Profilbild von emkeyseven

emkeyseven

Lesejury Star
offline

emkeyseven ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit emkeyseven über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.09.2022

Weite Reisen, spannende Eroberungen und ein paar Kämpfe

Das Reich der Klingen - Realm Breaker 2
0

Enthält Spoiler zum Vorgänger!

Die Geschichte beginnt genau dort, wo der Vorgänger aufgehört hat und ich kam sehr gut wieder rein, auch wenn ich mich nicht mehr an alle Nebencharaktere erinnern könnte, ...

Enthält Spoiler zum Vorgänger!

Die Geschichte beginnt genau dort, wo der Vorgänger aufgehört hat und ich kam sehr gut wieder rein, auch wenn ich mich nicht mehr an alle Nebencharaktere erinnern könnte, zum Beispiel die verschiedenen Reisegefährten. Die anderen Charaktere haben entweder eigene Perspektiven oder starke Persönlichkeiten, sodass sie mir gut im Gedächtnis geblieben sind.

Am spannendsten fand ich Eridas Perspektive, denn mit Taristan an ihrer Seite und der damit verbundenen neuen Macht ist sie nicht mehr zu stoppen. Ihr Leben lang musste sie sich mehr anstrengen, da sie als Frau auf dem Thron nie so akzeptiert wurde, wie sie es wollte, und nun ist sie härter, zielstrebiger und machthungriger und will am liebsten, dass das gesamte Land ihr zu Füßen liegt. Taristan ist blutrünstig und schreckt vor Herausforderungen nicht zurück, aber dafür kennt er sich nicht so gut mit dem Leben am Hof aus. Sie ergänzen sich gut und sind ein tödliches, aber faszinierendes Duo.

Corayne und ihre Gefährten hingegen versuchen weiter, die Spindeln zu zerstören und Taristan zurückzudrängen, aber sie haben kaum Mittel und suchen noch nach Königreichen, in denen sie sich mehr Unterstützung erhoffen können. Bei ihnen geht es im Grunde weiter wie zuvor, sie reisen durch das Land, begegnen allen möglichen Leuten, die ihnen nicht immer freundlich gesinnt sind, manchmal aber auch überraschen können. Ich fand hierbei eigentlich die Interaktion zwischen den Charakteren interessanter als das Abenteuer, das sich meiner Meinung nach etwas in die Länge zog. Neben dem ritterlich-lieben Andry und dem unbezwingbaren Krieger Dom mochte ich in diesem Band auch besonders die Attentäterin Sorasa, die in dieser Gruppe eine Art zweite Chance bekommen hat. Ihre kleinen Streitereien mit Dom sind unterhaltsam, weil die beiden so gegensätzlich sind und doch durch diese Reise zusammengeschweißt wurden.

Fazit
"Das Reich der Klingen" war wieder spannend, aber es gab nicht viel Neues. Die Charaktere und ihre persönliche Entwicklung fand ich ganz gelungen, besonders die Perspektive der Bösewichte hat mir gut gefallen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.09.2022

Wie ein modernes Märchen - hätte etwas mehr Tiefe vertragen können

Cinderella ist tot
0

In Mersailles werden junge Frauen nach Cinderellas Vorbild zu einem Ball gezwungen und die Männer des Landes können sich dort ihre Bräute aussuchen. Sophia weiß schon lange, dass das nicht das Leben ist, ...

In Mersailles werden junge Frauen nach Cinderellas Vorbild zu einem Ball gezwungen und die Männer des Landes können sich dort ihre Bräute aussuchen. Sophia weiß schon lange, dass das nicht das Leben ist, das sie führen möchte, am liebsten würde sie mit ihrer besten Freundin, in die sie verliebt ist, das Reich verlassen. Nach einem Zwischenfall muss sie allein fliehen und ist schon bald auf den Spuren von Cinderellas wahrer Geschichte.

Ich war mir oft nicht sicher, ob ich Sophia für naiv, leichtsinnig oder mutig halte. Sie begreift schon, wie sehr das System Frauen unterdrückt, aber viele Details scheinen ihr auch neu. Dazu kennt sie zwar die strengen Regeln und erahnt die Konsequenzen, aber sie testet die Grenzen aus und sagt immer das, was sie gerade denkt, auch wenn andere ihre Handlungen und Worte für gefährlich halten. Ihre unvorsichtige Art konnte ich unter ihren Lebensumständen kaum nachvollziehen.

Der Einstieg ins Buch hat mich schon ein wenig verwirrt und das lag auch am Klappentext. Auf der Rückseite vom Buch steht nämlich, Sophia habe schon zwei erfolglose Bälle hinter sich und es sei ihre letzte Chance, dabei ist der anstehende Ball ihr erster. Wobei man junge Frauen, die beim ersten Ball keinen Mann abbekommen, auch schon als gescheitert betrachtet.

Schreibstil und Handlung fand ich etwas oberflächlich gestaltet und habe mir schon oft gedacht, dass auch Sophias Geschichte ein bisschen was von einem Märchen hat, weil es irgendwie schon einfach gestrickt ist. Die Suche nach der Wahrheit verläuft unspektakulär, auch wenn es immer wieder kleine Überraschungen gibt. Die Liebesgeschichte fand ich auch eher enttäuschend, dafür ging es mir einfach zu schnell.

Fazit
"Cinderella ist tot" konnte meine Erwartungen nicht ganz erfüllen, dafür war mir die Protagonistin zu leichtsinnig und die Suche nach Cinderellas Geschichte nahm so viel Platz ein, konnte aber nicht so richtig überzeugen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.09.2022

Fantastisches Finale

Hidden Legacy - Rubinglut
0

Ihr Feind wird ihnen immer gefährlicher, es gibt einen bedeutsamen Mordfall und ausgerechnet jetzt wird Catalinas wichtigster Unterstützer auch angegriffen und außer Gefecht gesetzt. Aber Catalina hat ...

Ihr Feind wird ihnen immer gefährlicher, es gibt einen bedeutsamen Mordfall und ausgerechnet jetzt wird Catalinas wichtigster Unterstützer auch angegriffen und außer Gefecht gesetzt. Aber Catalina hat ihre gesamte Familie, die immer an ihrer Seite kämpft, und auch Alessandro, der sich endlich am Mörder seines Vaters rächen will.

Es geht weiter wie gewohnt: magische Ermittlungen, spannende Kämpfe und auch noch mal starke Auftritte all unserer liebsten Charaktere, auch Nevada und Connor beehren uns mit ihrer Anwesenheit. Es werden Fragen beantwortet, an die ich mich kaum noch erinnern konnte und eigentlich ist es auch ein rundum gelungener Abschluss, wäre da nicht der Epilog, der mich hoffen lässt, dass es ein weiteres Spin-Off geben wird.

Insgesamt hat mir die gesamte Reihe sehr gut gefallen, angefangen mit Nevadas Geschichte, die mich damals umgehauen hat. Mit Catalina wurde ich nicht so schnell warm, dafür war mir "Saphirflammen" zu geheimnisvoll, aber danach fand ich ihr Abenteuer fast genauso spannend und hatte wieder viel Spaß an Action, Romantik und Intrigen zwischen hochbegabten Magiern. Familie Baylor muss man auch einfach lieben!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.09.2022

Fake-Freundin, Eifersucht und Shakespeare zu Weihnachten

Love Songs in London – All I (don’t) want for Christmas
0

Febe braucht Geld und Liam hätte gern eine Fake-Freundin, um seiner Familie an Weihnachten zu zeigen, dass es ihm gut geht, und auch, um seine Ex zurückzugewinnen, die ihn für seinen Bruder verlassen hat.

Liam ...

Febe braucht Geld und Liam hätte gern eine Fake-Freundin, um seiner Familie an Weihnachten zu zeigen, dass es ihm gut geht, und auch, um seine Ex zurückzugewinnen, die ihn für seinen Bruder verlassen hat.

Liam möchte seine Exfreundin Charlotte zurück, also er ist definitiv noch nicht über sie hinweg. Trotzdem fühlt Febe sich schnell zu ihm hingezogen, auch wenn sie sehr unterschiedlich sind, und jedes Mal, wenn Liam wieder versucht, Charlotte eifersüchtig zu machen, verletzt das Febe wider besseren Wissens. Sie belügt natürlich Liams Familie und fühlt sich dabei schrecklich, weil sie so furchtbar nett zu ihr sind. Da sie selbst keine Familie mehr hat, abgesehen von ihrem Hund, bedeutet ihr das noch so viel mehr.

Febe wirft ständig mit Shakespeare-Zitaten um sich, Liam hingegen redet von Videospielen, die er entwickeln möchte. Auch wenn sie kaum Gemeinsamkeiten haben kommen sie sich während ihrer vorgetäuschten Beziehung doch näher. Zwar benimmt sich Liam manchmal daneben, weil seine Familie hohe Erwartungen hat und er auch seine Fake-Freundin anpassen möchte, aber immerhin sieht er seine Fehler oft schnell ein.

Ich lese ja sehr gerne Fake-Beziehungen, und Liebesdreiecke mag ich auch. Zwar habe ich Charlotte keine Chancen ausgerechnet, aber ihre Eifersucht und die daraus resultierende Eifersucht ihres neuen Partners haben auf jeden Fall für Spannung gesorgt. Aber die Liebesgeschichte von Febe und Liam hat mir auch gut gefallen, durch ihre Unterschiede und ihre Lügen geraten sie manchmal aneinander, aber sie ergänzen sich auch sehr gut.

Fazit
"All I (don’t) want for Christmas" hat mir mit dem unterhaltsamen Paar und ihrer vorgetäuschten Liebesbeziehung, aus der echte Gefühle entstanden, wirklich gut gefallen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.09.2022

Liebe, Wahrscheinlichkeit und Geheimnisse

Mister Forever
0

Toby hat eine Dating-App entwickelt und glaubt sehr an deren Erfolg, deswegen möchte er sich eigentlich auch bei seinem eigenen Liebesglück auf seine Berechnungen verlassen. Joanna ist Tobys Traumfrau ...

Toby hat eine Dating-App entwickelt und glaubt sehr an deren Erfolg, deswegen möchte er sich eigentlich auch bei seinem eigenen Liebesglück auf seine Berechnungen verlassen. Joanna ist Tobys Traumfrau und er verflucht seine eigene App, weil sie ihrer Beziehung so geringe Chancen verspricht. Auch wenn Joanna beschließt, dass sie deswegen nicht mehr als Freunde sein dürfen, gibt Toby nicht so schnell auf, weil er bei Joanna einfach spürt, dass sie zusammengehören.

Joanna ist mysteriös, hat schon alles mögliche erlebt und kennt alles und jeden. Wenn sie von ihrer Vergangenheit erzählt, klingt es eigentlich schon eher erfunden und Toby merkt auch öfter, dass Joanna nicht immer ehrlich ist, aber Joanna versucht auch nur, ihr Herz zu beschützen. Sie wurde schon oft enttäuscht und will sich auf nichts einlassen, das von Anfang an zum Scheitern verurteilt ist. Aber gleichzeitig hat sie Toby auch so gern, dass sie sich auch nicht so richtig von ihm fernhalten kann.

Durch Joannas aufregendes Leben kommt viel Abwechslung rein, aber Toby ist auch ein spannender Charakter, der hart arbeitet und versucht, seine Familie zu unterstützen. Seine starken Gefühle für Joanna frustrieren ihn und er will seine App weiter verbessern, bis sie ihm endlich sagt, was sein Herz längst weiß. Sie sind ein spannendes Team, das gegen die Anziehung kämpft und eine kleine Spionage-Storyline gibt es auch.

Am meisten hat mich vermutlich die Technik gestört und ich habe auch nicht verstanden, warum man da so übertreiben musste, wenn Joanna selbst doch schon außergewöhnlich genug ist, um immer wieder überraschen zu können. Tobys Dating-App, die Daten analysiert und darauf basierend berechnet, wie gut Personen zusammenpassen, fand ich ja eigentlich noch ganz nett, aber die künstliche Intelligenz Jeeves war mir zu allmächtig, aber immerhin unterhaltsam, und Tobys Hackerfähigkeiten hätten gern auch etwas weniger übertrieben sein können.

Fazit
"Mister Forever" übertreibt es etwas mit den Programmierfähigkeiten, aber die Liebesgeschichte von Toby und seiner mysteriösen Traumfrau Joanna konnte mich sehr gut unterhalten.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere