Profilbild von dakotamoon

dakotamoon

Lesejury Star
offline

dakotamoon ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit dakotamoon über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.08.2018

Romeo und Julia oder das Böse ist nicht so schlimm, wenn man es kennt

Monstratorem
0

Das Buch „Monstratorem“ von Anja Gust ist eine Liebesgeschichte, eine Geschichte über eine Liebe, die es eigentlich nicht geben dürfte.
Sina Brodersen, die mit Boy, ihrem Mops, auf einem Bauernhof lebt ...

Das Buch „Monstratorem“ von Anja Gust ist eine Liebesgeschichte, eine Geschichte über eine Liebe, die es eigentlich nicht geben dürfte.
Sina Brodersen, die mit Boy, ihrem Mops, auf einem Bauernhof lebt und sich Geld mit der Restauration von Gartenzwergen verdient, triftt auf Tom Enders, einen Auftragskiller, skrupellos, eiskalt und doch irgendwie auf der Suche nach mehr. Im Rahmen eines Auftrags treffen beide aufeinander…
Das Titelbild ist faszinierend und bekannt und es passt wunderbar zu der Geschichte um Sina und Tom und dass es mehr als Schwarz und Weiß gibt. Mir hat gefallen, dass ich die Orte größtenteils kannte, die in der Geschichte vorkamen, so dass ich beim Lesen wirklich Bilder vor Augen hatte. Tom und Sina kommen sich quasi über Land entgegen und treffen dann im wahrsten Sinne des Wortes aufeinander. Durch einen Fehler sind nämlich Schlüssel verloren gegangen und diese gehören der Gomorrha, also der Mafia. Und Sodom und Gomorrha erlebt man auch wirklich auf dem Weg der beiden zueinander. Wer jetzt meint, aber das ist doch die Camorra, hat natürlich recht, aber auch Gomorrha versteht man, da das der Titel eines Buches über die Mafia und auch der Titel einer Serie zum gleichen Thema ist.
Die philosophischen Passagen in dem Buch gefielen mir nicht so, doch das liegt daran, dass ich einfach mit Philosophie nichts anfangen kann. Die Gedichte sind schön, sagen mir aber nichts und ich bin mir nicht sicher, ob Helga damit wirklich was anfangen konnte.
Die handelnden Personen und ihre Darstellung sind wirklich gelungen. Das erlebt man nur in ländlichen Gebieten, da gibt es solche Originale.
Alles in allem ein wunderbarer Roman, der von mir nur deshalb nur 4 Sterne bekommt, weil ich phasenweise die Ausdrucksweise etwas sehr gewöhnungsbedürftig fand.
Das Ende war vorhersehbar aber sehr menschlich und gut geschrieben.

Veröffentlicht am 08.08.2018

Kein Schlaf und viel Mord

Das Morpheus-Gen
0

Das Buch „Das Morpheus-Gen“ von Tibor Rode ist ein Thriller, der im Juli 2018 im Bastei-Lübbe Verlag erschienen ist. Von dem orangenen Auge hypnotisch angezogen, stößt man als erstes auf den Satz „Wenn ...

Das Buch „Das Morpheus-Gen“ von Tibor Rode ist ein Thriller, der im Juli 2018 im Bastei-Lübbe Verlag erschienen ist. Von dem orangenen Auge hypnotisch angezogen, stößt man als erstes auf den Satz „Wenn du schläfst, bist du tot“ und auch die Inhaltsangabe verspricht Spannung pur. Dieses Versprechen wird gehalten.
Der New Yorker Anwalt David Berger leidet plötzlich unter Schlaflosigkeit. Als wäre das nicht genug, wird seine Freundin ermordet und kurze Zeit später auch noch sein bester Freund. Nina, eine Studentin, die er im Schlaflabor kennenlernt, unterstützt ihn bei seiner Flucht vor der Polizei, doch was will sie wirklich von ihm? Und wer ist der Fremde, der ihm bei der Flucht hilft und warum tut er das? Ein Brief von seinem Vater, den er an seinem 30. Geburtstag bekommt, erklärt nicht viel und führt David nach Berlin. Er kann nicht ahnen, welche Geheimnisse sich ihm enthüllen und was ihn noch alles erwartet.

