Langwierig
How to kill your familyLeider hat mich das Buch eher enttäuscht. Ich hatte einen spannenden Thriller erwartet, doch letztlich las es sich mehr wie ein erzählender Roman.
Wir begleiten Grace dabei, wie sie sich an ihrer gesamten ...
Leider hat mich das Buch eher enttäuscht. Ich hatte einen spannenden Thriller erwartet, doch letztlich las es sich mehr wie ein erzählender Roman.
Wir begleiten Grace dabei, wie sie sich an ihrer gesamten Familie rächen möchte und nach und nach jedes Mitglied umbringt. Gleichzeitig verbringen wir Zeit mit ihr im Gefängnis, wo sie für eine Tat sitzt die sie gar nicht begangen hat.
Ich mochte Grace Humor und ihre Cleverness, besonders bei der Planung und Ausführung der Morde. Sie achtet auf viele Details, um nicht erwischt zu werden. Die Kapitel in denen die Morde beschrieben werden fand ich auch spannend – sie sind mit Abstand die interessantesten Abschnitte des Buches.
Der Schreibstil von Bella Mackie ist allerdings sehr erzählend – Show, don't tell fehlt hier leider oft, wodurch das Buch recht trocken wirkt. Es gibt viele ausschweifende Beschreibungen und Details, sodass ich manche Passagen sogar übersprungen habe. Im Grunde weiß man von Anfang an was passieren wird, was die Spannungskurve ziemlich flach hält. Besonders die Sequenzen im Gefängnis und die langen inneren Monologe haben mich nicht überzeugt, da sie teilweise einfach langweilig wirkten und mir der Sinn dahinter nicht immer klar wurde.
Am Ende gab es zwar noch einen spannenden Twist, aber insgesamt konnte mich das Buch leider nicht überzeugen obwohl ich die Idee dahinter sehr interessant fand.