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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.07.2026

Eine unterhaltsame RomCom mit kleinen Schwächen

A Business Proposal 1
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~A Business Proposal 1 – Liebe braucht keinen Businessplan von Haehwa~


Meine Meinung:
Da ich die Netflix-Serie damals direkt nach ihrem Erscheinen geschaut und geliebt habe, war für mich sofort klar, ...

~A Business Proposal 1 – Liebe braucht keinen Businessplan von Haehwa~


Meine Meinung:
Da ich die Netflix-Serie damals direkt nach ihrem Erscheinen geschaut und geliebt habe, war für mich sofort klar, dass ich auch die Bücher lesen möchte. Ich war so gespannt darauf, die Geschichte noch einmal zu erleben und herauszufinden, welche Unterschiede es zwischen Buch und Serie gibt.

Schon nach den ersten Seiten war ich wieder mitten in der Geschichte. Der Schreibstil ist angenehm leicht und locker, wodurch sich das Buch unglaublich schnell lesen lässt. Obwohl die Kapitel teilweise überraschend lang sind, bin ich nur so durch die Seiten geflogen. Besonders die vielen humorvollen Situationen und Haris Gedanken haben immer wieder dafür gesorgt, dass ich schmunzeln musste.

Die Charaktere:
- Shin Hari:
Hari mochte ich von Anfang an sehr. Sie ist sympathisch, witzig und manchmal herrlich chaotisch. Gerade ihre inneren Monologe haben mich oft zum Lachen gebracht und sie wirkte auf mich sehr authentisch. Auch wenn sie sich manchmal selbst im Weg steht, konnte ich ihre Entscheidungen meistens gut nachvollziehen.

- Kang Taemu:
Mit Taemu hatte ich dagegen etwas mehr Probleme. Anfangs wirkte er auf mich sehr kühl, distanziert und fast schon arrogant. Im Laufe der Geschichte lernt man zwar auch seine weichere Seite kennen und merkt, dass hinter seiner Fassade mehr steckt, trotzdem bin ich bis zum Ende nicht komplett mit ihm warm geworden. Einige seiner Verhaltensweisen fand ich einfach schwierig.

- Yeongseo & Seonghun:
Die beiden mochte ich schon in der Serie unglaublich gerne und auch im Buch haben sie mir wieder viele schöne Momente beschert. Besonders gut gefallen hat mir, dass ihre Geschichte ebenfalls Raum bekommt und man beide Charaktere besser kennenlernen kann. Auch wenn ich nicht jede ihrer Entscheidungen nachvollziehen konnte, habe ich ihre gemeinsamen Szenen immer gerne gelesen.


Was mir besonders gefallen hat, war der Vergleich zwischen Buch und Serie. Obwohl die Grundgeschichte dieselbe ist, unterscheiden sich viele Details. Dadurch wusste ich nie genau, was als Nächstes passiert, und hatte nicht das Gefühl, einfach nur dieselbe Geschichte noch einmal zu lesen.

Allerdings gab es auch ein paar Punkte, die mich gestört haben. Viele Konflikte entstehen nur, weil die Figuren nicht offen miteinander sprechen. Manche Missverständnisse zogen sich dadurch länger hin, als es für mich nötig gewesen wäre. Außerdem konnte ich einige Entscheidungen der Charaktere nicht ganz nachvollziehen.

Trotzdem muss ich sagen, dass mich das Buch irgendwie gepackt hat. Obwohl ich nicht mit allem zufrieden war, wollte ich immer wissen, wie es weitergeht. Die Mischung aus Humor, Romantik und den vielen chaotischen Situationen sorgt dafür, dass das Buch einen gewissen Sog entwickelt und sich wirklich schnell lesen lässt.


Fazit:
„A Business Proposal 1“ bekommt von mir 3,5 von 5 Sterne. Auch wenn mich das Buch nicht komplett überzeugen konnte und ich mit einigen Charakteren sowie den vielen Missverständnissen meine Schwierigkeiten hatte, wurde ich trotzdem gut unterhalten. Wer die Serie bereits liebt oder nach einer lockeren, humorvollen RomCom mit viel Chaos, süßen Momenten und einer Chef-Angestellten-Romanze sucht, sollte dem Buch auf jeden Fall eine Chance geben.

Ich bin auf jeden Fall neugierig, wie die Geschichte im zweiten Band weitergeht und hoffe, dass mich die Fortsetzung noch etwas mehr überzeugen kann.

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Veröffentlicht am 05.04.2026

Vielversprechender Auftakt mit Luft nach oben

Cruel is the Light – Ihre Liebe ist groß, ihre Macht unendlich (Cruel is the Light 1)
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~Cruel is the Light – Ihre Liebe ist groß, ihre Macht unendlich von Sophie Clark~

Meine Meinung:
Ich habe mich sehr auf „Cruel is the Light“ gefreut! Der Klappentext klang nach epischer Romantasy, nach ...

~Cruel is the Light – Ihre Liebe ist groß, ihre Macht unendlich von Sophie Clark~

Meine Meinung:
Ich habe mich sehr auf „Cruel is the Light“ gefreut! Der Klappentext klang nach epischer Romantasy, nach moralischen Grauzonen, verbotener Anziehung und einem erbarmungslosen Kampf zwischen Himmel und Hölle. Ein Buch das ich einfach nur lieben könnte.
Und ich wünschte sehr, ich hätte es mehr geliebt.
Die Grundidee ist nämlich unglaublich stark und auch allein das Setting hat so viel Potenzial. Das vom Krieg erschütterte Europa, Rom als Zentrum religiöser Macht, geheime Hierarchien, alte Glaubenssysteme und eine neue, eigens erschaffene Religion rund um den „Unsterblichen Gott“, alles wirklich spannend gedacht.

Leider war genau hier auch mein größtes Problem: das Worldbuilding.
Obwohl es zu Beginn ein Glossar gibt, das Begriffe und Hierarchien erklärt, hatte ich während des Lesens oft das Gefühl, nicht richtig greifen zu können, wie diese Welt eigentlich funktioniert. Viele Begriffe werden verwendet, ohne dass sie im Text selbst erklärt werden. Das Magiesystem rund um Exorzismus, dämonische Kräfte und religiöse Rituale klang faszinierend, blieb für mich aber zu oberflächlich und teilweise unklar.
Dabei mochte ich das vatikanische Setting wirklich sehr. Diese Mischung aus alter europäischer Geschichte, Religöser Überzeugung und dämonischer Bedrohung hatte so viel Potenzial. Ich hätte mir nur gewünscht, dass diese Welt noch greifbarer, noch tiefer ausgearbeitet worden wäre. Gerade weil das Konzept so besonders ist, hätte es mehr Raum und Klarheit verdient.

Auch der Schreibstil hat es mir nicht ganz leicht gemacht. Die Geschichte wird in der dritten Person mit wechselnden Perspektiven erzählt, was ich grundsätzlich sehr mag. Hier war jedoch nicht immer eindeutig gekennzeichnet, wessen Sicht wir gerade folgen, was vor allem in Dialogen für Verwirrung gesorgt hat. Manche Gespräche wirkten dadurch etwas holprig, und ich musste häufiger zurückblättern, um nachzuvollziehen, wer gerade spricht.
Die Geschwindigkeit in der die Geschichte erzählt wurde, war ebenfalls durchwachsen. Es gibt Szenen, besonders in der zweiten Hälfte, die wirklich Spannung aufgebaut haben und in denen man gemerkt hat, welches Potenzial in der Geschichte steckt. Doch gerade zu Beginn zieht sich vieles sehr. Es werden viele Figuren eingeführt, Handlungsstränge angerissen und Gespräche geführt, die den Lesefluss etwas ausbremsen. Für ein Buch, das inmitten eines Krieges spielt, hätte ich mir an manchen Stellen mehr Dringlichkeit gewünscht.