Die Schreibweise des Autors hat mir super gefallen und ich war sofort in der Geschichte drin. Die Vorstellung der Hauptpersonen, die erste Tote, die Andeutungen und Hinweise auf die Familie Schwarzenberg, die mich sehr an die Blutgräfin Elisabeth Báthory erinnert hat. Natürlich hat das meine Neugier nur weiter gesteigert und natürlich habe ich von der ersten Sekunde an mitgerätselt. Familienoberhaupt ist Vlad Schwarzenberg, der die Fäden fest in seiner Hand hält und vor nichts zurückschreckt, wenn er es für nötig hält. Die Geheimnisse werden alle gelöst, manchmal mit sehr überraschenden Ergebnissen. David schlittert unschuldig in etwas, dass eigentlich fast unvorstellbar ist. Vom unsicheren jungen Mann mausert er sich im Verlauf der Geschichte zu einem Kämpfer und das ist auch wirklich nötig. Kann man sich schlimmeres denken, als nicht mehr schlafen zu können und dazu noch wegen Mordes gesucht zu werden? Diese Wandlung hat mir sehr gefallen, fast so gut, wie der Einsatz des Polizisten als seine Unterstützung. Das Ende überrascht auf angenehme Weise und ich habe das Buch mit einem Lächeln beendet.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Geschichte
  • Spannungsbogen
  • Thema
  • Umsetzung
Veröffentlicht am 17.07.2018

Knisternde Erotik in eiskalter Finanzwelt

King of New York
0

Bei dem Buch „King of New York“ von Louise Bay geht es einerseits um Max King, dem die Finanzwelt New Yorks zu Füßen liegt und Harper Jayne, die die Ehre hat, für ihn arbeiten zu dürfen, womit sich eigentlich ...

Bei dem Buch „King of New York“ von Louise Bay geht es einerseits um Max King, dem die Finanzwelt New Yorks zu Füßen liegt und Harper Jayne, die die Ehre hat, für ihn arbeiten zu dürfen, womit sich eigentlich ihr größter Traum erfüllt. Doch Max lebt nicht nur für die Firma, es gibt auch noch seine Tochter Amanda. Auf keinen Fall will er eine Vermischung von Privatem und Beruflichem und dann kommt Harper. Das Knistern zwischen ihnen ist fast greifbar, die Erotik spürbar, der Zwiespalt unvermeidlich.
Schon beim Blick aufs Cover kann man sich vorstellen, dass es in dem Buch um einen superaussehenden Mann geht, smarter Geschäftsmann, aber eben nicht unbedingt ein Held in Gefühlsdingen. Und man wird nicht enttäuscht. Von Anfang an wird klar, dass Harper sich ihren Job gewünscht hat, um ihr Können zu beweisen und natürlich wegen ihres Chefs, der sie allerdings schlecht behandelt. Es fällt schon sehr oft, das böse A-Wort, aber es verdeutlicht auch den Zwiespalt ihrer Gefühle. Sie fühlt sich magnetisch zu ihm hingezogen. Dass es Max auch so geht, er aber um keinen Preis dienstliches und privates vermischen will und natürlich erst recht keine Beziehung haben möchte, denn privat gibt es für ihn nur seine Tochter Amanda, wird durch die Teilung in die Sichtweisen beider Personen gut hervorgehoben. Was zunächst amüsant ist und auch die erotischen Szenen haben mir sehr gefallen, wird dann aber schon ein wenig nervig, denn anscheinend können beide Protagonisten an nichts anderes als an Sex mit dem anderen denken. Auflockernd sind die Szenen mit der Tochter, die eine typische Vertreterin ihrer Art ist. Da ich selber eine Tochter habe, konnte ich einiges sehr gut nachvollziehen und habe mehr als einmal geschmunzelt.
Nicht so gut herausgearbeitet fand ich den Konflikt zwischen Harper und ihrem Vater. Man versteht zwar, warum sie sich verhält wie sie es tut, aber die Versöhnung und Aussprache kommt zu kurz. Da hätte ich mir mehr gewünscht.
Insgesamt war es aber ein sehr unterhaltsamer Roman, durchaus auch zum gemeinsamen Vorlesen vor dem Kaminfeuer als Vorgeschmack für sinnliche Stunden.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Figuren
  • Handlung
  • Gefühl
Veröffentlicht am 15.06.2018

