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Veröffentlicht am 16.10.2023

Viel Zeit für Gefühle, Herzschmerz und ein bisschen Drama

Men of Manhattan - The Rules of Dating
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Billie hat gerade eine dramatische Trennung hinter sich, als sie ihren attraktiven Vermieter Colby kennenlernt. Aber nach ihrer letzten Beziehung hat sie Vertrauensprobleme und will sich daher nicht ausgerechnet ...

Billie hat gerade eine dramatische Trennung hinter sich, als sie ihren attraktiven Vermieter Colby kennenlernt. Aber nach ihrer letzten Beziehung hat sie Vertrauensprobleme und will sich daher nicht ausgerechnet auf einen Mann einlassen, der nicht nur eine wilde Vergangenheit hat, sondern auch alleinerziehender Vater ist.

Trotzdem können sie sich der Anziehung nicht widersetzen, aber besonders wegen der kleinen Saylor halten sie sich zurück. Seine Tochter hat für Corby immer Priorität, aber er kann Billie auch noch nicht aufgeben. Seit dem schmerzlichen Verlust seines besten Freundes hat sich sein Blick auf das Leben geändert und er möchte sich eine Frau, die so viele Gefühle in ihm auslöst, nicht aus Angst vor Verlust und Verantwortung entgehen lassen.

Billie ist eine leidenschaftliche Tattookünstlerin, hat aber auch Probleme mit ihrer Mutter, für die ihr Job noch nie gut genug war. Sie traut sich noch nicht, Corby eine Chance zu geben, aber zwischen ihnen ist einfach mehr als Freundschaft, auch wenn sie ihre Treffen "Nicht Dates" nennen. Ich fand es auf jeden Fall schön, wie sie erst eine freundschaftliche Basis aufbauen, bevor ihre Gefühle immer tiefer gehen. Auch Saylor fand ich sehr entzückend, auch wenn sie mir für ihr Alter von vier Jahren schon fast ein bisschen zu schlau war.

Das Autorinnenduo Keeland & Ward enttäuscht mich selten und auch hier bieten sie eine Liebesgeschichte, deren langsame Entwicklung man gut spüren und nachvollziehen kann, außerdem gibt es natürlich auch etwas Herzschmerz, Humor und auch an Drama darf es nicht fehlen. Letzteres war mir wieder ein Ticken zu viel, aber insgesamt ist es wieder eine gelungene Mischung aus verschiedenen Elementen, die sehr gut miteinander harmonieren.

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Veröffentlicht am 16.10.2023

Wenn man doch mal was anderes tun will, als immer nur den Tod zu bringen

Die Todesbotin
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Eerie ist eine Bean nighe: Sie sucht die Menschen auf, die den magischen Wesen gefährlich werden könnten, und verkündet ihren Tod. Bei ihrer neusten Mission ist sie jedoch von Anfang an von ihrer Zielperson ...

Eerie ist eine Bean nighe: Sie sucht die Menschen auf, die den magischen Wesen gefährlich werden könnten, und verkündet ihren Tod. Bei ihrer neusten Mission ist sie jedoch von Anfang an von ihrer Zielperson Adam fasziniert und schiebt seinen Tod immer weiter auf.

Eerie ist schon der Meinung, dass ihre Spezies den Menschen überlegen ist und erledigt ihre Arbeit gewissenhaft, aber auch auf ihre eigene Weise. Sie verfolgt ihre Zielpersonen, auf die der Ältestenrat sie ansetzt, weil sie glauben, dass diese Menschen besondere Fähigkeiten haben, aufgrund derer die feindlichen Jäger sie rekrutieren könnten. Und Eeries Job ist es, sie auszuschalten, bevor es soweit kommt, aber davor möchte sie auch immer herausfinden, warum diese Menschen gefährlich werden könnten.

Die Welt der magischen Wesen ist streng von den Menschen getrennt, aber Eerie ist auch beeindruckt von all den Möglichkeiten, die sich ihnen bieten und sehnt sich manchmal doch danach, zu ihnen zu gehören, denn ihre Art arbeitet allein und sie fühlt sich ziemlich einsam. Ich fand ihre Faszination aber nicht ganz greifbar, weil man auch nicht so viel darüber erfährt, was sie überhaupt aus der Menschenwelt kennt, was neu ist und warum sich diese Dinge so besonders für sie anfühlen. Aber man merkt schon, wie ungewöhnlich ihr Adams Sanftheit und Unordentlichkeit vorkommen und warum ihr das an ihm gefällt.

