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Veröffentlicht am 30.03.2022

Gastarbeiter aus Armenien, gestrandet in Deutschland – ein nicht nur geschichtlich interessanter Rückblick!

Auf der Straße heißen wir anders
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Karlotta, auch Karla genannt, erzählt über die vielen Herkunftsorte ihrer deutsch-armenischen Familie, angefangen mit der Beerdigung der Großmutter, die als Gastarbeiterin in den 60ern in Deutschland ankommt ...

Karlotta, auch Karla genannt, erzählt über die vielen Herkunftsorte ihrer deutsch-armenischen Familie, angefangen mit der Beerdigung der Großmutter, die als Gastarbeiterin in den 60ern in Deutschland ankommt bis abschließend zur Urgroßmutter Armine in den Straßen von Istanbul mit den Hintergrundinformationen zu deren goldenem Armreif und Lilit, ihrer jüngeren Schwester.
Diverse Fragen zum Grübeln werden aufgeworfen: Wie lange es wohl dauert, bis aus einem Zuhause eine Heimat wird? Hast du gewusst, dass man seine Muttersprache vergessen kann? Wie ist es, keine Geschichte zu haben, die man mit anderen teilen kann?
Geschichtlich sind folgende Fakten wichtig: Während des Ersten Weltkriegs ermordeten die Jungtürken im Osmanischen Reich bis zu 1,5 Millionen Armenier, wohl auch Griechen, Juden. Der Genozid fand hauptsächlich auf dem Gebiet der heutigen Türkei statt. Die deutsche Armee war mit den türkischen Soldaten verbündet.
Auf der Straße heißen wir anders: Zuhause hieß sie Maryam, draußen, Meryem. Hagop hieß Hüsein. Von seinem Vornamen stand über der Tür der Schusterei nur das H. vor Kunduracı, seinem Nachnamen, der nicht versteckt werden musste, weil er längst türkisch war. Sobald ihr Sohn laufen konnte, würde Maryam ihn draußen vor den Nachbarn Ali rufen. Darum hatte sie ihn Avedis getauft und ihm den Spitznamen Avi gegeben. Schon vor der Nacht vom 6. September 1955 sahen sich wohl viele Armenier dazu veranlasst, sich zum Schutz türkische Namen zu geben nach Enteignung, Konzentrationslager, Massaker, Todesmärschen. Vergewaltigung etc..

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Veröffentlicht am 29.03.2022

Ein Reisebericht, der mich leider nicht überzeugt hat!

Danke, Afrika! Was ich zwischen Dschibuti und Marokko fürs Leben lernte.
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Dass es in Afrika sehr viele schöne Abenteuer in der Natur zu geben scheint, lasse ich sehr gerne zu 100 % zu. Dass man an fremden Kulturen, Sprachen, Sitten und Gebräuchen interessiert ist, kann ich ...

Dass es in Afrika sehr viele schöne Abenteuer in der Natur zu geben scheint, lasse ich sehr gerne zu 100 % zu. Dass man an fremden Kulturen, Sprachen, Sitten und Gebräuchen interessiert ist, kann ich auch sehr gut nachempfinden. Auch eine längere Auszeit aus seinem normalen Umfeld kann ich mir sehr gut vorstellen, erst recht in jungen Jahren. Aus gewichtigen beruflichen Gründen im Ausland wie hier in Afrika zu leben, wäre auch akzeptabel für mich.
Verstehen kann ich sehr wohl all die Afrikaner, die aus diesem Kontinent fliehen, ob aus politischen, finanziellen oder privaten Gründen. Ich wollte nicht mit Lena Wendt tauschen. Neben vielen hier beschriebenen Glücksmomenten schrecken mich die aktuellen Lebensbedingungen in Afrika zu sehr ab. Lenas Großmutter kann ich sehr gut verstehen in ihrem Wunsch, die Enkelin in Deutschland wiedersehen zu wollen.

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Veröffentlicht am 28.03.2022

Magie voll von rätselhaftem, düsterem Ambiente – spannend!

Schwarzlicht
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Mit dem Mentalisten Vincent Walder im Team der Stockholmer Polizei bekommt dieser Krimi ein besonderes Ambiente, bei dem nicht nur bei den Leichenfunden besonders viel Kreativität versprüht wurde.
Auch ...

Mit dem Mentalisten Vincent Walder im Team der Stockholmer Polizei bekommt dieser Krimi ein besonderes Ambiente, bei dem nicht nur bei den Leichenfunden besonders viel Kreativität versprüht wurde.
Auch bei der Entwicklung einzelner Charakteren wie z.B. der Kommissarin Mila mit ihrem krankhaften Umgang mit Keimen oder Ruben mit seiner extremen Einstellung zu Frauen lugt viel Ideenvielfalt durch, was insgesamt die Teamarbeit sicherlich nicht vereinfacht.
Bezweifeln möchte ich jedoch, dass ein siebenjähriger Junge nach Bauanleitungen allein schon kraftmäßig zum Bau von solchen Zaubertrickkisten fähig ist, das notwendige Geld für all dieses Material und notwendiges Werkzeug wohl auch kaum vorhanden war.
In meiner Vorstellungskraft habe ich etwas Schwierigkeiten mit der Umsetzung folgender Situation z.B. auf S. 591-592: Zwei Erwachsene (Vincent und Mila) zunächst eng stehend in Houdinis Water Torture Cell, im Glasbehälter mit dicken Scheiben, in einem mit Wasser gefüllten Becken konstruiert für eine hängende Person. Wie könnte die 2. Person sich schnell genug winden und tauchen, um rechtzeitig zum unteren Schnorchel zwecks Sauerstoffzufuhr zu gelangen bei dieser Enge?

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Veröffentlicht am 26.03.2022

Insgesamt etwas unrealistisch!

Die kleine Tanzschule am Meer
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Jeweils einen Musiktitel zu einem Standard- bzw. Lateintanz als Kapitelüberschrift finde ich sehr passend zum Buch.
Einen Rumba auf einem Erdbeerfeld zu tanzen, halte ich zwar für kreativ, aber für etwas ...

Jeweils einen Musiktitel zu einem Standard- bzw. Lateintanz als Kapitelüberschrift finde ich sehr passend zum Buch.
Einen Rumba auf einem Erdbeerfeld zu tanzen, halte ich zwar für kreativ, aber für etwas ‚exotisch‘.
Hätte Annie, die Großtante aus Australien (Nic), auch für Nessi, der Zwilingsschwester von Natalia, die Tanzkarriere in New York finanziert? Eigentlich waren ja prinzipiell nicht genügend Finanzierungsmittel in dieser Größenordnung (50.000 €) bei den Eltern vorhanden – das hätten die Mädels doch auch wissen müssen. Nic als so junger Financier finde ich insgesamt zu ‚gewagt‘.

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Veröffentlicht am 25.03.2022

Wissen Frauen die heutige ‚Freiheit‘ noch genügend zu schätzen?

Die Frauen vom Reichstag: Stimmen der Freiheit
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Wissen Frauen die heutige ‚Freiheit‘ noch genügend zu schätzen?
Zwei Tage bevor Kaiser Wilhelm II. seinen Thron verlor, verkündete Reichskanzler Max von Baden erstmals die Einführung eines Frauenwahlrechts. ...

Wissen Frauen die heutige ‚Freiheit‘ noch genügend zu schätzen?
Zwei Tage bevor Kaiser Wilhelm II. seinen Thron verlor, verkündete Reichskanzler Max von Baden erstmals die Einführung eines Frauenwahlrechts. Damit war die Revolution natürlich nicht mehr aufzuhalten – mit einigen anderen Beschlüssen verkündete der regierende Arbeiter- und Soldatenrat aber auch am 12.11.1918 offiziell das allgemeine Stimmrecht für Frauen. Zum ersten Mal in der Geschichte Deutschlands durften die Staatsbürgerinnen nicht nur wählen, sondern auch gewählt werden.
Nach dieser teils trockenen, langatmigen Lektüre kann ich den langen, mühsamen Weg zu unserem aktiven und passivem Wahlrecht für Frauen, zu unseren Studienplätzen in Deutschland sehr gut nachvollziehen. Um 1918 war es ein sehr steiniger, strapaziöser Gang zur Wahlurne, zum Rednerpult für meist studierte Frauen, die etwas bewegen wollten: ‚Marlene wurde nicht von ihrem Wunsch nach Anerkennung angetrieben, sondern ihrem Ehrgeiz und unbedingten Willen, etwas zu verändern. Sie betete, dass es ihr gelingen mochte, das Leben der Menschen, die neben, vor oder hinter ihr in den geschnitzten Bänken saßen, wenigstens ein bisschen zu verbessern.‘
In der Handlung spielt die Ausbildung von Marlene eine wichtige Rolle. In ihrer ersten Rede vor den Parlamentariern in Weimar betont sie: «Der Revolution verdanken wir unsere Sitze, wir danken nicht im althergebrachten Sinne dafür. Die Revolutionsregierung tat damit nur ihre Pflicht, denn die deutsche Demokratie war ohne die deutschen Frauen nicht möglich. Die deutschen Frauen sind von ihrer politischen Unmündigkeit befreit. Für Deutschland ist die Frauenfrage damit gelöst. Die neuen Rechte können uns nicht wieder genommen werden!»
Für diese Frauen war eine Ehe ausgeschlossen. Das sogenannte Beamtinnenzölibat machte es nicht nur verheirateten Lehrerinnen unmöglich, im Staatsdienst tätig zu sein. Angeblich ließ sich die Rolle der Gattin und Mutter nicht mit der Arbeit für den öffentlichen Dienst verbinden. Erst Anfang bzw. Mitte der Fünfzigerjahre wurden diese Gesetze in der Bundesrepublik Deutschland endlich geändert.

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