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Veröffentlicht am 31.12.2019

Toller Start, hervorragende Sprecherin, aber dann wird es unglaubwürdig

Todesfalle
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Karen Rose gilt als Meisterin des Thrillers und da ich die Sprecherin Sabina Godec gerne höre, fand ich es einen guten Grund Karen Rose eine Chance zu geben.

Die 11-jährige Jazzie wurde von ihrer Mutter ...

Karen Rose gilt als Meisterin des Thrillers und da ich die Sprecherin Sabina Godec gerne höre, fand ich es einen guten Grund Karen Rose eine Chance zu geben.

Die 11-jährige Jazzie wurde von ihrer Mutter vom Ferienlager nicht abgeholt, nicht ganz so erstaunlich, seit der Trennung ihrer Eltern vor drei Jahren. Traurig und erschöpft kehrt sie in die kleine bescheidene Wohnung zurück, in der sie seit dem Fortgang des Vaters mit ihrer kleinen Schwester, ihrer Mutter und ihrer Großmutter wohnt, zurück. Doch ihre Mutter hat sie weder vergessen, noch hat sie sich sinnlos betrunken. Sie liegt erschlagen auf dem Wohnzimmerboden, herausgeputzt für die Abschlussveranstaltung des feinen Camps. Als Jazzie Geräusche hört, versteckt sie sich und sieht den Mann, der für ihr Unglück verantwortlich ist. Sie bleibt weiterhin ganz ruhig, um sich und ihre Schwester zu schützen. Fortan, wird sie schweigen.

Die Schwestern kommen in ein Reittherapieprogramm von Staatsanwältin Daphne. Nach und nach fasst Jazzie zu der jungen Praktikantin Taylor Vertrauen, die selbst vor kurzem ihr Mutter verloren hat. In einer Geheimoperation soll Taylor sich mit dem Mädchen zum Eisessen treffen, fernab von den Pferden, die Jazzie Angst machen. Doch so geheim ist der Plan nicht und der Tod der Schwestern und Taylor vom Täter längst beschlossen.

Sabina Godec hat mich nicht enttäuscht. Ihre Stimme ist einfach ein Genuss, in ihrer Wandelbarkeit und Wärme. Sie variiert und betont, so dass es nie monoton wird, sondern sie die Spannung optimal aufbauen kann. Einigen Schwächen des Werkes vermag aber auch sie nicht mehr Tiefe zu verleihen. So verknüpft die Autorin wohl gerne einen packenden Thriller mit einer Liebesgeschichte, wogegen ich nichts einzuwenden habe. Aber hier ging es mir viel zu schnell. Beide jungen Protagonisten sind schwer traumatisiert. Die junge Taylor ist 23 Jahre alt, aber so behütet aufgewachsen, dass sie noch nie einen Freund hatte. Doch kaum trifft sie auf Ford, der seit seiner großen Enttäuschung vor 2 Jahren kein Interesse an Frauen hatte, ist sie entflammt und kann die Finger nicht von ihm lassen. Ford ist so fasziniert von ihrer Nervenstärke und Umsicht, dass er mitten im Kugelhagel die Erektion seines Lebens bekommt. Das halte ich bei einem Kerl Mitte 20 für unwahrscheinlich... Auch ansonsten scheinen hier die X-Men mit am Start zu sein. Staatsanwältin Daphne hat mit Spendengeldern eine Farm für therapeutisches Reiten eingerichtet, auf der sämtliche Helden der vier bisherigen Bände arbeiten. Dies ist sicher ein echtes Schmankerl für Fans der Reihe, aber gerade so geballt auf einem Haufen, fühlt sich der Hörer von so viel Schönheit, Mut, Klugheit, psychologischem Feingefühl, Leidenschaft und wohlgesetzten Dialogen nicht ganz ernst genommen. Alle Liebespaare der vergangenen Bände verzehren sich noch vor Lust aufeinander.... Sorry, ich wollte einen lebensnahen Thriller...keine Fantasien mit rosa Herzchen.