Während dieser herausfordernden Mission gibt es in Edinburgh eine Mordserie, die Eerie besonders verdächtig findet, aber der Ältestenrat ordnet an, dass sie sich auf ihre eigene Aufgabe konzentrieren soll. Aber sie kann auch nicht wegschauen und kommt verwirrenden Geheimnissen auf die Spur, die sie alles hinterfragen lassen. Durch ihre Ermittlungen wird die Geschichte auf jeden Fall auch spannender.

Fazit
Insgesamt fand ich Eeries Abenteuer schon spannend und auch ihren inneren Konflikt konnte ich verstehen. Die Liebesgeschichte war mir ein wenig zu oberflächlich und die Handlung hatte manchmal ein etwas seltsames Tempo.

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Veröffentlicht am 09.10.2023

Angst oder Ehrlichkeit?

Seaside Hideaway – Unsafe
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Nevah und ihr Bruder werden Zeugen eines Verbrechens und müssen nun in einer weit entfernten Stadt neu anfangen. Dass Nevah dort nicht ihrem Wunschstudiengang studieren kann, ist ihr kleinstes Problem, ...

Nevah und ihr Bruder werden Zeugen eines Verbrechens und müssen nun in einer weit entfernten Stadt neu anfangen. Dass Nevah dort nicht ihrem Wunschstudiengang studieren kann, ist ihr kleinstes Problem, denn sie leidet unter Panikattacken und hat Angst, dass dieses dunkle Kapitel aus ihrer Vergangenheit sie wieder einholt.

Die Beziehung zu ihrem Bruder Miller ist eher kompliziert, denn die schwierige Lage der Familie ist schon seine Schuld; sowohl die traumatische Erfahrung als auch die Flucht in das Küstenstädtchen waren das Ergebnis seiner Entscheidungen. Aber Miller scheint auch jetzt nichts dazuzulernen, ertränkt seine Sorgen in Alkohol und übernimmt keine Verantwortung. Ich konnte schon verstehen, warum sein Verhalten Nevah verletzt, denn er ist schon eine Nervensäge, aber auch ihr Bruder, der Hilfe braucht, um wieder auf den rechten Weg zu finden.

In der neuen Stadt lernen sie ihren Nachbar Jackson kennen, der ganz andere Probleme mit seiner Familie hat und ihnen aktuell aus dem Weg geht. Nachdem er verletzt und enttäuscht wurde, ist ihm eines besonders wichtig: Ehrlichkeit. Dadurch steht die Liebesgeschichte mit Nevah schon von Anfang an unter einem schlechten Stern, denn sie hat Geheimnisse und trägt eine große Last mit sich. Und nach den Erfahrungen mit ihrem Bruder steckt sie Jax auch direkt in eine Schublade, weil er jeden Abend Party macht und das Leben auf die leichte Schulter zu nehmen scheint. Aber in ersten Situationen hat Jackson Gelegenheit zu beweisen, dass mehr in ihm steckt.

Durch das Verbrechen gibt es schon eine Bedrohung, was für ein wenig Spannung sorgt, aber die Liebesgeschichte steht im Vordergrund und es geht darum, wie die Protagonisten besonders durch ihren Zusammenhalt und wachsendes Vertrauen ihre Probleme bewältigen. Ich fand es aber schade, dass das traumatische Erlebnis abgesehen von den seelischen Spuren, die es bei Nevah hinterlassen hat, keine richtige Rolle spielt. So präsent, wie es in der Geschichte durch Nevahs Ängste ist, hätte ich da einfach mehr erwartet.

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Veröffentlicht am 09.10.2023

Einfach keine Verbindung zu den Protagonisten und ihrer Liebesgeschichte

Selbst in dunkelster Nacht
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Liora kann sofort fühlen, dass ihr neuer Nachbar und Arbeitskollege Kieran sehr verschlossen ist und da kann sie nicht locker lassen und möchte ihn besser kennenlernen und herausfinden, was ihn belastet.

Kieran ...

Liora kann sofort fühlen, dass ihr neuer Nachbar und Arbeitskollege Kieran sehr verschlossen ist und da kann sie nicht locker lassen und möchte ihn besser kennenlernen und herausfinden, was ihn belastet.

Kieran hat große Schuldgefühle und bestraft sich selbst, indem er sich von seinen Freunden distanziert, die er nicht mit sich runterziehen möchte. Liora trauert noch um den Verlust ihrer besten Freundin und ist sehr unsicher, wenn es um ihren Körper geht, aber eigentlich ist sie eine sehr positive Person, die auch etwas aufdringlich ist, wenn es darum geht, ihre Fröhlichkeit mit Kieran zu teilen.

Die beiden verbindet ihre Liebe zu Blumen, mit denen sie arbeiten und sie fühlen sich zueinander hingezogen, weil ihre Persönlichkeiten so gegensätzlich sind und sie sich bei einander verstanden und geborgen fühlen, aber ich habe eigentlich kaum die Chemie zwischen ihnen fühlen können.

Ich habe schon viele ähnliche Geschichten gelesen, besonders im New Adult Bereich, und meistens kann mich so eine Handlung nicht wirklich überzeugen. Aber hier wurde ich auch einfach nicht warm mit den Protagonisten, sodass es dann gar nichts mehr gab, das mich interessiert hätte.

Der Schreibstil war auch nicht mein Fall, er ist schon eher oberflächlich, was bei einem Debütroman auch nicht unbedingt ungewöhnlich ist. Ich habe mich den Charakteren aber einfach nicht wohlfühlen können. Ihre traurige Vergangenheit, ihre neu beginnende Liebesgeschichte und wie sie den Problemen in ihrem Leben begegnen - es hat mich einfach nicht interessiert. Insgesamt fand ich das Buch daher einfach langweilig.

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Veröffentlicht am 09.10.2023

Unsterblichkeit und Liebe

Immortality
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Enthält Spoiler zum Vorgänger!

Hazel ist inzwischen schon als Ärztin tätig und behandelt verschiedene Patienten aus der guten Gesellschaft, aber sie ist trotzdem einsam. Ihr geliebter Jack ist fort, sie ...

Enthält Spoiler zum Vorgänger!

Hazel ist inzwischen schon als Ärztin tätig und behandelt verschiedene Patienten aus der guten Gesellschaft, aber sie ist trotzdem einsam. Ihr geliebter Jack ist fort, sie hat keine Freunde und ist durch ihre Arbeit auch eine Außenseiterin, die weder mit Kollegen zu tun hat, noch zu eleganten Abendveranstaltungen eingeladen wird. Sie hat ihre eigenen Werte und Moralvorstellungen und gerät schon bald in Schwierigkeiten, aber ihre Fähigkeiten bieten ihr auch unerwartete Chancen.

Ich mag an der Reihe besonders gern Hazels Erfahrungen als weibliche Chirurgin, wie sie ihre Träume verfolgt und sich den gesellschaftlichen Regeln entgegenstellt. Hier mochte ich auch, wie man noch mehr die Konsequenzen ihrer Berufswahl spürt, weil sie zwischen zwei Welten steht und in beide nicht richtig reinpasst. Sie tut schon, was sie für richtig hält, aber die Herausforderungen ihrer Arbeit und Gesellschaft lassen sie manchmal auch zweifeln und sie ist noch dabei herauszufinden, wie sie glücklich werden kann.

Die Handlung war wieder ein wenig anders, als ich es erwartet hätte, denn die magische Unsterblichkeit spielt eine noch größere Rolle als bisher. Die unerwartete Wendung hatte mir das Ende des ersten Bandes etwas vermiest und ich war hier auch nicht begeistert, dass diese Magie so viel Raum einnimmt. Da mir Hazels Werdegang als Chirurgin so gut gefallen hat, hatte ich das Gefühl, dass die Magie da nicht richtig passt und nur von ihrer Entwicklung ablenkt. Was sich sonst wie ein inspirierender historischer Liebesroman anfühlt, verliert an dieser Stelle seine schöne Atmosphäre. Dadurch wird es zwar schon zu einem etwas spannenderen Abenteuer, aber ich fand diesen ganzen Handlungsstrang eher unnötig.

Fazit
So gut mir auch Hazels Erfahrungen als weibliche Chirurgin in der historischen Umgebung gefallen haben, konnte mich die magische Komponente einfach nicht überzeugen. Schade!

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