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Veröffentlicht am 10.06.2022

Ein historischer Liebesroman im London um 1818 mit einer schlagfertigen, jungen Dame

Wie man sich einen Lord angelt
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Von Netley Cottage, Biddington Village in Dorsetshire um 1818 ist Miss Kitty Talbot auf dem Weg nach London, zusammen mit ihrer jüngeren Schwester Cecily. Im Wohnhaus ihrer Tante Dorothy in der Wimpole ...

Von Netley Cottage, Biddington Village in Dorsetshire um 1818 ist Miss Kitty Talbot auf dem Weg nach London, zusammen mit ihrer jüngeren Schwester Cecily. Im Wohnhaus ihrer Tante Dorothy in der Wimpole Street in London ist Kitty nun auf der Suche nach einem reichen, heiratswilligen Lord, um geerbte Spielschulden des verstorbenen Vaters begleichen zu können und den vier Schwestern ein sicheres Zuhause ermöglichen zu können.
Geschildert wird das Flair der Londoner Bälle rund um Lords und Ladies der prunkvollen Regency-Zeit und den Regeln, der Etikette bei weiteren gesellschaftlichen Anlässen. Nostalgische Erinnerungen an Romane von Jane Austen werden erweckt durch den spannungsgeladenen, angenehmen Schreibstil mit einem ‚Happy End‘.

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Veröffentlicht am 09.06.2022

Die Insel Svalbard mit drei charakterstarken Ermittlern – sehr stimmungsvoll präsentiert.

13° – Tödlicher Sommer
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In temporeichem, lebendigem Schreibstil geht es auf Spitzbergen um eine Schleuserbande, die in dem multikulturellen, ehemaligen Bergarbeiterort Longyearbyen mit über zweitausend Einwohnern aus fast fünfzig ...

In temporeichem, lebendigem Schreibstil geht es auf Spitzbergen um eine Schleuserbande, die in dem multikulturellen, ehemaligen Bergarbeiterort Longyearbyen mit über zweitausend Einwohnern aus fast fünfzig Nationen illegal billige Arbeitskräfte aus Asien hier einschleusen, obwohl der Spitzbergenvertrag ein friedliches Zusammenleben ohne gesetzliche Druckmittel garantiert, der einzige der Versailler Verträge, der heute noch gültig ist. Der gibt jedem Einwohner von fast fünfzig Staaten das Recht, hier zu leben und zu arbeiten, ohne Visum und Aufenthaltsgenehmigung, solange er keine Sozialleistungen in Anspruch nehmen muss und sich selbst versorgen kann. Das ist einmalig auf der Welt.
Der pensionierte Kommissar aus Bergen Trond Lie, der als neu zugezogener eigentlich auf sein Enkelkind Bjarne aufzupassen will, ist erstaunlich lange in die Aufklärung dieser skrupellose, illegalen Geschäfte engagiert, bis endlich polizeiliche Verstärkung vom Festland eintrifft.
Die Stimmung Spitzbergens mit seiner eisigen Kälte, der lang andauernden Dunkelheit bzw. der nur dreimonatigen Sommerzeit mit ständiger Helligkeit wird eingefangen.
Auch der geschichtlichen Entwicklung aus Bergarbeitersiedlungen, wie z. B. ‚Pyramiden‘ mit seinen ca. 1000 russischen Siedlern, den sogenannten Pomoren, wird hier Rechnung getragen.

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Veröffentlicht am 08.06.2022

Rätsel um einen silbernen Oberschenkelknochen und einem Anzug aus gutem Stoff

Samson und Nadjeschda
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Polizeiliche Ermittlungen in den Wirren nach der Russischen Revolution in Kiew um 1919 erfolgen durch Samson, der gerade zum Vollwaisen geworden ist. Durch Zufall gelangt er als Vollwaise zur neuen sowjetischen ...

Polizeiliche Ermittlungen in den Wirren nach der Russischen Revolution in Kiew um 1919 erfolgen durch Samson, der gerade zum Vollwaisen geworden ist. Durch Zufall gelangt er als Vollwaise zur neuen sowjetischen Polizei, gerade mal mit einer Schießübung vor Waffenaushändigung und grob zusammengestellter Uniform, denn er kann gut schreiben und formulieren. Nadjeschda lernt er kennen, die ganz in der Nähe im Amt für Statistik arbeitet. Sie wohnt in seinem elterlichen Schlafzimmer quasi zur Untermiete. Sehr gerne würde Samson sie heiraten. Sein abgeschnittenes, linkes Ohr verwahrt er in einer Blechdose. Seine Hörfähigkeit ist keineswegs eingeschränkt, ganz im Gegenteil.
Anfangs ist der Schreibstil etwas langwierig, zu ausladend, erfährt aber eine gewisse Verdichtung durch die Auflösung einiger Rätsel. Jedoch steht noch eine Fortsetzung hier aus.

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Veröffentlicht am 06.06.2022

Ein guter Lappe ist ein toter Lappe – ein spannender Kampf nicht nur ums Überleben der Samen.

Das Leuchten der Rentiere
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Die Reihenfolge der Wörter kann auch vertauscht werden. ›Ein toter Lappe ist ein guter Lappe‹ könnte es auch heißen. Die Botschaft ist klar, trotz der Satzstellung auf dem Zettel am Informationsbrett in ...

Die Reihenfolge der Wörter kann auch vertauscht werden. ›Ein toter Lappe ist ein guter Lappe‹ könnte es auch heißen. Die Botschaft ist klar, trotz der Satzstellung auf dem Zettel am Informationsbrett in der Schule von Elsa. Robert, ein Wilderer aus der Nachbarschaft, erkennt die Rechte indigener Völker nicht an und meint, Schweden sollte die Konvention 169 der Internationalen Arbeitsorganisation der Vereinten Nationen (ILO) weiterhin nicht unterschreiben entsprechend seinem Aufkleber ‚ ILO 169 nicht ratifizieren.‘ Durch dessen häufigem, teils qualvollem Töten der Rentiere aus Elsa’s Sippe und diversen üblen Bedrohungen erleben diese Familienmitglieder ein auch psychisch sehr belastetes Miteinander, ohne dass die Polizei trotz hundert Strafanzeigen der juristisch nur als Diebstahl gewerteten Untaten Roberts Herr werden will.
Samisch zu sein bedeutet, seine Geschichte in sich zu tragen, als Kind vor dem schweren Rucksack zu stehen und sich zu entscheiden, ihn zu schultern oder nicht. Aber woher sollte man den Mut nehmen, sich für etwas anderes zu entscheiden, als die Geschichte der eigenen Sippe zu tragen und das Erbe weiterzuführen? Die Rentierhaltung ist so viel mehr als nur ein Beruf für die Samen, sie ist ein Teil ihres Lebensstils, bedrängt auch durch den dortigen Bergbau. Ihr Leben in alten Traditionen scheint sehr bedroht zu sein. So jedenfalls wirkt dieser sehr authentisch geschriebene Roman über das Leben der Samen auf mich.

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Veröffentlicht am 04.06.2022

Eine besondere, jüdische Familiengeschichte, zusammengetragen aus mehreren noch vorhandenen Quellen.

Isidor
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Ungefähr 80 Jahre später entsteht eine Lebensgeschichte vom rasanten Aufstieg und brutalen Sturz ihres Wiener Urgroßonkels, über die damalige Zeit, die deutlich einen unbedingten Anpassungswillen, das ...

Ungefähr 80 Jahre später entsteht eine Lebensgeschichte vom rasanten Aufstieg und brutalen Sturz ihres Wiener Urgroßonkels, über die damalige Zeit, die deutlich einen unbedingten Anpassungswillen, das Vertuschen der eigenen Herkunft, das unbedingte Dazugehören wollen, der Wunsch nach Anerkennung aufzeigen, geschrieben von seiner Urgroßnichte.
Der Akt der Vernichtung der Juden in Wien durch die Nazis manifestiert sich anhand bürokratischer Prozesse, die belegen, dass ein Mensch ausgelöscht wurde – zunächst materiell, dann physisch. Der ganze, kostbare Familienbesitz in Millionenhöhe ging um 1938 verloren, teils unter der Folter von Isidor, ihrem Urgroßonkel. Auch durch die Einbeziehung zahlreicher Briefe und diverser persönlicher und offizieller Dokumente bis ins Detail und Fotos aus Alben aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts erhält dieses Buch eine lebendige, persönliche Sicht auf Isidor und die gesamte Familie über vier Generationen hinweg.

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