Profilbild von emkeyseven

emkeyseven

Lesejury Star
offline

emkeyseven ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit emkeyseven über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.12.2023

Arrangierte Ehen, Erpressung und unerwartete Gefühle

King of Wrath
0

Vivian hat zwar ihre eigenen Ziele, aber sie will auch eine gute, dankbare Tochter sein und fügt sich daher meistens den Wünschen ihrer Eltern. So stimmt sie auch zu, den abweisenden CEO Dante in einer ...

Vivian hat zwar ihre eigenen Ziele, aber sie will auch eine gute, dankbare Tochter sein und fügt sich daher meistens den Wünschen ihrer Eltern. So stimmt sie auch zu, den abweisenden CEO Dante in einer arrangierten Ehe zu heiraten. Was sie nicht weiß: Ihr Vater erpresst Dante und zwingt ihn zu dieser Heirat, um von seinem Ruf zu profitieren.

Während Vivian versucht, aus dieser Beziehung das Beste zu machen, weil sie eben davon ausgeht, dass sie ihr Leben mit Dante teilen muss, versucht Dante, dieser Beziehung wieder zu entkommen. Da er Vivians Vater natürlich nicht leiden kann, hat er gar kein Interesse daran, Vivian kennenzulernen und will sie möglichst schnell wieder loswerden.

Vivian und Dante sind sich schon ein wenig ähnlich, nur gehen sie eben mit sehr unterschiedlichen Erwartungen in diese Beziehung ein. Dante wurde mit wenig Liebe, aber genauen Zielen erzogen: es war schon immer klar, wohin sein Weg führen würde. Vivians Eltern waren nicht schon immer reich und sie bedauert den Verlust der gemeinsamen Zeit und die Vertrautheit vor dem Reichtum, nun erwarten ihre Eltern immer ihre Dankbarkeit, weil sie ihr so ein gutes Leben ermöglichen und sie ist ständigem Druck ausgesetzt, der sie eigentlich nur ausbremst. Ihre Eltern streben nach mehr Prestige, da sie als Neureiche noch Außenseiter in der Oberschicht sind, und Dante ist ihr Weg dorthin, aber man kann bei Vivian sehr deutlich spüren, dass ihre Prioritäten woanders liegen und sie gern eine engere Beziehung zu ihrer Familie hätte, die ihr aber nur mit Kritik und Druck begegnet. Obwohl sie nicht alle Entscheidungen ihrer Eltern gut findet, ist sie respektvoll und gehorsam und tut von ihrer Seite aus alles, um ihre Eltern zu besänftigen.

Nun sieht es so aus, als würde auch ihre baldige Ehe mit Dante nicht gerade liebevoll werden, aber Vivian gibt sich Mühe, da Beste aus ihrer Situation zu machen. Nun steht sie auch im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit und zumindest in beruflicher Ebene scheint sie Fortschritte zu machen, was ihr etwas Hoffnung macht. Mit der Zeit erkennt auch Dante, dass Vivian zwar ein Teil seiner Misere ist, aber nicht Schuld daran hat und beginnt langsam, Gefühle für sie zu entwickeln, aber dadurch gerät er nur in einen neuen Konflikt: Wie kann er sich an ihrem Vater rächen, ohne das Vivian in Mitleidenschaft gezogen wird?

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.11.2023

Etwas oberflächliche Charaktere und einfache Handlung

Brynmor University – Geheimnisse
0

Samuel versucht mehr über den Unfall seines Bruders herauszufinden, denn die Umstände wurden nie aufgeklärt und er hat das Gefühl, dass mehr dahintersteckt. Er nimmt die Dinge selbst in die Hand und beginnt ...

Samuel versucht mehr über den Unfall seines Bruders herauszufinden, denn die Umstände wurden nie aufgeklärt und er hat das Gefühl, dass mehr dahintersteckt. Er nimmt die Dinge selbst in die Hand und beginnt selbst, an der Brynmor University zu studieren. Alles andere in seinem Leben rückt in den Hintergrund, er lässt seine Freunde und Familie erstmal zurück und hat auch kaum Zukunftspläne. Aber dafür, dass es sein einziges Ziel ist, stellt er sich bei seinen Ermittlungen nicht so gut an, seine Nachforschungen sind eher plump und undurchdacht und es hat mich immer wieder gewundert, wie leicht es ihm trotzdem gelingt und wie wenige Konsequenzen es gibt.

Besonders verdächtig findet Samuel eine geheime und exklusive Verbindung unter den Studenten, bei der auch sein Bruder Mitglied war, aber trotz viel Geheimnistuerei scheinen die Antworten oft auf der Hand zu liegen, sodass es sich nach viel Lärm um nichts anfühlt.

Die einzige Ablenkung von seinen Plänen ist Connor. Schon auf den ersten Blick fühlen die beiden sich zueinander hingezogen und kommen sich danach immer näher. Ich fand ihre Liebesgeschichte ganz nett, aber wegen ihrer Unsicherheiten und Geheimnisse hat sie auch ein seltsames Tempo. Connors Charakter fand ich am Anfang noch ein bisschen interessanter, weil mich Samuels sehr eintöniger Charakter etwas gelangweilt hat, aber unter Stress wird auch Connor auf oberflächlichere Gefühle reduziert.

Fazit
Die Charaktere konnten mich nicht wirklich überzeugen und die Geschichte rund um den Unfall des Bruders konnte mich auch nicht packen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.11.2023

Zwischen Magie, Wissenschaft und Glauben - gelungene Fortsetzung!

Die Göttin und der Prinz. Beyond the End of the World
0

Enthält Spoiler zum Vorgänger!

Durch die Zusammenfassung bin ich gut in die Geschichte gekommen und konnte mich wieder an die vielen Parteien erinnern, die hier eine Rolle spielen und Pläne für unsere ...

Enthält Spoiler zum Vorgänger!

Durch die Zusammenfassung bin ich gut in die Geschichte gekommen und konnte mich wieder an die vielen Parteien erinnern, die hier eine Rolle spielen und Pläne für unsere Protagonisten haben – auch wenn manche von ihnen Nimh und North nur aus dem Weg räumen wollen.

Nimh und North befinden sich in der Welt des jeweils anderen und versuchen, einen Weg zueinander zu finden, währenddessen lernen sie mehr über die andere Kultur, haben mehr Verständnis füreinander und bauen neue Beziehungen auf, aber sie wissen auch nicht immer, wem sie eigentlich vertrauen können.

Bei der Hörbuchfassung fand ich es schön, dass die verschiedenen Perspektiven eigene Stimmen bekommen haben, dabei haben Nimh und North eigene Sprecher. Außerdem gibt es auch eher unwichtige Nebencharaktere, die uns einen Blick auf Insharas Pläne gewähren, ohne dass die Antagonistin der Geschichte ihre eigene Perspektive bekommen hat.

Inshara sorgt überall für Chaos und durch die kleinen Einblicke weiß man auch immer ein wenig mehr als die Protagonisten. Sie ist größenwahnsinnig, manipulativ mit dazu passender Magie und auch wenn ich ihre Macht schon spannend fand, fand ich ihren Charakter insgesamt eher nervig und frustrierend.

Abgesehen davon sind Nimh, North und ihre Freunde auf den Spuren der gemeinsamen Geschichte ihrer Völker, die aus einer Mischung aus Magie und Wissenschaft besteht, was auch die Unterschiede zwischen den Protagonisten repräsentiert. Es gibt jede Menge Enthüllungen, die mich nicht immer sofort überzeugen konnten. Es wird insgesamt viel erklärt und dazwischen hätten die Charaktere gern noch mehr erleben können. Trotzdem hat mir ihr Abenteuer gut gefallen und am Ende hat schon alles gut zusammengepasst.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.11.2023

Innere Konflikte und magische Machtkämpfe

Jade und Obsidian - Die Legende der Zwillingsschwerter
0

Ahn ist Waise und kämpft schon seit Jahren ums Überleben, doch als sie sich nun um die kranke Großmutter Jia kümmert, kommt sie an ihre Grenzen. In einer brenzligen Situation setzt sie ihre unterdrückte ...

Ahn ist Waise und kämpft schon seit Jahren ums Überleben, doch als sie sich nun um die kranke Großmutter Jia kümmert, kommt sie an ihre Grenzen. In einer brenzligen Situation setzt sie ihre unterdrückte Magie ein und ihre besonderen Fähigkeiten machen sie plötzlich zu einer Schlüsselfigur in der Zukunft des Kaiserreichs. Auf einmal hat sie eine Familie und Menschen, zu denen sie gehört. Als sie aber merkt, welche Ziele ihre neuen Freunde verfolgen, muss sie entscheiden, wem ihre Loyalität gilt und welchen Preis sie zu zahlen bereit ist.

Altan hat ziemlich genaue Pläne, wie er die Ermordung seiner kaiserlichen Familie rächen möchte und dazu gehört auch der Tod des mächtigen Lebensräubers, der gewaltige Zerstörung verursachen kann. Doch als er dann den Menschen findet, der im Besitz dieser Kräfte ist, wird alles auf den Kopf gestellt, denn Ahn scheint viel zu nett für solch tödliche Kräfte.

Das fantastische Abenteuer besteht zu einem großen Teil aus der Suche nach den verschollenen magischen Schwertern, die Zerstörung oder Rettung bedeuten und zu denen Ahn eine besondere Verbindung hat, allerdings muss sie auch erst einmal lernen, ihre Kräfte zu kontrollieren. Außerdem geht es auch um die Beziehungen der Charaktere zueinander, da beide Protagonisten mehr oder weniger auf sich allein gestellt waren und nun nicht wissen, ob und wem sie vertrauen können. Altan hatte den Lebensräuber kaum als menschliches Individuum betrachtet, aber das ändert sich natürlich, als dieser furchteinflößende Titel dann so ein sympathisches Gesicht bekommt.

Ihre Gefühle, ihre Pläne und Vorstellungen geraten in einen Konflikt und das macht die Charaktere einfach sympathisch, sodass ihr Abenteuer direkt spannender wird. Auch die Magie hat mir gut gefallen und wie schön sich die verschiedenen Elemente der Handlung ineinanderfügen. Asiatische Einflüsse habe ich am meisten bei den Namen der Charaktere gefühlt, aber vielleicht waren manche Anlehnungen auch einfach nicht so offensichtlich für mich, da auch mein Wissen über chinesische Kultur und Mythologie begrenzt ist. Das hat meinen Spaß an der Geschichte aber nicht gemindert, man kann der magischen und spannenden Handlung sehr gut folgen. Bei dem halb-offenen Ende hätte ich mir auch glatt eine Fortsetzung gewünscht, aber ich bin auch so absolut zufrieden.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.10.2023

Fortsetzung mit einigen Längen und wenig Spannung

A Spell Unspoken
0

Enthält Spoiler zum Vorgänger!

Gemma hat eine gute Beziehung zur Magie, die sie von ihren Müttern gelernt hat. Sie will alles richtig machen, Gutes tun und den Menschen dabei gerne zeigen, wie man durch ...

Enthält Spoiler zum Vorgänger!

Gemma hat eine gute Beziehung zur Magie, die sie von ihren Müttern gelernt hat. Sie will alles richtig machen, Gutes tun und den Menschen dabei gerne zeigen, wie man durch kleine magische Einflüsse sein Leben verbessern kann. Aber seit sie Darren kennengelernt hat, hat sie auch schon Erfahrungen mit der dunklen Seite gemacht und muss schauen, wie weit sie gehen würde, um ihre Liebsten zu beschützen. Gleichzeitig ist sie aber auch ein guter Einfluss für Darren, der sich viel Mühe gibt, um mehr über Gemmas Art der Magie zu lernen.

Die Liebesgeschichte der beiden hat keine besonders großen Turbulenzen, denn trotz aller Herausforderungen halten sie zusammen und stehen zu ihren Gefühlen. Aber sie haben eben jede Menge andere Probleme, angefangen mit dem Schatten, der mit Gemma spricht und ihre Entscheidungen beeinflusst, bis zu den Gestaltwandlern, die aufgrund ihrer dunklen Geheimnisse Jagd auf Gemma, Darren und ihre Freunde machen.

Der Vorgänger war noch nah am Alltag der Protagonisten, auch wenn Magie und ernste Themen immer mehr Raum eingenommen haben, und das Ende versprach mehr Action im zweiten Band. Trotz aller Gefahren bleibt die Geschichte jedoch eher ereignislos und ich hätte mehr Spannung erwartet. Es wird viel geplant und überlegt, aber die Charaktere brauchen eine ganze Weile, bis sie in die Gänge kommen, daher hatte ich trotz der vielen Seiten das Gefühl, dass nur sehr wenig passiert ist.

Die Magie hat mir generell gut gefallen, sowohl die Regeln als auch die liebevollen Details, aber bei manchen Einschränkungen hatte ich auch das Gefühl, dass sie etwas willkürlich waren und sich gerade so ergaben, wie es am besten in die Situation gepasst hat.

Fazit
Letztendlich hat sich die Handlung in "A Spell Unspoken" für mich einfach zu sehr in die Länge gezogen und ich hätte mehr Spannung erwartet. Obwohl die Geschichte von Gemma und Darren abgeschlossen ist, werde ich auch die Fortsetzungen lesen, weil ich schon neugierig bin, wie die Reihe weitergeht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere