Profilbild von darts

darts

Lesejury Star
offline

darts ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit darts über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.02.2026

Eine gute Idee, mies und langweilig umgesetzt

Böser, böser Wolf
0

Ich kenne zwei der Christmas Krimis der Autorin und sie hatten mir sehr gut gefallen. Nun sollte es ein Märchenthriller werden. Die Leseprobe sagte mir zu: Eine Autorin wird entführt und soll in Gefangenschaft ...

Ich kenne zwei der Christmas Krimis der Autorin und sie hatten mir sehr gut gefallen. Nun sollte es ein Märchenthriller werden. Die Leseprobe sagte mir zu: Eine Autorin wird entführt und soll in Gefangenschaft die Grimmschen Märchen umschreiben; nach diesen Aufzeichnungen will der Täter, als böser Wolf verkleidet, vorgehen. Die andere Autorin in der Nachbarzelle wird getötet, nachdem sie sich geweigert hatte, zu schreiben. Also fügt sich Katie seinem Willen und der erste Mord findet statt.
Bis hierher fand ich das Buch noch ganz gut zu lesen, doch dann kippte die Handlung in das Genre Fantasy um und später in unverständlichen Wirrwarr. Ich habe zwar verstanden, was die Autorin sich vorgestellt hatte, aber das war so langweilig, unverständlich und unglaubwürdig, dass ich mich 20seitig weiter durchgequält habe. Danach brauchte ich Pausen. Sogar der Schreibstil war so abgehackt, dass es mir keine Freude machte zu lesen. Die Hoffnung auf ein versöhnliches Ende wurde auch nicht erfüllt. Eine der schlechtesten Geschichten, welche ich je gelesen habe. Normalerweise hätte ich es wohl nach 150 Seiten abgebrochen, aber ich wollte der Autorin bis zur letzten Seite noch eine Chance geben. Sie hat sie leider nicht genutzt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.02.2026

Diese Fortsetzung hätte es nicht unbedingt gebraucht

The Woman in Suite 11
0

Leider konnte mich Ruth Ware diesmal nicht so mitreißen und begeistern, wie mit manch anderem Buch. The Woman in Cabin 10 hatte ich in sehr guter Erinnerung, auch wenn ich die Handlung nicht mehr parat ...

Leider konnte mich Ruth Ware diesmal nicht so mitreißen und begeistern, wie mit manch anderem Buch. The Woman in Cabin 10 hatte ich in sehr guter Erinnerung, auch wenn ich die Handlung nicht mehr parat habe. Deshalb hatte ich mich auf The Woman in Suite 11 gefreut, leider wurden meine Erwartungen nicht erfüllt. Das Buch ist gut und flüssig zu lesen, nur leider plätschert es bis auf wenige kleine Spannungsbögen vor sich hin. Lo Blacklock bleibt farblos und mir erscheint sie sehr naiv. Wie konnte sie sich von Carrie so einwickeln lassen und ihr zur Flucht verhelfen. Da nützt es auch nichts, dass die Autorin oftmals daraufhin hinweist, dass Carrie Lo damals das Leben gerettet hatte, um dann gleichzeitig daraufhinzuweisen, dass Lo ohne Carrie gar nicht erst in die Situation geraten wäre. Und warum sind Los Mutter und ihr Mann fast nie telefonisch erreichbar? Ich freue mich auf weitere Bücher von der Autorin, die dann hoffentlich wieder mehr Spannung aufweisen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.01.2026

Gemischte Gefühle

Minnesota
0

Holger Rudi, ein norwegischer Autor, reist nach Minnesota um für sein Buch letzte Information zu bekommen.es geht um ein Verbrechen, welches vor 6 Jahren(2016) geschah und in das sein Vetter verstrickt ...

Holger Rudi, ein norwegischer Autor, reist nach Minnesota um für sein Buch letzte Information zu bekommen.es geht um ein Verbrechen, welches vor 6 Jahren(2016) geschah und in das sein Vetter verstrickt war. Diesen kannte er von Besuchen in der Kindheit hier in Minnesota.
Das Buch spielt in zwei Zeitebenen und der größte Teil erzählt das Geschehen von damals:
Bob Oz hat seine 3jährige Tochter durch einen Unfall verloren. Er gibt sich selbst die Schuld. Auch, dass seine Ehe daran zerbrach. Er trinkt viel zu viel und sucht sich immer neue Frauen für einen One Night Stand. Aber beides führt nicht zum Vergessen. Er macht sich nur zum Gespött seiner Kollegen.
Als es einen Mordversuch an einem Waffenhändler gibt führen die Spuren weit in die Vergangenheit zurück. Bob Oz sieht zwar ein paar Spuren und verfolgt diese. Wird aber von dem Fall abgezogen und ermittelt auf eigene Faust.
Ich bin sehr schlecht in die Handlung hineingekommen. Alles war etwas verwirrend und es tauchten viel zu viele Personen auf. Es hat ca. Ein Drittel des Buches gebraucht, bis ich langsam in einen Lesefluss kam. Die Handlung steigerte sich, aber da mir Bob Oz unsympathisch blieb, konnte ich auch nicht richtig mitfiebern. Was selten vorkommt: ich hatte schon ziemlich schnell den wahren Täter im Verdacht. Allerdings die Tricks, mit denen er seine Taten verschleierte, waren schon raffiniert.
Es ist lesenswert mit einigen Einschränkungen und falls es Nachfolgebände geben sollte, werde ich gründlich abwägen, ob ich sie lesen möchte. Der Protagonist darf runtergekommen sein, seine Ecken und Macken haben, aber er sollte mir dabei etwas sympathischer rüberkommen.
Vielleicht hat mich auch eines der Hauptthemen zu sehr gestört. Der 2.Zusatzartikel der Verfassung der Vereinigten Staaten.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.01.2026

