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Veröffentlicht am 07.12.2018

Sehr gelungene Fortsetzung

Iskari - Die gefangene Königin
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Den ersten Teil über Asha und Torwin habe ich geliebt. Die Charaktere Roa und Dax hat man im ersten Teil schon ein bisschen kennen gelernt.


Kristen Ciccarelli hat einen wunderschönen Schreibstil und ...

Den ersten Teil über Asha und Torwin habe ich geliebt. Die Charaktere Roa und Dax hat man im ersten Teil schon ein bisschen kennen gelernt.


Kristen Ciccarelli hat einen wunderschönen Schreibstil und entführt den Leser an tolle Orte innerhalb der Geschichte. Sowohl die Wüste als auch der Palast haben mir als Setting sehr gut gefallen. Man erfährt viel über die Kultur des Buschlandes und der verschiedenen Häuser. Die Autorin beschreibt schöne Bräuche und Rituale, besonders die "Losgabe" spielt eine große Rolle in der Geschichte. Durch die vielen Details wirkt die Geschichte lebendig und ließ sich so noch besser verfolgen.

Jedes Kapitel startet mit einem Rückblick in die Vergangenheit oder mit einer Sage des Buschlandes. Ich habe mich immer auf diese Kapitel gefreut und wollte immer mehr über Roa und ihre Geschichte erfahren.


Die Protagonistin Roa mochte ich extrem gerne. Sie ist eine tolle, starke Figur, die alles für ihr Volk tun würde und ihre Schwester Essie über alles liebt. Die Geschichte über Essie hat mich sehr berührt und war schön zu verfolgen.


Dax mochte ich schon im ersten Teil sehr gerne. In diesem war er allerdings sehr schwer zu durchschauen. Er schien sich sehr verändert zu haben und woran das liegt, hat man erst gegen Ende erfahren.

Generell sind die Charaktere sehr schwer zu durchschauen, jeder scheint etwas zu verbergen zu haben und man weiß nie, wer auf welcher Seite steht. Die Figuren sind mit tiefgründigen Hintergrundgeschichten gut und glaubwürdig gestaltet. Auch die Beweggründe der "bösen" Figuren waren gut nachvollziehbar.

Das Buch steckt voller Lügen, Intrigen und überraschenden Wendungen.


"Iskari - Die gefangene Königin" ist ein recht ruhiges Buch ohne viel Action und mit unterschwelliger Spannung. Dennoch hat es mich von Anfang an bis zum Ende gefesselt. Roa als eine "gefangene Königin", die zwischen Herz und Verstand entscheiden muss und zudem mit vielen politischen Problemen und Entscheidungen zu kämpfen hat.


Im Gegensatz zum ersten Band spielen Drachen nur noch eine kleine Rolle und haben nur kurze Auftritte. Ein kurzes Wiedersehen mit Asha und Torwin gibt es natürlich auch. Ich hätte allerdings gerne mehr von ihnen gelesen, verstehe aber, warum die Autorin es kurz gehalten hat.


Fazit:

Insgesamt eine wunderschöne Fortsetzung von "Iskari". Allerdings mochte ich die Geschichte von Asha noch ein Tick mehr. Dennoch kann der zweite Teil mit seinen tiefgründigen Figuren und der spannenden Handlung auf jeden Fall mithalten. Ich bin gespannt, um welche Charaktere es in dem Abschluss der Trilogie gehen wird.

Veröffentlicht am 07.12.2018

Großartige Idee, Umsetzung ausbaufähig

The Last Border
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Der Klappentext hat mich direkt angesprochen. Feminismus ist ein sehr wichtiges Thema, womit ich mich gerne beschäftige. Ich war also sehr gespannt auf die Umsetzung in dem Buch.

Der Einstieg in die Geschichte ...

Der Klappentext hat mich direkt angesprochen. Feminismus ist ein sehr wichtiges Thema, womit ich mich gerne beschäftige. Ich war also sehr gespannt auf die Umsetzung in dem Buch.

Der Einstieg in die Geschichte war großartig. Man lernt die Welt, die Protagonistin Hannah und ihre Familie sowie ihre derzeitige Situation kennen und ist schockiert. Hannah lebt in Frankfurt, einige Jahre in der Zukunft. Aufgrund verschiedener Umstände wurden die Frauen unterdrückt und verloren ihre Rechte. Die Protagonistin lebt mit ihrer Mutter, ihrem Bruder und ihrem Stiefvater, der ein hohes Tier der Regierung ist, zusammen und hatte bisher ein recht ruhiges Leben. Wenn sie das Haus verlässt, muss sie sich verhüllen. Zur Schule gehen darf sie nicht. Auch zuhause muss sie aufpassen, was sie sagt um ihren Stiefvater nicht gegen sie aufzubringen.
Eines Tages lernt sie Sayed kennen, mit dem sie sich öfters heimlich trifft. Mit ihm fühlt sie sich endlich wertvoll und wie ein Mensch.

Es war sehr schön zu verfolgen, wie Hannah langsam aufblüht, sich verändert und sich verliebt. Sayed mochte ich gerne, er zeigt viel Verständnis und Respekt, geht liebevoll mit Hannah um, ist aber dennoch stets vorsichtig. Auch Hannahs Mutter ist einfach wundervoll. Sie schützt und unterstützt ihre Tochter, wo sie nur kann.
Die ersten 150-200 Seiten habe ich regelrecht weg gesuchtet. Die erste Hälfte war schön und grausam zugleich, es hat mich gepackt und berührt. Zu dem Zeitpunkt dachte ich: "YES, eindeutig ein 5 Sterne Buch!"

Leider hat es danach ziemlich abgebaut. Vielleicht lag es daran, dass ich die zweite Hälfte erst ein paar Tage später gelesen habe, ich weiß es nicht.
Auf jeden Fall ging mir Hannah immer mehr auf die Nerven. Sie ist sehr undankbar, handelt oft sehr unvorsichtig und dumm, geht Sayed wegen Kleinigkeiten stark an und wirkt wie ein schwaches und hilfloses Mädchen, wie sie auch häufig von anderen Figuren bezeichnet wird. Sie versteht nicht, warum es wichtig ist, Widerstand zu leisten und sich gegen die Umstände aufzulehnen. Sie wünscht sich zwar Veränderungen, möchte aber nicht wirklich etwas dafür tun. Erst am Ende hat sich ihr Denken verändert.
Die Nebencharaktere hingegen haben mir gut gefallen. Besonders Sam hat es mir angetan. Ehrlich gesagt hätte ich mir sie als Protagonistin gewünscht. Ihre Geschichte und ihr Charakter hatte so viel Potential. Sie ist eine tolle starke Frau und war mein liebster Charakter. Aber leider war sie eben nicht die Protagonistin.

Die Handlung zieht sich gegen Mitte/Ende des Buches sehr stark. Gefühlt wurde nur gejammert und geweint, was ich als extrem anstrengend und nervig empfunden habe. Das Ende war aber sehr schön, wobei der Epilog mir nicht ganz so gut gefallen hat. Der war nicht ganz so gut durchdacht.

Die dystopische Welt verknüpft viele düstere Elemente aus der Nazi Zeit, der DDR und der Flüchtlingskrise. Das Szenario wirkt in sich stimmig. Ich denke nicht, dass sowas wirklich passieren könnte, aber eine Dystopie muss ja nicht hundertprozentig realistisch sein. Das Buch gibt dem Leser auf jeden Fall genug Material zum Nachdenken. Es wird eine großartige Botschaft vermittelt und die Wichtigkeit der Freiheit wird gut deutlich.

Fazit:
Eine großartige Idee, dessen Umsetzung mich nicht vollkommen überzeugen konnte. Man hätte mehr daraus machen können mit einer stärkeren Protagonistin und weniger Gejammer. Dennoch wird eine wichtige Botschaft übermittelt, weshalb ich das Buch trotzdem empfehlen kann.

Veröffentlicht am 27.11.2018

WUNDERschön

Wie Eulen in der Nacht
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Ich habe mich sehr auf das neue Buch von Maggie Stiefvater gefreut, da mich bisher kein Buch von ihr enttäuscht hat. Allerdings war ich ziemlich ernüchtert, nachdem ich die vielen negativen Meinungen gehört ...

Ich habe mich sehr auf das neue Buch von Maggie Stiefvater gefreut, da mich bisher kein Buch von ihr enttäuscht hat. Allerdings war ich ziemlich ernüchtert, nachdem ich die vielen negativen Meinungen gehört habe. Deshalb bin ich quasi ohne Erwartungen an das Buch rangegangen und siehe da: Es konnte mich positiv überraschen.

