Platzhalter für Profilbild

duceda

Lesejury Profi
offline

duceda ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit duceda über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.03.2022

Toller Roman zum Wegträumen

Golden Hill Touches
0

Den ersten Band von Nicole Böhms neuer New-Adult Reihe mochte ich sehr gerne, wie auch alle anderen Bücher, die ich bisher von ihr gelesen habe. Der Schreibstil ist toll und das Buch ließ sich flüssig ...

Den ersten Band von Nicole Böhms neuer New-Adult Reihe mochte ich sehr gerne, wie auch alle anderen Bücher, die ich bisher von ihr gelesen habe. Der Schreibstil ist toll und das Buch ließ sich flüssig und leicht lesen, die Figuren habe ich schnell liebgewonnen und besonders war vor allem die Szenerie in der amerikanischen Wildnis, in der man sich so schön wegträumen konnte und die total realistisch und gut vorstellbar beschrieben wurde.
Ich mochte die wechselnden Kapitel zwischen Parker und Clay und fand es toll, wie die Handlung gleichzeitig zwischen heute und der Zeit in der Jugend der beiden hin und her wechselte. Zugegebenermaßen wurde es dadurch manchmal ein bisschen verwirrend und ich musste mich das ein oder andere Mal bei einem neuen Kapitel erst wieder orientieren, aber die Grundidee und die Umsetzung haben mir grundsätzlich sehr gut gefallen. Dadurch wurde ein toller Spannungsbogen aufgebaut und man hatte quasi zwei Liebesgeschichten zwischen den gleichen Charakteren in einem Buch
Toll fand ich auch Parkers Arbeit an Golden Hill mitzuerleben und mehr über die Arbeit mit Pferden zu erfahren.
Ein paar Kleinigkeiten sind mir gleichzeitig aber auch aufgefallen: manchmal fand ich die Wortwahl etwas irritierend, beispielsweise spricht Parker in Bezug auf Sadies Unfall von "verheerenden Verletzungen", was ich persönlich zumindest vorher nie gehört habe und gleichzeitig sind mir ungewöhnlich viele Rechtschreibfehler im Buch aufgefallen, was den Lesefluss dann schon etwas gehemmt hat, weil ich als Fehlerteufel immer schnell dazu neige, nach einem Rechtschreibfehler gleich nach dem nächsten Ausschau zu halten anstatt meinen Fokus auf den Inhalt zu legen.
Was mir auch auffällt: ich habe das Buch bereits vor ein paar Tagen beendet, bin aber jetzt erst dazu gekommen, meine Rezension zu schreiben. Normalerweise kann ich mir ohne Probleme merken, worum es in einem Buch ging und was mir daran gefallen, oder nicht gefallen hat, hier habe ich aber tatsächlich schnell anfangen, die Handlung schon wieder zu vergessen. Tatsächlich liegt das vermutlich am Genre, eben weil ich finde, dass New-Adult zwar immer schön zu lesen ist, die Geschichten aber immer einen derart stringenten Handlungsmuster folgen, dass es irgendwann schwerfällt, die Bücher auseinander zu halten. Klar, hier war die Besonderheit die Szenerie, aber ich erinnere mich an ein ganz ähnliches Buch in ähnlicher Atmosphäre, das ich vor nicht allzu langer Zeit gelesen habe, und schon verschwimmen die Handlungen ineinander. Schade! Ich würde mir wirklich wünschen, dass die Autorinnen und Autoren hier mal ein paar neue Ideen bringen. Daher reicht es bei mir nicht für die 5 Sterne, empfehlen kann ich das Buch trotzdem!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.03.2022

Lässt mich voller Liebe zurück...

Solange es ein Morgen gibt
0

Wow. "Solange es ein morgen gibt" war eines der besten Bücher, die ich innerhalb des letzten Jahres gelesen habe und das obwohl - oder vielleicht gerade deshalb - ich mir gar nicht so viel davon versprochen ...