Mord in Australien

Die Schlingen der Schuld
0

Das Buch „ Die Schlingen der Schuld“ von Dave Warner ist ein Kriminalroman, der am 25.05.2018 im Bastei Lübbe Verlag erschienen ist.
Detective Daniel Clement muss in einem schwierigen Mordfall im australischen ...

Das Buch „ Die Schlingen der Schuld“ von Dave Warner ist ein Kriminalroman, der am 25.05.2018 im Bastei Lübbe Verlag erschienen ist.
Detective Daniel Clement muss in einem schwierigen Mordfall im australischen Umland von Broome ermitteln. Mitten im Busch wird die Leiche eines brutal ermordeten Deutschen gefunden. Nicht nur die weiten Wege erschweren die Ermittlungen für Clement und sein Team. Als dann noch ein Biker ermordet wird, wird es erst richtig kompliziert.
Unterschiedlicher könnten die beiden Toten nicht sein und dennoch führen die Fäden zusammen.
Dave Warner lässt den Leser in wunderbarerweise die Ermittlungen miterleben. Man spürt in seinen Worten die Weite Australiens, kann den Schweiß der Ermittler fast riechen. Und was mir besonders gefallen hat, man bekommt genügend Anhaltspunkte um mit zu raten. Ich hatte zwar recht schnell den richtigen Riecher, lag dann am Ende aber doch nicht ganz richtig. Das Fäden zusammenführen am Ende gelingt Warner absolut, es bleiben keine Fragen offen.
Ein wunderbar unterhaltsamer Krimi, spannend bis zur letzten Seite.

Veröffentlicht am 09.04.2018

Zweifel und Misstrauen oder doch nicht?

Im Dunkel deiner Seele
0

Das Buch "Im Dunkel deiner Seele" von George Harrar erzählt von Professor Evan Birch, der an der Uni Philosopie unterrichtet und plötzlich unter den Verdacht gerät, einen Teenager entführt zu haben. Welche ...

Das Buch "Im Dunkel deiner Seele" von George Harrar erzählt von Professor Evan Birch, der an der Uni Philosopie unterrichtet und plötzlich unter den Verdacht gerät, einen Teenager entführt zu haben. Welche Auswirkungen hat ein solcher Verdacht auf die Familie, den Beruf und seine unmittelbare Umwelt - von ihm selbst ganz zu schweigen.
Aufgrund der Inhaltsangabe hatte ich einen spannenden Thriller erwartet, obwohl die Leseprobe schon vermuten lies, dass auch die Philosopie nicht zu kurz kommen würde. Ich hatte es mir wirklich spannend vorgestellt, wie der friedliche Professor alles daran setzt, seine Unschuld zu beweisen, wie sehr seine Ruhe auf die Probe gestellt werden würde. Nichts davon traf zu. Der Professor bleibt ruhig, seine Frau nicht ganz so und bei den Kinder gibt es dann mal Streit, aber im großen und ganzen bleibt es philosophisch ruhig. Dieses Buch war eine echte Herausforderung für mich, denn Spannung habe ich nicht gefunden. Da der Autor jedoch wirklich einen guten Schreibstil hat, kann es dem einen oder anderen doch gefallen. Für mich fehlte die Spannung zu sehr und auch der Schluss hat mir nicht gefallen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Atmosphäre
  • Spannung
  • Psychologie
  • Erzählstil