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Veröffentlicht am 09.01.2023

Packendes und actionreiches Crossover der Thriller-Reihen von Roland Hebesberger

Divinus: Das Flutprotokoll
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Nachdem der Autor Roland Hebesberger in seinen letzten Thrillern bereits nach und nach enthüllt hat, dass all seine Bücher im gleichen Serienkosmos spielen und inhaltlich zusammenhängen, kommt es hier ...

Nachdem der Autor Roland Hebesberger in seinen letzten Thrillern bereits nach und nach enthüllt hat, dass all seine Bücher im gleichen Serienkosmos spielen und inhaltlich zusammenhängen, kommt es hier nun zum großen Crossover seiner Serienhelden Cornell Rohde, Ava Canary, Cyberella, P.I.K.E. und deren jeweiligen Gefährten bzw. Mitstreitern.

Grundsätzlich sind hier keine Vorkenntnisse aus den vorherigen Büchern erforderlich, um diesen Band lesen und nachvollziehen zu können. Alle für das Verständnis nötigen Informationen zu den Protagonisten und ihrer Vorgeschichte werden gut in die laufende Handlung eingebunden, ohne dabei den Lesefluss zu stören. Um die Geschichte und die Entwicklung der Figuren in Gänze genießen zu können, empfiehlt es sich aber schon, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen, zumal hier natürlich auch einige Spoiler zu diesen Büchern enthalten sind. 

Die Geheimorganisation Insurgents hat das Flutprotokoll aktiviert und damit den Krieg im Schatten der Gesellschaft endgültig eröffnet. Nur eine Handvoll Menschen ist zumindest über Einzelteile dieser Pläne informiert und somit in der Lage, die Unterjochung der Menschheit vielleicht noch zu verhindern. Dazu müssen sie aber erst einmal zu einem schlagkräftigen Team zusammenwachsen, um dem übermächtig erscheinenden Gegner überhaupt gewachsen zu sein. Und das ist bei den eigenwilligen Charakteren und dem gegenseitigen Misstrauen gar nicht so einfach. 

Mit einem packenden Schreibstil, einigen überraschenden Wendungen und einem hohen Erzähltempo treibt der Autor seine gut aufgebaute Geschichte voran und lässt sie schließlich in einen fulminanten Showdown münden, der das Ganze zu einem (vorläufigen) Abschluss bringt. Dabei erzählt er das turbulente Geschehen aus den wechselnden Perspektiven der vier Hauptfiguren, deren Abschnitte wie in den jeweiligen Einzelromanen auch hier in der Ich-Perspektive geschrieben sind. Als fünfte Erzählperspektive taucht zudem noch Seth aus den Reihen der Insurgents auf. Durch eine gute Kennzeichnung zu Beginn der einzelnen Kapitel findet man sich in diesem Stil aber doch sehr gut zurecht. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen, die zudem immer wieder für Überraschungen gut sind.

Wer auf actionreiche und packende Thriller mit reichlich Mystery-Elementen steht, wird hier bestens bedient und unterhalten.

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Veröffentlicht am 09.01.2023

Fulminanter Abschluss einer grandiosen Science-Fiction-Trilogie

Transform 3
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Mit diesem Science-Fiction-Thriller legt die Autorin Jona Sheffield den Abschlussband ihrer Transform-Trilogie vor und konnte mich mit dieser spannenden und atmosphärisch dichten Geschichte erneut auf ...

Mit diesem Science-Fiction-Thriller legt die Autorin Jona Sheffield den Abschlussband ihrer Transform-Trilogie vor und konnte mich mit dieser spannenden und atmosphärisch dichten Geschichte erneut auf ganzer Linie überzeugen und begeistern. 

Grundsätzlich sind hier keine Vorkenntnisse aus den ersten beiden Bänden erforderlich, um das Buch lesen und nachvollziehen zu können. Eine kurze Zusammenfassung zu Beginn erleichtert den Einstieg, alle weiteren für das Verständnis nötigen Informationen zu den Protagonisten und ihrer Vorgeschichte werden gut in die laufende Handlung eingebunden, ohne dabei den Lesefluss zu stören. Um die Geschichte und die Entwicklung der Figuren in Gänze genießen zu können, empfiehlt es sich aber schon, die Trilogie in der richtigen Reihenfolge zu lesen.

Die außerirdische Macht, die hinter den weltweit errichteten Portalen und der Transformation der Menschheit in willenlose „Weißaugen“ steckt, treibt ihre Invasionspläne gnadenlos voran. Und so fasst die Gruppe um den Wissenschaftler Dr. Paul Bingley und General McDonnell einen verzweifelten Plan für einen letzten Gegenschlag. Im Zentrum ihres Planes steht der Mutant Diego Alvaro, dem es aber immer schwerer fällt, sich gegen die Stimmen in seinem Kopf zur Wehr zu setzen.

Mit einem packenden Schreibstil, viel Einfallsreichtum und einigen überraschenden Wendungen treibt die Autorin ihre gut aufgebaute Geschichte voran und spinnt die Erzählfäden aus den ersten beiden Bänden konsequent weiter. Am Ende wird die Geschichte so zu einem schlüssigen und konsequenten Ende geführt, bei dem keine wesentlichen Fragen offenbleiben. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Neben dem Hauptstrang um Dr. Paul Bingley und Diego Alvaro wird hier auch der im Band 2 gestartete Nebenstrang um die junge Hannah Ferrington, die mit ihrer Schwester Sally und ihrem Freund Joel verzweifelt versucht, vor den Weißaugen zu fliehen, fortgesetzt.

Wer auf spannende und actionreiche Science-Fiction steht, wird hier erneut bestens bedient und unterhalten.

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Veröffentlicht am 19.12.2022

Ihr fünfter Fall führt Maike Graf von Unna bis nach Ägypten

Ruhrpott-Connection
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Mit diesem Kriminalroman legt die Autorin Astrid Plötner den fünften Band ihrer Reihe um die Kommissare Maike Graf und Max Teubner von der Kriminalpolizei Unna vor. Wie schon die ersten beiden Auftritte ...

Mit diesem Kriminalroman legt die Autorin Astrid Plötner den fünften Band ihrer Reihe um die Kommissare Maike Graf und Max Teubner von der Kriminalpolizei Unna vor. Wie schon die ersten beiden Auftritte der beiden Kommissare konnte mich auch dieser Band wieder auf ganzer Linie überzeugen und mir dabei ein paar spannende Stunden bescheren.

Man benötigt hier keine Vorkenntnisse aus den bisherigen Bänden der Reihe, um die Geschichte lesen und nachvollziehen zu können. Alle dafür erforderlichen Informationen zu den Protagonisten und ihrer Vorgeschichte werden gut in die laufende Handlung eingebunden, ohne dabei den Lesefluss zu stören. Ich selbst habe Band 3 und 4 der Reihe bislang noch nicht gelesen und konnte hier problemlos wieder ins Geschehen einsteigen.

Maike Graf und ihr Freund Jochen Hübner geraten bei einem abendlichen Spaziergang durch Unna-Königsborn in einen Überfall auf eine Antiquitätenhandlung. Kurz darauf ist die Besitzerin des Ladens tot und Jochen mit einem Bauchschuss lebensgefährlich verletzt. Auch der Ehemann der Ladenbesitzerin wird kurz darauf tot aufgefunden. Da Maike aufgrund ihrer persönlichen Beteiligung diesmal nicht mitermitteln darf, müssen Max Teubner und Sören Reinders der zuständigen Mordkommission aus dem benachbarten Dortmund nun alleine zuarbeiten und stoßen auf einen weiteren ungelösten Todesfall in der Vergangenheit des Ehepaares. Und auch Maike lässt sich nicht so einfach kaltstellen und stellt eigene Nachforschungen an. Diese führen zu einer Ruhrpott-Connection, die ihre Finger im organisierten illegalen Antikenhandel hat und deren Spur Maike bis nach Ägypten führt.

Mit einem packenden Schreibstil und einigen überraschenden Wendungen treibt die Autorin ihre gut aufgebaute Geschichte voran und sorgt dabei mit ständigen Perspektivwechseln für ein ziemlich hohes Erzähltempo. Getragen wird das Ganze von einer ganzen Riege gut gezeichneter und vielschichtig angelegter Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Neben den Ermittlern steht dabei besonders Jana Helmes, die Nichte des ermordeten Ehepaares, im Mittelpunkt des Geschehens und nimmt eine Schlüsselrolle im Fall ein. Das gut aufeinander abgestimmte Figurenensemble hält die Spannung über die gesamte Länge des Buches auf einem hohen Niveau, bis wir am Ende eine überzeugende Auflösung präsentiert bekommen, bei der keine wesentlichen Fragen offenbleiben.

Wer auf spannende Krimis mit viel Lokalkolorit aus dem Ruhrgebiet steht, wird hier bestens bedient und unterhalten.

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Veröffentlicht am 19.12.2022

Launige Geschichten aus dem Leben eines Mannes mit zwei linken Händen

Finger weg!
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Gerade erst hat der Autor Thomas Matiszik mit seinem Thriller „Todesprüfung“ meine Nerven ziemlich heftig strapaziert, nun gelingt ihm mit diesem Buch gleiches mit meinen Lachmuskeln.

Mit einem lockeren ...

Gerade erst hat der Autor Thomas Matiszik mit seinem Thriller „Todesprüfung“ meine Nerven ziemlich heftig strapaziert, nun gelingt ihm mit diesem Buch gleiches mit meinen Lachmuskeln.

Mit einem lockeren und absolut launigen Schreibstil, der dabei auch immer mit einem gewissen Augenzwinkern versehen und von reichlich Selbstironie geprägt ist, stellt er uns hier seinen beiden linken Hände vor, denen er durchaus liebevoll die Namen „Häpken“ & „Dösig“ verliehen hat und die ihn immer wieder in haarsträubende Situationen bringen, vor allem dann, wenn er seinen beiden Freunden Fähigkeiten zutraut, über die sie nicht einmal ansatzweise verfügen. 

In einzelnen und sehr abwechslungsreichen Geschichten, die auch nicht unbedingt zeitlich chronologisch angeordnet sind, gibt er tiefe Einblicke in das Leben mit zwei linken Händen und den daraus resultierenden Problemen. Dabei unterhält er nicht nur vorzüglich, sondern macht zugleich auch allen Mut, die mit ähnlichen Herausforderungen zu kämpfen haben. 

Das Handbuch für den ungeschickten Mann richtet sich dabei nicht nur an betroffene Männer, die sich, so wie ich auch, in der einen oder anderen Geschichte durchaus wiedererkennen könnten, sie bietet darüber hinaus auch allen anderen Lesern, die unter Umständen ein entsprechendes Exemplar in ihrem näheren Umfeld kennen oder sogar unter ihm zu leiden haben, wertvolle Tipps zum Umgang mit dieser besonderen Spezies. Und jede Menge Spaß macht das Buch sowieso.

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Veröffentlicht am 16.12.2022

Gelungene und düstere Dystopie mit ein paar Längen im Mittelteil

Stillstand
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Bei ihrem Romandebüt legt die Autorin Juliane Schiesel eine packende Dystopie vor, die mich trotz einiger Längen im Mittelteil unter dem Strich doch gut und spannend unterhalten konnte.

Dabei entführt ...

Bei ihrem Romandebüt legt die Autorin Juliane Schiesel eine packende Dystopie vor, die mich trotz einiger Längen im Mittelteil unter dem Strich doch gut und spannend unterhalten konnte.

Dabei entführt sie uns in eine nicht allzu weite Zukunft, in der die Überbevölkerung droht, die Menschheit in die Knie zu zwingen. 14 Milliarden Menschen bevölkern inzwischen den Planeten und sorgen für einen rasanten Zuwachs von Obdachlosigkeit und sozialen Unruhen, die sich immer öfter in Gewaltakten entladen. Dabei spielt eine mysteriöse Sekte, die sich als „Heilende Hände“ bezeichnet, eine unrühmliche Rolle. Als die junge Olivia Becker bei einem Überfall von Sektenmitgliedern ihre Eltern verliert, kann sie sich zusammen mit ihrer Tante Diana im letzten Moment retten. Einige Jahre später haben die beiden in Halle eine neue Bleibe gefunden und versuchen dort, den immer größer werdenden Engpässen bei Nahrung, Wasser und Strom zu trotzen. Bei ihrer Arbeit als Kurierfahrerin stößt Olivia immer wieder auf den undurchschaubaren Joshua, der für einen geheimnisvollen Kunden von ihr arbeitet. Als eine Viruserkrankung die Welt endgültig ins Chaos stürzt, muss sich Olivia ausgerechnet auf Joshua verlassen, um zu überleben.

Mit einem packenden Schreibstil und bildhaften Beschreibungen, die das Kopfkino beim Lesen auf Hochtouren laufen lassen, erschafft die Autorin hier mit viel Liebe zum Detail eine dystopische Welt voller Überraschungen und Gefahren. Aufgebaut ist das Buch wie ein Countdown, der nach einem kurzen Prolog mit Kapitel 10 beginnt und sich dann langsam aber sicher auf die Stunde Null zubewegt. Dabei erzählt sie die Geschichte fast ausschließlich aus der Perspektive von Olivia, am Ende eines jeden Kapitels gibt es aber auch immer wieder kurze Passagen, die über den Tellerrand von Olivias Welt hinausblicken und den fortschreitenden Verfall der Zivilisation beschreiben. Zwischen einem sehr gelungenen Einstieg und einem packenden Showdown finden sich im Mittelteil allerdings doch einige Längen, bei denen man manchmal sogar den Eindruck, Dinge schon einmal gelesen zu haben. Der Titel des Buches wird dabei allzu oft zum Programm. Doch zum Ende hin bekommt die Geschichte noch einmal rechtzeitig die Kurve und dreht ordentlich an der Spannungsschraube. Obwohl die Geschichte dabei zu einem schlüssigen und in sich geschlossenem Ende kommt, lassen die letzten Passagen doch noch ein wenig Spielraum für weitere Geschichten aus dieser bedrückenden Zukunftsvision.

Wer auf düstere und atmosphärisch dichte Dystopien steht, wird hier trotz der kleineren Kritikpunkte insgesamt doch gut bedient und unterhalten.

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