Die ersten 60 Seiten waren etwas schwierig. Es wurden sehr viele Charaktere vorgestellt und aus einer allwissenden Erzählperspektive erzählt, sodass es mir schwer gefallen ist, in die Geschichte einzutauchen. Aber mit etwas Konzentration beim Lesen konnte ich mich doch darauf einlassen und ab dann war ich begeistert!

Erst mal zum Schreibstil. Wer schon mal ein Buch von Maggie Stiefvater gelesen hat, weiß, dass sie sehr ausschweifend schreibt und gerne mal 2 Seiten lang etwas beschreibt, was gar nicht wichtig für die Geschichte ist. Allerdings mag ich das sehr. Ich empfinde ihren Schreibstil als wunderschön und poetisch, sie erschafft so viele schöne Sinnbilder und verbindet das alles mit einem absolut genialen ironischen Humor.

In der Geschichte steht die Familie Soria, die auf einer Ranch in der Wüste Colorados lebt, im Vordergrund. Die Sorias haben die Gabe, Wunder bewirken zu können und damit die Dunkelheit in den Menschen zu entfernen. Deshalb kommen Pilger von überall her zu ihnen, um dieses Wunder zu erleben. Doch dieses hat immer seinen Preis: Sie müssen nämlich selbst mit ihrer inneren Dunkelheit kämpfen, um sie loszuwerden.
Diese Idee finde ich großartig und wurde toll umgesetzt! Ängste und Probleme verschwinden eben nicht von alleine oder durch ein Wunder. Das Buch vermittelt in dieser Hinsicht eine sehr wertvolle Botschaft!

Die Handlung ist leicht skurril. Denn ein Wunder wirkt sich immer unterschiedlich auf die Menschen aus. So hat der eine plötzlich einen Kojotenkopf, eine andere steht dauerhaft im Regen und ein anderer wurde zu einem Riesen. Jede dieser Veränderungen hat eine Bedeutung und es hat mir viel Spaß bereitet, zu rätseln, wie es zu dem jeweiligen Wunder kam und wie der jeweilige Pilger seine Dunkelheit loswerden könnte. Manche waren sehr offensichtlich, bei anderen hingegen bin ich bis zum Ende nicht darauf gekommen.
Eulen spielen auch eine Rolle in der Geschichte. Sie fühlen sich nämlich von Wundern angezogen und sind daher immer präsent. Da ich Eulen liebe, hat mir das kleine Detail sehr gut gefallen.

Die Familie Soria ist ein wunderbar verrückter Haufen. Jeder hat seine eigenen Wünsche und Ängste und allesamt haben lustige Eigenheiten, die mich häufig zum Schmunzeln gebracht haben. Im Vordergrund stehen Beatriz, Joaquin und Daniel, die alle sehr unterschiedlich sind und trotzdem sehr gut miteinander harmonieren. Die Protagonisten und auch die Nebencharaktere sind sehr liebevoll gestaltet und ziemlich seltsam, was sie aber zu sehr besonderen und einzigartigen Figuren macht. Jede Figur wird bis ins kleinste Detail beschrieben, sodass man sie sehr gut kennen lernen konnte. Sie sind mir alle mit ihrer besonderen Art ans Herz gewachsen.

Ebenso toll wie die Charaktere ist die düstere und geheimnisvolle Atmosphäre. Das Buch spielt in den 60er Jahren in Amerika und dieses Feeling wird sehr gut beschrieben. Auch das Setting in der Wüste Colorados ist toll gelungen.

Fazit:
Mit den vielen besonderen Details, den einzigartigen Charakteren und der düsteren Atmosphäre konnte mich "Wie Eulen in der Nacht" voll und ganz überzeugen. Ich kann die negativen Rezensionen zwar nachvollziehen, aber in keiner Weise teilen. Ich habe mich in die Geschichte verliebt und jede Seite genossen! Zudem vermittelt das Buch eine tolle Botschaft. Mich hat Maggie Stiefvater wieder begeistern können und ich freue mich auf ihr nächstes Buch. Ich empfehle aber, vor dem Kauf die Leseprobe zu lesen, um zu gucken, ob der Schreibstil etwas für euch ist!
Einen halben Stern Abzug, wegen dem holprigen Einstieg.

Veröffentlicht am 18.11.2018

Konnte mich nicht packen

Still Broken
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Der Klappentext klang sehr vielversprechend und das Cover ist wunderschön. Von April Dawson habe ich bereits sehr viel Gutes gehört und war dementsprechend gespannt auf das Buch. Leider, leider konnte ...

Der Klappentext klang sehr vielversprechend und das Cover ist wunderschön. Von April Dawson habe ich bereits sehr viel Gutes gehört und war dementsprechend gespannt auf das Buch. Leider, leider konnte es mich nicht überzeugen.

Der Einstieg hat mir noch sehr gut gefallen. Norah startet am College und es kommt das typische Studentenfeeling auf. Aber schon die erste Begegnung von Norah und Max fand ich komisch. Sie rennen auf einer Party ineinander, Norah verspürt sofort ein Kribbeln und ist dann zutiefst beleidigt, als Max sie nicht weiter beachtet. Als sie bei der Studentenzeitung in der Redaktion einen Job anfängt, erfährt sie, dass sie mit Max zusammenarbeiten wird. Auch davon habe ich mir mehr erhofft. Ich dachte, es würde lustige Schlagabtäusche und hitzige Diskussionen geben, aber nichts. Stattdessen hat sich die Beziehung der beiden dermaßen rasant entwickelt, dass ich gar nicht mehr mitgekommen bin. Plötzlich fiel schon das erste "ich liebe dich" und dabei haben sie sich erst vor gefühlt zwei Tagen kennen gelernt. Es gab sehr viele Szenensprünge und so sind die Gefühle gar nicht bei mir angekommen und konnte sie somit auch überhaupt nicht nachvollziehen.

Auch die Beziehung zu Norahs besten Freundinnen konnte ich nicht fühlen. Generell sind die Nebencharaktere sehr blass geblieben, sodass ich keinen Bezug zu ihnen hatte.

Max als angeblicher Bad Boy hat mir leider auch nicht wirklich zugesagt. Er war überhaupt nicht "bad" (außer, dass er mit dem halben College geschlafen hat, was angesichts seiner Umstände gar keinen Sinn gemacht hat, weil er schließlich unsichtbar bleiben wollte), hatte keinen Charme und war mir einfach zu langweilig.

Norah konnte ich auch nicht so richtig leiden. Sie war schrecklich naiv und ich empfand sie als nervig. Während der Leser sich das Geheimnis von Max längst denken konnte, blieb Norah im Dunkeln.. Selbst Offensichtliches hat sie nicht erkannt. Zudem fand ich die Thematik mit ihrem Exfreund richtig unnötig. Sinn hat es auch keinen ergeben.. Mit ihm wollte sie in der Beziehung ein Jahr lang nicht schlafen, aber mit Max ist sie sehr schnell im Bett gelandet. Das hatte den Eindruck, als ob man hier unbedingt das Klischee Bad Boy und Jungfrau mit schrecklichem Exfreund haben möchte..

Das Buch ist in zwei Teile unterteilt: 60% spielen am College und 40% ein paar Jahre später. Während der erste Teil recht langweilig war, war der zweite schon deutlich spannender. Allerdings erschien mir die Handlung als so unrealistisch, dass ich das Buch nur noch beenden wollte. Die beiden haben sich jahrelang nicht gesehen, er hat sie von heute auf morgen ohne ein Wort verlassen, aber als sie sich wiedersehen, ist alles vergessen und die große Liebe ist zurück.
Generell wirkte die Handlung zu gewollt, zu konstruiert und es war einfach zu viel in Einem. Die Beziehung hat sich viel zu schnell entwickelt ohne großen Spannungsbogen, dann geht es noch um Vergewaltigung, Tod, Familiengeheimnisse und Mafia. Vor allem die Story mit der Mafia hat mir gar nicht gefallen, es wirkte überhaupt nicht realistisch und die enthaltenen Thriller Elemente waren sehr klischeehaft und schlecht ausgearbeitet.

Zum Abschluss aber noch etwas Positives, denn komplett schlecht und unlesbar war das Buch nicht. Der Schreibstil war sehr angenehm zu lesen, wodurch ich sehr schnell durch das Buch gekommen bin, obwohl es mich nicht richtig packen konnte. Zudem gab es einige sehr süße Szenen, wie das 1. Date, die Treffen mit ihren Freundinnen und Situationen mit ihrer Mitbewohnerin Rachel.

