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Veröffentlicht am 23.04.2018

Eine Enttäuschung

Das wirst du bereuen
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INHALT
Emma Putnam hat sich das Leben genommen. Sie war hübsch und wurde gemobbt, also hat die Gesellschaft Mitleid mit dem toten Mädchen.
Was keiner weiß, oder keiner sehen will, ist, dass Emma Putnam ...

INHALT
Emma Putnam hat sich das Leben genommen. Sie war hübsch und wurde gemobbt, also hat die Gesellschaft Mitleid mit dem toten Mädchen.
Was keiner weiß, oder keiner sehen will, ist, dass Emma Putnam eine Schlampe war. Doch Sara Wharton und ihre beste Freundin Brielle wussten das ganz genau und haben sie dementsprechend behandelt. Und nun ist Emma tot und die Schuld daran wird auf Sara, Brielle und ihre Freunde geschoben.

MEINUNG
Das Cover wirkt etwas düster und ist finde ich sehr gut für einen Thriller oder Ähnliches. Darunter war das Buch allerdings pink und das fand ich nicht mehr so düster ;)
Als Thriller habe ich das jedenfalls überhaupt nicht empfunden. Eher kann ich es nicht einsortieren. Als Jugendbuch, ja, wegen dem Alter der Protagonisten, aber ansonsten? Ich fand das Buch leider auch nicht im Geringsten spannend, denn es ist einfach nichts passiert, was man nicht erwartet hätte.
Die Vergangenheit wird abwechselnd mit der Gegenwart geschildert und ich erwarte somit, dass so zum Ende hin irgendetwas rauskommt das alles ändert. Das "Die Wahrheit ist oft viel komplizierter als man denkt" lässt so etwas auch erwarten. Aber da dieses Überraschungsmoment fehlte, war ich schließlich sehr enttäuscht, denn das war sozusagen mein Hoffnungsschimmer. Denn ansonsten kam mir das Buch vor wie ein Bericht über Mobbing, allerdings mit mehr Gefühlen – von einer Mobberin.
Mich haben alle Charaktere dieses Buches verwirrt und die meisten genervt. Sara ist eine Mitläuferin - sie selbst hätte Emma vielleicht nie gemobbt, hat aber einfach das getan, was Brielle ihr sagte - und ihr Freund ist einfach seltsam! Also die Sachen die er teilweise getan hat … Dafür sehe ich einfach keine Erklärung! Er selbst hatte auch keine und das liegt entweder daran, dass auch die Autorin nicht wirklich was gefunden hat, aber diese Handlung für den Verlauf der Geschichte brauchte, oder es gibt einen tieferen, versteckten Sinn, den ich nicht erkenne. Aber am schlimmsten war Brielle. Sie war vielleicht keine Schlampe, die mit jedem Kerl rumgemacht hat, aber sie war ein kaltes Miststück. Sie ist nicht nett zu ihrer besten Freundin und benutzt sie nur und hat großen Spaß daran, andere schlecht zu behandeln.
Teilweise war ich doch tatsächlich unentschlossen, auf wessen Seite ich stehen sollte. Klar, Emma wurde gemobbt, aber sie war auch nicht das brave Mädchen für das sie alle hielten. Aber kein Mensch sollte gemobbt werde. Doch genauso sollte auch kein Mensch Selbstmord begehen.

FAZIT
Ich fand leider nichts an diesem Buch gut, aber es ist auch ein komploziertes Thema. Ich hätte mir eine den Leser verblüffende Überraschung erhofft, aber ich wurde nur enttäuscht.

Veröffentlicht am 23.04.2018

Nett, aber das war´s auch schon

Mystic City, Band 1: Das gefangene Herz
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INHALT
Aria Rose ist nun mit Thomas verlobt, obwohl er der Sohn der verfeindeten Seite war. Sie hat es geschafft ihre Eltern davon zu überzeugen, ihrer großen Liebe eine Chance zu geben.
Nur erinnert sie ...

