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Veröffentlicht am 28.02.2026

Berührender (Jugend-)Roman über innere & äußere Verletzungen

Narbenmädchen
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Die 15jährige Lara verletzt sich selbst, sie „ritzt“ sich. Warum genau, kann sie gar nicht in Worte fassen. Nun muss sie vier Wochen in einer Kurklinik für verhaltensauffällige Jugendliche verbringen. ...

Die 15jährige Lara verletzt sich selbst, sie „ritzt“ sich. Warum genau, kann sie gar nicht in Worte fassen. Nun muss sie vier Wochen in einer Kurklinik für verhaltensauffällige Jugendliche verbringen. Doch natürlich hat sie ihre Rasierklingen heimlich in die Klinik mitgenommen ... Sie glaubt nicht, dass man ihr helfen kann; die Psychologen reden ihrer Meinung nach nur Unsinn, die Gruppentherapie bringt ihr nichts. Sie ist überzeugt, dass sie nichts ändern kann. Doch als sie Neo und Finn kennenlernt und sich mit ihnen anfreudet, merkt sie, dass die Gespräche mit den beiden es schaffen, etwas in Lara zu verändern.
Erst nach und nach erfahren wir Leser*innen bzw. gesteht Lara sich selbst die Ursache ihrer Selbstverletzungen ein.

Der Schreibstil von Lilly Bogenberger ist flüssig, oft sehr emotional und berührend, aber es wird auch Laras Verzweiflung und unterdrückte Wut (auch die der anderen Jugendlichen) spürbar.

„Narbenmädchen“ ist ein bewegender (Jugend-)Roman über innere und äußere Verletzungen. Trotz der Themenschwere (Selbstverletzungen, Suizid, Mobbing, Missbrauch, etc.) schafft es die Autorin, dennoch auch Mut und Hoffnung auf Heilung und Veränderung zu machen.

Ich vergebe für diesen Debütroman 4 von 5 Sternen und bin neugierig, was wir von dieser Autorin zukünftig noch lesen dürfen.

Vielen Dank an Vorablesen.de und den dtv Verlag für das Rezensionsexemplar!

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Veröffentlicht am 27.02.2026

Ruhiger, etwas spannungsarmer Coming-of-age Roman

Prep
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„Prep“ von Curtis Sittenfeld erzählt die Geschichte von Lee Fiora, die mit 14 Jahren ins Bostoner Elite-Internat „Ault“ kommt. Als Stipendiatin unter den Kindern reicher Leute fühlt sie sich dort isoliert ...

„Prep“ von Curtis Sittenfeld erzählt die Geschichte von Lee Fiora, die mit 14 Jahren ins Bostoner Elite-Internat „Ault“ kommt. Als Stipendiatin unter den Kindern reicher Leute fühlt sie sich dort isoliert und als Außenseiterin. hr Vater ist Matratzenhändler, die anderen Väter Anwälte, Banker oder gar Senator. Freundschaften zu schließen fällt Lee schwer. Erst in Martha findet sie eine beste Freundin.
Und sie verliebt sich, doch auch das ist komplizierter als gedacht.
Lee ist eine genaue Beobachterin, doch das wird ihr gegen Ende ihrer Schulzeit zum Verhängnis ...

Für einen Coming-of-Age-Roman mit fast 600 Seiten fehlte mir hier die inhaltliche Tiefe. Trotz des Internats-Settings und Einblicken in Lees Innenleben plätschert die Handlung leider weitgehend spannungsarm und langatmig dahin.
Am Ende kann ich aus diesem Buch wenig mitnehmen; die Kernbotschaft der Autorin bleibt für mich unklar.
Zum Thema, wie man seinen eigenen Platz im Leben findet, gibt es meiner Meinung nach deutlich tiefgründigere und empfehlenswertere Alternativen.
Ich vergebe hier 3 Sterne.

Vielen Dank an den Dumont Verlag und Lovelybooks.de für das Rezensionsexemplar!

