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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.03.2026

Tolles Setting mit einer süßen Romanze

Summer Tides
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'Summer Tides' macht einen wunderschönen ersten Eindruck. Cover und Farbschnitt sind absolut stimmig und wenn man sich um Umschlag das Layout der weiteren drei Bände anschaut, gibt die St. Ives Reihe ein ...

'Summer Tides' macht einen wunderschönen ersten Eindruck. Cover und Farbschnitt sind absolut stimmig und wenn man sich um Umschlag das Layout der weiteren drei Bände anschaut, gibt die St. Ives Reihe ein tolles Gesamtpaket ab.
Aber auch das Setting am Strand vom Cornwall mit den vielen Sommer-Vibes hat mir richtig gut gefallen und Urlaubsfeeling aufkommen lassen. Summer Tides handelt von Scarlett, die für den Sommer ihre Wohnung in London und ihren 'Freund' zurücklässt, der ihr das Gefühl gibt, nicht genug zu sein und sich nicht auf eine richtige Beziehung zu ihr einlassen kann. Scarlett kommt zu ihrer besten Freundin Emily nach St. Ives, die wenige Monate zuvor dorthin gezogen ist und will ein Strandkiosk betreiben. Sie trifft dort auf alte Freunde der Familie, mit denen Emily und sie früher ihre Sommer verbracht haben und fühlt sich schnell zu Jonah, den ältesten Sohn der Familie hingezogen. Doch ihre Nicht-Beziehung sowie Jonahs Karrierepläne stehen den beiden im Weg.
Scarlett fand ich schnell sympathisch, auch wenn ich mich kaum mit ihrem chaotischen Leben und ihren teilweise recht fragwürdigen finanziellen, aber auch moralischen Entscheidungen identifizieren konnte. Jonah, der unfassbare Angst davor hat, die Fehler seines Großvaters zu wiederholen, sich aber nicht von Scarlett fernhalten konnte, mochte ich ebenfalls gerne. Ich fand es schön, wie sich zwischen den beiden eine besondere Verbindung anbahnt die sie vorher so beide nie kannten.
Leider ist es mir trotzdem nicht ganz gelungen, mich emotional auf die Geschichte einzulassen. Das lag vielleicht auch an dem schnellen Tempo, das für mich nicht ganz mit den tiefen Gefühlen zwischen den beiden zusammengepasst hat. Denn eigentlich gab es gar nicht so viele ausführliche Interaktionen zwischen Scarlett und Jonah, die das gerechtfertigt hätten. Gerade auch am Ende war es mir dadurch ein bisschen zu viel des Guten. Aber trotzdem mochte ich die Geschichte und vor allem auch die Bewohner von St. Ives sehr gerne und ich bin gespannt, was die anderen drei Bände noch so bereithalten

Veröffentlicht am 25.03.2026

Frühlingsgefühle und ein Buch, das man nicht aus der Hand legen kann

The Iced Caramel Coffee Agreement
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Endlich ging es zurück nach Lower Whilby - und ich habe es einfach geliebt! Während Band 1 für mich im Vergleich zu anderen Büchern von Kyra Groh für mich etwas schwächer war, hat mich die Geschichte von ...

Endlich ging es zurück nach Lower Whilby - und ich habe es einfach geliebt! Während Band 1 für mich im Vergleich zu anderen Büchern von Kyra Groh für mich etwas schwächer war, hat mich die Geschichte von Eleanore und Dex komplett mitgerissen und ich konnte das Buch echt nicht mehr aus der Hand legen.
Besonders gefallen hat mir natürlich der tolle Schreibstil der Autorin und ihr Humor, der an vielen Stellen in das Buch eingeflossen ist und mir den ein oder anderen Lacher beschert hat.
Eleanore fand ich schon im ersten Band sehr sympathisch und es wae sehr schön, sie näher kennen zu lernen und mit dabei zu sein, wie sie sich selbst zu lieben lernt und sich nicht mehr so sehr von den Meinungen anderer abhängig macht. Auch ihre Freundschaft zu Jude und auch zu Olive fand ich toll, vielleicht auch gerade weil die drei so unterschiedlich sind.
Hach und Dex... Anfangs fand ich es schon hart, ihn so sehr am Boden zu sehen und ich habe mich echt gefragt, wie es innerhalb von nur einem Buch gelingen soll, dass er eine derartige Wendung durchmachen und eine stabile Beziehung zu Eleanore aufbauen soll. Aber letztendlich fand aus meiner Sicht alles im perfekten Tempo und sehr authentisch statt. Mir hat es sehr gut gefallen, wie die Autorin die inneren Konflikte von Eleanore und Dex aufgearbeitet hat und wie sie sich gegenseitig das geben konnten, was ihnen vorher gefehlt hat.
Für mich war es eine vollkommen gelungene Geschichte und ein Re-Read ist jetzt schon sicher!