Was das Buch für mich letztendlich retten konnte, waren tatsächlich die Protagonisten:
Selene ist eine starke, kompromisslose Protagonistin. Sie ist ehrgeizig, diszipliniert und bereit, schwierige Entscheidungen zu treffen. Auch wenn ihr Ruf als „Schlächterin von Rom“ etwas krasser klang als in der tatsächlichen Darstellung, mochte ich ihre Entschlossenheit sehr.
Jules hingegen bringt eine ganz andere Energie mit. Er ist vom Krieg gezeichnet, trägt Schuld und Zweifel in sich und stellt Selenes schwarz-weiße Sichtweise immer wieder infrage. Ihre Dynamik - anfängliches Misstrauen, das eher in Richtung widerwillige Verbündete als echte Feinde geht – hat mir gut gefallen.

Allerdings würde ich das Ganze nicht wirklich als klassisches „Enemies to Lovers“ bezeichnen. Es ist mehr ein vorsichtiges Annähern zwischen zwei Menschen, die sich eigentlich nicht trauen, anderen Menschen zu vertrauen. Ich mochte einige ihrer gemeinsamen Szenen sehr, besonders die ruhigeren, intimen Momente, in denen man gemerkt hat, dass sie sich gegenseitig sehen und verstehen. Dennoch hätte ich mir mehr emotionale Spannung und ein stärkeres Knistern gewünscht. Die Chemie war da, aber sie hätte intensiver ausgearbeitet werden können.

Positiv hervorheben möchte ich noch die Plottwists. Einige Wendungen haben mich wirklich überrascht und haben gezeigt, dass Sophie Clark spannende Ideen hat. Insgesamt steckt in dieser Geschichte unglaublich viel Potenzial. Man merkt, dass hier eine komplexe Welt und große Themen wie Glaube, Trauma, Moral, verarbeitet werden sollten. Für ein Debüt fand ich das sehr beeindruckend.

Trotzdem blieb bei mir am Ende dieses Gefühl zurück, dass es noch nicht ganz rund ist. Mit einem klareren Worldbuilding, einer emotional näheren Erzählweise und einem strafferen Pacing hätte „Cruel is the Light“ für mich ein echtes Highlight werden können.


Fazit:
„Cruel is the Light – Ihre Liebe ist groß, ihre Macht unendlich“ bekommt von mir 3 von 5 Sternen und hat mir nur so halb gefallen.
Es ist ein Buch mit großartiger Grundidee, spannender Atmosphäre und zwei Hauptfiguren, die definitiv Potenzial haben. Gleichzeitig leidet die Geschichte unter unausgereiftem Worldbuilding, stellenweise holprigem Schreibstil und einer Romance, die mehr Intensität hätte vertragen können.
Ich bin zwiegespalten und glaube das sich jeder selbst ein Bild von diesem Buch machen sollte!

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Veröffentlicht am 22.03.2026

Eine tolle Sports Romance mit starken Charakteren und Emotionen

The Defender
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~The Defender von Ana Huang~

Meine Meinung:
Nachdem ich „The Striker“, den ersten Band dieser Reihe, so sehr geliebt hatte, waren meine Erwartungen an „The Defender“ natürlich ziemlich hoch. Ich hatte ...

~The Defender von Ana Huang~

Meine Meinung:
Nachdem ich „The Striker“, den ersten Band dieser Reihe, so sehr geliebt hatte, waren meine Erwartungen an „The Defender“ natürlich ziemlich hoch. Ich hatte ein kleines bisschen Angst, dass mich die Geschichte von Vincent und Brooklyn nicht genauso packen würde, aber Ana hat mich definitiv nicht enttäuscht.
Schon von der ersten Seite an hat sich das Buch anders angefühlt als der Erste Band. Ruhiger. Sanfter. Weniger explosiv, dafür umso emotionaler. Und genau das war am Ende auch die größte Stärke der Geschichte.

Was mir besonders gefallen hat, war die Dynamik zwischen Vincent und Brooklyn. Ihre Beziehung basiert nicht auf übertriebenem Drama oder toxischen Missverständnissen, sondern auf Kommunikation, Respekt und echtem Verständnis. Dieses ständige Knistern zwischen ihnen, die Wetten, die Wortgefechte, die Blicke, alles war unglaublich gutgeschrieben. Man hat die Anziehung gespürt, aber gleichzeitig auch diese Zurückhaltung, dieses „Wir dürfen eigentlich nicht“. Es war auch einfach so eine schöne Beziehung! Und ich habe jede einzelne Szene davon geliebt.

