr hohem Stresslevel beschrieben, auch die Tatwaffen werden immer ausgeklügelter und die Pläne ausgefeilter, sodass Anna und Nick immer einen Schritt zu spät dran sind. Oder schaffen sie es am Ende doch schneller zu sein und Leben zu retten? Ich würde sehr gerne noch weiter Bücher vom Autorenduo lesen!

Veröffentlicht am 16.05.2023

künstlich in die Länge gezogen

Der letzte Sessellift
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Der Titel ist sehr einprägsam und passend zum Inhalt des Romanes und das minimalistische Cover ebenfalls, beide haben mich sofort angesprochen. Der Inhalt ist eine Komposition aus wenigen neuen Inhalten ...

Der Titel ist sehr einprägsam und passend zum Inhalt des Romanes und das minimalistische Cover ebenfalls, beide haben mich sofort angesprochen. Der Inhalt ist eine Komposition aus wenigen neuen Inhalten und vielen Elementen aus Irvings vorigen Büchern, auch die Charaktere haben gleiche bzw. ähnliche Eigenschaften. Kleinwüchsige Menschen, unterschiedlicher Umgang mit Geschlechtsdiversitäten, Ringen, Sportwettkämpfe, Hotel, alles Situationen, Personen und Orte, die so schon bekannt waren. Interessant ist in diesem Roman auf alle Fälle die Interpretation von Familie im weiteren Sinn, denn Adam wächst in einer chaotischen, selbst zusammengewürfelten Gemeinschaft auf und wird von allen in den Mittelpunkt gestellt, das gesamte Leben und alle Charaktere kreisen um Adam.
Gewisse Redewendungen sind sehr gut gelungen und man kann sich die einzelnen Charaktere dadurch auch lebendig vorstellen. Andere wiederum kommen schon in den Vorgänger-Büchern vor und sind somit schon abgenutzt und nicht mehr so spektakulär.
Ob man den Roman auf über 1000 Seiten strecken muss? – Kann man, aber bringt meiner Meinung nach, nicht unbedingt einen Mehrwert, da zahlreiche Situationen unnötig ausgeschmückt werden und auch häufig Wiederholungen vorkommen. Ich glaube, eine kompaktere Version hätte mir besser gefallen.

Veröffentlicht am 10.05.2023

es fehlt an Raffinesse

Spinnennetz
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Der Einstieg in die Geschichte ist recht langwierig, der Aufbau des Spannungsbogens sehr langsam – bis endlich die Mordserie beginnt und auch erste Vermutungen aufgestellt werden. Die Hauptcharaktere Saga ...

Der Einstieg in die Geschichte ist recht langwierig, der Aufbau des Spannungsbogens sehr langsam – bis endlich die Mordserie beginnt und auch erste Vermutungen aufgestellt werden. Die Hauptcharaktere Saga Bauer und Joona Linna sind beide viel ruhiger geworden und in ihren Verhaltens- und Ermittlungsweisen weniger extrem und out of he box wie in den vorigen Teilen. Die Handlungsstränge sind gut eingefädelt und auch sehr gut aufgebaut, die Erklärungsansätze im Nachhinein aber nicht vollkommen schlüssig. Ich hätte mir mehr Raffinesse gewünscht, auch im Bezug auf die/den Täter*in – ohne jetzt näher darauf einzugehen. Im Vergleich zu den vorigen Fällen hat mir der psychologische Tiefpunkt etwas gefehlt und auch die Spannung war leider nicht konstant hoch, so wie ich es mir erwartet hätte. Titel und Cover wiederum finde ich sehr ansprechend und gelungen.