Das Cover und seine schlichte Gestaltung hat mich sofort angesprochen. Auch der Einstieg ist wirklich packend, so dass ich sofort weiterhören wollte und mit den Vorgängern der Reihe geliebäugelt habe. Es wurde mir nur einfach nach einer Weile einfach zu schematisch und vorhersehbar. Dennoch habe ich mich Dank der Interpretin nie gelangweilt. Ich bedauere es nicht es gehört zu haben, unterhalten hat es mich schon, aber dass es aus der Masse positiv hervorsticht, kann ich leider auch nicht behaupten. Allerdings kann ich mir schon vorstellen, dass es für Fans der Reihe interessant ist, zu erfahren, was aus den Helden der Vorgängerfälle geschehen ist. Aber dass diese nun alle glücklich und zufrieden wie eine große fruchtbare Familie zusammenleben, absolut politisch korrekt, war mir als Neuling einfach zu viel des Guten. Dabei blieben die Charaktere zudem farblos. Es waren auch einfach zu viele Figuren, um ihnen Tiefe zu geben. Zu oft handeln sie für mich auch nicht nachvollziehbar, insbesondere glaube ich nicht an so innige Gefühle binnen 48 h, denn länger ist dieser Zeitraum der großen Durchbrüche und Emotionen nicht.

Leider konnte mich mein erster Fall von Karen Rose nicht überzeugen. Zu blass blieben die Charaktere, die mich auch nicht zu überraschen vermochten, dennoch war es nie langweilig, weshalb ich das Hörbuch Dank der brillanten Sprecherin als mittelmäßig empfinde.

Ich bedanke mich ganz herzlich für mein Hörrundenexemplar und die Möglichkeit Karen Rose kennenzulernen bei Lübbe audio und der lesejury.

Hier findet Ihr eine Hörprobe:
https://www.luebbe.de/luebbe-audio/hoerbuecher/thriller/todesfalle/id_7648097

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Veröffentlicht am 31.12.2019

Heldin wider Erwarten

Northanger Abbey
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Catherine Morland ist jung und ziemlich durchschnittlich. Sie ist als älteste Tochter eines kinderreichen Landpfarrers aufgewachsen, der weder reich noch arm ist. In ihrer Gegend gibt es weder Landadel ...

Catherine Morland ist jung und ziemlich durchschnittlich. Sie ist als älteste Tochter eines kinderreichen Landpfarrers aufgewachsen, der weder reich noch arm ist. In ihrer Gegend gibt es weder Landadel noch sonstige Familien, mit denen sich ein gesellschaftlicher Umgang anbieten würde. Obwohl sie mittlerweile im gesellschaftsfähigen Alter ist, würde ihr Leben unbedeutend weiterlaufen, hätte sie nicht Mrs. Allen, die gutmütige und oberflächliche Gattin des größten Landbesitzers ihrer Heimatgemeinde, ausersehen, sie nach Bath zu begleiten. Catherine, die als Wildfang aufwuchs, ist mit den Gebräuchen der besseren Gesellschaft nicht sonderlich vertraut und leicht zu beeindrucken. Das zeigt sich auch in ihrer Vorliebe für die 1794 so modernen und beliebten Schauerromane. In jeder freien Minute verschlingt sie Udolpho, statt sich mit schicklichen oder lehrreichen Betrachtungen oder Lyrik zu beschäftigen. In Bath kennt ihre Gönnerin anscheinend niemanden und so ist Catherine hocherfreut, als der ebenfalls durchschnittlich ausschauende, aber sehr wohlerzogene Mr. Henry Tilney sie zum Tanz auffordert. Fortan romantisiert sie von ihm, doch er scheint Bath verlassen zu haben. Dafür trifft Mrs. Allen eine liebe Schulfreundin wieder, deren älteste Tochter Isabella, unverzüglich die junge Pfarrerstochter zu ihrer Busenfreundin ernennt. Wohl ahnt sie schon, daß deren Bruder und der ihrige enge Studienfreunde sind.

