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Veröffentlicht am 22.03.2026

Eine tolle Sports Romance mit starken Charakteren und Emotionen

The Defender
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~The Defender von Ana Huang~

Meine Meinung:
Nachdem ich „The Striker“, den ersten Band dieser Reihe, so sehr geliebt hatte, waren meine Erwartungen an „The Defender“ natürlich ziemlich hoch. Ich hatte ...

~The Defender von Ana Huang~

Meine Meinung:
Nachdem ich „The Striker“, den ersten Band dieser Reihe, so sehr geliebt hatte, waren meine Erwartungen an „The Defender“ natürlich ziemlich hoch. Ich hatte ein kleines bisschen Angst, dass mich die Geschichte von Vincent und Brooklyn nicht genauso packen würde, aber Ana hat mich definitiv nicht enttäuscht.
Schon von der ersten Seite an hat sich das Buch anders angefühlt als der Erste Band. Ruhiger. Sanfter. Weniger explosiv, dafür umso emotionaler. Und genau das war am Ende auch die größte Stärke der Geschichte.

Was mir besonders gefallen hat, war die Dynamik zwischen Vincent und Brooklyn. Ihre Beziehung basiert nicht auf übertriebenem Drama oder toxischen Missverständnissen, sondern auf Kommunikation, Respekt und echtem Verständnis. Dieses ständige Knistern zwischen ihnen, die Wetten, die Wortgefechte, die Blicke, alles war unglaublich gutgeschrieben. Man hat die Anziehung gespürt, aber gleichzeitig auch diese Zurückhaltung, dieses „Wir dürfen eigentlich nicht“. Es war auch einfach so eine schöne Beziehung! Und ich habe jede einzelne Szene davon geliebt.

Der Schreibstil von Ana war wie gewohnt sehr angenehm zu lesen. Flüssig, emotional und mit genau der richtigen Mischung aus Humor und Gefühl. Besonders schön fand ich, dass sie sich Zeit für die leisen Momente genommen hat. Die Szenen, in denen einfach nur geredet wurde, in denen sie sich gegenseitig aufgefangen haben, das waren für mich die stärksten Augenblicke im Buch. Und dass es keinen unnötigen Third-Act-Breakup gab? Ein absoluter Pluspunkt. Es gab zwar auch sehr spannende und nervenaufreibende Szenen, aber diese waren ein kleiner Sideplot, der zwar das gewisse etwas reingebracht haben, aber nicht die Hauptstimmung des Buches bestimmt haben.


Die Charaktere haben für mich das Buch zu dem gemacht, was es ist:
Ich mochte Brooklyn wirklich sehr. Sie ist ehrgeizig, kompetent und arbeitet hart für das, was sie erreicht. Als Tochter des Coaches steht sie ständig unter Beobachtung und muss sich immer wieder beweisen besonders, weil ihr durch ihren Vater schnell Vorbezugheit vorgeworfen wird. Sie ist stark, aber nicht unverwundbar. Gerade im Umgang mit ihrer Mutter hat man gemerkt, wie viel sie mit sich herumträgt. Ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte, mehr für sich einzustehen, ihre eigenen Grenzen zu setzen, war sehr schön zu beobachten.

Vincent ist wahrscheinlich einer der sanftesten und „grünsten“ Male Leads, die Ana bisher geschrieben hat. (Zumindest von den Bücher, die ich bisher von ihr gelesen habe) Diszipliniert, kontrolliert, verantwortungsbewusst, aber gleichzeitig unfassbar liebevoll. Er beschützt Brooklyn nicht, um sie kleinzuhalten, sondern um ihr den Rücken freizuhalten. Besonders seine kleinen, stillen Gesten haben mich überzeugt. Er reist für sie um die halbe Welt, stellt sich ohne Zögern vor sie und unterstützt sie in Momenten, in denen sie selbst zweifelt. Diese ruhige, konstante Art zu lieben hat mich sehr berührt.

Aber auch die Nebencharaktere habe ich in diesem Buch sehr geliebt, allen voran das Blackcastle-Team: Ich liebe ihre Team-Dynamik einfach. Die Freundschaft, das Chaos, die Loyalität und ihr Buchclub. Sie sind laut, überdramatisch und manchmal anstrengend, aber genau das macht sie so authentisch. Diese Found-Family-Vibes geben der Geschichte so viel Wärme.
Auch die Freundschaft von Scarlet, Carina & Brooklyn haben ich wieder so geliebt, wie in Band 1. Keine unnötige Eifersucht, kein Drama, einfach Frauen, die sich gegenseitig unterstützen, motivieren und auffangen. Diese Dynamik fühlt sich so gesund und echt an und ich würde so gerne noch mehr Szenen über die Drei lesen.

Ein kleiner Kritikpunkt für mich war die Geschwindigkeit, in der die Geschichte erzählt wurde. Es gab ein paar Abschnitte, die sich etwas gezogen haben, in denen ich mir etwas mehr Spannung gewünscht hätte.
Trotzdem war „The Defender“ eine wunderschöne, warme Geschichte. Wie eine Umarmung in Buchform. Weniger Chaos, mehr Herz. Und manchmal ist genau das das, was man braucht.

Ich freue mich jetzt schon unglaublich auf die Geschichte von Noah und Carina!


Fazit:
„The Defender“ bekommt von mir 4 von 5 Sterne und hat mir gut gefallen! Es ist eine emotionale, ruhige Sports Romance mit gesunder Kommunikation, starken Charakteren und einer tollen Found-Family-Dynamik. Wer eine etwas sanftere, aber trotzdem intensive Liebesgeschichte sucht, wird hier definitiv fündig.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.03.2026

Götter, Geheimnisse und Enemies-to-Lovers

Loki − Her Twisted Heart
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~Loki – Her twisted Heart von Franka Neubauer~

Meine Meinung:
Nachdem ich den Klappentext von „Loki“ gelesen hatte, wusste ich einfach, dass ich dieses Buch lesen muss. Ich befinde mich schon seit einiger ...

~Loki – Her twisted Heart von Franka Neubauer~

Meine Meinung:
Nachdem ich den Klappentext von „Loki“ gelesen hatte, wusste ich einfach, dass ich dieses Buch lesen muss. Ich befinde mich schon seit einiger Zeit wieder voll in meiner „Mythologie-Era“, besonders was die griechische Mythologie angeht, und da hat dieses Buch perfekt reingepasst! Deshalb fand ich es auch so spannend, dass es nicht nur bei einer Mythologie bleibt, sondern mehrere miteinander verknüpft. Das hat mich direkt neugierig gemacht und komplett abgeholt.

Ich habe das Buch auch innerhalb weniger Tage verschlungen und es hat mir wirklich gut gefallen!
Besonders begeistert, hat mich das Worldbuilding rund um die Welt der Götter und Menschen, da es in diesem Fall eine komplette Neuinterpretation von mehreren Mythologien aus verschiedenen Ländern waren. Die Menschenwelt und auch Abyssos, die Welt der Götter, waren insgesamt auch super interessant und ich habe es genossen, diese Welt zusammen mit Harlow zu erkunden. (Dabei war die Karte im Buch auch sehr praktisch). Ich war zwar manchmal etwas verwirrt, da man die Götter schon kannte, diese aber in dem Fall für etwas anderes standen und eine andere Rolle eingenommen haben, aber das hat das ganze auch sehr einzigartig gemacht und habe mich immer wieder darauf gefreut, mehr von dieser Welt zu erfahren.

Auch der Schreibstil von Franka Neubauer hat mir sehr gut gefallen. Sie schreibt sehr bildhaft, mitreißend, spannend und schafft es, sowohl die Handlung als auch die Emotionen greifbar zu machen. Besonders die Szenen auf dem Ball der Götter, die ganzen Action Szenen und die Begegnungen mit Wesen aus der Götter Welt wie die Nixen und Wyvern konnte ich mir unglaublich gut vorstellen und fand sie perfekt beschrieben!

Harlow als Protagonistin mochte ich wirklich sehr. Sie war taff, kämpferisch und trägt keine einfache Vergangenheit mit sich herum, was sie aber nie an etwas gehindert hätte, sondern nur noch stärker gemacht hat. Gleichzeitig ist sie sehr loyal und würde alles für ihre Mitmenschen tuen, die ihr wichtig sind. Besonders gefallen hat mir, dass sie kein Blatt vor dem Mund nimmt. Ihre schlagfertigen Wortgefechte mit Loki waren definitiv ein Highlight für mich und haben für einige sehr amüsante Momente gesorgt.

Loki hingegen konnte ich bis zum Ende leider nicht wirklich greifen – passend zum Gott der Täuschung. Ich mag ihn als Charaktere sehr, gerade weil er so viele Facetten hat. Doch gleichzeitig ist er von Lügen, Manipulation und Geheimnissen umgeben, sodass man nie genau weiß, was echt ist und was nur Teil seines Plans. Ich bin sehr gespannt, wie er sich noch in Band 2 entwickeln wird.

Die Götter selbst nehmen (außer Loki) eine interessante Rolle ein: Einerseits stehen sie eher im Hintergrund, andererseits haben sie durch ihre Präsenz und die Randnotizen einen großen Einfluss auf die Geschichte. Viele von ihnen fand ich ehrlich gesagt nicht besonders sympathisch, was die Dynamik aber nur noch spannender gemacht hat.
Die Nebencharaktere wie z.B. Asra, die beste Freundin von Harlow, die anderen Mitglieder der Agrai und Kaia den Wassergeist (love her!), haben der Geschichte noch mehr tiefe gegeben. Obwohl einige von ihnen nur kurze Auftritte hatten, wirkten sie lebendig und interessant. Besonders über die Agrai hätte ich gerne noch mehr erfahren, da sie bis zum Ende hin sehr geheimnisvoll bleiben. Obwohl Harlow lange Teil von ihnen war, bekommt man vergleichsweise wenig Einblick

Der Plot selbst war wirklich sehr spannend. Harlow und Loki begeben sich auf eine gefährliche Mission, um verschiedene Gegenstände zu beschaffen und damit die Welt zu retten. Dabei gibt es dann aber auch sehr viele Plottwist (ich meine wir reden hier auch vom Gott der Täuschungen), viele spannende Action Szenen, die auch echt gutgeschrieben wurden und auch einige heißere Momente. Aber, seit gewarnt, dieses Buch setzt den Trope Enemies-to-Lovers wirklich richtig gut um (sie haben also kein Instant-Love) und die Beziehung der beiden entwickelt sich dementsprechend etwas langsamer, dafür aber viel natürlicher.

Und dann dieses Ende… Es hat mich emotional wirklich mitgenommen und komplett zerstört zurückgelassen. Ich würde am liebsten sofort weiterlesen, weil ich unbedingt wissen muss, wie es mit Harlow und Loki nach diesem Ende weitergeht!


Fazit:
„Loki – Her twisted Heart“ bekommt von mir 4,5 von 5 Sternen und hat mir sehr gut gefallen. Für mich war die Geschichte eine spannende, atmosphärische Neuinterpretation verschiedener Mythologien mit starken Charakteren, die besonders durch eine fesselnde Handlung und einem gemeinen Cliffhanger mich sehr gefesselt hat und der definitiv Lust auf mehr macht.

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Veröffentlicht am 08.02.2026

Ein starker Reihenauftakt voller Blut, Magie und Intrigen

Magic Drowned in Blood
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~Magic Drowned in Blood von Christina Rain~

Meine Meinung:
Eigentlich halte ich meist eher Abstand von Dark-Romance-Geschichten, doch bei Dark Fantasy werde ich einfach schwach – und Magic Drowned in ...

~Magic Drowned in Blood von Christina Rain~

Meine Meinung:
Eigentlich halte ich meist eher Abstand von Dark-Romance-Geschichten, doch bei Dark Fantasy werde ich einfach schwach – und Magic Drowned in Blood hat mich von der ersten Sekunde an gepackt. Schon die ersten Seiten werfen einen mitten hinein in Chaos, Blut und Magie: Untote, die gemeinsam auf eine Schule gehen und an dieser ihren Abschluss machen, dabei aber auch nicht gerade die nettesten sind und ein Wettbewerb, in dem zwei Schattengeliebte gesucht werden, der auch blutig enden könnte. Schon dieser Einstieg hat mich direkt überzeugt und mir gezeigt, dass Christina Rain eine sehr interessante Welt erschafft, hat, in der jeder nach seinen eigenen Regeln spielt.

In diesem Buch gibt es eine Rückkehr ins Universum der Knightstone Academy (die Bücher habe ich leider bisher noch nicht gelesen, werde ich aber bald nachholen!), die Reihen sind aber problemlos unabhängig voneinander lesbar. Diese Geschichte spielt an dem Nightcastle College – einen düsteren, abgeschiedenen Ort im Norden, der vollständig auf das Leben von Vampiren ausgerichtet ist. Und mittendrin: Lark.

Als Halbvampirin gehört sie nirgendwo so richtig dazu. Sie ist zu vampirisch für die Magier und zu unvollständig für die Vampire. Dieses ständige Außenseitergefühl war unglaublich greifbar und hat mir oft richtig wehgetan beim Lesen. Lark versucht unsichtbar zu bleiben, nicht aufzufallen, einfach zu überleben – und gerade deshalb war sie für mich eine extrem starke Protagonistin. Sie ist klug, schlagfertig, innerlich zerrissen, aber niemals schwach. Besonders mochte ich, dass sie nicht als unverwundbare Heldin dargestellt wird: Sie darf Angst haben, zweifeln, Hilfe annehmen – und trotzdem für sich selbst einstehen. Die Charaktere um sie herum, haben ihr Leben oft viel schwerer gemacht, als es seien müsste und trotzdem ist sie immer aufgestanden und hat ihr Ding weitergemacht.

Der gefährliche Wettbewerb um die Rolle der Schattengeliebten der beiden Prinzen bildet das düstere Herz der Geschichte. Lark will damit nichts zu tun haben – und wird dennoch hineingezogen. Ab diesem Moment verstrickt sich die Handlung immer tiefer in Intrigen, Machtspiele und Geheimnisse, bei denen man nie genau weiß, wem man trauen kann. Genau das hat für mich einen großen Teil der Spannung ausgemacht.
Besonders spannend fand ich die beiden Prinzen Loras und Tarabas. Sie könnten kaum unterschiedlicher sein: Der eine offen, charmant, fast schon verführerisch (aber nicht alles was glänzt ist gold…) – der andere düster, verschlossen, hinter einer Maske verborgen. Und trotzdem sind beide auf ihre eigene Weise gefährlich faszinierend. Man spürt von Anfang an, dass ihre Fassaden Risse haben und dass hinter ihren Blicken mehr lauert, als sie zeigen wollen. Dazu kommt noch ein Bodyguard, der ebenfalls für ordentlich Spannung sorgt – emotional wie atmosphärisch.
Die Nebencharaktere blieben meistens leider etwas durchsichtig, weshalb ich mir sehr erhoffe, das wir über diese noch viel mehr erfahren werden, da zum Beispiel Scarlett und Grace noch sehr viel Potential haben.
Was ich dabei besonders toll fand, war das wir Kapitel aus der Sicht von allen vieren bekommen haben. Die meisten waren natürlich von Rain, aber auch die anderen drei konnten manchmal zur Sprache kommen und dadurch das Lesen nur noch interessanter gestalten.

Und diese Tension?
Wow.
Kein überladener Spice (auch wenn es davon nicht gerade wenig gab!), kein erzwungenes Drama – sondern ein ständiges Knistern, unausgesprochene Gefühle, Blicke, Nähe und Distanz. Alles fühlt sich genau richtig dosiert an und fügt sich perfekt in die Handlung ein. Gerade weil nicht alles sofort passiert, wirkt die Anziehung so intensiv. Da das Buch zudem Why-choose? Als Trope beinhält, konnte ich mich auch gar nicht dafür entscheiden, wenn von den dreien ich am besten fand. Ich hoffe nur insgeheim, das die drei auch noch etwas weichere Seiten, in den nächsten Bücher zeigen, dann wären sie perfekt.

Auch das Worldbuilding hat mich überzeugt. Das Nightcastle College wirkt alt, kalt und unbarmherzig, voller Regeln, Erwartungen und dunkler Traditionen. Der College-Alltag dient zunächst als ruhiger Einstieg in die Welt, doch das änderte sich mich dem Voranschreiten der Geschichte. Besonders durch den Wettbewerb, wurde es gefährlicher und noch spannender, auch wenn ich dort auch gerne, etwas mehr über die anderen Kandidaten erfahren hätte. Besonders das Magiesystem fand ich auch sehr spannend. Es gab immer nur ein paar Häppchen Informationen darüber und ich hoffe sehr, dass diese Themen in den nächsten Bänden noch mehr vertieft werden und wir noch viel mehr darüber erfahren können.
Die Handlung selbst, hat mir von Anfang an Gefallen, die ersten Kapitel waren mehr ein Einstieg, aber ab der hälft und besonders gegen Ende überschlagen sich die Ereignisse und Enthüllungen, die herauskommen und ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen.
Der Cliffhanger am Ende hat mich dann endgültig zerstört. Wirklich.
Ich muss wissen, wie es weitergeht und freue mich jetzt schon total auf Band 2!


Fazit:
Magic Drowned in Blood bekommt von mir 5 von 5 Sternen und hat mir unglaublich gut gefallen. Christina Rain liefert hier einen spannungsgeladenen und emotional intensiven Auftakt, der Lust auf so viel mehr macht. Düstere Fantasy, morally grey Charaktere, gefährliche Spiele und eine Protagonistin, die man einfach ins Herz schließen muss – für mich ein echtes Highlight. 🩸✨

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Veröffentlicht am 30.11.2025

Von Motten, Schatten und düsteren Wahrheiten

Nocticadia
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~Nocticadia – Keri Lake~

Meine Meinung:
Schon seitdem ich das erste Mal von Nocticadia gelessen hatte, war mir klar, dass ich dieses Buch lesen muss. Ich bin zurzeit ein rießen Fan von Storys mit düsterem ...

~Nocticadia – Keri Lake~

Meine Meinung:
Schon seitdem ich das erste Mal von Nocticadia gelessen hatte, war mir klar, dass ich dieses Buch lesen muss. Ich bin zurzeit ein rießen Fan von Storys mit düsterem Setting und vielen Geheimnissen und genau das versprach Nocticadia. Dazu auch noch dieses wunderschöne Cover! Ich liebe das Motiv mit dem Schädel und den Motten, den gedämpften Farben und dem fast schon unheilvollen Flair. Es passt alles perfekt zu der Story im Inneren.

Auch der Klappentext hatte mich sofort neugierig gemacht, vor allem Lilias Wunsch, endlich herauszufinden, was wirklich mit ihrer Mutter passiert ist. Schon der Prolog hat mir Gänsehaut verpasst, und das war gerade erst der Anfang. Er hat schon direkt gezeigt, wie gut Keri Lake, diese düstere Stimmung, zwischen wissenschaftlicher Neugier und echtem Horror, erzeugen kann und man spürt direkt, dass hinter der ganzen Geschichte etwas sehr Altes und sehr Gefährliches steckt.

Lilia selbst war eine absolute Überraschung für mich. Ich mochte ihre Nachdenklichkeit, ihre Intelligenz und ihren unerschütterlichen Willen, die Wahrheit hinter dem Tod ihrer Mutter ans Licht zu bringen. Gleichzeitig trägt sie so viel Verantwortung auf ihren Schultern – vor allem für ihre jüngere Schwester Bee – und dennoch lässt sie sich egal bei welchem Schicksalsschlag nicht unterkriegen. Sie wirkt so ruhig, aber man merkt schnell, wie viel in ihr brodelt. Ich fand es bewundernswert, wie analytisch sie trotz ihrer Ängste bleibt, und wie sie sich immer wieder selbst zwingt, weiterzumachen, obwohl die Antworten, die sie sucht, oft schmerzhaft sind. Das sie dazu auch manchmal etwas tollpatschig war, hat sie nur noch sympathischer gemacht.
Und dann müssen wir auch über Devryck Bramwell reden.
Was soll ich sagen? Ich verstehe jetzt, warum er „Doctor Death“ genannt wird. Es ist genau diese Mischung aus distanziert, verletzlich, unantastbar und schmerzhaft menschlich, die ihn so faszinierend gemacht hat. Anfangs mochte ich ihn gar nicht, aber über die Seiten hinweg, bin ich sehr schnell warm mit ihm geworden und fand ich auch echt toll! Seine Kommentare, seine Kälte, seine Schutzmechanismen … alles an ihm schreit danach, dass es mehr gibt, als er zugibt, und das hat man auch sehr schnell erfahren dürfen.

Dann diese Spannung zwischen den beiden?
Einfach nur wow.
Nicht dieses sofortige Funkensprühen, sondern eher ein langsames, magnetisches Anziehen, ein richtig intensiver Slow Burn! Man muss sich zwar etwas gedulden, bevor es richtig los geht, aber dann wird man auch sehr reich belohnt. Die beiden standen immer auf einer Augenhöhe, und das hat man gemerkt. Das ganze war eine perfekte Balance aus Gefahr, Emotion und Anziehung und hat mich wirklich umgehauen.

Was mich auch sehr begeistert hat, war das gesamte Setting. Keri Lake hat es geschafft, die Dracadia-Universität zum Leben zu erwecken durch ihre großartigen Beschreibungen: düster, alt, unheimlich, gleichzeitig voll mit wissenschaftlicher Neugier und verborgenen Experimenten. Dazu die Parasitenforschung, die Laboratmosphäre, die Motten-Symbolik… Alles war perfekt aufeinander gestimmt und ich wollte gerne noch so viel mehr, über das wissenschaftliche und die Experimente erfahren. (Versteht mich hierbei bitte nicht falsch, das ganze Thema ist nicht zu kurz gekommen, aber ich wollte gern noch so viel mehr erfahren!)

Die Nebenfiguren waren ebenfalls superspannend. Viele davon wirken auf den ersten Blick merkwürdig oder schwer zu durchschauen, und gerade das hat die Geschichte so lebendig gemacht. Ich habe ständig gerätselt, bei wem ich vorsichtig sein muss und wer vielleicht doch ein Verbündeter ist. Einige Enthüllungen haben mich komplett überrascht, andere hatte ich im Gefühl – aber alles hat sich am Ende perfekt ineinandergefügt.

Das Buch hat für mich ein unglaubliches Tempo: Mal ruhig und atmosphärisch, mal brutal, mal emotional zerstörerisch, und dann wieder gefühlvoll und intensiv. Je weiter ich kam, desto sicherer war ich, dass Keri Lake ganz genau wusste, worauf sie hinauswill. Der Plot und die Spannung, passten auch einfach nur perfekt in die gesamte Geschichte. Besonders auf den letzten zweihundert Seiten konnte ich kaum noch aufhören zu lesen. Jeder Faden wird aufgenommen, jede Frage beantwortet, und trotzdem bleibt diese dunkle, vibrierende Stimmung bis zur letzten Seite bestehen.


Fazit:
Nocticadia bekommt von mir 5 von 5 Sterne und einen Ehrenplatz bei meinen Lieblingsbüchern. Ich hätte nicht erwartet, dass ein Einzelband so gut seien könnte, aber Keri Lake hat genau das geschafft! Es ist düster, intensiv, atmosphärisch dicht und emotional mitreißend. Eine großartige Mischung aus Gothic Romance, wissenschaftlichem Horror, Dark Academia und einer Liebesgeschichte, die gleichzeitig sanft und zerstörerisch ist.
Ich kann es allen empfehlen, die düstere, komplexe, geheimnisvolle Geschichten lieben und bereit sind, sich von einer ganz besonderen Welt verschlingen zu lassen.

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Veröffentlicht am 12.10.2025

Ein Wettbewerb voller Lügen, Küsse und Geheimnisse

Palace of Ink & Illusions, Band 1 - Der Kuss der Muse
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~Palace of Ink & Illusions – Der Kuss der Muse von Sabine Schoder~

Meine Meinung:
Nachdem ich die „The Romeo & Juliet Society“-Reihe von Sabine Schoder schon verschlungen hatte, musste natürlich auch ...

~Palace of Ink & Illusions – Der Kuss der Muse von Sabine Schoder~

Meine Meinung:
Nachdem ich die „The Romeo & Juliet Society“-Reihe von Sabine Schoder schon verschlungen hatte, musste natürlich auch ihr neustes Buch sofort bei mir einziehen. Schon der Klappentext hat mich überzeugt – ein geheimer Schreib Wettbewerb, griechische Mythologie und ein Hauch Magie? Das kann zusammen nur gut werden!

Schon der Einstieg hat mich total überrascht – man wird direkt mitten in Livs Leben hineingeworfen, das irgendwo zwischen Chaos, Pech und ihrem sehr interessanten Webtoon liegt. Sabine Schoder hat einfach diesen unverwechselbaren, humorvollen Schreibstil, der es schafft, selbst ernste oder dramatische Momente mit einer gewissen Leichtigkeit zu erzählen. Ich war sofort wieder in diesem typischen „Sabine-Schoder-Flow“ drin, bei dem man gar nicht merkt, wie schnell die Seiten verfliegen.
Die Grundidee der Geschichte – ein Wettbewerb, bei dem man sich durch kreative (aber auch gefährliche) Prüfungen die Küsse der neun Musen verdienen muss – ist unglaublich originell. Besonders spannend fand ich, wie sich hinter dem glamourösen Schreibwettbewerb eine immer dunklere und gefährlichere Wahrheit verbirgt. Mit jeder Prüfung steigt die Spannung und man merkt, dass hinter der Fassade des Wettbewerbs viel mehr steckt, als die Teilnehmer ahnen.

➳ Liv ist eine der unterhaltsamsten Protagonistinnen, die ich seit Langem gelesen habe. Sie ist ein komplettes Chaos, hat keinen Filter beim Reden, trifft viele spontane Entscheidungen (leider oft auch nicht die Richtigen) – aber all das zusammen macht sie so liebenswert. Manchmal hätte ich mir dann aber auch gewünscht, dass sie etwas mehr reflektiert, bevor sie handelt, aber gleichzeitig war es genau das, was sie so authentisch macht. Sie ist keine makellose Heldin, sondern jemand, der Fehler macht, lacht, stolpert – und trotzdem weitermacht.
➳ Flame: Wenn Bookboyfriends ein Ranking hätten, wäre er definitiv weit oben. Von Anfang an hat er diese Mischung aus geheimnisvoll, charmant und leicht sarkastisch, die einfach süchtig macht und dabei war dann auch oft sehr sympathisch und auch irgendwie süß. Er ist der Ruhepol zu Livs Chaos, aber gleichzeitig hat man das Gefühl, dass hinter seiner kontrollierten Fassade etwas Dunkleres lauert.
Die Beziehung der beiden war etwas speziell. Es gab von Anfang an diese Chemie zwischen den beiden, die man direkt spüren konnte. Ihre Wortgefechte waren voller Witz, Spannung und unterschwelliger Gefühle. Aber insgesamt war ihre Beziehung eine „Insta-Love“- Beziehung, was ich zwar erst mochte, es mir dann doch etwas zu schnell ging… An manchen Stellen hätte ich mir dann doch gewünscht, dass sie sich ein bisschen mehr auf das eigentliche Geschehen konzentrieren, statt ständig in Flirt-Modus zu verfallen (gerade in gefährlichen Situationen 😅).

➳ Nebencharaktere
Neben Liv und Flame gibt es noch viele weitere Figuren, die der Geschichte noch spannender gemacht haben. Shelly und Sawyer haben mich mit ihrer liebevollen, aber humorvollen Art oft zum Lächeln gebracht – sie sind einfach das perfekte Nebenpaar und bringen etwas Ruhe in die turbulenten Ereignisse.
Die Ratgeber der Teilnehmerinnen haben mich auch besonders oft zum Lachen gebracht (besonders das Manga von Liv) und auch die Teilnehmerinnen des Wettbewerbs sind spannend gezeichnet, teilweise richtig geheimnisvoll, sodass man nie weiß, wem man trauen kann. Bei den Musen und der Jury wusste ich nie ganz, wenn ich weniger mochte, aber das hat der Geschichte noch mehr tiefe verliehen.

Die Handlung des Buches hat mir auch sehr gefallen: Mit jeder Prüfung, jedem Hinweis ist die Spannung gestiegen – und Liv muss sich nicht nur gegen ihre Konkurrenz behaupten, sondern auch gegen die manipulativen Kräfte der Musen.
Ich fand es auch genial, wie sich nach und nach ein größeres Netz aus Intrigen, Magie und Machtspielen entfaltet. Das Buch bleibt bis zum Schluss fesselnd – und dann kommt dieser Cliffhanger, der mich einfach nur fassungslos zurückgelassen hat. Ich brauche Band 2. Sofort.


Fazit:
„Palace of Ink & Illusions – Der Kuss der Muse“ bekommt von mir 4,5 von 5 Sternen und hat mir sehr gut gefallen. Es ist ein magischer, humorvoller und emotionaler Reihenauftakt, der mich mit seiner Kreativität, seinen charmanten Charakteren und der spannenden Mischung aus Mythologie und Magie vollkommen überzeugt hat. Sabine Schoder schafft es in diesem Buch wieder Witz, Romantik und Spannung perfekt miteinander zu verbinden und gleichzeitig eine Welt zu erschaffen, in die man am liebsten selbst eintauchen würde. Von mir definitiv eine Leseempfehlung!

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