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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.01.2026

persönlicher Cold Case

Stumme Knochen
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Der Thriller ist ein Cold Case über einen fast 50 Jahre alten Vermisstenfall, nachdem bei Bauarbeiten in den tiefsten Bergen Kanadas ein menschliches Skelett gefunden wird. Die Ermittlerin Jane ist selbst ...

Der Thriller ist ein Cold Case über einen fast 50 Jahre alten Vermisstenfall, nachdem bei Bauarbeiten in den tiefsten Bergen Kanadas ein menschliches Skelett gefunden wird. Die Ermittlerin Jane ist selbst gerade mit einem persönlichen Verlust beschäftigt und somit betrifft sie dieser Fall persönlich und sie gibt alles, um den Fall aufzuklären. Handelt es sich hier um die vermisste Jugendliche? Die Geschichte beginnt sofort spannend und der Spannungsbogen bleibt aufrecht hoch, da es im Laufe der Ermittlungen zu zahlreichen Wendungen kommt, die wiederum eine neue Perspektive aufzeigen. Es bleibt spannend bis zum Schluss, auch die Aufklärung ist logisch erklärt und schlüssig. Die Charaktere, vor allem Jane, haben mir gut gefallen, sie sind gut ausgearbeitet und vielschichtig, wirken authentisch und lebendig. Mir gefällt es, dass man sie auch außerhalb ihres Arbeitsbereiches kennenlernt und Dinge aus ihrem Privatleben erfährt. Als Leser*in fühlt man sich involviert und mit den Geschehnissen vertraut, obwohl es zu Beginn etwas komplex wirkt und nicht ganz einfach ist, den Überblick zu behalten. Ein paar Szenen waren mir zu „zufällig“ und hätte es auch gar nicht benötigt, aber ansonsten hat mir der Thriller sehr gut gefallen und mir aufregende Lesestunden beschert.

Veröffentlicht am 02.01.2026

wirkt in jeder Hinsicht authentisch

Was ich von ihr weiß
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Der Roman beeindruckt durch eine stilvolle, poetische Erzählweise, die trotzdem nicht abgehoben oder überzogen wirkt, sondern dadurch, dass sie sehr bildhaft ist, nahbar und verständlich bleibt. Die Emotionen ...

Der Roman beeindruckt durch eine stilvolle, poetische Erzählweise, die trotzdem nicht abgehoben oder überzogen wirkt, sondern dadurch, dass sie sehr bildhaft ist, nahbar und verständlich bleibt. Die Emotionen werden sehr gut vermittelt, die Erzählungen sind nie oberflächlich, sondern immer detailliert und mit Tiefgang. Mir gefällt außerdem, dass es in Italien im 20. Jahrhundert spielt und dies wird recht authentisch vermittelt. Inhaltlich geht es um große Themen, wie Liebe und Freundschaft, aber auch soziale und politische Umbrüche, Weltkriege und gesellschaftliche Normen wirken mit ein. Die Charaktere sind gegensätzlich und laden zu Diskussion ein, sie sind so unterschiedlich, dass man als Leserin seine/n Favoriten finden kann, egal welche Vorlieben man hat. Mir persönlich hat Viola sehr gut gefallen, da sie sich in der damaligen Zeit nicht den Normen und Konventionen gebeugt hat, sondern eine emanzipierte Frau war, die zu ihren Gedanken und Taten steht.
Der Roman passt sehr gut für Leser
innen, die gerne poetische Sprache mögen, auch Kunst und Kultur und das Historische lieben und natürlich fehlen auch bewegende Liebes- und Freundschaftsgeschichten nicht.

Veröffentlicht am 02.01.2026

mystische Atmosphäre

Die Brandung – Moorengel
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Der erste Teil der Serie ist der Beginn einer Ostsee-Krimireihe mit der dänischen Archäologin Fria und dem deutschen Kommissar Ohlsen und seinem Ermittlungsteam. Beim Lesen spürt man das besondere Ostsee-Flair ...

Der erste Teil der Serie ist der Beginn einer Ostsee-Krimireihe mit der dänischen Archäologin Fria und dem deutschen Kommissar Ohlsen und seinem Ermittlungsteam. Beim Lesen spürt man das besondere Ostsee-Flair und die typischen Gewohnheiten der Bewohner*innen sowie deren Eigenheiten, was charismatisch und authentisch wirkt. Die Leseatmosphäre empfinde ich als angenehm, es wird langsam gestartet, die Hauptcharaktere und die Schauplätze werden eingeführt und mit der Zeit steigt auch die Spannung kontinuierlich an. Die Charaktere haben ihre Gewohnheiten und vor allem Kommissar Ohlsen ist nicht zu unterschätzen, obwohl er sich teilweise recht wortkarg gibt und nicht in die Karten blicken lässt. Gut gelungen finde ich auch die Stimmung, vor allem, wenn ein Moor im Spiel ist, hat es immer einen besonderen Spannungsfaktor für mich, da es so unberechenbar ist und Fehler nicht verzeiht.
Ich bin gespannt, auf die nächsten Teile der Reihe und freue mich vor allem auf eine Weiterentwicklung der Hauptcharaktere oder auch darauf, sie besser kennenzulernen, denn allzu viel haben sie bis jetzt noch nicht preisgegeben und auf einen nächsten spannenden Ermittlungsfall.

Veröffentlicht am 01.01.2026

innere Konflikte und Anspannung

Wo der Tod wartet
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Der Psychothriller lebt vor allem aufgrund der angespannten, unheilvollen Leseatmosphäre, bei der ich ständig das unterschwellige Gefühl habe, dass jeden Moment etwas passieren wird. Tessa wirkt für mich ...

Der Psychothriller lebt vor allem aufgrund der angespannten, unheilvollen Leseatmosphäre, bei der ich ständig das unterschwellige Gefühl habe, dass jeden Moment etwas passieren wird. Tessa wirkt für mich als Charakter ziemlich angeschlagen und psychisch instabil und ich kann es schwer nachvollziehen, dass sie sich noch einmal an den Ort der Geschehnisse zurückwagt. Auch diesmal kämpft sie wieder mit Angst und mit ihren inneren Dämonen, sodass ständig das beklemmende Gefühl von Tessa auf die Leser*innen übertragen wird. Mir haben die inneren Konflikte und Gedanken von Tessa am besten gefallen. Die Spannung bleibt somit von Beginn an bis zum Schluss hochgehalten, wobei tatenmäßig am Anfang eher wenig passiert und dann am Schluss überhäufen sich die Ereignisse, dermaßen, dass man Mühe hat, mit dem schnellen Verlauf mitzukommen. Hier hätte ich eine Dosierung über das gesamte Buch hinweg besser gefunden und der Schluss wäre auch realitätsnaher möglich gewesen, so war es mir too much.

Veröffentlicht am 01.01.2026

Wird alles gut?

Wie wir waren
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Alles wird gut! – oder diesmal doch nicht? Um diese zentrale Frage dreht sich die jahrelange und intensive Freundschaft von zwei unterschiedlichen Frauen, Paula und Zett, die schon seit den 1980er Jahren ...

Alles wird gut! – oder diesmal doch nicht? Um diese zentrale Frage dreht sich die jahrelange und intensive Freundschaft von zwei unterschiedlichen Frauen, Paula und Zett, die schon seit den 1980er Jahren besteht. Die Schilderungen sind bildhaft und authentisch beschrieben, man fühlt sich als Leserin wie ein Teil der beiden Freundinnen, kann ihre Höhen und Tiefen miterleben und lernt ihre Charaktere mit der Zeit immer besser kennen, auch ihre Entwicklungen über die Jahre hinweg. Teilweise hat mich die emotionale Tiefe berührt, es sind bewegende und persönliche Geschichten aus den Leben der beiden Frauen, dann wiederum waren einige Szenen, die etwas oberflächlich waren, hier hätte ich mir auch tiefgreifendere Sichtweisen gewünscht. In den meisten Situationen konnte ich mich sehr gut in Paula oder Zett hineinversetzen und konnte mit ihnen mitfühlen, mit ihnen mitleiden oder mich mit ihnen freuen. Der Roman hat eine emotionale Sogwirkung, in die man als Leserin automatisch hineingezogen wird, der berührt und auch nach dem Lesen noch nachwirkt.