Fazit:
"Still Broken" konnte mich leider nicht überzeugen. Mir waren es zu viele Klischees, die Charaktere haben mir nicht gefallen und die Handlung wirkte zu konstruiert. Ich werde der Autorin aber noch eine zweite Chance geben und ein anderes Buch von ihr lesen. Dieses hier wurde bereits 1999 von ihr geschrieben, vielleicht lag es auch daran, dass es nicht meins war.

Veröffentlicht am 12.11.2018

Wunderschön!

Redwood Love – Es beginnt mit einer Nacht
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Wie ihr vielleicht wisst, habe ich die ersten beiden Bände der Trilogie geliebt. Von Anfang an war ich ein Fan von dem mürrischen Drake und war sehr gespannt auf seine Geschichte.

Gleich vorneweg: Drakes ...

Wie ihr vielleicht wisst, habe ich die ersten beiden Bände der Trilogie geliebt. Von Anfang an war ich ein Fan von dem mürrischen Drake und war sehr gespannt auf seine Geschichte.

Gleich vorneweg: Drakes und Zoes Geschichte ist mein Favorit aus der Reihe. Hier hat einfach alles gestimmt. Die Figuren sind toll, die Handlung ist schön und die Atmosphäre gewohnt gemütlich.

Die Hundefriseurin habe ich schon in den vorherigen Bänden ins Herz geschlossen. Sie hat es nicht ganz so leicht im Leben, denn ihre Mutter ist an Demenz erkrankt und erkennt ihre Tochter nicht mehr wieder. Zoe hat sich entschieden, ihre Mutter zuhause selbst zu pflegen, doch ihr geht es immer schlechter. Einst hatte Zoe große Träume, doch diese hat sie mittlerweile aufgegeben. Sie glaubt nicht mehr daran, dass sie jemals wahr werden könnten.
Zoe ist eine starke, unabhängige und unglaublich sture Frau, was Drake häufig in den Wahnsinn treibt. Ich liebe ihre taffe Art mit dem sarkastischen Humor, aber auch ihre verletzliche und traurige Seite. Ich konnte mich voll und ganz in sie hineinfühlen, auch wenn ich selbst keine Erfahrungen mit dem Thema Demenz habe. Kelly Moran hat dem Leser die Thematik hervorragend nahe gebracht.

Der Tierchirurg Drake ist tatsächlich so wundervoll, wie ich es mir schon gedacht habe. Ich glaube, ich habe mich auch in ihn verliebt! :D Vor vier Jahren ist seine geliebte Frau Heather gestorben, mit der er seit der Highschool zusammen gewesen ist. Seitdem versucht er, ihren Tod zu verarbeiten, wobei ihm Zoe sehr geholfen hat. Sie war immer für ihn da und hat ihn in der schweren Zeit unterstützt. Doch da war nie mehr als Freundschaft, bis er immer wieder ein Kribbeln in ihrer Nähe spürt. Auch Zoe spürt dieses Kribbeln, doch sie ziert sich vor einer Beziehung. Allerdings hat sie nicht mit Drakes Kampfgeist gerechnet, der mit allen Mitteln versucht, sie von ihrem Glück zu überzeugen.

Ich liebe diese Geschichte. Drakes Gesten sind so süß, dass einem das Herz beim Lesen aufgeht. Das Buch hat eine richtige Portion Drama, viel Gefühl und eine wunderschöne Wohlfühlatmosphäre. Es gibt viele schöne und lustige Momente, aber auch einige traurige und ernste Szenen. Insgesamt war es einfach perfekt.

Die Figuren aus den anderen Bänden spielen natürlich auch wieder eine Rolle, was die Geschichte schön abgerundet hat. Aber im Vordergrund stehen ganz klar Drake und Zoe.

Hervorheben möchte ich auch, dass das Hobby Baseball der Protagonisten wunderbar eingebunden wurde. Als Leser war man bei einigen Spielen dabei, die sehr viel Spaß gemacht haben. Man hat auch die beiden Spieler Jason und Parker kennen gelernt, die in folgenden Redwood Bänden die Hauptrolle spielen sollen.
Ich bin etwas traurig, dass die Trilogie vorerst vorbei ist, freue mich aber schon sehr auf die Fortsetzungen!

Fazit:
Ein wunderschöner Abschluss der Trilogie rund um die O'Grady Brüder und mein persönlicher Favorit. Die Geschichte ist rundum stimmig, die Charaktere sind wundervoll und die Handlung perfekt zum Mitfiebern. Wer die Trilogie noch nicht kennt: Lest sie unbedingt, ihr werdet es nicht bereuen!