Veröffentlicht am 31.01.2026

Unerwartetes Highlight!

Alle glücklich
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"Alle glücklich" von Kira Mohn hat mich sehr bewegt und ich denke, es wird mich auch noch eine Weile beschäftigen. Den Schreibstil fand ich sehr angenehm und flüssig zu lesen, weshalb ich das Buch trotz ...

"Alle glücklich" von Kira Mohn hat mich sehr bewegt und ich denke, es wird mich auch noch eine Weile beschäftigen. Den Schreibstil fand ich sehr angenehm und flüssig zu lesen, weshalb ich das Buch trotz der komplexen Themen sehr schnell lesen konnte. Der Schreibstil ist auch eher oberflächlich und lässt vor allem viel Spielraum für eigene Gedanken, die sich der Leser machen kann, was mir total gut gefallen kann. Auch die Erzählperspektive, die zwischen den vier Familienmitgliedern wechselt hat mir gut gefallen. Normalerweise bin ich kein Fan von mehr als zwei verschiedenen Erzählperspektiven weil ich immer dazu tendiere, mich besonders für einzelne Personen zu interessieren und mich die Kapitel dazwischen dann eher nerven, aber hier ist das Konzept gut aufgegangen, obwohl alle vier meist mit ihren eigenen Kämpfen zu tun haben und gar nicht so sehr gemeinsam als Familie auftreten. Anfangs fand ich vor allem interessant, wie die vier ihren Alltag leben, welche Unzufriedenheiten es gibt, aber trotzdem kam mir alles noch relativ normal vor. Welche Abgründe die Handlung noch nehmen würde, das hätte ich mir anfangs nicht vorstellen können. Trotzdem fand ich nichts davon unrealistisch, sondern im Gegenteil sehr realistisch und dadurch war die Atmosphäre im Buch teilweise schon etwas beklemmend und hat mich nachdenklich werden lassen. Die einzelnen Familienmitglieder und ihre inneren Kämpfe waren sehr nachvollziehbar beschrieben, sodass man selbst mit Ninas Mann Alexander mitfühlen konnte, obwohl er mir im Laufe des Buches immer unsympathischer wurde. Aber eigentlich ging es hier gar nicht um Sympathien, sondern um das echte, eherliche Leben, deshalb war das gar nicht so wichtig.bDas Ende fand ich richtig gut, auch wenn ich gerne noch weiter gelesen habe. Aber ich denke das war ein guter Zeitpunkt, um die Geschichte zu beenden und der ebenfalls noch Raum für eigene Gedanken bietet.
Für mich war das Buch wirklich ein überraschendes und emotionales Highlight, das ich anfangs gar nicht so erwartet hätte.

Veröffentlicht am 16.12.2025

Kommt nicht ganz an andere Dystopien heran

To Cage a Wild Bird
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Die Grundidee zu "To Cage a wild Bird" hat mich sehr neugierig gemacht und nostalgische Gefühle zu den Zeiten geweckt, als Buchreihen wie die Tribute von Panem oder die Bestimmung erschienen sind. Ich ...