INHALT
Aria Rose ist nun mit Thomas verlobt, obwohl er der Sohn der verfeindeten Seite war. Sie hat es geschafft ihre Eltern davon zu überzeugen, ihrer großen Liebe eine Chance zu geben.
Nur erinnert sie sich nicht mehr. Nicht an Thomas und schon gar nicht an diese große Liebe. Sie hat mit einem Schlag ihr Gedächtnis verloren.
Sie versucht, sich wieder zu erinnern, während Thomas Bruder die Kandidatur zum Bürgermeister antritt. Sein Gegner ist die Mystikerin Violett Brooks, doch die Mystiker sind gefährlich und müssen unter Kontrolle gehalten werden.
Doch dann lernt Aria den Mystiker Hunter kennen und fühlt sich sofort zu ihm hingezogen. Sie beginnt an der Moral ihrer eigenen Eltern zu zweifeln und gibt sich ihren verbotenen Gefühlen zu Hunter hin ...

MEINUNG
Das Cover ist einfach wunderschön. Es zeigt zwar mehr oder weniger ein Mädchengesicht, aber das es so schattig ist, macht das überhaupt nichts aus. Stattdessen wirkt es wunderbar magisch und auch mit dem Hintergrund passt es wunderbar zum Titel.
Aria ist an sich eine sympathische Person, denn sie ist nett, mitfühlend und beim Volk sehr beliebt (warum auch immer). An ihr hat mir gefallen, dass sie sich so sehr mit der Lage der Mystiker beschäftigt hat und es auch als ungerecht empfand, wie sie behandelt wurden. Allerdings hat sie zu leichtgläubig gewirkt. Wenn man seine Erinnerungen verliert, sucht man sich eine Stütze, an der man sich orientieren kann: Berichte von Freunden und Verwandten. Aber dann gibt es da bei Aria diese widersprüchlichen Gefühle, die sie zweifeln lassen müssten. Doch anstatt anzunehmen, jemand könnte ihr etwas vormachen, glaubt sie, an ihr selbst würde etwas nicht stimmen, und hofft, sich bald wieder an Thomas und ihre Liebe zu erinnern. Ich muss noch hinzufügen, dass ich mich frage, was sie für Hobbys hat. Denn über ihre Vergangenheit erfährt man eigentlich nur, dass sie gerne shoppen geht.
Ihre Verlobung mit Thomas wirkt alles andere als echt - auf den Leser; das Volk scheint restlos überzeugt. Es liegt nicht nur an Arias mangelnden romantischen Gefühlen; sie redet sich schließlich ein, dass es an ihr liegt, und dass sie ihn irgendwann wieder lieben wird. Er verhält sich einfach abweisend und nicht voller Liebe, denn er sollte seine Gefühle ja nicht vergessen haben. Wie kann man da noch an eine Liebe wie bei Romeo und Julia glauben?
Leider wirkte auch ihre Beziehung zu Hunter nicht besonders authentisch. Direkt bei ihrer ersten Begegnung ist sie fasziniert von ihm und möchte mehr über ihn erfahren, obwohl sie ihn dank ihrer Beziehung eigentlich verachten müsste. Stattdessen sucht sie nach ihm und fühlt sich anscheinend ohne Grund von ihm angezogen.
Der Umgang der Politiker mit den Mystikern ist grausam. In der Vergangenheit haben sie wohl tolle Sachen gemacht, aber nach einem mystischen Anschlag wurden sie unbeliebt, und es war besser, man entzog ihnen die Magie und behandelte sie wie Dreck. So was sehe ich immer als schwachsinnig an, denn wegen der Taten von Einzelnen sollte man nicht gleich ganze Gruppen von Menschen zu einem Leben voller Qualen verurteilen. Es ist nicht übertrieben zu sagen, dass die Leute Angst vor den Mystikern haben - zumindest die Leute, die wissen, was die Mystiker mit ihrer Magie anstellen könnten - denn sie möchten die Gesetze für Mystiker verschärfen und die Maßnahmen ins extreme treiben. Hier frage ich mich dann, was für Gesetze es für die normalen Menschen gibt, schließlich scheint es zwischen Thomas' und Arias Familie so viel Krieg zu geben, dass eine ganze Stadt gespalten wird. Und was genau passiert mit den Rebellen, die sich weigern, sich diesen Gesetzen zu fügen? Entweder wurde das nicht erklärt oder ich habe es verpasst.

FAZIT
Beim Lesen hat mir das Buch eigentlich ganz gut gefallen, aber beim Schreiben der Rezension sind mir die ganzen negativen Aspekte viel stärker aufgefallen und deswegen nur 3,5/5 Punkte!