Dieser Gesellschaftsroman nimmt wie kaum ein anderer von Jane Austens Werken, die Gesellschaft, die Rolle junger Mädchen und den damaligen literarischen Geschmack aufs Korn. Diese Heldin hat eine überschäumende Fantasie und leider ist sie allzu leicht zu beeindruckend. Sie traut ihren Mitmenschen fast nur das Beste zu, auch wenn ihr Verhalten eigentlich das Gegenteil erkennen lässt. In ihrer Unbekümmertheit und Neugierde, war vor über zwanzig Jahren, dies mein Lieblingsroman, einer meiner Lieblingsautorinnen. Doch inzwischen, hat sich mein Geschmack etwas gewandelt. Jane Austens spitze Feder, die sich selbst den Erwartungen an die Rolle von Frauen in ihrer Zeit widersetzte, vermag mich noch immer zu amüsieren. Das große Unrecht, daß der armen Catherine jedoch widerfährt, die anscheinend kaum einer um ihrer selbst willen schätzt (ja, sie hat weder den Esprit von Emma, noch den scharfen Verstand von Eliza Bennett oder das milde Gemüt und treffsichere Urteilsvermögen einer Anne Elliot) stimmt mich etwas traurig. Auch wenn Mr. Henry Tilney und seine Schwester Eleanor sich über diese Schmähung empört zeigen, da sie nicht in Catherine Verhalten oder Wesen begründet sind, sondern einfach auf falschen Erwartungen fußen. Natürlich wandelt sich letztendlich alles zum Guten und die Heldin vertraut den wahren, statt den allzu überschwänglichen und doch wankelmütigen Freunden. Catherine hat ein gutes Herz, aber noch nicht wirklich gelernt, diesem recht zu vertrauen. Das macht sie aber irgendwie umso liebenswürdiger.

Fritzi Haberlandt, die selbst ebenfalls keine klassische Schönheit, aber alles andere als Durchschnitt ist, lässt mit ihrer ironisch, freundlichen Lesung Catherine vor dem geistigen Auge des Zuhörers erwachsen. Etwas spröde, sehr naiv, aber stets bemüht und freundlich, führt Fritzi Haberlandt beschwingt durch das gesellschaftliche Bath und seine Sitten und Gebräuche, um dann in das schaurig schöne und doch eigentlich ziemlich durchschnittliche Northanger Abbey zu entführen. Sie kitzelt mit ihrer Stimme aus diesem Klassiker Catherines Jugendlichkeit und Jane Austens Schmunzeleien über verbreitete Ansichten und Verhaltensweisen ihrer Zeit und ihres Standes hervor und verknüpft sie zu einem vergnüglich-geistreichen Hörerlebnis. Auch wenn es eine eigentlich konventionelle Aschenputtelgeschichte auf den ersten Blick zu sein scheint, macht es die Sprachgewandtheit von Jane Austen und der humorvoll, frische Schwung von Fritzi Haberlandt zu einer zeitlosen und doch kritischen Romanze mit Niveau.

Der Roman wurde sehr feinfühlig gekürzt und auch wenn dieses Hörbuch nur halb so lang dauert, wie die übrigen in ungekürzter Form: Northanger Abbey ist auch als Buch deutlich kürzer als ihre übrigen Werke... Der Geist und der Feinsinn, sowie die sprachliche Eleganz blieben erhalten, auch wenn mich gerade zu Beginn die Übersetzung bisweilen ein wenig die Stirn runzeln ließ. Einige Begrifflichkeiten wirkten auf mich angestaubter als die über 200 Jahre alte Vorlage. Schade, denn im Übrigen lässt diese Umsetzung nichts zu wünschen übrig. Aber, es ist die einzige Übersetzung des Werkes, die ich kenne, da ich die Buchvorlage mehrmals im Original gelesen habe. Dennoch ist es ein äußerst empfehlenswertes Hörbuch und auch zum Einstieg in die Welt des Landadels von Jane Austen geeignet.