Wow. "Solange es ein morgen gibt" war eines der besten Bücher, die ich innerhalb des letzten Jahres gelesen habe und das obwohl - oder vielleicht gerade deshalb - ich mir gar nicht so viel davon versprochen habe. Ja, ich mochte die Leseprobe, aber sie hat mir wirklich nur einen kleinen Eindruck davon gegeben, was alles in diesem Buch steckt, und mit wie viel Liebe und Hoffnung es einen zurücklässt.
Fangen wir mal beim Schreibstil an: Als ich die Danksagung gelesen habe, konnte ich es gar nicht fassen, dass die Autorin hier ihren ersten Roman geschrieben hat. Man hat dem Buch zwar angemerkt, dass hier viele Botschaften drinstecken, die der Autorin persönlich total wichtig sind und das macht einen guten Schreibstil ja auch aus. Aber trotzdem war ich verblüfft, dass hinter diesem wahnsinnig guten und einnehmenden Schreibstil, der einen einfach alles um sich herum vergessen lässt, ein Debütroman steckt. Ich habe dieses Buch in jeder freien Minute geradezu verschlungen und kann wirklich von Glück sagen, dass ich nie meine Bahnhaltestelle verpasst habe, so sehr konnte ich mich in den paar Minuten in die Geschichte vertiefen.
Inhaltlich bin ich genauso sprachlos. Dass dieses Buch derart facettenreich sein wird, das hatte ich nicht kommen sehen. Es werden so viele topaktuelle Themen in die Geschichte verpackt, die die Handlung gleichzeitig trotzdem nicht überladen, sondern die einfach ein unglaublich realistisches Bild mitten aus dem Leben einer jungen Frau zeichnen. Das Buch zeigt, dass durch die Krebsdiagnose zwar mehr als ein ganzes Leben durcheinandergerüttelt wird, aber dass dadurch trotzdem nicht alles andere, das einen vorher beschäftigt hat, einfach verschwindet, sondern dass das Leben um einen herum auch weiter geht. Ich fand es total inspirierend, Jess auf ihrer "Reise" zu begleiten und zu sehen, wie sie mit ihrer Diagnose, aber auch allen anderen Sorgen, die man in der heutigen Welt eben so hat, umgeht. Jess als Protagonistin hat mir total gut gefallen. Sie verkauft sich nicht unter Wert, aber sie hat ihre Schwächen wie jeder andere Mensch auch und dadurch wurde sie so greifbar und ich konnte mich total gut in sie hineinversetzten. Auch die anderen Charaktere waren total lebensnah und ich hege die Vermutung, dass die Autorin auch viele Eigenschaften von sich selbst und ihren Liebsten in ihren Figuren verarbeitet hat.
Mein Fazit: Die besten Bücher sind die, bei denen man nicht damit rechnet, ein absolutes Lesehighlight in den Händen zu halten. Das merke ich immer wieder und dieser Roman hat das mehr als bestätigt. Obwohl die Geschichte ihre traurigen Stellen hatte, fühle ich mich nach dem Lesen so erfüllt, hoffnungsvoll und lebensfroh und das ist genau das, was ich am Lesen so liebe! Riesengroße Empfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.02.2022

Am Anfang toll, dann aber eher enttäuschend

The Way We Fall - Edinburgh-Reihe, Band 1 (knisternde New-Adult-Romance mit absolutem Sehnsuchtssetting)
0

Die Leseprobe von "The Way We Fall" hatte mich so gefangen genommen durch den tollen Schreibstil und die interessante Geschichte. Vor allem Maisie hatte mich neugierig gemacht, aber auch Jaspers Vergangenheit ...

Die Leseprobe von "The Way We Fall" hatte mich so gefangen genommen durch den tollen Schreibstil und die interessante Geschichte. Vor allem Maisie hatte mich neugierig gemacht, aber auch Jaspers Vergangenheit und dadurch, dass mir der Einstieg ins Buch so leicht gelungen war, hatte ich große Erwartungen an das Buch.
Nach dem Ende kann ich jetzt leider nur sagen, dass es für mich ein New-Adult Roman wie jeder andere war, der vor allem mit der Zeit immer schwieriger zu lesen für mich wurde. Das lag zwar nicht am Schreibstil, der nach wie vor sehr gut war, aber mit der Zeit hab ich einfach die Lust am Lesen der Geschichte verloren und war froh, als das Buch zu Ende war.
Was mir nicht gefallen hat war vor allem das viele Drama, das ja typisch für NA-Bücher ist, aber das ich persönlich oft als völlig übertrieben und unnötig empfunden habe. Eigentlich hatten die Protas einfach nur ein riesiges Kommunikationsdefizit und es war von vorneherein klar, dass ein einfaches Gespräch oder einfach der Versuch, Verständnis für die Situation des anderen aufzubringen, alles beseitigt hätte. Vor allem bei Amelia hatte ich das Gefühl, dass sie in vielen Situationen Verständnis von Jasper erwartet hat, in vergleichbaren Situationen für seine Bedürfnisse aber überhaupt kein Verständnis hatte. Durch dieses Hin- und Her und das übertriebene Drama hat mit der Zeit dann auch meine Sympathie für die Charaktere nachgelassen.
Dann mein All-Time Kritikpunkt: Ich lese ja eigentlich gerne NA, aber jedes Mal stören mich die Sexszenen einfach ungemein, was auch hier nicht anders war. Der Vollständigkeit halber führe ich den Punkt aber trotzdem mit auf. Die Szenen haben sich für mich nicht ins Gesamtbild der Geschichte eingefügt und haben eher den Eindruck erweckt, geschrieben worden zu sein, weil sie in so ein Buch eben reingehören.
Fazit: Am Anfang vielversprechend, gegen Ende dann aber immer enttäuschender. 3,5 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.01.2022

Unfassbar gut, Suchtgefahr!