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Veröffentlicht am 26.02.2026

Wertvolles, kluges Buch: Für einen entspannten Umgang mit Essen

Essen und essen lassen
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„Essen und essen lassen: Eindlich zu einem entspannteren Umgang mit unserer Ernährung finden“ von Marlene Borchardt und Nora Burgard-Arp hat mich von Anfang an begeistert.

„Es geht bei der Ernährung und ...

„Essen und essen lassen: Eindlich zu einem entspannteren Umgang mit unserer Ernährung finden“ von Marlene Borchardt und Nora Burgard-Arp hat mich von Anfang an begeistert.

„Es geht bei der Ernährung und beim Sprechen darüber sowieso längst nicht nur um Nahrungsaufnahme, körperliche Gesundheit oder um das Austauschen darüber, was uns vielleicht gut schmeckt. Nein, es geht um soziale Normen, um die eigene Identität, um Zugehörigkeit und ums Abgrenzen.“

Welche Sätze aus der Kindheit prägen heute noch unser Essverhalten?
Die Autorinnen spüren falsche Glaubenssätze rund um die Ernährung auf. Sie kritisieren Schlankheitswahn, den Druck zur Selbstoptimierung, überzogene Trends sowie den ständigen „Bewertungs-Terror“ auf Instagram & Co. Bzw. im realen Leben.

Die decken ein breites Themengebiet ab: Kinderernährung, die Geschichte von Diäten, Ernährungstrends, Esstörungen bzw. gestörtes Essverhalten, und vieles mehr.

Besonders wertvoll und persönlich wird das Buch meiner Meinung nach durch die eigenen Geschichten der Autorinnen.

Dieses Buch ist meiner Meinung nach eine echte Bereicherung: klug, heilsam und voller wertvoller Erkenntnisse. Von mir bekommt es eine absolute Leseempfehlung!

Vielen Dank an den Kösel Verlag und Lovelybooks.de für das Rezensionsexemplar!

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Veröffentlicht am 26.02.2026

Interessante Ideen, aber sehr theoretisch / nicht für jede*n praxistauglich

Work Life Remix.
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Das Sachbuch „Work Life Remix. Finde die Arbeitsweise, die zu deinem Leben passt“ hatte mich inhaltlich stark angesprochen - auch, weil ich Musik sehr liebe und mir die musikalische Herangehensweise sympathisch ...

Das Sachbuch „Work Life Remix. Finde die Arbeitsweise, die zu deinem Leben passt“ hatte mich inhaltlich stark angesprochen - auch, weil ich Musik sehr liebe und mir die musikalische Herangehensweise sympathisch war. Ich hatte an das Buch die Erwartung geknüpft, hier neue Wege für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Freizeit bzw. Care Arbeit zu finden.

Den Anfang des Buches fand ich sehr gelungen; gerade das Kapitel „Break“ fasst zeitnah und treffend Themen wie Corona-Pandemie, Homeoffice, KI und verschiedene aktuelle Arbeitswirklichkeiten zusammen.

Auch der Abschnitt „Mischpult“ über die Verzahnung von Arbeit und Leben war sehr interessant.
Allerdings störte hier die „musikalische“ Sprache den Lesefluss eher.

In den weiteren Kapiteln wurde ich inhaltlich sowie vom Schreibstil her leider nur noch bedingt abgeholt, schade. Ein paar gute Inputs, insgesamt war es mir zu umständlich.

Insgesamt hat mir leider, trotz meiner großen Liebe zur Musik, die Umsetzung nicht so gut gefallen. Ich fand das Buch sehr theoretisch geschrieben, die musikalische Sprache war auf Dauer eher anstrengend zu lesen.

Ich glaube, die praktische Umsetzbarkeit hängt leider stark davon ab, in welcher Branche man arbeitet. Trotz der teilweise guten Ideen finde ich vieles eher umständlich und für mich nicht praxistauglich. Auch scheitert es schon an den eher starren Unternehmensstrukturen meines Arbeitgebers. In anderen Berufsbereichen mag das anders sein; für meine persönliche Lebens- und Arbeitssituation bringt mir das Buch leider nicht den erhofften Mehrwert bzw. Remix.