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Veröffentlicht am 26.12.2019

Sehr entspannend

Entspannung für Kinder. Melodien zum Einschlafen und Träumen
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Die Reihe „Die Meditiere - Entspannung für Kinder“ widmet sich einem wichtigen Thema: Kindern in dieser hektischen Zeit der Reizüberflutung Aus-Zeiten und Ruhe zu verschaffen. Schon früh sollen Kinder ...

Die Reihe „Die Meditiere - Entspannung für Kinder“ widmet sich einem wichtigen Thema: Kindern in dieser hektischen Zeit der Reizüberflutung Aus-Zeiten und Ruhe zu verschaffen. Schon früh sollen Kinder lernen, sich bei Bedarf zurückzuziehen und zu Ruhe zu finden und dadurch neue Kraft zu finden.

Diese CD ist gedacht für Kinder ab 2 Jahren und enthält 12 bekannte Spieluhrmelodien wie „Alle meine Entchen“ und „Weißt du, wie viel Sternlein stehen?“. Das ist etwas langweilig, aber das ist ja der Sinn der Sache. Langeweile, die inzwischen ziemlich gefürchtet ist, bringt Zeit für sich selbst und Ruhe.

Wir hatten schon mal eine derartige CD, die wir von Freunden aus deren Bestand bekamen. Sie hat bombig gewirkt, auch bei noch jüngeren Kindern. Der Vorteil gegenüber Spieluhren ist, dass man einen Tonträger inzwischen meistens programmieren kann, hinsichtlich der Laufzeit und der Reihenfolge. Wenn man weiß, welche Melodien beim eigenen Kind besonders gut wirken, kann man diese auf Wiederholung stellen oder die Reihenfolge umprogrammieren.

Zusätzlich zu den Melodien bietet das Booklet auch 3 Entspannungsübungen, die Kinder unter Anleitung von Erwachsenen in Kombination mit den Melodien ausprobieren können. Illustriert sind diese Anregungen im fröhlichen Schafslook, den auch auch das Cover aufweist. Diese sind sehr gut und verständlich erklärt und so einfach, dass man sie wirklich auch mit Kindern ab 2 Jahren nachmachen kann. Dadurch wird der Entspannungseffekt noch verstärkt und erste Meditationserfahrungen gesammelt. Übt man es oft genug, können Kinder es später auch selbstständig anwenden (wenn sie älter sind). Mit genügend Training können Eltern diese Übungen bei Erkennen einer akuten Reizüberflutung auch unabhängig von der CD anwenden und erst Mal die Melodie zur Einstimmung summen (die Lieder sind ja allgemein bekannt) und dann das jeweilige Ritual starten z.B. „Schlafpunkt“ oder „Power Entspannung“ „Grimassen Schneiden“.

Uns hatte die Vorgänger-CD so gut geholfen, dass auch wir sie weitergaben, an jüngere Kinder, die nicht einschlafen konnten/wollten. Auch mit dieser CD ist unsere Jüngste (10) eine Woche lang prima eingeschlafen, bis sie meinte, nun wäre es ihr aber zu langweilig, sie möge lieber Traumreisen. Kein Problem, diese gibt es auch bei den Meditieren und richtet sich an Kinder, die etwas älter als 2 Jahre sind.

