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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.01.2023

Packender Polit-Thriller mit einem erschreckenden Szenario

Der Zirkel. Sie wollen dich. Sie finden dich.
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Mit diesem Buch legt der Autor Leon Sachs (das Pseudonym des Journalisten Marc Leon Merten) einen atmosphärisch dichten Polit-Thriller vor, der ein beängstigendes Szenario entwickelt, dass aber doch erschreckend ...

Mit diesem Buch legt der Autor Leon Sachs (das Pseudonym des Journalisten Marc Leon Merten) einen atmosphärisch dichten Polit-Thriller vor, der ein beängstigendes Szenario entwickelt, dass aber doch erschreckend realitätsnah rüberkommt.

Johanna Böhm versucht als frischgebackene Studentin an der Polizeiakademie ihrem Leben eine neue Richtung zu geben. Doch drei Morde in Italien, Frankreich und Deutschland, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben, lassen die Schrecken der Vergangenheit wieder auferstehen, denn sie erkennt sofort die Verbindung zwischen den Opfern. Doch um ihr Wissen an die Ermittler weiterzugeben, müsste sie zugleich das Geheimnis ihrer Herkunft offenbaren. Plötzlich steht der Ex-Geheimdienstler Rasmus Falk, der von ihrem Geheimnis weiß, vor ihrer Tür und zwingt sie zur Zusammenarbeit. Bei ihren Ermittlungen stoßen die Partner wider Willen auf eine großangelegte Verschwörung mit weitreichenden Folgen.

Mit einem packenden Schreibstil und einigen überraschenden Wendungen treibt der Autor seine gut aufgebaute Geschichte voran. Kurze Kapitel und immer wieder wechselnde Erzählperspektiven sorgen dabei für ein ziemlich hohes Tempo, das einem insbesondere im letzten Drittel des Buches kaum Zeit zum Luftholen lässt. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen, die aber doch nicht ganz frei von den genretypischen Klischees sind. Und obwohl die Grenzen zwischen Gut und Böse hier eigentlich schon frühzeitig gezogen werden, hält die Auflösung am Ende doch noch einige verblüffende Enthüllungen bereit.

Wer auf packende und atmosphärisch dichte Polit-Thriller steht, wird hier bestens bedient und unterhalten.

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Veröffentlicht am 16.01.2023

Spannender Thriller aus dem hohen Norden und gelungener Auftakt einer neuen Reihe

Der Nordseeritzer
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In diesem Thriller schickt die Autorin Drea Summer die beiden Ermittler Stefanie Teufel und Jan Graf in ihren ersten Fall, der auf die Insel Sylt und dem angrenzenden Festland spielt und mich nicht nur ...

In diesem Thriller schickt die Autorin Drea Summer die beiden Ermittler Stefanie Teufel und Jan Graf in ihren ersten Fall, der auf die Insel Sylt und dem angrenzenden Festland spielt und mich nicht nur gut und spannend unterhalten konnte, sondern auch gleich Lust auf mehr macht. 

Vor den Augen von Jan Graf springt ein Mann von den Klippen des Roten Kliffs auf Sylt in den Tod. Doch an dem vermeintlichen Selbstmord scheint einiges faul zu sein. Mit wem hat der Mann währenddessen telefoniert ? Auch scheint es kein Motiv für einen Freitod zu geben. So nimmt Jan zusammen mit seiner Kollegin Stefanie die Ermittlungen auf und stößt schnell auf weitere Ungereimtheiten. Gibt es eine Verbindung zum Fall des Nordseeritzers, der vor einigen Jahren sein Unwesen auf der Insel getrieben hat ? 

Mit einem packenden Schreibstil, einem hohen Erzähltempo und einigen überraschenden Wendungen treibt die Autorin ihre gut aufgebaute und atmosphärisch dichte Geschichte voran und legt dabei geschickt einige falsche Fährten. Ein Nebenstrang rund um die Ausreißerin Leyla und immer wieder eingestreute Passagen aus den Perspektiven von zwei mysteriösen Ich-Erzählern sorgen für zusätzliche Verwirrung, werden dann aber nach und nach in die Hauptgeschichte eingebunden. Am Ende erhalten wir eine überzeugende Auflösung, die eine ordentliche Portion Tragik beinhaltet und bei der keine wesentlichen Fragen offenbleiben . Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen.

Wer auf spannende Thriller aus dem hohen Norden steht, wird hier bestens bedient und unterhalten. Auf weitere Fälle mit diesem überzeugenden Team bin ich schon sehr gespannt.

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Veröffentlicht am 13.01.2023

Überarbeitete und erweiterte Neuauflage eines Thrillers aus dem Jahr 2011, dessen Thema aber immer noch hochaktuell ist

Nanobots
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Mit diesem Buch legt die Autorin Veronika A. Grager ihren bereits im Jahr 2011 erschienenen Thriller in einer überarbeiteten und erweiterten Neuauflage vor. Von seiner Aktualität und Brisanz hat die Geschichte ...

Mit diesem Buch legt die Autorin Veronika A. Grager ihren bereits im Jahr 2011 erschienenen Thriller in einer überarbeiteten und erweiterten Neuauflage vor. Von seiner Aktualität und Brisanz hat die Geschichte dabei aber nichts verloren. 

Nachdem sie bislang eher in kleineren Fällen ermittelt hat, bekommt die Wiener Privatdetektivin Stella Marini urplötzlich gleich zwei brisante Fälle auf einmal auf den Tisch. So muss sie personell erst einmal ein wenig aufrüsten, um den neuen Aufgaben gewachsen zu sein. Mit ihrem neuen Partner Barry Denton, dem Hacker Tippi und einer Sekretärin, die bislang als Tänzerin in einem dubiosen Nachtclub gearbeitet und zugleich eine der beiden Auftraggeberinnen ist, macht sie sich daran, einen Mord- und einen Vermisstenfall zu lösen. Plötzlich ergeben sich Zusammenhänge zwischen den beiden Fällen, die in die Welt der US-Geheimdienste und der amerikanischen Armee führen. Zeitgleich stößt Barrys Schwester Samantha in den USA auf mysteriöse Vorgänge in einer Forschungseinrichtung. Und auch hier haben die Geheimdienste und das Militär ihre schmutzigen Finger im Spiel.

Mit einem packenden Schreibstil und einigen überraschenden Wendungen treibt die Autorin ihre gut aufgebaute Geschichte voran und steuert sie konsequent auf einen fulminanten Showdown zu, der es ordentlich krachen lässt und zudem eine überzeugende Auflösung bietet, die keine wesentlichen Fragen offenlässt. Kurze Kapitel und ständige Perspektivwechsel sorgen dabei für ein hohen Erzähltempo. An einigen Stellen trägt die Autorin aber doch etwas zu dick auf und zumindest eine Wendung wirkt zudem so ein wenig überkonstruiert, auch wenn sie im Sinne der Spannung gut funktioniert. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Charakteren in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. 

Die hier vorgenommene Erweiterung der Geschichte bezieht sich im Wesentlichen auf die letzten knapp 100 Seiten des Buches. Hier macht die Handlung, die zuvor im Jahr 2014 angesiedelt war, einen Zeitsprung in das Jahr 2021 und spielt vor dem Hintergrund der tatsächlichen Ereignisse rund um den Abzug der westlichen Streitkräfte aus Afghanistan. An dieser Stelle wäre es vielleicht sinnvoller gewesen, diesen Abschnitt als Bonusgeschichte zu bezeichnen, da er mit dem Rest des Buches eigentlich nur die handelnden Personen gemeinsam hat, auch wenn das Thema Afghanistan auch in der Hauptgeschichte durchaus eine tragende Rolle spielt.

Wer auf spannende und actionreiche Thriller mit brisanten politischen Themen steht, wird hier insgesamt gut bedient und unterhalten.

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Veröffentlicht am 13.01.2023

Düstere und atmosphärisch dichte Fantasy-Adaption des Märchens Rumpelstilzchen

Schattengold – Ach, wie gut, dass niemand weiß ...
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Mit diesem Buch legt der Autor Christian Handel eine mehr als gelungene Adaption des altbekannten Märchens "Rumpelstilzchen" vor und siedelt seine Version dabei in einem düsteren Fantasy-Setting an, dass ...

Mit diesem Buch legt der Autor Christian Handel eine mehr als gelungene Adaption des altbekannten Märchens "Rumpelstilzchen" vor und siedelt seine Version dabei in einem düsteren Fantasy-Setting an, dass der Geschichte einen ganz besonderen Stempel aufdrückt. 

Die junge Farah lebt mit ihrem Vater und ihrem Bruder Thomas in der Mühle, die von der Familie betrieben wird. Obwohl es verboten ist, den Firnwald zu betreten, besucht sie regelmäßig das Grab der Mutter an einem kleinen Weiher, direkt an der Grenze zum Feenreich. Die Goldmünzen, die sie dort regelmäßig findet, hält sie für ein Zeichen ihrer Mutter. Als sie diese Münzen in höchster Not einsetzt, um ihrer Familie zu helfen, ist sie gezwungen, ihre Herkunft zu erklären. Dabei greift sie zu einer Lüge, die sie aber in noch größere Schwierigkeiten bringt. Und so sitzt sie urplötzlich in einem dunklen Verließ und muss beweisen, dass sie tatsächlich Stroh zu Gold spinnen kann. Als ein mysteriöses Wesen auftaucht und seine Hilfe anbietet, gerät sie in einen Zwiespalt. Welchen Preis wird sie am Ende für diese Hilfe zahlen müssen ?

Mit viel Einfallsreichtum präsentiert uns der Autor sein außergewöhnliches Setting und besetzt es mit einer ganzen Riege gut gezeichneter und vielschichtig angelegter Charaktere in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Der packende Schreibstil hat mich mit jeder Seite tiefer in die gut aufgebaute Geschichte hineingezogen und bis zum Schluss nicht mehr losgelassen. Zwar weicht die atmosphärisch dichte Geschichte an einigen Stellen dann doch ein wenig von der Märchenvorlage ab, das Grundgerüst bleibt hier aber dennoch immer erkennbar und natürlich spielt auch die Suche nach dem Namen des unheimlichen Helfers dabei eine tragende Rolle, wenn auch in etwas anderer Form wie im Märchen.

Besonders lobend muss man hier auch die tolle Gestaltung des Buches erwähnen. Die Innenillustrationen und der hervorragend gestaltete Buchschnitt, der nach Angaben des Verlages auf die Erstauflage limitiert ist, machen das Buch auch äußerlich zu einem echten Leckerbissen.

Wer auf spannende Märchenadaptionen mit einem düsterem Fantasy-Setting steht, wird hier bestens bedient und unterhalten.

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Veröffentlicht am 11.01.2023

Spannender und atmosphärisch dichter Krimi aus Franken

Ruhe sanft im Fichtelgebirge
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In diesem Kriminalroman schickt die Autorin Jacqueline Lochmüller ihre Ermittler Kristina Herbich und Konrad Breuer von der Kriminalpolizei Bayreuth in ihren dritten Fall und konnte mich dabei auf ganzer ...

In diesem Kriminalroman schickt die Autorin Jacqueline Lochmüller ihre Ermittler Kristina Herbich und Konrad Breuer von der Kriminalpolizei Bayreuth in ihren dritten Fall und konnte mich dabei auf ganzer Linie überzeugen und begeistern. 

Für mich war es dabei die erste Begegnung mit den beiden Ermittlern und ich hatte nicht das Gefühl, dass mir hier Vorkenntnisse aus den ersten beiden Bänden fehlen würden. Alle für das Verständnis erforderlichen Informationen zu den Protagonisten und ihrer Vorgeschichte werden gut in die laufende Handlung eingebunden, ohne dabei den Lesefluss zu stören.

Eigentlich hatte sich Kristina Herbich auf ein geruhsames Wochenende mit ihrem Freund Philipp Reuter gefreut, der für ein paar Tage aus dem Saarland anreist. Doch der Ausbruch eines verurteilten Mörders aus dem Gefängnis macht ihr einen Strich durch die Rechnung. Und als dann auch noch ihr Kollege Konrad Breuer, der sie eigentlich entlasten sollte, nach einem Streit mit seinem Lebensgefährten spurlos verschwindet, ist an traute Zweisamkeit erst recht nicht mehr zu denken.

Mit einem packenden Schreibstil und einigen überraschenden Wendungen treibt die Autorin ihre gut aufgebaute Geschichte voran und garniert sie mit jeder Menge Lokalkolorit aus dem Fichtelgebirge. Geschickt führt sie die unterschiedlichen Erzählstränge der Geschichte zusammen und bietet am Ende eine schlüssige Auflösung, die keine wesentlichen Fragen offenlässt und darüber hinaus eine ordentliche Portion Tragik beinhaltet. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Charakteren in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Kristina Herbich steht hier unter großem Druck, den man ihr immer wieder anmerkt und der auch durchaus zu Fehlern führt. Dass macht sie vielleicht nicht in jeder Situation unbedingt sympathisch, lässt sie aber doch sehr menschlich erscheinen. 

Wer auf spannende und atmosphärisch dichte Kriminalromane mit reichlich Lokalkolorit steht, wird hier bestens bedient und unterhalten.

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