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Veröffentlicht am 07.04.2025

Auch der 20.Fall ist spannend und lesenswert

Ostseedämmerung
2

Ostseedämmerung ist bereits der 20.Fall von Eva Almstädt mit der Ermittlerin Pia Korittki und ihrem Team. Ich bin vor Jahren in die Reihe eingestiegen und mittlerweile freue ich mich jedes Jahr auf die ...

Ostseedämmerung ist bereits der 20.Fall von Eva Almstädt mit der Ermittlerin Pia Korittki und ihrem Team. Ich bin vor Jahren in die Reihe eingestiegen und mittlerweile freue ich mich jedes Jahr auf die neue Fortsetzung. Denn es ist immer eine gelungene Mischung aus dem Privatleben der Ermittler, hauptsächlich dem von Pia,, und dem aktuellen Fall.
Diesmal ein Cold Case. Vor anderthalb Jahren verschwand die Archäologie Studentin Mira Schneider spurlos von der Grabungsstätte in Hovelau. Mit ihr eine antike Gewandfibel aus der Wikingerzeit und der Schmuck ihrer Freundin und Geliebten Penelope.
Als die Kinder Trine und Vito bei einem Spiel, auf einem für sie verbotenem Gelände mit Teich, plötzlich die Gewandfibel finden, kommen Zweifel auf, ob Mira sich wirklich aus dem Staub gemacht hatte. Die Suche nach ihr bzw. Ihrer Leiche wird wieder aufgenommen und ist leider auch erfolgreich. Sie wurde ermordet und vergraben.
Im Dorf, auf den Gütern und bei den Archäologen finden sich schnell Verdächtige und Pia und ihre Kollegen ermitteln auf Hochtouren. Pia hat zusätzlich noch Schwierigkeiten mit der neuen Frau ihres Exmannes Hinnerk, die sich an der jetzige Lebenssituation ihrer kleinen Familie stört und Pia unter Druck setzt. Als später ihr Lieblingskollege Broders während der Ermittlungen verschwindet und alle von einer Entführung ausgehen müssen, ist die Anspannung unerträglich.
Der Schreibstil von Frau Almstädt ist flüssig und mitreißend. Teilweise mochte ich das Buch nicht aus der Hand legen, da ich auch endlich wissen wollte, was es mit der Gewandfibel, mit der Tötungen von Mira und dem weiteren Toten und dem Verschwinden von Broders aufs sich hat und ob sie ihn rechtzeitig finden werden.
Eine Kritik möchte ich noch erwähnen, an manchen Stellen hat die Autorin wichtige Auffindesituationen, die mir als Leser wichtig erschienen, nur nebenbei erwähnt, da hätte ich mir etwas mehr Informationen gewünscht.
Ansonsten freue ich mich auf weitere Fälle und möchte gerne wissen, wie es mit Pia, Felix und den anderen weitergeht.

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  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 25.03.2025

Verwirrend und spannend

Ostfriesennebel
0

Bei Ostfriesennebel handelt es sich bereits um den 19. Ostfriesenkrimi aus der Feder des Autors Klaus-Peter Wolf. Wie immer begeht ein Serienkiller den Fehler nach Ostfriesland zu kommen. Dabei müsste ...

Bei Ostfriesennebel handelt es sich bereits um den 19. Ostfriesenkrimi aus der Feder des Autors Klaus-Peter Wolf. Wie immer begeht ein Serienkiller den Fehler nach Ostfriesland zu kommen. Dabei müsste es sich doch auch bei ihnen rumgesprochen haben, dass hier Endstation für sie ist, denn Ann-Kathrin Klassen und ihr Team bringt sie alle zur Strecke. Sie ist eine Gute, kann sich aber in die Täter hineinversetzen.
Als Carina Oberdieck in der Polizeistation in Norden erscheint und behauptet, dass der Mann bei ihr zu Hause nicht ihr wahrer Ehemann sei, sondern vermutlich dessen Zwillingsbruder, wird diese Behauptung nicht ernst genommen. Der Zwillingsbruder sei angeblich im Urlaub gestorben, als er in einen Vulkan gestürzt sei. Und hier fängt das Verwirrspiel an, welches sich durch das ganze Buch zieht und von Herrn Wolf wunderbar inszeniert wird. Die Zwillingsbrüder haben schon ihr Leben lang die Rollen getauscht und nicht nur für harmlose Streiche. Einige Frauen wurden so von ihnen missbraucht.
Zusätzlich zu diesem Fall gibt es eine Frauenleiche, welche auf Eisenbahnschienen gefunden wurde. Das Team von Ann-Kathrin Klassen bekommt hierbei das BKA vor die Nase gesetzt. Aber ohne Hilfe der ostfriesischen Mannschaft geht hier auch nichts!
Ich habe im Laufe der Jahre alle Fälle der Krimireihe verfolgt. Gelesen und auch oft zusätzlich gehört. KPW liest seine Krimis wunderbar und er lässt seine Charaktere zum Leben erwachen. Seine Freunde und Bekannten im wahren Leben werden gerne auch liebevoll in den Geschichten bedacht. Ich empfinde es manchmal schon fast wie Nachhausekommen, obwohl ich noch nie dort war.
Allerdings habe ich diesmal mit dem Hörbuch begonnen und hatte dann doch Schwierigkeiten den ganzen Namen zu folgen. Aber das liegt nicht an der Interpretation des Autors, sondern an meiner Schwäche mir Namen gut zu merken. Schriftlich klappt es besser, habe ich festgestellt.

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Veröffentlicht am 12.03.2025

Verwirrend und enttäuschend

Campion. Tödliches Erbe
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Campion, der "vielleicht beste Detektiv, den England je kannte" wurde vor fast 100 Jahren von der Autorin Margery Allingham erfunden. Ich kannte bisher noch keine Bücher von dieser Reihe und habe mich ...

Campion, der "vielleicht beste Detektiv, den England je kannte" wurde vor fast 100 Jahren von der Autorin Margery Allingham erfunden. Ich kannte bisher noch keine Bücher von dieser Reihe und habe mich auf 'Tödliches Erbe' gefreut, da ich auf einen neuen Poirot gehofft hatte.
Leider wurde ich sehr enttäuscht. Mir war nicht bewusst, dass es sich um den dritten Band der Reihe handelt, aber das merkte ich ziemlich schnell. Denn die Autorin setzte wohl voraus, dass man den Detektiv bereits aus den bisherigen Fällen kannte. Ich konnte auf jeden Fall, das ganze Buch lang mit dieser Person nicht warm werden. Sie tauchte immer mal auf, wusste plötzlich Fakten, arrangierte irgendwelche Hilfen und löste den Fall mit Bravour. Nur, um was es wirklich ging und warum er sich engagierte, blieb mir ein Rätsel. Vielleicht muss man Engländer sein und die Geheimnisse rund um das Königshaus kennen?
Die schöne Aufmachung des Buches und der Klappentext haben mich verführt, diese Geschichte zu lesen. Bei der Übersetzung vermute ich fast die alte Version und dachte an manchen Stellen, hier hat jemand Wort für Wort übersetzt, ohne den Sinn des Satzes bzw. der ganzen Handlung zu verstehen oder zu berücksichtigen. Der Detektiv wird nicht richtig vorgestellt und die ganze Geschichte ist nur einfach langweilig geschrieben.
Das große grauenvolle Geheimnis, auf welches immer mal wieder hingewiesen wird, wird zwar letztendlich aufgedeckt, aber auch hier fehlte mir das Verständnis und ich war froh, die 270 Seiten beendet zu haben.
2,5*

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Veröffentlicht am 01.03.2025

Toller Debütroman

Die Brücke von London
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Bei 'Die Brücke von London' handelt es sich um historischen Roman des Autors Julius Arth. Es ist sein erster Roman und ich hoffe nicht sein letzter. Bei dem Titel hatte ich gleich an die Towerbridge gedacht, ...

Bei 'Die Brücke von London' handelt es sich um historischen Roman des Autors Julius Arth. Es ist sein erster Roman und ich hoffe nicht sein letzter. Bei dem Titel hatte ich gleich an die Towerbridge gedacht, wurde aber eines Besseren belehrt.
Der Roman spielt in zwei Zeitebenen, zum einen zu Beginn des 13.Jahrhunderts, als sich die Brücke von London im Bau befindet und dann über 500 Jahre später, als auf der Brücke reges Leben herrscht, denn es befinden sich viele Geschäfte und Wohnungen auf ihr.
Den größeren Anteil hat die Geschichte aus dem Jahr 1749, als die Witwe Juliana Hamley versucht ihr Leben in den Griff zu bekommen. Denn ihr verstorbener Mann hat ihr nicht nur das Tuchgeschäft hinterlassen, sondern auch einen Haufen Schulden. Als sie eines Tages einen Jungen aus der Themse rettet, der sich bisher als Taschendieb verdingt hat, hat sie plötzlich nützliche Unterstützung durch ihn und seine vier Freunde. Und auch den Gehilfen des Brückenmeisters weiß sie auf ihrer Seite.
Der Roman ist sehr flüssig geschrieben und spannend zu lesen. Der Autor hat darauf verzichtet, die Sprache der damaligen Zeit zu übernehmen. Außerdem werden die damals teilweise schlechten Lebensumstände nicht bis ins Detail umschrieben, sodass man sich gut auf das Geschehen konzentrieren kann. Lange Zeit rätselt man, wie die Erzählstränge und die Personen von 1205 mit denen von 1749 zusammenhängen könnten und dem Autor ist es wunderbar gelungen den Zusammenhang darzustellen.
Die ca 550 Seiten flogen nur so dahin und von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 26.01.2025

Verzwickte Ermittlungen

Das Todesflüstern der Raben
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Bei: Das Todesflüstern der Raben von Frank Esser handelt es sich um den 3.Fall in der Jana Brinkhorst Krimi Reihe. Kriminalhauptkommissarin Jana Brinkhorst und ihr Team ermitteln in Hamburg und diesmal ...

Bei: Das Todesflüstern der Raben von Frank Esser handelt es sich um den 3.Fall in der Jana Brinkhorst Krimi Reihe. Kriminalhauptkommissarin Jana Brinkhorst und ihr Team ermitteln in Hamburg und diesmal erhalten sie unerwartet und eigentlich unerwünscht Hilfe von einem Aachener Kollegen. Dieser ist eigentlich beurlaubt, da er bei seinem letzten Einsatz schwer verletzt wurde und nun auf seine Eingliederung wartet. Vorher besucht er noch seinen Vater in Hamburg und findet seinen Onkel zerquetscht von der Hebebühne unter einem Oldtimer. Klar, dass er bei der Aufklärung mitmischen muss.
Jana sieht bei diesem Mordfall aber Parallelen zu zwei alten Fällen. Denn es wurde wieder ein Origami Rabe am Tatort zurückgelassen und bei den Spuren Bonsaierde gefunden. Helfen tun die Spuren allerdings nicht.
Durch geschickte Polizeiarbeit gelingt die Aufklärung, allerdings gibt es bis dahin noch einige Tote zu beklagen. Auch die offenen Fragen werden beantwortet, ohne das irgendetwas vom Autor im letzten Moment aus dem Hut gezaubert wird, was zur eigentlichen Aufklärung beigetragen hat.
Der angenehme Schreibstil und die kurzen Kapitel verleiten dazu, immer noch etwas weiter zu lesen als man eigentlich gerade wollte. Auch der Spannungsaufbau trägt dazu bei.
Ich kenne die Vorgängerbände nicht komplett und sind bei mir auch vom Inhalt nicht mehr ganz präsent. Aber das hat meinem Lesevergnügen nicht geschadet, mir fehlten keine Informationen und ich konnte der Handlung 'entspannt' folgen

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