Es funktioniert sehr gut und wenn Eltern völlig verzweifelt sind, weil die Kinder völlig überdreht sind, gerade nach den Feiertagen und an Sylvester, dann kann diese CD ein wahrer Segen sein. Es ist aber wichtig, dass die Eltern eine positive Grundeinstellung sowohl zu Meditation, als auch zu Spieluhrmelodien haben. Wenn die Eltern diese Möglichkeit von Anfang an ablehnen, merken dies auch schon ganz kleine Kinder und die gewünschte Ruhe stellt sich nicht so gut ein. Entspannung beginnt meist im Kopf und dieser sollte möglichst leer sein.... Diese Melodien sind sanft und freundlich und erleichtern ungemein zu Entschleunigen und das Bewusstsein auszuschalten. Wenn sich die Eltern zum Kind dazu legen und mithören, riskieren sie selbst auch einzuschlafen, so entspannend wirkt es ;)

Ein schönes Entspannungsprogramm, das auf die Bedürfnisse von kleinen Kindern zugeschnitten ist und mit dem man mitwachsen kann, indem man später die Möglichkeit hat auf die Traumreisen der Meditiere umzusteigen.

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Veröffentlicht am 19.12.2019

Activity-Book, nicht wirklich Comicroman

Tom Gates, Band 16
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Tom Gates ist eine erfolgreiche englische Comicroman-Reihe und sehr gut geeignet für Lesemuffel ab 8 Jahren. Tom kritzelt und bastelt gerne und gibt die Hoffnung nicht auf, dass seine Band die DogZombies ...

Tom Gates ist eine erfolgreiche englische Comicroman-Reihe und sehr gut geeignet für Lesemuffel ab 8 Jahren. Tom kritzelt und bastelt gerne und gibt die Hoffnung nicht auf, dass seine Band die DogZombies (jaaaa, er träumt von einem eigenen Hund, doch seine große Schwester Delia ist gegen Hundehaare allergisch!) eines Tages doch noch erfolgreich sein wird. Sein bester Freund ist Derek von nebenan, während Marcus echt nervt. Eine Woche Schulferien + ein Konferenztag stehen bei Tom an und Mr. Fullerman überrascht seine Klasse mit der Aufgabe, sie mögen doch bitte nichts tun, Spaß haben und sich erholen, deswegen bekämen sie keine Hausaufgaben auf. Tom und seine Freunde sind happy, seine Eltern nicht, denn sie haben sich diese Woche leider falsch im Kalender notiert und nun keine Betreuung für ihn organisiert. Seine große Schwester hat nicht frei und kann daher nicht auf ihn aufpassen. Derek ist unterwegs und so wird Tom in den Ferien mal hierhin und mal dahin geschoben, mit jeder Menge Zeit für Kreativität, dieauch gerne ausübt z.B. im Büro seiner Mutter, indem er den ersten Tag verbringen soll. Natürlich läuft das nicht immer alles so, wie seine Eltern sich das vorgestellt haben. Zeit für Chaos hat Tom ja immer. So ist Tom fast jeden Tag woanders und lässt sich neue lustige Dinge einfallen!

Dieses Buch ist nicht wie die übrigen Tom Gates Comicromane, die ja auch sonst nicht ganz so viel Text haben, es aber schaffen, absolute Lesemuffel dazu zu bringen freiwillig ein Buch in die Hand zu nehmen. Gut, etwas Tom-Story gibt es hier schon, sie ist auch wieder turbolent und witzig, natürlich mit allen Figuren aus dem Tom-Kosmos, es ist aber vor allem ein Kreativitäts- und Beschäftigungsbuch. Da ja aktuell auch wieder die Ferien vor der Tür stehen, ist es eigentlich perfekt für das aktuelle Regenwetter. Es gibt ganz viele Kritzeleien zum Vollenden und auch freie Seiten zum Selberkritzeln, aber auch mehrere Anleitungen für Basteleien und sogar zum Backen. Die Idee mit dem Wollmonster ist nicht neu, das machen meine Kinder auch mit Hingabe und auch ich damals schon, aber die Technik, die hier verwendet ist, besticht durch seine Einfachheit und durch den ökologischen Gebrauch von Ressourcen. Natürlich kann man mit den Wollbommeln auch anderes machen, aber bei Tom müssen es logischerweise Monster werden! Es gibt noch Anleitungen für Comicmappen, Lesezeichen, Türschilder zum Weitermalen und Ausschneiden, Bilderrahmen, Aufstellmonster, Kartentricks, Regenrasseln, Daumenkinos.... Gut, es ist nicht alles neu, aber alles ist recht einfach zu machen, wenn auch manchmal zeitaufwendiger, aber mit Erfolgsgarantie. Außerdem sind die Anleitungen gut verständlich das sie nicht nur leicht verständlich beschrieben sind, sondern jeder Arbeitsschritt bebildert ist. Sicherlich werden den Lesemuffeln bei so viel Auswahl auch noch einige eigene Ideen kommen, wie sie sich kreativ beschäftigen können.