Die Grundidee zu "To Cage a wild Bird" hat mich sehr neugierig gemacht und nostalgische Gefühle zu den Zeiten geweckt, als Buchreihen wie die Tribute von Panem oder die Bestimmung erschienen sind. Ich fand es toll, mal wieder in diesem Genre zu lesen, das ich gar nicht mehr ao sehr auf dem Schirm hatte, obwohl ich so viele tolle Reihen geradezu verschlungen habe.
In die Geschichte bin ich gut reingekommen, was für allem am angenehmen Schreibstil der Autorin lag. Die nötigen Hintergrundinformationen zu Dividum und dem Gefängnis Endlock wurden immer wieder in die Handlung eingearbeitet, wobei manche Infos für meinen Geschmack recht spät kamen. Die Einführung in die Regeln und Ordnung Dividums wurde ziemlich schnell abgearbeitet, bis Raven sich auch schon verhaften lassen hat, um ihren Bruder aus Endlock zu retten. Endlock selbst gibt mir nach wie vor einige Rätsel auf. Ja die Wachen verhalten sich größtenteils grausam und die Insassen werden auf der Jagd nicht wie Menschen behandelt. Gleichzeitig
wirkte die Atmosphäre, die im Buch beschrieben wird, wirkte für mich oft gar nicht wie in einem düsteren Hochsicherheitsgefängnis, aus dem niemand lebendig rauskommt. Die Gefangenen haben zum Teil einige Freiheiten, die ich mir nicht wirklich erklären konnte und beim Lesen sind mir auch immer wieder andere Dinge aufgefallen, die nicht zusammenpassen. Insgesamt fand ich die Handlung und auch das Worldbuilding zu platt und habe das Gefühl, dass das Potenzial der Geschichte nicht vollständig genutzt wurde.
Gerade auch als Ravens Rolle zwischen der Rebellion und ihrem Job als Kopfgeldjägerin, der zwar aus der Not heraus entstanden ist, den sie aber anfangs skrupellos verfolgt, hätte man mehr machen können. Sie hat sich bewusst gegen das Erbe ihrer Eltern entschieden, aber trotzdem muss davon noch einiges in ihr gesteckt haben, da sie in Endlock doch recht schnell Veränderungen durchmacht, die gar nicht mehr mit dem Bild einer abgebrühten Kopfgeldjägerin zusammenpassen.
Die Liebesbeziehung zwischen ihr und Vale hat sich meiner Meinung nach viel zu schnell entwickelt und vor allem Vales Gefühle kamen mir anfangs übertrieben stark vor, obwohl er Raven noch gar nicht gut kannte.
Das Ende des Buches hielt einige Wendungen bereit, die man in ähnlicher Form aber schon aus anderen Büchern des Genres kennt und die dadurch einiges an Spannung eingebüßt haben. Insgesamt muss ich sagen, dass das Buch ein netter Ausflug in die Vergangenheit war, aber aus meiner Sicht leider nicht an andere Dystopien herankommt.

Veröffentlicht am 07.12.2025

Hat mich nicht ganz überzeugt

Botanic Hearts
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An Botanic Hearts hat mich zuerst das süße Cover und der Titel angesprochen, die mir cozy Blumenladen-Vibes gegeben haben. Die Leseprobe war interessant und ich fand die Mischung aus Bibliothek und Botanischem ...

An Botanic Hearts hat mich zuerst das süße Cover und der Titel angesprochen, die mir cozy Blumenladen-Vibes gegeben haben. Die Leseprobe war interessant und ich fand die Mischung aus Bibliothek und Botanischem Garten, aber auch die potenzielle Liebesgeschichte mit einer alleinerziehenden Mutter spannend. Aber ehrlicherweise muss ich sagen, dass sowohl Tansy als auch Jack mir anfangs beide echt nicht sympatisch waren. Vor allem dieser völlig unnötige Kleinkrieg, den die beiden ab ihrer dritten Begegnung führen und den ich absolut nicht nachvollziehen konnte, ging mir extrem auf die Nerven. Tansy spielt sich meiner Meinung nach total auf, und zeigt sich mehr als undankbar, obwohl Jack sie de facto zweimal gerettet hat. Da spielt es doch keine Rolle wie freundlich er dabei war. Ihre Hingabe für die Rettung der Bibliothek kann ich ja nachvollziehen, aber wenn das gesamte Gelände durch den Hurrican zerstört wurde verstehe ich auch nicht, warum Tansy ein blitzblankes Ersatzgebäude für die Bibliothek erwartet. Aber auch Jacks Null-Bock-Einstellung scheinbar gegen alle Menschen hat mir wirklich nicht gefallen. Er scheint sich nicht die Mühe zu machen, andere kennenzulernen, sondern stempelt alle direkt als unfähig oder nervig ab. Gleichzeitig kamen mir die ganzen körperlichen Bewertungen und sexuellen Andeutungen absolut unpassend dazu vor.
Mit der Zeit kam ich besser in das Buch rein und die Figuren haben auch mehr Tiefe bekommen. Jacks raue Art wurden aufgrund seiner Vergangenheit besser nachvollziehbar und auch bei Tansy habe ich besser verstanden, wie sehr sie unter Druck steht. Trotzdem wurde ich nicht 100% warm mit den Figuren und der Geschichte und die Gefühle zwischen Tansy und Jack haben für meinen Geschmack etwas zu schnell umgeschwenkt. Toll fand ich vor allem Tansys Tochter Briar und ihre Begeisterung für Jack. Ich finde, hier hätte man vor allem am Ende des Buches noch mehr daraus machen können und die Beziehung zwischen Briar und Jack noch mehr beleuchten können.
Alles in allem muss ich sagen, dass Botanic Hearts dann zwar doch ganz nett zu lesen war, aber für mich immer noch zu oberflächlich blieb. Die Nebencharaktere blieben für mich ebenfalls zu blass, wobei ich hier vor allem ebenfalls ein Sympathieproblem hatte. Das Buch ging nicht so ganz in die Richtung, die ich mir vorgestellt hatte.