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Veröffentlicht am 02.12.2020

Hat mich leider enttäuscht...

All Your Kisses
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Ich habe vor ein paar Tagen "All your kisses" beendet und war lange nicht mehr so zwiegespalten bei einem Buch. Wenn ich in mein Bücherregal schaue, dann ist das für mich das enttäuschendste Buch aus dem ...

Ich habe vor ein paar Tagen "All your kisses" beendet und war lange nicht mehr so zwiegespalten bei einem Buch. Wenn ich in mein Bücherregal schaue, dann ist das für mich das enttäuschendste Buch aus dem LYX-Verlag gewesen, zumindest bisher.

Es fängt mit einem tragischen Schicksalsschlag an, der mich emotional sehr berührt hat. Ich hatte das Gefühl, das Buch hätte richtig Potenzial. Aber dann habe ich die Geschichte gar nicht mehr gefühlt. Es passierte auf einmal so schnell so viel, dass es sich nicht wie eine tief berührende Geschichte anfühlte, sondern wie eine Abhandlung mehrerer Ereignisse. Das war für mich auf den ersten 200 Seiten so.
Die letzten 200 Seiten waren viel besser. Die zweite Hälfte des Buches behandelt einen ganz anderen Abschnitt und eine andere Thematik. Für mich war der erste Teil des Buches fast völlig überflüssig, weil er sich nicht die Zeit genommen hat, eine Bedeutung für die Geschichte zu entwickeln.
Ich persönlich konnte auch Rune wenig abgewinnen. Er verkörpert einen sehr eifersüchtigen, besitzergreifenden Jungen, was mir manchmal einfach viel zu krass war. Aber das ist Ansichtssache.
Poppy hat mir da auf jeden Fall besser gefallen. Ihre Einstellung zu der Welt ist bewundernswert und schön zu lesen.

Sonderlich überraschend fand ich den Verlauf der Geschichte jetzt auch nicht. Es hatte für mich nichts magisches oder innovatives, was mich in seinen Bann ziehen konnte.

Es hat sich für mich angefühlt, als wären in diesem Buch zwei unterschiedliche Geschichten erzählt worden, von der nur die zweite mit Tiefe geschrieben wurde.

Das klingt jetzt irgendwie alles sehr negativ. Um die positiven Aspekte hervorzuheben: Der Schreibstil ist sehr schön und angenehm. Außerdem gab es auf jeden Fall schöne und berührende Stellen in dem Buch, seien es bedeutungsvolle Zitate oder nette Gesten der Protagonisten. Die 200 letzten Seiten hätten mir glaube ich sehr gut gefallen, wenn ich nicht durch die erste Hälfte so enttäuscht und abgeschreckt worden wäre.

Es war nicht meins. Bildet euch gerne eine eigene Meinung von dem Buch, ich habe nämlich eigentlich schon viel Gutes darüber gehört.

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Veröffentlicht am 15.11.2020

Spannend und innovativ

Das Institut
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Das Leben des zwölfjährigen Lukes dreht sich um alles, was die Welt ihm zu bieten hat. Er ist hochbegabt und wissbegierig und wird noch als Kind an zwei Universitäten gleichzeitig angenommen. Doch plötzlich ...

Das Leben des zwölfjährigen Lukes dreht sich um alles, was die Welt ihm zu bieten hat. Er ist hochbegabt und wissbegierig und wird noch als Kind an zwei Universitäten gleichzeitig angenommen. Doch plötzlich ändert sich sein Leben gewaltig. Er wacht eines morgens im Institut auf und trifft auf einige andere Kinder. Sie alle haben etwas gemeinsam: Sie verfügen geringfügig über telepathische oder telekinetische Fähigkeiten und sind somit von großem Interesse für die Leiter des Instituts. Die Kinder sind mit ihrem neuen Zuhause allerdings gar nicht zufrieden und im Laufe der Zeit festigt sich immer mehr der Wunsch, aus dem Institut zu fliehen…

Das Institut war nicht mein erstes Stephen King Buch und dementsprechend hoch waren auch meine Erwartungen. Glücklicherweise wurde ich nicht enttäuscht. Das Buch ist sehr detailliert und doch so flüssig geschrieben, dass man sich die Handlung und die Umgebung unglaublich bildlich vorstellen konnte. Für mich fühlte sich die Geschichte so lebhaft an, dass ich teilweise in einen richtigen Lesewahn verfallen bin. Ich fühlte mich, als wäre ich mittendrin. Die Charaktere, insbesondere die Kinder, erhalten durch den Schreibstil eine greifbare Tiefe und man hat zu jeder Zeit mit ihnen mitgefühlt und mitgelitten.
Allerdings fehlte mir in diesem Buch ein wenig der Horror-Anteil. Es war definitiv spannend und zwischendurch ist mir beim Lesen auch ein Schauer über den Rücken gelaufen, insgesamt war mir das aber zu wenig. Ich verstehe, dass es trotzdem ein Horror-Buch ist, weil alleine die Vorstellung, dass das Beschriebene auch in der Realität existieren könnte, wirklich gruselig ist. Ich hatte aber mit einer anderen Art von Horror gerechnet und wurde diesbezüglich etwas enttäuscht.
King macht in diesem Buch das Unmögliche möglich. Die Geschichte handelt zwar von übernatürlichen Fähigkeiten, dennoch ist es in diesem Fall gar nicht so fernab von der Realität. Und das macht das Ganze so interessant.
Ich persönlich fand das Ende ein wenig enttäuschend und vorhersehbar, jedoch nicht in seinen Einzelheiten. Es hat mir also von der ersten bis zur letzten Seite Spaß gemacht zu lesen.
Wichtig ist, sich von den ersten Kapiteln nicht abschrecken zu lassen. Ich konnte zu Beginn auch wenig damit anfangen, aber wer schon einmal etwas von King gelesen hat weiß, am Ende macht alles einen Sinn.

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Veröffentlicht am 15.11.2020

Besser als Teil 1

Gläsernes Schwert (Die Farben des Blutes 2)
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"Gläsernes Schwert" macht das besser, was mich im ersten Teil der Reihe am meisten gestört hat: Das World-Building. Man wusste schon zu Beginn des Buches worauf man sich einlässt und konnte sich in Mares ...

"Gläsernes Schwert" macht das besser, was mich im ersten Teil der Reihe am meisten gestört hat: Das World-Building. Man wusste schon zu Beginn des Buches worauf man sich einlässt und konnte sich in Mares Welt viel besser zurechtfinden.

Die Handlung war insgesamt sehr spannend, es gab kaum eine Seite zum Durchatmen, weil so viel passiert ist. Mare gefällt mir entgegen anderer Meinungen sehr gut. Sie ist alles andere als perfekt und manchmal trifft sie Entscheidungen, die der Leser als Außenstehender vielleicht anders getroffen hätte. Aber sie ist unfreiwillig und unvorbereitet in dieser Situation gelandet und versucht das Beste daraus zu machen. Sie erlangt dadurch und durch die Beschreibung ihrer Gedanken und Gefühle eine ungeheure Tiefe, sodass man das Gefühl hatte sie richtig zu kennen.

Leider ist das bei vielen anderen Charakteren meiner Meinung nach etwas untergegangen. Man lernt in dem Buch so viele neue Leute kennen, die allesamt einzigartig sind und ich hätte mir gewünscht, mehr über ihren Hintergrund und ihre Beweggründe zu erfahren. Aber vielleicht wird das in den Nachfolgern auch noch aufgeholt.

Was mir sehr gefallen hat, ist, dass das Buch neben der offensichtlichen Storyline auch, zumindest im Ansatz, tiefgründigere Fragen behandelt hat. Der Umgang mit Schuld und Verantwortung zieht sich durch das gesamte Werk. Zum Nachdenken gebracht hat mich die Frage, wie lange und mit welchen Mitteln man Unrecht bekämpfen kann, bis man selbst Unrecht übt. Dafür muss man ein wenig zwischen den Zeilen lesen, was bei dem sehr angenehmen und flüssigen Schreibstil jedoch gut möglich ist.

Kritik gibt es von mir aber noch dafür, dass der Schreibstil besonders zur Mitte des Buches zwischendurch etwas gezwungen wirkte. Das hat mich teilweise aus der Story geholt. Man findet aber schnell wieder rein. Außerdem konnte ich die Reaktionen von Mares Wegbegleitern auf ihre Entscheidungen häufig nicht nachvollziehen. Keiner hat wirklich Verständnis für ihre Situation gezeigt, obwohl sie wussten, was sie bis dahin durchmachen musste. Dadurch war sie sehr allein, was ich an einigen Stellen sehr schade fand.

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Veröffentlicht am 15.11.2020

Der mit Abstand beste Teil der Reihe!

Hiding Hurricanes
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Nach "Sinking Ships" dachte ich, dass der Teil mein absoluter Favorit der Reihe bleiben wird, komme was wolle. Ich hatte die Rechnung aber ohne "Hiding Hurricanes" gemacht.

"Hiding Hurricanes" war genau ...

Nach "Sinking Ships" dachte ich, dass der Teil mein absoluter Favorit der Reihe bleiben wird, komme was wolle. Ich hatte die Rechnung aber ohne "Hiding Hurricanes" gemacht.

"Hiding Hurricanes" war genau das, was ein NA-Buch für mich sein muss: Voller Spannung, beeindruckender Charaktere und Leidenschaft.
Wie im ersten Teil der Reihe war der Schreibstil flüssig und einfach, was das Lesen sehr leicht machte.

Die Charaktere waren beide unglaublich interessant. Lenny, die in ihrer Freizeit als Stripperin Daisy tanzt, hat durch die Trennung ihres Selbst in zwei Persönlichkeiten, eine unglaubliche Tiefe. Die Kapitel werden nicht nur aus Lennys Sicht geschrieben, sondern einige auch aus Daisys. Und selbst wenn es nicht drüberstehen würde, könnte man diese beiden Sichten voneinander unterscheiden. Die Idee mit dem Doppelleben ist fantastisch umgesetzt und war neu und erfrischend. Ich persönlich konnte mich sehr gut darauf einlassen.

Auch Creed mochte ich schon seit dem ersten Teil. Seine aufopferungsvolle und hilfsbereite Art gegenüber seinen Freunden brachte mich direkt dazu, ihn zu mögen. Dementsprechend habe ich mich gefreut, in diesem Teil noch mehr über ihn und seine Beweggründe zu erfahren.

Insbesondere Lenny, aber auch Creed, lernen in diesem Buch sehr viel über sich selbst, und es hat mir viel Freude bereitet, ihnen dabei zuzuschauen.
Gegen Ende des Buchs wird auch noch eine meiner Meinung nach sehr wichtige Botschaften im Hinblick auf Vorurteile gegenüber Strippern kommuniziert.
Es ist also nicht nur für die romantische Unterhaltung lesenswert, sondern bietet auch noch Einblicke in heutzutage noch häufig kontroverse Themen.

Ich lehne mich jetzt ein wenig aus dem Fenster und behaupte, dass DAS jetzt der beste Teil der Reihe bleiben wird. Aber ich bin wahnsinnig gespannt auf den vierten Teil.

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Veröffentlicht am 15.11.2020

Märchenhafter Anfang, danach leider enttäuschend

Ein Kleid aus Seide und Sternen (Ein Kleid aus Seide und Sternen 1)
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In "Ein Kleid aus Seide und Sternen" lernt man die junge Protagonistin Maria Tamarin kennen. Sie muss sich als Junge verkleiden, um am Wettbewerb des Kaisers teilnehmen zu können. Alleine das fand ich ...

In "Ein Kleid aus Seide und Sternen" lernt man die junge Protagonistin Maria Tamarin kennen. Sie muss sich als Junge verkleiden, um am Wettbewerb des Kaisers teilnehmen zu können. Alleine das fand ich schon super spannend, da ich ein großer Mulan Fan bin.

Das Buch ist insgesamt in drei Teile unterteilt. Auf mehr als den Inhalt des ersten Teils werde ich nicht eingehen, da ich niemanden hier spoilern möchte.

Zuerst geht es also um einen Wettbewerb und Maia muss versuchen, sich unter zwölf anderen Schneidern durchzusetzen. Auf den ersten 100 Seiten war ich total geflasht von dieser Welt und war begeistert von der gesamten Handlung. Der Schreibstil war so super, dass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen konnte. Auch Maia als Protagonistin fand ich einfach nur super sympathisch und man konnte stark mit ihr mitfiebern.

Leider muss ich zugeben, dass meine Begeisterung nach dem ersten Drittel des Buches ziemlich abnahm. Ich kann nicht genau erklären, was Elizabeth Lim hier gemacht hat, aber der Zauber ging für mich einfach ein wenig verloren. Der Schreibstil war zwar weiterhin sehr gut, aber es hat mir überall die Tiefe gefehlt. Es hat sich so angefühlt, als hätte die Autorin die Geschichte einfach nur noch runtergeschrieben, ohne Liebe zum Detail.

Die Liebesgeschichte im Buch konnte mich tatsächlich auch nicht begeistern. Leider. Für mich kam diese ganze Beziehung und die Verbindung zwischen den beiden Personen aus dem Nichts und ich konnte es einfach nicht mehr nachvollziehen. Dadurch wirkte es für mich nicht mehr echt.

Durch diese ganzen Kritikpunkte die ich eben genannt habe war mir auch, so leid es mir tut, das Ende egal. Teil 2 werde ich mir trotzdem kaufen, da ich wieder auf den Zauber vom Beginn des Buches hoffe.

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