Die theoretische Unwahrscheinlichkeit von Liebe
0

"Die theoretische Unwahrscheinlichkeit von Liebe" hat mich zunächst mal weder durch den Titel, noch durch das Cover angesprochen, so dass ich an dem Buch erst einmal vorbeigeblättert hatte. Gott sei Dank ...

"Die theoretische Unwahrscheinlichkeit von Liebe" hat mich zunächst mal weder durch den Titel, noch durch das Cover angesprochen, so dass ich an dem Buch erst einmal vorbeigeblättert hatte. Gott sei Dank war ich dann doch neugierig genug, mir den Klappentext durchzulesen und die Leseprobe zu öffnen, denn ab dann war mir klar, dass ich unbedingt dieses Buch lesen muss! Die Sogwirkung des Schreibstils entfaltet sich bereits auf den ersten Seiten und man kann einfach nicht anders, als immer weiter zu lesen
Das Buch ist einfach unfassbar gut geschrieben und so unglaublich süß, ich hatte während dem Lesen praktisch ununterbrochen ein kribbeliges Gefühl im Bauch, so schön war die Geschichte und so sehr hat sie mich berührt. Und gleichzeitig musste ich immer weder laut auflachen, weil der Humor der Autorin so toll in die Geschichte eingearbeitet war. Olive und Adam sind beide so sympathisch und tiefgründig, kämpfen für ihre Ziele, aber haben auch beide eine schmerzvolle Vergangenheit und haben Angst, verletzt zu werden. Auch die Nebencharaktere, Olives Freunde Malcolm und Anh mochte ich wahnsinnig gerne, auch weil sie beide für so wichtige Themen wie Diversität und Inklusion stehen. Auch das im Buch allzeit präsente Thema von fehlenden weiblichen Wissenschaftlerinnen in MINT-Fächern fand ich toll aufgegriffen, Aber auch die allgemeinen Einblicke in das Leben der Promotionsstudenten waren super interessant und humorvoll.
Fazit: Das Buch war für mich ein absolutes, unvorhergesehenes Highlight und seitdem ich es nach dem Lesen zugeklappt habe, überlege ich ununterbrochen, ob ich einfach direkt nochmal von vorne anfange, weil ich gar keine Lust mehr auf ein anderes Buch habe :D Große Empfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.12.2021

Mal wieder ein absoluter Volltreffer!

The Sky in your Eyes
0

Schon vor "The Sky in your Eyes" war Kira Mohn meine absolute Lieblingsautorin im New-Adult Genre- und das mit großem Abstand! Ich mag, dass es in den Büchern nicht nur um Sex geht, aber auch, dass die ...

Schon vor "The Sky in your Eyes" war Kira Mohn meine absolute Lieblingsautorin im New-Adult Genre- und das mit großem Abstand! Ich mag, dass es in den Büchern nicht nur um Sex geht, aber auch, dass die Probleme der Protagonisten verständlich und normal sind, jeder kann sich in diese Geschichten hineinversetzen. Am meisten mag ich aber, dass die Bücher nicht dem klassischen Aufbau folgen und dass am Ende nicht jedes Mal diesen riiiesigen Streit gibt, der dann wieder geklärt ist und dann ist alles toll. Die Autorin schafft es auch ohne großes Drama, Spannung zu erzeugen und aufrecht zu erhalten und das finde ich richtig toll!
Obwohl ich wusste, dass ich auch dieses Buch lieben werde, hat es mich nochmal mehr von den Socken gehauen und von den Qualitäten der Autorin überzeugt! Es ist so anders als die meisten Bücher des Genres und legt den Fokus nicht auf Liebe, sondern auf die wichtigen Themen Bodyshaming und Selbstliebe. Es hat schon eine eher traurige Grundstimmung, aber trotzdem habe ich die Seiten in mich aufgesogen, hatte quasi dauerhaftes Herzkribbeln beim Lesen, musste öfters laut auflachen und bin total traurig, dass dieses tolle Leseerlebnis schon wieder vorbei ist!
Das Buch gibt dem Leser so viele wichtige Botschaften mit und vor allem die Protagonistin Elin hat es mir total angetan, da ich mich in sooo vielem in ihr wiedergefunden habe! Und das, obwohl ich wohl eher die Figur habe, auf die Elin neidisch wäre... Aber das ist ja auch die Quintessenz, denn es geht gar nciht darum, wie man objektiv aussieht, sondern um den Druck der Gesellschaft, um Selbstzweifel, den Wunsch nach mehr und so vielem anderen - und ich finde, dass Kira Mohn mit Elin eine Protagonistin geschaffen hat, die wirklich jeder versteht und in der sich jeder wiederfindet.
Fazit: Ein absolut bereicherndes und lesenswertes Buch, von dem ich schon jetzt weiß, dass ich es bestimmt noch ein zweites Mal lesen werde!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere