Eine tolle Sports Romance mit starken Charakteren und Emotionen
The Defender~The Defender von Ana Huang~
Meine Meinung:
Nachdem ich „The Striker“, den ersten Band dieser Reihe, so sehr geliebt hatte, waren meine Erwartungen an „The Defender“ natürlich ziemlich hoch. Ich hatte ...
~The Defender von Ana Huang~
Meine Meinung:
Nachdem ich „The Striker“, den ersten Band dieser Reihe, so sehr geliebt hatte, waren meine Erwartungen an „The Defender“ natürlich ziemlich hoch. Ich hatte ein kleines bisschen Angst, dass mich die Geschichte von Vincent und Brooklyn nicht genauso packen würde, aber Ana hat mich definitiv nicht enttäuscht.
Schon von der ersten Seite an hat sich das Buch anders angefühlt als der Erste Band. Ruhiger. Sanfter. Weniger explosiv, dafür umso emotionaler. Und genau das war am Ende auch die größte Stärke der Geschichte.
Was mir besonders gefallen hat, war die Dynamik zwischen Vincent und Brooklyn. Ihre Beziehung basiert nicht auf übertriebenem Drama oder toxischen Missverständnissen, sondern auf Kommunikation, Respekt und echtem Verständnis. Dieses ständige Knistern zwischen ihnen, die Wetten, die Wortgefechte, die Blicke, alles war unglaublich gutgeschrieben. Man hat die Anziehung gespürt, aber gleichzeitig auch diese Zurückhaltung, dieses „Wir dürfen eigentlich nicht“. Es war auch einfach so eine schöne Beziehung! Und ich habe jede einzelne Szene davon geliebt.
Der Schreibstil von Ana war wie gewohnt sehr angenehm zu lesen. Flüssig, emotional und mit genau der richtigen Mischung aus Humor und Gefühl. Besonders schön fand ich, dass sie sich Zeit für die leisen Momente genommen hat. Die Szenen, in denen einfach nur geredet wurde, in denen sie sich gegenseitig aufgefangen haben, das waren für mich die stärksten Augenblicke im Buch. Und dass es keinen unnötigen Third-Act-Breakup gab? Ein absoluter Pluspunkt. Es gab zwar auch sehr spannende und nervenaufreibende Szenen, aber diese waren ein kleiner Sideplot, der zwar das gewisse etwas reingebracht haben, aber nicht die Hauptstimmung des Buches bestimmt haben.
Die Charaktere haben für mich das Buch zu dem gemacht, was es ist:
Ich mochte Brooklyn wirklich sehr. Sie ist ehrgeizig, kompetent und arbeitet hart für das, was sie erreicht. Als Tochter des Coaches steht sie ständig unter Beobachtung und muss sich immer wieder beweisen besonders, weil ihr durch ihren Vater schnell Vorbezugheit vorgeworfen wird. Sie ist stark, aber nicht unverwundbar. Gerade im Umgang mit ihrer Mutter hat man gemerkt, wie viel sie mit sich herumträgt. Ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte, mehr für sich einzustehen, ihre eigenen Grenzen zu setzen, war sehr schön zu beobachten.
Vincent ist wahrscheinlich einer der sanftesten und „grünsten“ Male Leads, die Ana bisher geschrieben hat. (Zumindest von den Bücher, die ich bisher von ihr gelesen habe) Diszipliniert, kontrolliert, verantwortungsbewusst, aber gleichzeitig unfassbar liebevoll. Er beschützt Brooklyn nicht, um sie kleinzuhalten, sondern um ihr den Rücken freizuhalten. Besonders seine kleinen, stillen Gesten haben mich überzeugt. Er reist für sie um die halbe Welt, stellt sich ohne Zögern vor sie und unterstützt sie in Momenten, in denen sie selbst zweifelt. Diese ruhige, konstante Art zu lieben hat mich sehr berührt.
Aber auch die Nebencharaktere habe ich in diesem Buch sehr geliebt, allen voran das Blackcastle-Team: Ich liebe ihre Team-Dynamik einfach. Die Freundschaft, das Chaos, die Loyalität und ihr Buchclub. Sie sind laut, überdramatisch und manchmal anstrengend, aber genau das macht sie so authentisch. Diese Found-Family-Vibes geben der Geschichte so viel Wärme.
Auch die Freundschaft von Scarlet, Carina & Brooklyn haben ich wieder so geliebt, wie in Band 1. Keine unnötige Eifersucht, kein Drama, einfach Frauen, die sich gegenseitig unterstützen, motivieren und auffangen. Diese Dynamik fühlt sich so gesund und echt an und ich würde so gerne noch mehr Szenen über die Drei lesen.
Ein kleiner Kritikpunkt für mich war die Geschwindigkeit, in der die Geschichte erzählt wurde. Es gab ein paar Abschnitte, die sich etwas gezogen haben, in denen ich mir etwas mehr Spannung gewünscht hätte.
Trotzdem war „The Defender“ eine wunderschöne, warme Geschichte. Wie eine Umarmung in Buchform. Weniger Chaos, mehr Herz. Und manchmal ist genau das das, was man braucht.
Ich freue mich jetzt schon unglaublich auf die Geschichte von Noah und Carina!
Fazit:
„The Defender“ bekommt von mir 4 von 5 Sterne und hat mir gut gefallen! Es ist eine emotionale, ruhige Sports Romance mit gesunder Kommunikation, starken Charakteren und einer tollen Found-Family-Dynamik. Wer eine etwas sanftere, aber trotzdem intensive Liebesgeschichte sucht, wird hier definitiv fündig.