Der Schreibstil von Ana war wie gewohnt sehr angenehm zu lesen. Flüssig, emotional und mit genau der richtigen Mischung aus Humor und Gefühl. Besonders schön fand ich, dass sie sich Zeit für die leisen Momente genommen hat. Die Szenen, in denen einfach nur geredet wurde, in denen sie sich gegenseitig aufgefangen haben, das waren für mich die stärksten Augenblicke im Buch. Und dass es keinen unnötigen Third-Act-Breakup gab? Ein absoluter Pluspunkt. Es gab zwar auch sehr spannende und nervenaufreibende Szenen, aber diese waren ein kleiner Sideplot, der zwar das gewisse etwas reingebracht haben, aber nicht die Hauptstimmung des Buches bestimmt haben.


Die Charaktere haben für mich das Buch zu dem gemacht, was es ist:
Ich mochte Brooklyn wirklich sehr. Sie ist ehrgeizig, kompetent und arbeitet hart für das, was sie erreicht. Als Tochter des Coaches steht sie ständig unter Beobachtung und muss sich immer wieder beweisen besonders, weil ihr durch ihren Vater schnell Vorbezugheit vorgeworfen wird. Sie ist stark, aber nicht unverwundbar. Gerade im Umgang mit ihrer Mutter hat man gemerkt, wie viel sie mit sich herumträgt. Ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte, mehr für sich einzustehen, ihre eigenen Grenzen zu setzen, war sehr schön zu beobachten.

Vincent ist wahrscheinlich einer der sanftesten und „grünsten“ Male Leads, die Ana bisher geschrieben hat. (Zumindest von den Bücher, die ich bisher von ihr gelesen habe) Diszipliniert, kontrolliert, verantwortungsbewusst, aber gleichzeitig unfassbar liebevoll. Er beschützt Brooklyn nicht, um sie kleinzuhalten, sondern um ihr den Rücken freizuhalten. Besonders seine kleinen, stillen Gesten haben mich überzeugt. Er reist für sie um die halbe Welt, stellt sich ohne Zögern vor sie und unterstützt sie in Momenten, in denen sie selbst zweifelt. Diese ruhige, konstante Art zu lieben hat mich sehr berührt.

Aber auch die Nebencharaktere habe ich in diesem Buch sehr geliebt, allen voran das Blackcastle-Team: Ich liebe ihre Team-Dynamik einfach. Die Freundschaft, das Chaos, die Loyalität und ihr Buchclub. Sie sind laut, überdramatisch und manchmal anstrengend, aber genau das macht sie so authentisch. Diese Found-Family-Vibes geben der Geschichte so viel Wärme.
Auch die Freundschaft von Scarlet, Carina & Brooklyn haben ich wieder so geliebt, wie in Band 1. Keine unnötige Eifersucht, kein Drama, einfach Frauen, die sich gegenseitig unterstützen, motivieren und auffangen. Diese Dynamik fühlt sich so gesund und echt an und ich würde so gerne noch mehr Szenen über die Drei lesen.

Ein kleiner Kritikpunkt für mich war die Geschwindigkeit, in der die Geschichte erzählt wurde. Es gab ein paar Abschnitte, die sich etwas gezogen haben, in denen ich mir etwas mehr Spannung gewünscht hätte.
Trotzdem war „The Defender“ eine wunderschöne, warme Geschichte. Wie eine Umarmung in Buchform. Weniger Chaos, mehr Herz. Und manchmal ist genau das das, was man braucht.

Ich freue mich jetzt schon unglaublich auf die Geschichte von Noah und Carina!


Fazit:
„The Defender“ bekommt von mir 4 von 5 Sterne und hat mir gut gefallen! Es ist eine emotionale, ruhige Sports Romance mit gesunder Kommunikation, starken Charakteren und einer tollen Found-Family-Dynamik. Wer eine etwas sanftere, aber trotzdem intensive Liebesgeschichte sucht, wird hier definitiv fündig.

