Was und wer macht uns glücklich?
KonstellationenMich hatten das Cover und der Klappentext zu Elisa Faisons Debütroman „Konstellationen“ neugierig gemacht. Die Ausgangssituation, dass ein Paar nochmal etwas außerhalb des bürgerlichen Lebens etwas erleben ...
Mich hatten das Cover und der Klappentext zu Elisa Faisons Debütroman „Konstellationen“ neugierig gemacht. Die Ausgangssituation, dass ein Paar nochmal etwas außerhalb des bürgerlichen Lebens etwas erleben wollen, bevor sie Kinder bekommen, ist gut nachvollziehbar. Der Wunsch, begehrt zu werden; das Gefühl einer ersten Verliebtheit … Gerade Frances Gedanken und Gefühle als Frau sind gut nachfühlbar: „Männer sahen tatsächlich besser aus, wenn sie älter wurden, solider und markanter. Ich hingegen hatte eindeutig das Gefühl, zu verwelken und bald nur noch ein blasser Farbtupfer zu sein.“
Leider war das Buch insgesamt dann doch anders als erwartet.
Den Anfang fand ich sehr gelungen, vom Schreibstil her und auch inhaltlich.
Im Laufe des Romans wechseln die Perspektiven; es kommen andere Personen dazu (Freundinnen und ehemalige Kolleginnen der beiden, etc.). Hier fehlte mir teilweise der rote Faden.
Und am Ende bleibe ich etwas unentschlossen zurück.
Der Roman wurde als „provokantes Debüt über Polyamorie und offene Beziehungen“ angepriesen.
Ja, das passt soweit … alle sind irgendwie unglücklich und suchen irgendwie nach Glück, Liebe, Freiheit, wollen gesehen und begehrt werden … aber was gibt mir das Buch final mit?
Am Ende war „Konstellationen“ ein zwar recht interessantes Leseerlebnis, das mir aber nicht besonders lange in Erinnerung bleiben wird.
Vielen Dank an den Piper Verlag und an NetGalley für dieses Rezensionsexemplar! 📚💚