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Veröffentlicht am 26.01.2025

Verzwickte Ermittlungen

Das Todesflüstern der Raben
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Bei: Das Todesflüstern der Raben von Frank Esser handelt es sich um den 3.Fall in der Jana Brinkhorst Krimi Reihe. Kriminalhauptkommissarin Jana Brinkhorst und ihr Team ermitteln in Hamburg und diesmal ...

Bei: Das Todesflüstern der Raben von Frank Esser handelt es sich um den 3.Fall in der Jana Brinkhorst Krimi Reihe. Kriminalhauptkommissarin Jana Brinkhorst und ihr Team ermitteln in Hamburg und diesmal erhalten sie unerwartet und eigentlich unerwünscht Hilfe von einem Aachener Kollegen. Dieser ist eigentlich beurlaubt, da er bei seinem letzten Einsatz schwer verletzt wurde und nun auf seine Eingliederung wartet. Vorher besucht er noch seinen Vater in Hamburg und findet seinen Onkel zerquetscht von der Hebebühne unter einem Oldtimer. Klar, dass er bei der Aufklärung mitmischen muss.
Jana sieht bei diesem Mordfall aber Parallelen zu zwei alten Fällen. Denn es wurde wieder ein Origami Rabe am Tatort zurückgelassen und bei den Spuren Bonsaierde gefunden. Helfen tun die Spuren allerdings nicht.
Durch geschickte Polizeiarbeit gelingt die Aufklärung, allerdings gibt es bis dahin noch einige Tote zu beklagen. Auch die offenen Fragen werden beantwortet, ohne das irgendetwas vom Autor im letzten Moment aus dem Hut gezaubert wird, was zur eigentlichen Aufklärung beigetragen hat.
Der angenehme Schreibstil und die kurzen Kapitel verleiten dazu, immer noch etwas weiter zu lesen als man eigentlich gerade wollte. Auch der Spannungsaufbau trägt dazu bei.
Ich kenne die Vorgängerbände nicht komplett und sind bei mir auch vom Inhalt nicht mehr ganz präsent. Aber das hat meinem Lesevergnügen nicht geschadet, mir fehlten keine Informationen und ich konnte der Handlung 'entspannt' folgen

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Veröffentlicht am 19.01.2025

Guter Beginn einer neuen Krimireihe

Eric Holler: Wo ist Lisa?
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Bei: Wo ist Lisa? Handelt es sich um den ersten Band der Krimireihe um den Privatdetektiv Eric Holler. Verfasst wurde es von dem Autor und Selfpublisher Roman Just. Da diese Bücher ohne Lektorat veröffentlicht ...

Bei: Wo ist Lisa? Handelt es sich um den ersten Band der Krimireihe um den Privatdetektiv Eric Holler. Verfasst wurde es von dem Autor und Selfpublisher Roman Just. Da diese Bücher ohne Lektorat veröffentlicht werden, bin ich immer skeptisch, ob ich sie lesen mag.
Bei diesem Krimi waren meine Bedenken aber nicht angebracht. Der Schreibstil war erst einmal etwas verwirrend, da der Autor sehr viele Informationen in einem Satz unterbringt. Dadurch fand ich den Beginn etwas hektisch und hätte gerne etwas mehr Informationen bezüglich der handelnden Personen gehabt. Aber nachdem sich alles etwas beruhigt hatte und ich der Handlung gut folgen konnte, kam das Lesevergnügen.
Zum Schluss klärt sich alles logisch auf, ohne übertriebenes Happyend.
Der Privatdetektiv findet in dem KHK Manfred Werthofen einen Gleichgesinnten und so werden die beiden bestimmt noch einige Fälle in Gelsenkirchen aufklären. Ich werde dranbleiben

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Veröffentlicht am 14.01.2025

Was geschah vor drei Jahren in Marbella?

Die Villa
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Was geschah vor drei Jahren in der Villa Floriana in Marbella? Aiofe und Nathan wollen heiraten, also muss ein Junggesellinnenabschied her. Dieser soll in Marbella stattfinden. Vier Freundinnen von Aiofe ...

Was geschah vor drei Jahren in der Villa Floriana in Marbella? Aiofe und Nathan wollen heiraten, also muss ein Junggesellinnenabschied her. Dieser soll in Marbella stattfinden. Vier Freundinnen von Aiofe und die Braut selbst mieten sich in der Villa Floriana ein und wollen Spaß haben. Organisiert hat Tiff das ganze und wie sich herausstellt, sind die anderen oft nicht mit den Programmpunkten einverstanden. Es läuft alles aus dem Ruder und zum Schluss ist die Villa total verwüstet und die Braut liegt tot im eigenen Blut. Dani hatte zu diesem Zeitpunkt einen Blackout und das beschäftigt sie auch Jahre später noch. War es ein Einbrecher oder wurde Aiofe ermordet? Es wurde kein Täter ausfindig gemacht.
So organisiert sie eine Gedenkfahrt nach Marbella mit den anderen drei Brautjungfern von damals. Sie mietet die selbe Villa und der Streit deshalb ist schon vorprogrammiert. Auch diesmal läuft alles aus dem Ruder. Es klärt sich zwar alles auf, aber glücklich kann niemand damit sein.
Die Handlungen der zwei Zeitebenen werden in kurzen Kapiteln erzählt. Danis Geschichte in Erzählerform, die Geschichten der anderen jeweils in Ichform. Der flotte Schreibstil und die gute Übersetzung führten dazu, dass ich das Buch vorübergehend nicht weglegen mochte, ich war zu neugierig, was noch passiert und was damals geschah. Ich kenne keine Junggesellinnenabschiede aus Erfahrung, war deshalb erstaunt, welche Mühen, Organisationen und Kosten auf die Teilnehmerinnen zukamen und in weit so etwas ausufern kann.
Eigentlich kein Thriller, wie ich ihn erwartet hatte, aber eine spannende Geschichte, welche mich in eine völlig fremde Welt entführt hatte.

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Veröffentlicht am 10.12.2024

Eine nette Begebenheit

Tee auf Windsor Castle
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In einer Doku über Queen Elizabeth II. Hatte ich eine nette Geschichte gehört. Bei einem Spaziergang in Balmoral hielt sie einen Plausch mit US Urlaubern, welche sie nicht erkannt hatten. Ob sie hier wohne ...

In einer Doku über Queen Elizabeth II. Hatte ich eine nette Geschichte gehört. Bei einem Spaziergang in Balmoral hielt sie einen Plausch mit US Urlaubern, welche sie nicht erkannt hatten. Ob sie hier wohne beantwortet sie mit: ja sie habe ein Haus in der Nähe und ob sie schon mal der Königin begegnet sei: nein sie selbst nicht, aber der Polizist in ihrer Begleitung hätte sie schon öfter gesehen.
Und so war wohl auch ihr Naturell. Fleißig und ihr Leben der Krone untergeordnet, aber immer zu Scherzen aufgelegt.
Deshalb kann ich mir die Geschichte: Tee auf Winsor Castle sehr gut vorstellen. Sie möchte gerne mal das wahre, einfache Leben kennenlernen. Ihre Beerdigung findet statt, Charles wird König und so verbringt sie ihren Lebensabend als pensionierte Bedienstete auf Windsor Castle. Als sich eine Teilnehmerin einer Schlossführung zu ihr in die Teestube verirrt, packt sie die Gelegenheit beim Schopfe und verbringt mit Kate, dem Überraschungsgast, ein paar vergnügliche Stunden.
Der Schreibstil war leicht und flüssig zu lesen, die beiden Hauptfiguren haben sich wunderbar ergänzt, obwohl sie ganz unterschiedlichen Schichten angehören. Der gegenseitige Respekt war zu spüren und beide waren neugierig auf neue Erfahrungen. Die 160 Seiten des kleinen Romans waren schnell und gerne gelesen und es gab kein kitschigen Ende, was der Geschichte sehr geschadet hätte.

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Veröffentlicht am 06.12.2024

Freunde

Die Goldene Schreibmaschine
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Ich hatte bisher noch kein Buch von Carsten Henn gelesen, mir vor kurzem die Verfilmung des Buchspazierers angesehen und dann sein ersten Kinderbuch entdeckt. Der Titel, Die goldene Schreibmaschine und ...

Ich hatte bisher noch kein Buch von Carsten Henn gelesen, mir vor kurzem die Verfilmung des Buchspazierers angesehen und dann sein ersten Kinderbuch entdeckt. Der Titel, Die goldene Schreibmaschine und der gelungene Einband machten mich neugierig auf diese Geschichte.
Wie bei so viele Kinderbücher, ist auch hier die Hauptperson, Emily Paper, eine Außenseiterin. Mit ihrem übertriebenen Ordnungssinn löst sie oft Heiterkeit bei ihren Mitschülern aus. Nur mit Charly, ihre beste Freundin und Frederick verbindet sie eine Freundschaft, die sie etwas aufbaut. Ihre Eltern mussten beruflich für längere Zeit ins Ausland und so lebt sie bei ihren Großeltern; ein Lehrer(Dr.Dresskau) hat sie auf dem Kieker und macht ihr das Schulleben schwer. Die Großmutter arbeitet in der Anna-Amalia, einer wunderschönen, alten Bibliothek, welche mittlerweile zu Emilys Lieblingsort geworden ist. Als ihr eines Tages ein merkwürdiges Verhalten von Dresskau in der Bibliothek auffällt, versucht sie hinter dessen Geheimnis zu kommen; was ihr auch gelingt. Sie versucht mit Hilfe der goldenen Schreibmaschine, ihre kleine Welt in Ordnung zu bringen, was natürlich aus dem Ruder läuft.......
Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Die Elemente zwischen realen Leben und der magischen Welt harmonieren gut. Es werden die guten Werte dieser Welt vermittelt und dass es eben leider auch eine andere Moral gibt. Allerdings scheint mir die Darstellung des Bösewichts Dresskau etwas übertrieben und die Beschreibung seiner Anhänger vielleicht nicht kindgerecht, da diese die Hinweise auf die Braunhemden nicht in den richtigen Zusammenhang bringen können. Aber darüber sollten andere entscheiden.

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