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Veröffentlicht am 15.03.2026

Götter, Geheimnisse und Enemies-to-Lovers

Loki − Her Twisted Heart
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~Loki – Her twisted Heart von Franka Neubauer~

Meine Meinung:
Nachdem ich den Klappentext von „Loki“ gelesen hatte, wusste ich einfach, dass ich dieses Buch lesen muss. Ich befinde mich schon seit einiger ...

~Loki – Her twisted Heart von Franka Neubauer~

Meine Meinung:
Nachdem ich den Klappentext von „Loki“ gelesen hatte, wusste ich einfach, dass ich dieses Buch lesen muss. Ich befinde mich schon seit einiger Zeit wieder voll in meiner „Mythologie-Era“, besonders was die griechische Mythologie angeht, und da hat dieses Buch perfekt reingepasst! Deshalb fand ich es auch so spannend, dass es nicht nur bei einer Mythologie bleibt, sondern mehrere miteinander verknüpft. Das hat mich direkt neugierig gemacht und komplett abgeholt.

Ich habe das Buch auch innerhalb weniger Tage verschlungen und es hat mir wirklich gut gefallen!
Besonders begeistert, hat mich das Worldbuilding rund um die Welt der Götter und Menschen, da es in diesem Fall eine komplette Neuinterpretation von mehreren Mythologien aus verschiedenen Ländern waren. Die Menschenwelt und auch Abyssos, die Welt der Götter, waren insgesamt auch super interessant und ich habe es genossen, diese Welt zusammen mit Harlow zu erkunden. (Dabei war die Karte im Buch auch sehr praktisch). Ich war zwar manchmal etwas verwirrt, da man die Götter schon kannte, diese aber in dem Fall für etwas anderes standen und eine andere Rolle eingenommen haben, aber das hat das ganze auch sehr einzigartig gemacht und habe mich immer wieder darauf gefreut, mehr von dieser Welt zu erfahren.

Auch der Schreibstil von Franka Neubauer hat mir sehr gut gefallen. Sie schreibt sehr bildhaft, mitreißend, spannend und schafft es, sowohl die Handlung als auch die Emotionen greifbar zu machen. Besonders die Szenen auf dem Ball der Götter, die ganzen Action Szenen und die Begegnungen mit Wesen aus der Götter Welt wie die Nixen und Wyvern konnte ich mir unglaublich gut vorstellen und fand sie perfekt beschrieben!

Harlow als Protagonistin mochte ich wirklich sehr. Sie war taff, kämpferisch und trägt keine einfache Vergangenheit mit sich herum, was sie aber nie an etwas gehindert hätte, sondern nur noch stärker gemacht hat. Gleichzeitig ist sie sehr loyal und würde alles für ihre Mitmenschen tuen, die ihr wichtig sind. Besonders gefallen hat mir, dass sie kein Blatt vor dem Mund nimmt. Ihre schlagfertigen Wortgefechte mit Loki waren definitiv ein Highlight für mich und haben für einige sehr amüsante Momente gesorgt.

Loki hingegen konnte ich bis zum Ende leider nicht wirklich greifen – passend zum Gott der Täuschung. Ich mag ihn als Charaktere sehr, gerade weil er so viele Facetten hat. Doch gleichzeitig ist er von Lügen, Manipulation und Geheimnissen umgeben, sodass man nie genau weiß, was echt ist und was nur Teil seines Plans. Ich bin sehr gespannt, wie er sich noch in Band 2 entwickeln wird.

Die Götter selbst nehmen (außer Loki) eine interessante Rolle ein: Einerseits stehen sie eher im Hintergrund, andererseits haben sie durch ihre Präsenz und die Randnotizen einen großen Einfluss auf die Geschichte. Viele von ihnen fand ich ehrlich gesagt nicht besonders sympathisch, was die Dynamik aber nur noch spannender gemacht hat.
Die Nebencharaktere wie z.B. Asra, die beste Freundin von Harlow, die anderen Mitglieder der Agrai und Kaia den Wassergeist (love her!), haben der Geschichte noch mehr tiefe gegeben. Obwohl einige von ihnen nur kurze Auftritte hatten, wirkten sie lebendig und interessant. Besonders über die Agrai hätte ich gerne noch mehr erfahren, da sie bis zum Ende hin sehr geheimnisvoll bleiben. Obwohl Harlow lange Teil von ihnen war, bekommt man vergleichsweise wenig Einblick