Die Zeichnungen stammen wieder aus der Feder der Autorin selbst, die ein großer Comic- und Kritzelfan ist. Sie sind wirklich lustig, da sie es schafft, mit nur wenigen Strichen eine Menge Ausdruck in die Gesichter zu zaubern. Selbst mit Sonnenbrille schafft Delia es noch grummelig drein zu blicken. Der Look des Buches ist absolut cool.

Zur Leseförderung ist dieser Band nur bedingt geeignet, aber es enthält so viele Anleitungen, die die Kinder auch lesen müssen, dass sie dabei automatisch auch lesen und gute Vorbilder für die beliebte Klassenarbeitsaufgabe: Beschreibungen haben....

Fazit: Zur Förderung der Kreativität spitze, als Leseanreiz etwas dürftig.

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Veröffentlicht am 17.12.2019

Fantastisch-rasantes Weihnachtsabenteuer

Die fantastischen Abenteuer der Christmas Company
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Freda Asmussen sitzt am 6. Dezember am Schreibtisch an ihren Hausaufgaben und würde lieber mit dem PC Rätsel oder Codes knacken, als das Telefon klingelt. Zu ihrem Erstaunen wird nach ihrem Kater Mr. Livingstone ...

Freda Asmussen sitzt am 6. Dezember am Schreibtisch an ihren Hausaufgaben und würde lieber mit dem PC Rätsel oder Codes knacken, als das Telefon klingelt. Zu ihrem Erstaunen wird nach ihrem Kater Mr. Livingstone verlangt! Dieser scheint tatsächlich zu wissen, was er zu tun hat und läuft geschmeidigen Schrittes aus dem Haus. Verwirrt schlüpft Freda in ihre Sneaker, keine Zeit eine Jacke überzuziehen und rennt ihm hinterher. Durch verwinkelte Gassen gelangen sie in eine alte Schusterei, in deren Keller es durch eine geheime Tür, an den Nordpol geht! Der Kater folgt dem Wegweiser zur Christmas Company. Erstaunt stellt Freda fest, dass die Weihnachtswerkstatt inzwischen hochmodern und durchstrukturiert ist. In Werkstätten und Hallen wird hektisch gearbeitet, aber sie werden zu einer Notfallsitzung mit internationalen Weihnachtsmann-Delegierten gerufen. Freda kann nur Staunen! Hacker sind in den Computer der Christmas Company eingedrungen und drohen mit dem Ende der Wunscherfüllung, wenn nicht rechtzeitig ihr Rätsel gelöst wird. Freda soll diese Aufgabe übernehmen, aber sie hat keinen blassen Schimmer wie sie sie erfüllen soll! Könnte doch jemand wahrsagen! Dieser Geistesblitz bringt den Chef auf die Idee, sie mit einer Schlittenhundexpedition nach Iskalott ins ewige Eis zum unheimlichen Myrkur Farandi und seinem weissagenden Raben Krumma zu schicken. Freda ist entsetzt, sie ist doch nur ein Kind und nun soll sie einen Hundeschlitten lenken, nur begleitet von ihrem Kater (der eine hochangesehene Persönlichkeit in der Christmas Company ist und sprechen kann), Kobold Jonker und dem knurrigen düsteren Engelchen Serafin. Für Freda beginnt ein ganz gefährliches, unplanbares Abenteuer!