Dennoch vielen Dank an den Murmann Publishers Verlag und an Lovelybooks.de für das Rezensionsexemplar!

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Veröffentlicht am 26.02.2026

Gegen Frauen-Hass im Netz: Sehr kluges, wichtiges Sachbuch!

Feindbild Frau
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Die Autorin und Journalistin Ingrid Brodnig ist Expertin für die gesellschaftlichen Auswirkungen von Digitalisierung und Debattenkultur. Mit ihrem Buch „Feindbild Frau: Wie Politikerinnen im Netz bedroht, ...

Die Autorin und Journalistin Ingrid Brodnig ist Expertin für die gesellschaftlichen Auswirkungen von Digitalisierung und Debattenkultur. Mit ihrem Buch „Feindbild Frau: Wie Politikerinnen im Netz bedroht, beleidigt und verdrängt werden - und was wir alle dagegen tun können“ ist ihr hochaktuelles, kluges und wegweisendes Werk gelungen.

Für viele Frauen in der Öffentlichkeit, z.B. Politikerinnen, gehören digitale Hetze, geschlechtsspezifischer Hass und Gewaltandrohungen leider zum Alltag. Ingrid Brodnig hat mit hochrangigen Politikerinnen und Abgeordneten aus Deutschland und Österreich gesprochen. Sie analysiert anhand von konkreten Angriffen, wie digitale Gewalt funktioniert und welche Rolle dabei rechte Netzwerke, KI und Bildmontagen spielen.

„Dass aggressive Postings auch ein Mittel sein können, um Geschlechter-Hierarchien zu verfestigen, haben feministische Autorinnen übrigens schon früh angemerkt. Deutlich formuliert es etwa die Politikwissenschaftlerin Jessica Megarry: ‚Die Anwesenheit von Frauen in öffentlichen Räumen verstößt gegen die Beständigkeit der Trennung zwischen Öffentlichem/Privatem in patriarchalen Gesellschaften, und angesichts dessen, dass Frauen derzeit ausgeschlossen werden von einer Online-Teilhabe mittels Belästigungen basierend auf ihrem Geschlecht, kann dieses Verhalten als Form des Kontrollierens weiblicher Stimmen in der öffentlichen Domäne verstanden werden. Ich argumentiere, dass Online-Belästigung von Frauen am besten als Online-sexuelle-Belästigung begrifflich erfasst werden kann, um den spezifischen politischen Zweck von belästigendem männlichem Verhalten aufzuzeigen: das Zum-Schweigen-Bringen von Frauen, die es wagen, in der Online-Öffentlichkeit zu sprechen.‘ Es ist wichtig, bei digitaler Gewalt zu berücksichtigen: Sie passiert nicht in einem gesellschaftlichen Vakuum – sondern in einer Welt, in der manche Gruppen historisch gesehen viel größere Unterdrückung erlebt haben als andere und bis heute Ungleichbehandlung erleben. Drohungen sind eines der offensichtlichsten Instrumente, wie Menschen aus der Öffentlichkeit gedrängt werden.“


Was ich an diesem Sachbuch besonders gelungen finde: Die Autorin analysiert nicht nur, wie digitale Gewalt funkioniert, sie zeigt auch Wege auf, wie Betroffene sich schützen können, sowohl in rechtlicher, technischer und strategischer Hinsicht.

Das Buch ist zudem ein Aufruf zu mehr zivilgesellschaftlicher Verantwortung - und ein Plädoyer dafür, das Wort nicht den Lautesten zu überlassen. Wir müssen unsere Demokratie gegen Angstmacherei, Hass und Hetze verteidigen!

Vielen Dank an den Brandstätter Verlag und an NetGalley für das Rezensionsexemplar!

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