Veröffentlicht am 23.04.2018

Nicht mein Ding ...

Süße Sünden
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Inhalt
Maya, die ein Café besitzt, das ihr alles bedeutet. beobachtet gern Max, der im gegenüberliegenden Sportgeschäft arbeitet, aber sie traut sich nicht ihn anzusprechen. Schließlich ist da diese Frau, ...

Inhalt
Maya, die ein Café besitzt, das ihr alles bedeutet. beobachtet gern Max, der im gegenüberliegenden Sportgeschäft arbeitet, aber sie traut sich nicht ihn anzusprechen. Schließlich ist da diese Frau, die immer wieder ihre Kinder bei ihm abgibt - das können doch nur seine eigenen sein!
Ihre Freundinnen Sabine und Jo sind der Meinung, dass sie Hilfe braucht - im Flirten! Sie schaffen es, Maya zu einem Flirtkurs zu bringen, und begleiten sie sogar, obwohl eine von ihnen vergeben und die andere lesbisch ist. Es stellt sich bald heraus, dass sie nicht die Einzige ist, die Unterricht in der Liebe braucht ...

Meinung
Das Cover passt hervorragend zum Titel, es ist bunt und das Gesicht sieht so aus, als wäre es zum Sünden bereit.
Maya, der ihr Café sehr wichtig ist, hat außer dieser Leidenschaft eigentlich nichts. Keine Hobbys, kein Liebesleben und ihre Mutter macht sich darüber lustig und ist sich sicher, dass ihre Tochter Freitagsabends immer Zuhause ist. Die ersten hundert Seiten waren einfach nur da, um zu zeigen, wie schlecht ihre Lage ist und wie sehr sie eine Veränderung braucht.
Ihre Freundin Sabine hat zwar eine Beziehung, dafür aber eine ganz schlechte, die sich eigentlich nur hält, weil sie sich nicht traut, sich von ihrem Freund zu trennen. Sie liebt ihn nicht, ist sehr unglücklich, er respektiert sie nicht und behandelt sie auch nicht nett. Dadurch war Sabine für mich ein dummes Mädchen, noch dümmer als Maya, wirklich. Dafür sind Beziehungen ja da, man kann sich trennen, wenn man merkt, dass es nicht klappt. Wären sie verheiratet, könnte ich das Problem schon eher verstehen.
Und Jo ... war einfach da. Sie war irgendwie dabei und present, aber nicht wirklich wichtig.
Die Autorin war sehr damit beschäftigt, möglichst viele Charaktere vorszustellen, zum Beispiel ganz viele Leute, die in der Nähe von Mayas Café arbeiten und nicht weiter wichtig sind, aber viele Seiten füllten. Dabei wurden die Hauptcharaktere vernachlässigt. Bei ihnen stand nur das Liebesleben im Mittelpunkt, und sonst wurde eigentlich nichts erwähnt.
Es war teilweise schon witzig, dafür wirkten so viele Szenen so unecht wie in schlechten Komödien. Zum Beispiel an dieser Flirtschule besteht die Gruppe der Freundinnen aus flachen Stereotypen, der Macho, der Fette, der Freak, das schüchterne Mäuschen ...
Die Story fand ich auch ein wenig langweilig. Frau traut sich nicht, Mann anzusprechen, weil er sich mit einer anderen Frau trifft, aber eigentlich sieht man keine romantische Beziehung? Na ja ... Fast zu eindeutig.
Die Flirtschule, die der Hauptteil sein müsste, wenn es nach dem Klappentext geht, handelt hauptsächlich von Sabine, denn jeder Unterricht hat sie im Mittelpunkt. Erst im letzten Teil kümmert sich die Autorin dann um Mayas Liebesleben, auch wenn es die ganze Zeit present ist. Und diese Teile sind dann schon wieder viel zu lustig, sodass sie lächerlich wirken.

Fazit
Insgesamt ist das buch nett für zwischendurch gewesen, aber das war dann auch schon alles. Es war komisch, aber nicht romantisch oder besonders gut.

Veröffentlicht am 23.04.2018

Die Reihe geht spannend weiter ...

Vollendet – Die Rache
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Inhalt
Lev und Connor sind unterwegs – sie hoffen Sonia, die Frau von Janson Rheinschild zu finden, um herauszufinden, was das Geheimnis ist, das das Proaktive Bürgerforum um jeden Preis bewahren will.
Camus ...

Inhalt
Lev und Connor sind unterwegs – sie hoffen Sonia, die Frau von Janson Rheinschild zu finden, um herauszufinden, was das Geheimnis ist, das das Proaktive Bürgerforum um jeden Preis bewahren will.
Camus Comprix‘ Leben ist so kompliziert wie zuvor – eine Mischung aus vielen Menschen, aber ist er ein Mensch und hat er eine Seele? Er ist ein Projekt des Proaktiven Bürgerforums und die Menschen sind geteilter Meinung wenn es um ihn geht …
Risa ist dem Proaktiven Bürgerforum entkommen und ist nun auf der Flucht. Sie hofft, bald wieder mit Connor vereint zu sein.
Starkey ist der Retter der Storche. Er und die meisten seiner Gruppe haben den Flugzeugabsturz überlebt und wollen nun noch mehr unternehmen, um alle Storche zu befreien …

Meinung
Dieses Buch hat irgendwie zahlreiche Protagonisten, es kommen von Buch zu Buch immer mehr dazu und ich werde doch versuchen, mich auf die wichtigsten Charaktere zu beschränken. Die drei Hauptcharaktere Risa, Lev und Connor standen diesmal nicht so stark im Mittelpunkt. Sie haben wieder so einiges erlebt, aber um Risa herum war es eher ruhig, Cam und Lev waren meist gemeinsam unterwegs und da war zwar einiges los, aber im Vergleich zu den anderen Büchern ... ;) Sie haben eigentlich die Entwicklungen aus den Vorgängern fortgesetzt, sie werden immer reifer und immer weiter abgehärtet ... Man kann eigentlich mit all diesen Jugendlichen Mitleid haben, da braucht man gar nicht die einzelnen Fälle aufzählen.
Starkey ist eingebildet, machthungrig und hält sich selbst für den größten Helden. Hierzu eine Textstelle, die dem Autor wirklich gelungen ist: Auf „Wahre Helden glauben nie, dass sie welche sind“ folgt im nächsten Kapitel, das von Starkey handelt: „Mason Starkey weiß, dass er ein Held ist, und zwar ohne den geringsten Zweifel.“ Das beschreibt dann auch, was er für ein Typ ist, mehr brauch ich da auch nicht zu sagen.
Camus ist wohl der interessanteste Charakter und auch die umstrittenste Figur dieses Buches. Damit meine ich, dass man viel philosophieren kann, was ihn angeht. Der arme Junge hat ganz schreckliche Selbstzweifel, ausgelöst durch andere Menschen, aber auch durch das Proaktive Bürgerforum. Er fragt sich ob er eine Seele hat, wer er ist, ob er überhaupt jemand ist … und man kann es auch wirklich nicht richtig beantworten. Ich habe auch Mitleid mit ihm, mehr als mit allen Umwandlungsopfern. Es ist auch schwierig zu sagen, ob er selbst entscheidet was er denkt, denn es gibt immer wieder Anzeichen dafür, dass es seine Einzelteile sind, die ihn beeinflussen …
Das Thema ist ja wirklich ziemlich ernst und das gibt dem Buch direkt die Tiefe mit. Die Umwandlung finde ich nach wie vor grausam. Auch, wie die Masse damit umgeht. So viele finden es normal, und das schockiert mich ganz schrecklich.
Das Buch hat immer wieder Zwischendurch „Anzeigen“, so wie Werbeplakate oder so ähnlich. Sie fordern beispielsweise die Leute auf, sich für Aktionen einzusetzen, um neue Gesetze zu verfassen, die die Umwandlung betreffen. Andere sind Werbung für Implantate, wie neue Muskelgewebe.
Reiche Leute kaufen sich so etwas zum Spaß oder als Erleichterung des Alltags. Nein, die Kinder lernen kein neues Instrument, sie kriegen die Hände eines umgewandelten Musikers und am Gehirn wird auch was verändert …
Die Umwandlung ist schrecklich alltäglich. Die Leute missbrauchen sie für Kleinigkeiten, und je zahlreicher diese Kleinigkeiten werden, desto mehr Leute müssen umgewandelt werden, und selbst wenn gemeint wird, die Leute würden nicht sterben, haben sie kein eigenes Leben mehr.

Fazit
Der Autor schafft es, dem Leser das Thema nahe zu bringen, indem er es möglichst extrem darstellt. Das Ende hielt Enthüllungen bereit, die den Leser foltern, so spannend ist es und der Cliffhanger ist ganz böse! Ich bin sehr gespannt auf die Fortsetzung ^^

Veröffentlicht am 23.04.2018

Sympathisch dank Rückblenden

Zur Hölle mit Bridget
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Inhalt
Wie ihr Vater ist auch Bridget berühmt - wenn auch nur an ihrer Schule. Sie nutzt ihre Macht und bekommt immer, was sie will. Sie ärgert ihre Lehrer, mobbt ihre Mitschüler und behandelt ihre Stiefmutter ...

Inhalt
Wie ihr Vater ist auch Bridget berühmt - wenn auch nur an ihrer Schule. Sie nutzt ihre Macht und bekommt immer, was sie will. Sie ärgert ihre Lehrer, mobbt ihre Mitschüler und behandelt ihre Stiefmutter schlecht.
Doch dann taucht Anna Judge auf - und ist auf Anhieb beliebt. Bridget fühlt sich durch sie bedroht, denn plötzlich scheint keiner mehr auf sie zu hören.
Völlig irritiert baut Bridget einen Unfall - und stirbt dabei nicht, sondern trifft auf Anna, die ihr zeigt, was sie alles angestellt hat ...


Fazit
Das Cover finde ich zwar irgendwie witzig, und es sieht sehr nach Jugendbuch aus, aber es passt nicht wirklich zum Inhalt. Bridget wirkt zwar kompliziert, weil sie sich so ekelhaft verhält, aber wenn man die Hintergründe und ihre Vergangenheit kennt, dann merkt man, dass sie eigentlich ein relativ normales Mädchen ist. Das Buch ist voller Rückblenden, vor allem die letzte Hälfte, aber das hat eigentlich nicht gestört, weil es Bridgets Verhalten erklärt hat, so konnte man sie viel besser verstehen, warum sie jeden so herablassend und arrogant behandelt. Sie hat in ihrer Kindheit viel erlebt, und das so verarbeitet und interpretiert, dass sie die Mächtigste sein muss, um kein Leid zu erfahren. Das konnte ich wirklich gut nachvollziehen, und es wirkte somit authentisch. Die dezente Liebesgeschichte zwischen ihr und Liam fand ich ganz nett, denn sie wird nicht unnötig oft erwähnt, ist nicht oberflächlich und passt auch sonst zum Buch. Liam ist wirklich wichtig für Bridget, weil sie bei ihm sie selbst sein kann. Seltsamerweise war mir Bridgets Freundin Jillian, die ständig hinter Klatsch und Tratsch her ist, unsympathischer als die mächtige Bridget, die auch wirklich Sachen anstellt. Denn bei ihr ist es dann nicht so, dass man ihre Entschuldigungen für ihre Taten kannte, also war ihr neugieriger Charakter wirklich nervig. Die Handlung gefiel mir ganz gut, auch wenn die Idee stark an Charles Dickens‘ Weihnachtsgeschichte erinnert. Eine arrogante Person, die vor Augen geführt bekommt, was für ein schlechter Mensch er ist? Ja, da sind schon starke Ähnlichkeiten ;) Der Schreibstil war auch sehr angenehm, die Autorin hat es geschafft, die komplizierte Bridget dem Leser – oder zumindest mir – sympathisch zu machen, indem sie einem tiefe Einblicke in deren Gefühlswelt und schwierige Kindheit gewährt. Ich hatte teilweise richtig Mitleid mit Bridget und konnte manchmal sogar ihre eigentlich unerklärlichen Handlungen nachvollziehen.
Bewertung
Also, ich fand es gar nicht mal so schlecht. Es bestand zwar zu großen Teilen aus Rückblenden, aber diese haben stark dazu beigetragen, Bridget zu verstehen, waren also eher positiv als negativ und die Autorin hat es geschafft, die komplizierte Bridget sympathisch erscheinen zu lassen.