Der Plot selbst war wirklich sehr spannend. Harlow und Loki begeben sich auf eine gefährliche Mission, um verschiedene Gegenstände zu beschaffen und damit die Welt zu retten. Dabei gibt es dann aber auch sehr viele Plottwist (ich meine wir reden hier auch vom Gott der Täuschungen), viele spannende Action Szenen, die auch echt gutgeschrieben wurden und auch einige heißere Momente. Aber, seit gewarnt, dieses Buch setzt den Trope Enemies-to-Lovers wirklich richtig gut um (sie haben also kein Instant-Love) und die Beziehung der beiden entwickelt sich dementsprechend etwas langsamer, dafür aber viel natürlicher.

Und dann dieses Ende… Es hat mich emotional wirklich mitgenommen und komplett zerstört zurückgelassen. Ich würde am liebsten sofort weiterlesen, weil ich unbedingt wissen muss, wie es mit Harlow und Loki nach diesem Ende weitergeht!


Fazit:
„Loki – Her twisted Heart“ bekommt von mir 4,5 von 5 Sternen und hat mir sehr gut gefallen. Für mich war die Geschichte eine spannende, atmosphärische Neuinterpretation verschiedener Mythologien mit starken Charakteren, die besonders durch eine fesselnde Handlung und einem gemeinen Cliffhanger mich sehr gefesselt hat und der definitiv Lust auf mehr macht.

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Veröffentlicht am 08.02.2026

Ein starker Reihenauftakt voller Blut, Magie und Intrigen

Magic Drowned in Blood
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~Magic Drowned in Blood von Christina Rain~

Meine Meinung:
Eigentlich halte ich meist eher Abstand von Dark-Romance-Geschichten, doch bei Dark Fantasy werde ich einfach schwach – und Magic Drowned in ...

~Magic Drowned in Blood von Christina Rain~

Meine Meinung:
Eigentlich halte ich meist eher Abstand von Dark-Romance-Geschichten, doch bei Dark Fantasy werde ich einfach schwach – und Magic Drowned in Blood hat mich von der ersten Sekunde an gepackt. Schon die ersten Seiten werfen einen mitten hinein in Chaos, Blut und Magie: Untote, die gemeinsam auf eine Schule gehen und an dieser ihren Abschluss machen, dabei aber auch nicht gerade die nettesten sind und ein Wettbewerb, in dem zwei Schattengeliebte gesucht werden, der auch blutig enden könnte. Schon dieser Einstieg hat mich direkt überzeugt und mir gezeigt, dass Christina Rain eine sehr interessante Welt erschafft, hat, in der jeder nach seinen eigenen Regeln spielt.

In diesem Buch gibt es eine Rückkehr ins Universum der Knightstone Academy (die Bücher habe ich leider bisher noch nicht gelesen, werde ich aber bald nachholen!), die Reihen sind aber problemlos unabhängig voneinander lesbar. Diese Geschichte spielt an dem Nightcastle College – einen düsteren, abgeschiedenen Ort im Norden, der vollständig auf das Leben von Vampiren ausgerichtet ist. Und mittendrin: Lark.

Als Halbvampirin gehört sie nirgendwo so richtig dazu. Sie ist zu vampirisch für die Magier und zu unvollständig für die Vampire. Dieses ständige Außenseitergefühl war unglaublich greifbar und hat mir oft richtig wehgetan beim Lesen. Lark versucht unsichtbar zu bleiben, nicht aufzufallen, einfach zu überleben – und gerade deshalb war sie für mich eine extrem starke Protagonistin. Sie ist klug, schlagfertig, innerlich zerrissen, aber niemals schwach. Besonders mochte ich, dass sie nicht als unverwundbare Heldin dargestellt wird: Sie darf Angst haben, zweifeln, Hilfe annehmen – und trotzdem für sich selbst einstehen. Die Charaktere um sie herum, haben ihr Leben oft viel schwerer gemacht, als es seien müsste und trotzdem ist sie immer aufgestanden und hat ihr Ding weitergemacht.

Der gefährliche Wettbewerb um die Rolle der Schattengeliebten der beiden Prinzen bildet das düstere Herz der Geschichte. Lark will damit nichts zu tun haben – und wird dennoch hineingezogen. Ab diesem Moment verstrickt sich die Handlung immer tiefer in Intrigen, Machtspiele und Geheimnisse, bei denen man nie genau weiß, wem man trauen kann. Genau das hat für mich einen großen Teil der Spannung ausgemacht.
Besonders spannend fand ich die beiden Prinzen Loras und Tarabas. Sie könnten kaum unterschiedlicher sein: Der eine offen, charmant, fast schon verführerisch (aber nicht alles was glänzt ist gold…) – der andere düster, verschlossen, hinter einer Maske verborgen. Und trotzdem sind beide auf ihre eigene Weise gefährlich faszinierend. Man spürt von Anfang an, dass ihre Fassaden Risse haben und dass hinter ihren Blicken mehr lauert, als sie zeigen wollen. Dazu kommt noch ein Bodyguard, der ebenfalls für ordentlich Spannung sorgt – emotional wie atmosphärisch.
Die Nebencharaktere blieben meistens leider etwas durchsichtig, weshalb ich mir sehr erhoffe, das wir über diese noch viel mehr erfahren werden, da zum Beispiel Scarlett und Grace noch sehr viel Potential haben.
Was ich dabei besonders toll fand, war das wir Kapitel aus der Sicht von allen vieren bekommen haben. Die meisten waren natürlich von Rain, aber auch die anderen drei konnten manchmal zur Sprache kommen und dadurch das Lesen nur noch interessanter gestalten.

Und diese Tension?
Wow.
Kein überladener Spice (auch wenn es davon nicht gerade wenig gab!), kein erzwungenes Drama – sondern ein ständiges Knistern, unausgesprochene Gefühle, Blicke, Nähe und Distanz. Alles fühlt sich genau richtig dosiert an und fügt sich perfekt in die Handlung ein. Gerade weil nicht alles sofort passiert, wirkt die Anziehung so intensiv. Da das Buch zudem Why-choose? Als Trope beinhält, konnte ich mich auch gar nicht dafür entscheiden, wenn von den dreien ich am besten fand. Ich hoffe nur insgeheim, das die drei auch noch etwas weichere Seiten, in den nächsten Bücher zeigen, dann wären sie perfekt.

Auch das Worldbuilding hat mich überzeugt. Das Nightcastle College wirkt alt, kalt und unbarmherzig, voller Regeln, Erwartungen und dunkler Traditionen. Der College-Alltag dient zunächst als ruhiger Einstieg in die Welt, doch das änderte sich mich dem Voranschreiten der Geschichte. Besonders durch den Wettbewerb, wurde es gefährlicher und noch spannender, auch wenn ich dort auch gerne, etwas mehr über die anderen Kandidaten erfahren hätte. Besonders das Magiesystem fand ich auch sehr spannend. Es gab immer nur ein paar Häppchen Informationen darüber und ich hoffe sehr, dass diese Themen in den nächsten Bänden noch mehr vertieft werden und wir noch viel mehr darüber erfahren können.
Die Handlung selbst, hat mir von Anfang an Gefallen, die ersten Kapitel waren mehr ein Einstieg, aber ab der hälft und besonders gegen Ende überschlagen sich die Ereignisse und Enthüllungen, die herauskommen und ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen.
Der Cliffhanger am Ende hat mich dann endgültig zerstört. Wirklich.
Ich muss wissen, wie es weitergeht und freue mich jetzt schon total auf Band 2!


Fazit:
Magic Drowned in Blood bekommt von mir 5 von 5 Sternen und hat mir unglaublich gut gefallen. Christina Rain liefert hier einen spannungsgeladenen und emotional intensiven Auftakt, der Lust auf so viel mehr macht. Düstere Fantasy, morally grey Charaktere, gefährliche Spiele und eine Protagonistin, die man einfach ins Herz schließen muss – für mich ein echtes Highlight. 🩸✨

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