Auch wenn viele nordische Sagen- und Weihnachtsgestalten dieses Rennen durchs ewige Eis mitgestalten, finde ich es spannend, geheimnisvoll, aber ohne die typische nordische schwere Düsternis. Es ist kein bedrückendes oder beklemmendes Buch. Freda ist ein glückliches Kind, das mit seinem Leben völlig zufrieden war, bis sie durch einen dummen Zufall Teil in den Kampf der Christmas Company gegen eine gemeine Verschwörung zur Abschaffung von Weihnachten hineingezogen wird. Unglücklich wird sie dann nicht, klar, sie hat bei all der Aufregung um sie herum auch gar keine Zeit dazu, aber sie ist als Teil dieser Rettungsmission für Weihnachten, ganz sicher kein ganz gewöhnliches Mädchen mehr. Allerdings fühlt sie sich noch immer so und hat daher stets Zweifel, ob sie die geeignete Teilnehmerin für dieses gefährliche und wichtige Unterfangen ist. Diese Geschichte ist vor allem aufregend und fantasievoll und gelegentlich auch witzig. Der Humor steht allerdings nicht an erster Stelle, sondern die Spannung und die Überraschung über all die vielen unbekannten Weihnachtsfiguren. Außerdem kann man bei der Altersgruppe ab 10 Jahren auch sicher sein, dass dieses waghalsige Abenteuer ein gutes Ende nehmen wird. Das ist auch gut so, denn Freda stolpert in haarsträubende Situationen, bei denen man echt als Leser befürchtet, dass es aus diesen kein Entkommen geben wird. Aber es endet sehr gut und das Ende ist wirklich stimmig und rundet das ganze Abenteuer ab. Allerdings passiert mehr mit Freda, als dass sie sich durch die Erlebnisse wächst oder reift. Viel passiert mit ihr einfach so, aus den Umständen heraus.

Dieses Buch finde ich wirklich außergewöhnlich schön gestaltet. Nicht nur das Cover sondern auch innen. Jedes Kapitel wird mit einer schön geschwungenen großen Zahl und einer scherenschnittartigen Vignette eines der geheimnisvollen Wesen die im jeweiligen Kapitel vorkommen, eingeleitet: in seiner Schlichtheit einfach bestechend schön. Hinten gibt es ein Glossar, das Winterfiguren und Weihnachtsbräuche erklärt. Das ist wirklich hilfreich, weil auch Kindern ab 10 Jahren das nicht immer so geläufig ist. Auch die nordischen Götter werden auf einer Seite vorgestellt. Umfassend und gründlich.

Ein weihnachtliches Fantasy-Abenteuer ab 10 Jahren, das mitfiebern lässt und an alte Weihnachtswesen erinnert. Es ist spannend und aufregend und lässt sich eigentlich den ganzen Winter über gemütlich im Warmen lesen, während wohlige Schauer den Rücken runter rieseln. Besinnlich ist es nicht, dafür ist einfach immer viel zu viel los. Mit christlicher Weihnacht hat dieses Buch auch nicht viel gemein. Es kommen zwar Perchten, Krampusse und die Lucia vor, nicht jedoch das Christkind.

Meine Jüngste meint: Note 1 -, es ist schon ziemlich lang und viel zu lesen und hat keine 24 Kapitel, sondern nur 22. Text genug für 24 Kapitel wäre schon da gewesen. Nun ja, es ist ein Buch, kein Adventskalenderbuch, das hat der Verlag auch nie behauptet. Es ist sprachlich bisweilen recht anspruchsvoll und richtet sich schon an geübtere Leser, die auch mit längeren Sätzen und bisweilen unbekannten Worten gut umgehen können. Dafür kann man sicher sein, dass man keinen sprachlichen Einheitsbrei vorgeetzt bekommt. Der Großen (12) fand es o.k., aber eigentlich hat sie aufmerksam zugehört.

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