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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.07.2026

Finale mit großem Knall

A Girl Named Josie (Breaking Waves 5)
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Da mir Band 1-4 der Breaking Waves Reihe bereits sehr gut gefallen hatten, war ich neugierig und vorfreudig auf das große Finale der Reihe, das endlich aus der Sicht von Josie erzählt wird, um die sich ...

Da mir Band 1-4 der Breaking Waves Reihe bereits sehr gut gefallen hatten, war ich neugierig und vorfreudig auf das große Finale der Reihe, das endlich aus der Sicht von Josie erzählt wird, um die sich ja auch in den vorherigen Bänden bereits vieles dreht. Und ich muss sagen, hier hat Kristina Moninger nochmal alle Register gezogen und die Reihe würdig abgeschlossen!
Die Rückblenden, die sich auf zwei verschiedenen Zeitebenen abspielen, in Kombination mit den Ausschnitten aus Verhandlungen zu einer Tat, über die man als Leser erst spät aufgeklärt wird fand ich spannend und gelungen. Auch hat es mir gut gefallen, dass die fünf Freundinnen endlich auch im Jetzt, bzw in der näheren Vergangenheit, wieder Zeit gemeinsam verbringen, ohne dass eine Person fehlt. Auch die komolexe Beziehung zwischen Josie und Andrea habe ich gespannt mitverfolgt und fand es super, wie die Autorin die immer wieder aufkommenden Konflikte zwischen ihnen, aber auch die Entwicklung von Josie und Andrea beschrieben hat.
Insgesamt war es ein toller Abschluss der Reihe, wobei mir trotzdem das gewisse etwas gefehlt hat, dass mich komplett an das Buch gefesselt hat. Woran genau das lag, kann ich allerdings gar nicht so richtig einordnen.

Veröffentlicht am 13.07.2026

Mitten aus dem Leben erzählt

Halbwach
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Halbwach hat mich besonders durch das Cover neugierig gemacht. Ich mag diesen gemalten Stil, aber das dennoch moderne Bild. Die Art und Weise, wie die junge Frau auf dem Sessel sitzt, macht nachdenklich ...

Halbwach hat mich besonders durch das Cover neugierig gemacht. Ich mag diesen gemalten Stil, aber das dennoch moderne Bild. Die Art und Weise, wie die junge Frau auf dem Sessel sitzt, macht nachdenklich und regt dazu an, tiefer in sich hinein zu blicken. Und ich finde, damit passt das Cover wie die Faust aufs Auge zum Inhalt des Romans. Denn auch Zoe, die Protagonistin des Buches, befindet sich in einem Prozess des Innehaltens. Sie denkt viel über ihr Leben und ihre Ziele nach, die Erwartungen, die sie selbst, aber auch andere an sie haben und den Druck, gesellschaftlichen Normen zu entsprechen. Die Einblicke in ihr Leben regen beim Lesen immer wieder dazu an, auch über die eigene Situation nachzudenken, sich mit Zoe zu vergleichen oder sich auch in einigen Aspekten von ihr zu distanzieren. Aber auch wenn in meinem Leben nicht alles so läuft wie in Zoes, konnte ich mich sehr gut mit ihr identifizieren und mich in sie hineinversetzen. Ihre Gedanken und Handlungen waren stets menschlich und auch wenn sie auf den ersten Blick vielleicht nicht immer logisch erschienen, konnte man durch den tiefen Einblick in ihr inneres immer nachvollziehen, warum sie sich so verhält. Die Nähe, die dadurch zur Protagonistin entstand, hat mir gut gefallen.
Zoe ist Autorin und schreibt über die Liebe und Beziehungen, will sich aber selbst an niemanden binden und stößt jeden von sich, sobald es zu ernst wird. Aber auch ihre Freunde machen ihre ganz eigenen Probleme durch und zeigen dadurch die ganze Bandbreite an Beziehungen in der heutigen Zeit auf. Die Gespräche zwischen Zoe und ihren Freunden fand ich toll und manchmal hat es sich fast so angefühlt, es bekäme man selbst gerade einen Rat von einem guten Freund.
An manchen Stellen hat für mich ein wenig die Spannung gefehlt und Zoes Gedanken haben sich immer wieder um die selben Themen gedreht und sich wiederholt. Aber gleichzeitig wurde das Buch dadurch auch echter, denn die eigene Entwicklung läuft ja auch nicht geradlinig ab und passt nicht immer in das vorgesehene Pacing des Lebens. Trotzdem habe ich dadurch aber länger für das Buch gebraucht als gewöhnlich, weil ich nicht automatisch in jeder freien Minute weiter lesen wollte. Alles in allem hat es mir aber gut gefallen und klingt auch jetzt noch in mir nach.

Veröffentlicht am 15.06.2026

Grandiose Fortsetzung!

The Sea Spinner (Wind Weaver 2)
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Auf den zweiten Teil von The Wind Weaver habe ich mich sehr gefreut und war neugierig, wie die Geschichte nach der Schlacht von Caeldera weiter geht. Der Einstieg in das Buch hat mir richtig gut gefallen. ...

Auf den zweiten Teil von The Wind Weaver habe ich mich sehr gefreut und war neugierig, wie die Geschichte nach der Schlacht von Caeldera weiter geht. Der Einstieg in das Buch hat mir richtig gut gefallen. Durch die Art, wie man als Leser Rhyas neuem Alltag in den Überbleibseln von Caeldera folgt, wurde ohne viele Worte deutlich, wie viel Zeit vergangen ist, aber gleichzeitig kehrt man schnell in die Welt zurück. Ich fand vor allem die Charakterentwicklung von Rhya zwischen Band 1 und 2 total bemerkenswert und auch sehr glaubwürdig dargestellt. Sie ist nicht mehr die selbe junge Frau von damals, sondern hat einiges erlebt, muss mit den Folgen kämpfen und scheint erwachsen geworden zu sein. Penn hingegen geht auf seine ganz eigene Art mit dem Erlebten um, was die beiden auseinandettreibt.
So landet Rhya in Hylios, der Hauptstadt des Königreichs von Soren, dem Windverbliebenen. Ich fand es toll, dass man durch diesen Handlungszweig so viel mehr von dieser Welt kennen lernt und die bildgewaltigen Beschreibungen der Stadt haben mir gut gefallen. Schön fand ich auch, dass sich die Handlung nicht nur von Kampf zu Kampf gehangelt hat, sondern dass Rhya zwischendurch auch viel Zeit hatte, in Hylios anzukommen, die Stadt und vor allem Soren kennen zu lernen und einfach mal im Moment zu leben, wobei es trotzdem nie langweilig wurde. Allgemein hatte ich das Gefühl, beim Lesen richtig gute Laune zu bekommem, während ich den ersten Band deutlich düsterer in Erinnerung habe. Insgesamt finde ich das World Building absolut gelungen, man konnte sich gut in die Welt hineindenken.
An ein paar Kleinigkeiten bin ich beim Lesen hin und wieder hängen geblieben: Während langer Gespräche waren die Erläuterungen dazu, was die Personen währenddessen tun oder wo sie sich überhaupt befinden, mir manchmal zu kurz. Und bezüglich der Zeitangaben in der Zeit vor der Hochzeit, war ich mehr als einmal verwirrt, da es immer wieder hieß, Rhya wäre seit drei Wochen am Wasserhof, wobei zwischen diesen Aussagen eigentlich Tage oder fast Wochem verstrichen sein müssten.
Der Beziehung zwischen Rhya und Soren wurde im Buch viel Zeit eingeräumt und mir hat gut gefallen, wie Rhyas Sorgen und Gefühle beschrieben wurden, vor allem auch ihre Zwiegespaltenheit zwischen Soren und Penndefyre. Gleichzeitig fand ich die Gefühle, die Soren scheinbar schon für Rhya entwickelt hatte, bevor die beiden sich richtig kennen gelernt hatten, schon sehr extrem. Wobei das vielleicht auch Sinn macht, wenn man bedenkt, wie lange er schon allein durch die Welt geht. Insgesamt fand ich den Fokus auf das Emotionale aber sehr lesenswert und ich bin während der Geschichte ganz klar zu Team Soren gewechselt.
Nach dem wirklich fiesen Cliffhanger am Ende kann ich jetzt nur noch vorfreudig auf Band drei warten. Trotz der kleinen Schwächen hat mich das Buch absolut überzeugt und bekommt wohlverdiente 5 Sterne von mir.

Veröffentlicht am 01.06.2026

Witziges Thema aber konnte mich nicht ganz überzeugen

Worst Date Ever (Knisternde RomCom von der erfolgreichen Autorin Kasie West)
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Zunächst muss ich erst einmal festhalten, wie schön ich die Gestaltung des Covers finde. Gemeinsam mit dem tollen Farbschnitt macht das Buch ganz schön was her und macht Vorfreude auf den Inhalt. Die Grundidee ...

Zunächst muss ich erst einmal festhalten, wie schön ich die Gestaltung des Covers finde. Gemeinsam mit dem tollen Farbschnitt macht das Buch ganz schön was her und macht Vorfreude auf den Inhalt. Die Grundidee zur Geschichte und die Rahmenhandlung des Buchs fand ich sehr unterhaltsam. Auch dass der Kontakt zwischen Margot und Oliver sich anfangs auf den Chat der Dating-Plattform beschränkt und sie sich darüber näher kennen lernen hat mir ganz gut gefallen, das war mal etwas anderes.

Margot und Oliver fand ich beide sympathisch, allerdings konnte ich keine richtige Verbindung zu Ihnen aufbauen und hatte beim Lesen konstant ein gewisses Distanzgefühl. Die Mischung aus Margots Chaos und Olivers durchgetaktetem Tagesplan und seiner Ordentlichkeit hat mir allerdings gut gefallen und hat irgendwie trotzdem gut zusammen gepasst. Was ich nicht so ganz nachvollziehen konnte, war die Beziehung zwischen Margot und ihrer Schwester Audrey. Eigentlich wurde immer nur beschrieben, wie unterschiedlich die beiden sind, welche hohen Ansprüche Audrey an Margot stellt und wie sehr Margot unter diesem Druck leidet. Die Begegnungen zwischen beiden bestanden entweder aus Konflikten oder aus distanzierter Neutralität, aber ich hatte nicht das Gefühl, dass die beiden auch eine positive emotionale Verbindung haben. Dennoch gab es ein paar Situationen, die eine sehr enge Verbindung zwischen den beiden in meinen Augen eigentlich vorausgesetzt hätten, z.B. dass Audrey und Margot wohl zu irgendeinem Zeitpunkt in ihrem Leben beide den Wunsch hatten, gleichzeitig Mutter zu werden. Das hat für mich nicht so richtig zusammen gepasst.

Der Schreibstil war zwar grundsätzlich gut und lies sich flüssig lesen, allerdings glaube ich, dass ein Großteil meines Distanzempfindens während des Lesens auch auf den Schreibstil zurück fällt. Ich denke, manches liegt auch an der Übersetzung, da mir die Formulierungen teilweise etwas gestelzt vorkamen.

In Summe bekommt das Buch von mir daher 3,5 Sterne.

Veröffentlicht am 25.05.2026

Süße Teenieromanze für jedes Alter

All the things I didn't say
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All the things i didn't say hat mich echt positiv überrascht. Die Geschichte klang zwar schon süß und nach meinem Geschmack, aber da meine Schulzeit nun doch schon einige Jahre hinter mir liegt, war ich ...

All the things i didn't say hat mich echt positiv überrascht. Die Geschichte klang zwar schon süß und nach meinem Geschmack, aber da meine Schulzeit nun doch schon einige Jahre hinter mir liegt, war ich trotzdem etwas skeptisch bezüglich des Settings und des Alters der Protagonisten. Aber schlussendlich hat sich das Buch absolut gelohnt und zählt für mich zu den Jugendbüchern, die man auch als Erwachsener gut lesen kann. Außerdem hat es mich hin und wieder sehr an "Better than the movies" erinnert, das ich absolut geliebt habe.

Die Handlung fand ich spannend und auch der Schreibstil hat mir gut gefallen. Hier bekommt man Enemys to Lovers pur, den Sadie und Julius waren sich anfangs wirklich spinnefeind und haben mit ihrer gegenseitigen Abneigung kaum hinter dem Berg gehalten. Es war sehr süß zu lesen, wie sich aus diesen starken Gefühlen langsam etwas anderes entwickelt hat. Ich fand es authentisch beschrieben, wie Sadie ihre Gefühle anfangs zu verleugnen versucht, diese aber nach und nach die Oberhand gewinnen.

Ein Punkt, der mich etwas gestört hat war, dass vieles im Buch stark überzeichnet war. Die intensiven - positiven wie negativen - Gefühle zwischen Sadie und Julius haben noch sehr gut zum Thema gepasst, aber vor allem wie die Schule und die Lehrer teilweise dargestellt wurden, war meiner Meinung nach etwas übertrieben.

Ansonsten mochte ich das Buch sehr gerne und kann es auf jeden Fall weiterempfehlen. Ich denke, ich werde mir auch die anderen Bücher der Autorin noch näher anschauen, da mir der Schreibstil echt gut gefallen hat.