Raffinierte Wendungen steigern die Spannung

Das Signal
0

Viola erzählt aus ihrer Sicht, wie sie nach einem schweren Unfall im Krankenhaus wach wird und sich an nichts erinnern kann. Ein alter Weinkeller/Gewölbe im Garten ihres Hauses war eingebrochen und sie ...

Viola erzählt aus ihrer Sicht, wie sie nach einem schweren Unfall im Krankenhaus wach wird und sich an nichts erinnern kann. Ein alter Weinkeller/Gewölbe im Garten ihres Hauses war eingebrochen und sie wurde teilweise unter den schweren Trümmern verschüttet. Zum Glück hat der Nachbarjunge Benno sie frühzeitig gefunden und Hilfe geholt. Trotzdem wurde ihr linkes Bein so schwer verletzt, dass es am mittleren Oberschenkel amputiert werden musste. Nicht nur, dass sie selbst damit fertig werden muss, sie weiß, dass ihr Mann alles perfekt haben muss. Wie geht er jetzt mit ihr als beschädigten Frau um?
Anfangs fängt die Geschichte noch sehr langsam an und ich vermisste bereits die Spannung von früheren Poznanski Büchern. Viola wird von ihrem Mann Adam überbehütet und auch von der strengen Pflegerin, die Adam organisiert hat. Viola fühlt sich mehr und mehr bevormundet, gefangen und betrachtet die Pflegerin eher als Wärterin. Viola scheint sehr reich zu sein und hat sich neben dem Hauskauf auch in Adams Startup eingekauft.
Im Laufe der nächsten Zeit misstraut sie ihren Mitmenschen so sehr, dass sie sich online Tracker besorgt und diese unterschiedlichen Personen unterjubelt, um deren Positionen kontrollieren zu können. Bis sie dahinterkommt, weshalb ihr Mann sie so behütet....
Auch über ihr früheres Leben und die Herkunft ihres Reichtums erfährt man im Laufe der Geschichte, die immer mehr an Spannung gewinnt. Die Wendungen und Geschehnisse lassen das Buch später wieder zu einem Pageturner werden.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.01.2026

Wo ist der Bäcker?

Entführung im Himmelreich
0

Kupernikus lebt seit 3 Wochen mit Otto, seinem Wohnmobil, auf dem Campingplatz Himmelreich. Pinguin, der kleine Hund, wohnt bei ihm und sie sind beide glücklich mit der Situation. Wie jeden Morgen steht ...

Kupernikus lebt seit 3 Wochen mit Otto, seinem Wohnmobil, auf dem Campingplatz Himmelreich. Pinguin, der kleine Hund, wohnt bei ihm und sie sind beide glücklich mit der Situation. Wie jeden Morgen steht er Schlange um seine bestellten Brötchen abzuholen. Aber Bäcker Mauske erscheint nicht.
Bei der Gassirunde entdeckt Kupernikus den verlassenen Bäckerwagen, unverschlossen. Portemonnaie und Handy liegen offen in der Fahrerkabine. Am See stehen ein Paar Schuhe. Es sind wohl die Schuhe des Bäcker, da sie voller Mehlstaub sind. Ist er ins Wasser gegangen? Warum wollte er sich umbringen?
Die Ereignisse überschlagen sich. Auf einem Hausboot wurde eingebrochen und dann wird auch noch ein toter junger Mann im Frosterraum der Bäckerei gefunden. Niemand kennt ihn.
Kommissar Fass lehnt jede Hilfe ab, aber Annabelle und Kupernikus stellen eigene Nachforschungen an.
Es handelt sich um einen Cosykrimi und man sollte die ganze Handlung nicht zu ernst nehmen. Der Schreibstil ist flüssig und das Buch liest sich flott. Es gibt viele amüsante Momente und Annabelle hört nicht auf, ihr Wissen oft ungefragt unter die Leute zu bringen. Ich persönlich freue mich, wenn ich erfahre, woher eine Redewendung stammt.
Leider hat der Autor es diesmal übertrieben. Er macht gerne Bemerkungen, bei der es zu Verwechslungen kommen könnte und klärt im nächsten Moment den Sachverhalt beginnend mit aber...... auf. Diesmal war es schon recht nervig.
Ich würde mich über eine Fortsetzung freuen, auch wenn mich ansonsten nichts auf einen Campingplatz zieht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere