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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.03.2023

Potenzial nicht genutzt

Dein Taxi ist da
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Der gesellschaftskritische Roman hat großes Potenzial, das leider durch die Umsetzung kaum genutzt wurde. Eine Sammlung von bedeutenden Themen, wie Rassismus, Sexualität, Armut, Diskriminierung, Gewalt, ...

Der gesellschaftskritische Roman hat großes Potenzial, das leider durch die Umsetzung kaum genutzt wurde. Eine Sammlung von bedeutenden Themen, wie Rassismus, Sexualität, Armut, Diskriminierung, Gewalt, wurde angeschnitten, aber die Auseinandersetzung mit den Themen ging nicht in die Tiefe und wurde durch zu viele Wiederholungen und immer wieder gleichen Argumenten einseitig und wertend. Der Start ins Buch war frisch, spannend und interessant, danach wurde der Stil schnell vulgär, wiederholend und einseitig in der Betrachtungsweise. Was von anderen erwartet wird, sollte auch selbst gelebt werden. Im Verlaufe des Romans wurden die Handlungsweisen drastischer, die Argumente haltloser und dann auch die Gedankengänge wirr und unnahbar. Leider konnte mich das Buch nicht überzeugen. Ich hatte mir aufgrund der Inhaltsbeschreibung und des auffälligen Covers sowie der bedeutenden Themen mehr erwartet.

Veröffentlicht am 27.03.2023

interessante Charaktere

Grenzfall - In der Stille des Waldes
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Der Kriminalroman ist sehr bildhaft und lebendig geschrieben, vor allem die örtlichen Begebenheiten, die Wälder, sind detailliert beschrieben, sodass man als Leser*in das Gefühl hat, mitten im Geschehen ...

Der Kriminalroman ist sehr bildhaft und lebendig geschrieben, vor allem die örtlichen Begebenheiten, die Wälder, sind detailliert beschrieben, sodass man als Leser*in das Gefühl hat, mitten im Geschehen zu sein oder zumindest die Orte zu kennen. Sehr gelungen finde ich auch, dass Alexa und Krammer einen ausgewogenen Anteil an den Ermittlungen bekommen haben, und das obwohl Alexa momentan gerade im Krankenstand ist. Als Charakter wird Alexa auch von Buch zu Buch nahbarer und menschlicher, da man mehr über ihr Privatleben erfährt und auch über die eine oder andere neue oder alte Liebe. Der Ermittlungsfall ist ebenfalls gelungen, er verbindet eine ältere Geschichte mit neuen Erkenntnissen, die dann im Laufe der Ermittlung zusammen finden. Vor allem der Fund der ausgestopften Tiere mit den Babykleidern fand ich sehr gruselig, passt aber gut zur Stimmung. Insgesamt ein lesenswerter Regionalkrimi mit interessanten Charakteren.

Veröffentlicht am 25.03.2023

bin etwas enttäuscht

Die Unverbesserlichen – Der große Coup des Monsieur Lipaire (Die Unverbesserlichen 1)
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Das bunte Cover und das Versprechen auf einen humorvollen Krimi haben mich sehr angesprochen, allerdings wurden meine Erwartungen nicht so ganz erfüllt. Die Geschichte zieht sich teilweise in die Länge, ...

Das bunte Cover und das Versprechen auf einen humorvollen Krimi haben mich sehr angesprochen, allerdings wurden meine Erwartungen nicht so ganz erfüllt. Die Geschichte zieht sich teilweise in die Länge, so könnten gewisse Tagesabläufe, die immer gleich verlaufen, einmal oder zweimal erwähnt werden, dann ist die Message schon bei den Leser*innen angekommen, aber es wird teilweise viel wiederholt und somit zieht es sich. Vor allem im ersten Abschnitt passiert inhaltlich nicht wirklich viel, hier braucht man Geduld, bis die Geschichte Fahrt aufnimmt. Die Sprache ist nur teilweise witzig, teilweise vulgär – Aussagen, wie „Ich muss pissen.“, hätte ich nicht benötigt. Zudem werden alle Klischees bedient, die nur irgendwie möglich sind, die Polizei wird extrem dämlich dargestellt, etc. Die Handlung ist relativ vorhersehbar, es gibt wenig Überraschungsmomente, aber je mehr Personen mit ins Boot geholt werden, umso spannender wird die Erzählung. Das Ende hat mich auch nicht unbedingt überrascht, somit war ich vom Buch etwas enttäuscht, da ich mir mehr erwartet hatte, auch aufgrund der Kluftinger-Krimis, die ich gerne gelesen habe.

Veröffentlicht am 23.03.2023

Schuld verjährt nicht

Mörderfinder – Mit den Augen des Opfers
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Der dritte Thriller der Reihe mit Max Bischoff ist ruhiger als die vorigen zwei Teile. Auch Max Bischoff selbst, der nun als Privatermittler tätig ist, hat sich charakterlich stark verändert und ist ruhiger ...

Der dritte Thriller der Reihe mit Max Bischoff ist ruhiger als die vorigen zwei Teile. Auch Max Bischoff selbst, der nun als Privatermittler tätig ist, hat sich charakterlich stark verändert und ist ruhiger und ausgeglichener geworden. Mit seiner ehemaligen Polizeirätin Keskin, die ihn in diesem Fall zu Hilfe gerufen hat, hat er eine gute Basis gefunden, sodass sie mittlerweile gut miteinander auskommen, auch wenn sie selten gleicher Meinung sind. Die Stimmung ist zuerst trügerisch idyllisch und dann bemerkt man schon, dass niemand im Dorf gerne mit Fremden spricht und schon gar nicht über die Vergangenheit, hier sind sich alle einig. Der Ermittlungsfall hat mir gut gefallen, vor allem, da die aktuellen Ereignisse tief verwurzelt mit der Vergangenheit sind und durch die Befragung der Dorfbewohner*innen in kleinen Schritten Bruchstücke ans Tageslicht kommen. Max Bischoff stellt sich sehr gut an, wie er die Befragungen führt und hat eine gute Kombinationsgabe, obwohl es am Ende zeitlich etwas knapp und brenzlig wird. Was mir nicht so gut gefallen hat, ist der übertriebene Schluss – hierbei wurde die Geschichte durch überzogene Aktionen ins Unglaubwürdige gezogen, was ich sehr schade finde.

Veröffentlicht am 22.03.2023

ziemlich gut - aber nicht perfekt

Blutmond (Ein Harry-Hole-Krimi 13)
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Harry Hole ermittelt wieder, wenn auch mit einem außergewöhnlichen Team. Natürlich zieht er das Verbotene magisch an, aber in diesem Teil gefällt er mir als Charakter viel besser als in den vorigen, da ...

Harry Hole ermittelt wieder, wenn auch mit einem außergewöhnlichen Team. Natürlich zieht er das Verbotene magisch an, aber in diesem Teil gefällt er mir als Charakter viel besser als in den vorigen, da er nicht mehr ganz so extrem und selbstzerstörerisch ist. Man merkt bei ihm eine Entwicklung und Tendenz zur Veränderung. Der Ermittlungsfall selbst zieht sich leider etwas in die Länge, viele falsche Fährten, viele Verdächtige, die dann wieder revidiert werden bis es zum Schluss endlich zum großen Aufdecken kommt. Teilweise auch etwas zu vorhersehbar für mich, aber die schrullige Ermittlertruppe tappt im Dunkeln und ist immer einen oder eher noch mehr Schritte hinterher. Sehr gut gefallen hat mir aber, dass Alexandra und Katrine in diesem Band eine größere Rolle bekommen haben und sich nicht nur von ihrer beruflichen, sondern auch von ihrer privaten Seite zeigen können.