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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.03.2025

Etwas enttäuschend!

Die Magnolienkatzen
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Das Cover mit schwarz-weißer Katze und Jungkatze unter einem blühenden Magnolienbaum gefällt sowohl in dieser Komposition als auch in der Farbgebung – sehr ansprechend! Die Autorin beschreibt als Ich-Erzählerin ...

Das Cover mit schwarz-weißer Katze und Jungkatze unter einem blühenden Magnolienbaum gefällt sowohl in dieser Komposition als auch in der Farbgebung – sehr ansprechend! Die Autorin beschreibt als Ich-Erzählerin – vermutlich autobiographisch – das Auffinden einer Straßenkatze mit ihrem Wurf im Gebüsch beim abgesägten Magnolienbaum. Wie sich das Zusammenleben von Noriko mit ihrer Mutter positiv verändert, gelingt ihr während der gesamten Zeit der Aufzucht von fünf quirligen, schnurrenden Persönlichkeiten samt fürsorglicher Katzenmutter sachlich zu dokumentieren. Detailliert beschreibt sie sämtliche Entwicklungsstufen ihrer tierischen Schützlinge über Impfungen, Kastration bzw. Sterilisation, Stressverhalten bis zur liebevollen Interaktion mit Ihnen und ihrem familiären Freundeskreis. In sechs Kapiteln reflektiert Noriko auch über die starke emotionale Bindung bis zum Glücksgefühl, über ihre Verantwortung gegenüber ihren zunächst unerwünschten, tierischen Mitbewohnern. Leider fehlen Tiefgang, mehr Twists und Turns hinsichtlich der hier involvierten Menschen. Für Katzenliebhaber ist dieser Roman sicher ein Highlight.

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Veröffentlicht am 27.03.2025

Eine Young Adult Romanze mit besonderem Kick

Maybe Meant To Be
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Das Cover soll wohl den Bexley-Campus in den USA wiederspiegeln mit einigen, im Roman beschriebenen Features wie das Tandem, die Liegewiese mit zwei architektonisch unterschiedlichen Gebäuden im Randbereich ...

Das Cover soll wohl den Bexley-Campus in den USA wiederspiegeln mit einigen, im Roman beschriebenen Features wie das Tandem, die Liegewiese mit zwei architektonisch unterschiedlichen Gebäuden im Randbereich – eine passende Einstimmung für diesen Debütroman über zwei Liebende, die sich erst nach vielem Straucheln mutig dem Out-Coming stellen. Die Hauptfiguren Sage, Charlie und Nick, dicke Freunde seit Kindheitstagen, Schüler der 12. Klasse der Bexley Boarding-School, werden aufgemischt durch die Ankunft von Luke Morrissey. Aus Freunden werden schließlich Liebende, die viele Geheimnisse, emotionale Tiefpunkte und Glücksmomente teilen auf ihrem Weg der Selbstfindung. Die Dialoge sind unterhaltend und clever und die sympathischen Charaktere wirken authentisch in ihrem sozialen Verhalten. Die thematische Entwicklung dieser heimlichen Liebe könnte sehr gut einer genauen Beobachtung im realen Umfeld der Autorin entsprungen sein.
Eine schöne Hommage an Boarding-School-Zeiten!

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Veröffentlicht am 26.03.2025

Der Schreibstil um pure Tierliebe berührt.

Pearly Everlasting
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Die Szenerie spielt um 1934 zunächst in der kanadischen Wildnis um Greenlaw Mountain im Holzfällercamp 33. Die fiktive Geschichte um die neugeborene Tochter Pearly Everlasting Hazen und den noch blinden ...

Die Szenerie spielt um 1934 zunächst in der kanadischen Wildnis um Greenlaw Mountain im Holzfällercamp 33. Die fiktive Geschichte um die neugeborene Tochter Pearly Everlasting Hazen und den noch blinden Schwarzbärenjungen Bruno, deren gemeinsamem, beschütztem Aufwachsen im Wald ist faszinierend im Detail erfasst mit dem Vater als Koch im Camp und der Mutter als Heilerin für Verletzungen der sie umgebenden Menschen und Tiere. Die Härte beim Holzfällen unter bitteren Wetterverhältnissen, aber auch die Kameradschaft oder der Aberglaube innerhalb der Männertruppe schwingt atmosphärisch mit beim Lesen. Die Figuren der Liederfängerin, eine Art Musikethnologin, und ihre Freundin Ebony bringen in ihrer Einzigartigkeit die wahre Seele des Waldes zum Schwingen mit ihren Vorträgen über Bruno rund um Smoke River. Auf der zweiten Erzählebene geht es um den Hilfskoch Ansell, der sich schließlich auf die Suche nach der 17-jährigen Pearly macht und in abwechselnden Kapiteln mit Pearlys Abenteuern konkurriert. Mit der bedrohlichen Figur von Swickers als Campboss und seinem heimlichen, illegalen Verkauf von Bruno breitet sich in dieser doch heilen, vertrauten Welt ein spannendes Unheil auf mit dramatischen Erfahrungen für Pearly, Ansell und Bruno. Im Bemühen um Brunos Rettung treten weitere gut gezeichnete Figuren auf, zeitgemäß beschrieben, umgeben von modernen Errungenschaften wie z.B. elektrischem Licht und Automobilen. Historischen Momenten wie der Weltwirtschaftskrise und dem Aufkommen von Gewerkschaften wird ebenso Raum eingeräumt. Die ursprüngliche Inspiration zu dieser Geschichte geht wohl auf die tatsächliche Begegnung des Naturfotografen William Lyman Underwood mit dem Bären Bruno zurück, der jedoch im Alter von zwei Jahren für den Rest seines Lebens in ein Tierasyl gebracht wurde. Insgesamt berührt diese fiktive Geschichte, die in unserer heutigen Realität so nicht vertretbar wäre.

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Veröffentlicht am 25.03.2025

Ein sprachlich taktvoller Roman über Tod, Stille, zahlreiche Erinnerungen.

Flusslinien
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Das Cover zeigt wilde Vegetation mit Schilf, Buschwerk und fliegendem Storch, passend zum Elbstrand unter NABU – Betreuung. Die Elbe mit ihren Flusslinien bei Ebbe, Flut, Hochwasser und Trockenzeiten spielt ...

Das Cover zeigt wilde Vegetation mit Schilf, Buschwerk und fliegendem Storch, passend zum Elbstrand unter NABU – Betreuung. Die Elbe mit ihren Flusslinien bei Ebbe, Flut, Hochwasser und Trockenzeiten spielt eine gewichtige Rolle für die drei Hauptfiguren mit all ihren seelischen Narben, Schuldgefühlen und Erinnerungen. Die historischen Fakten über Else Hoffa, der Gestalterin des Römischen Gartens in Hamburg, sind interessant. Während über zwölf Tage hinweg die Seniorin Margrit über den Tod, ihr Leben, über den Krieg und ihre Mutter, über die Angst um ihre Enkelin Luzie, über die Sorge um Sohn Frieder und all die Gespräche sinniert zwischen dem geruhsamem Ein- und Ausatmen im Alter von 102 Jahren, stellt sich auch ein liebevolles, rücksichtsvolles Miteinander mit Luzie ein, die bockige Schul-Abbrecherin, die Trauma Geschädigte, die das Tätowieren als Zwischenschritt zu ihrem Kunststudium nutzt. Ihre zarte Annäherung an Arthur gefällt. Einstmals Taucher, beladen mit Schuldgefühlen seinem Zwillingsbruder gegenüber, entwickelt er künstliche Sprachen für Fantasy- und Science-Fiction-Spiele bzw. Filme nach seiner Fahrertätigkeit in der Seniorenresidenz. Auch sein Engagement bei der NABU und sein Hobby mit der Metallsonde lassen ihn wie auch die weiblichen Figuren sehr sympathisch wirken. Innerhalb dieser Zeitspanne entwickelt sich ein harmonisches, verlässliches Interagieren, mit neuer Zielrichtung für Luzie und Arthur trotz einiger seelischer Narben. Teils poetisch, geht es auch um das Nachdenken über Wortbedeutungen, z.B. um das Wort für Stille, nachdem jemand gegangen ist. Das Alltagsleben von Senioren mit unzähligen gesundheitlichen Gebrechen wird taktvoll, teils humorvoll beschrieben. Ein lesenswerter Mix aus Fakten und Fiktion!

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Veröffentlicht am 23.03.2025

Der Fußballprofi Christoph Kramer erinnert sich.

Das Leben fing im Sommer an
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Das Cover zeigt einen 10-m Sprungturm in einem Freibad, anlehnend an den Debüt-Roman von Christoph Kramer, Fußball-Weltmeister von 2014. In seinen Erinnerungen als 15-Jähriger geht es im Sommer 2006 um ...

Das Cover zeigt einen 10-m Sprungturm in einem Freibad, anlehnend an den Debüt-Roman von Christoph Kramer, Fußball-Weltmeister von 2014. In seinen Erinnerungen als 15-Jähriger geht es im Sommer 2006 um seine ersten Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht und um seine jahrelange, tiefe Freundschaft mit seinen zwei Freunden. Die Beschreibungen auf dem Dach der Scheune in Solingen, beim Hoffest und Parties, im Freibad oder im Club Le soleil zeigen die große Spannweite zwischen emotionalen Hochs und Tiefs, die Teenager mit den vielen neuen Anfänger-Erfahrungen treffen können. Vom Zehner im Freibad zu springen, verleiht ihm das wohltuende Gefühl angespannter Freiheit, im Hinterkopf stets den großen Wunsch Fußball zu spielen in einem großen Stadion in einem Trikot mit seinem Namen. Mit der Fußballweltmeisterschaft im Sommer 2014 endet diese erfolgreiche Zeitreise mit dem Autor als Fußballprofi, ganz oben wie einst auf dem Zehner vor dem großen Sprung. Trotz des Konkurrenzkampfes mit strengen Auswahlkriterien und hartem Training in diesem Sport liest sich dieses Buch wie eine Hommage. Die Rückerinnerung an das coole Teenagerleben im familiären Rahmen mag manch jungen Fußballfan positiv beeinflussen.

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