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Veröffentlicht am 02.07.2025

Assassinin mit Herz

Vengeance of the Pirate Queen - Fürchte meine Rache
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Sorinda ist die Assassinin der Piratenkönigin und sie wird auf eine Mission geschickt, die nicht ihren üblichen Aufträgen entspricht. Diesmal ist sie selbst Captain einer Crew und das bringt ganz neue ...

Sorinda ist die Assassinin der Piratenkönigin und sie wird auf eine Mission geschickt, die nicht ihren üblichen Aufträgen entspricht. Diesmal ist sie selbst Captain einer Crew und das bringt ganz neue Herausforderungen mit sich - und sehr viel Verantwortung.

Auch berufsbedingt ist Sorinda es eher gewohnt, sich zurückzuziehen und niemanden an sich heranzulassen und die neue Aufgabe zwingt sie dazu, sich aus ihrer Komfortzone zu begeben. Kearan und Sorinda mochte ich zusammen sehr gerne. Sorinda hält ihn wirklich entschieden auf Abstand, während Kearan sich gern um sie kümmert, ihre Grenzen aber respektiert. Auch wenn Sorinda leugnet, irgendwelche Gefühle für Kearan zu haben, kann man genau sehen, dass er ihr alles andere als egal ist, und ihre kleinen Gesten fand ich dann besonders süß.

Ich fand es spannend, dass man hier mit einem klassischen kleinen Piratenabenteuer beginnt, mit Monstern, Inseln und Seeschlachten. Aber neben der spannenden Handlung geht es vor allem um Sorindas Entwicklung, nachdem sie nun gezwungen ist, Entscheidungen zu treffen, und da sich so viele auf sie verlassen. Ich glaube, ich habe Sorinda hier sogar mehr ins Herz geschlossen als Alosa nach zwei Büchern, weil ich ihre Ängste und Unsicherheiten gut nachempfinden konnte. Der Gegensatz zwischen ihren Stärken und Schwächen macht auch das ganze Buch noch spannender, man muss einfach noch mehr mitfiebern.

Ich hätte gerne noch mehr von der Welt der Piraten gesehen und finde, dass hier auch noch viel Potenzial wäre. Ich freue mich auf weitere Bücher der Autorin, auch wenn es dann wieder ganz neue Welten und Charaktere sein werden.

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Veröffentlicht am 02.07.2025

Nette Fortsetzung, aber in der Liebe nicht viel Neues

Belle Morte - Rot wie Liebe
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Enthält Spoiler zum Vorgänger!

Nach dem Angriff auf Belle Morte hat sich viel verändert. Renie selbst ist nun zur Vampirin geworden, obwohl sie das nie wollte, während sie immer noch nicht weiß, ob ihre ...

Enthält Spoiler zum Vorgänger!

Nach dem Angriff auf Belle Morte hat sich viel verändert. Renie selbst ist nun zur Vampirin geworden, obwohl sie das nie wollte, während sie immer noch nicht weiß, ob ihre Schwester June noch zu retten ist. Sie taucht noch tiefer in die Welt der Vampire ein und stößt auf gefährliche Geheimnisse.

So sehr auch alles drunter und drüber geht und auch wenn sie irgendwie ständig in Gefahr sind, eine positive Sache ist da doch: da nun beide Vampire sind, ist die Beziehung zwischen June und Edmond nicht mehr verboten. Sie nutzen jeden freien Augenblick, sich anzuschmachten. Zwischen den beiden passiert nicht mehr viel Neues, daher fand ich die Liebesgeschichte hier nicht mehr so spannend, dabei konnten die beiden mich schon im Vorgänger nicht so ganz überzeugen. Das ist auch schade, weil das Buch trotzdem Romantasy ist und schon viel Zeit für Romantik ist – es ist nur nicht besonders interessant.

Dafür geht es dann wieder mehr um die Vampire, ihre Vergangenheit und ihre Zukunft, und insbesondere um einige Beziehungen untereinander. Renie wurde hintergangen und weiß nicht genau, wem sie trauen kann, wird mit ihren Meinungen und Beobachtungen nicht immer ernstgenommen und nach allem, was passiert ist, stehen auch einige Freundschaften auf der Kippe. Es gibt Action, Verrat und anderes Vampirzeug, sodass schon einiges los ist. So richtig spannend fand ich es aber auch nicht, dafür war mir die Handlung wieder etwas zu vorhersehbar.

Insgesamt ist es eine gute Fortsetzung, aber bei der Liebesgeschichte hätte ich mir etwas mehr gewünscht.

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Veröffentlicht am 27.06.2025

Blut, Freiheit und drei ganz verschiedene Frauen

Bury Our Bones in the Midnight Soil
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1529: Maria heiratet einen Edelmann und genießt den Luxus, doch die Ehe verläuft nicht wie erhofft. Ihr Ehemann und ihre Schwiegereltern haben ganz genaue Vorstellungen, was sie leisten soll und wie sie ...

1529: Maria heiratet einen Edelmann und genießt den Luxus, doch die Ehe verläuft nicht wie erhofft. Ihr Ehemann und ihre Schwiegereltern haben ganz genaue Vorstellungen, was sie leisten soll und wie sie sich zu benehmen hat. Aber Maria ist stolz und will sich nicht einfach kontrollieren lassen. Sie wird nicht gerade freiwillig zur Vampirin und weiß nicht viel über die Einzelheiten ihres neuen Daseins, aber es passt zu ihr, denn sie ist eigentlich ganz gerne gefährlich. Sie tut, was sie will, lernt verschiedene Vampir-Lebensstile kennen und entfaltet ihr furchtbares Potential.

1829: Bei Charlotte fand ich, dass der Klappentext schon zu viel verrät, aber ich habe mich trotzdem auf ihre Geschichte gefreut. Ihre Persönlichkeit ist ganz anders als Marias, sie ist schüchtern und entmutigt, aber auch noch nicht ganz bereit, sich mit ihrem Schicksal abzufinden: Sie soll während der Londoner Saison einen Ehemann finden, damit ihre wahren Vorlieben keine Schande über die Familie bringen. Unter den drei Protagonistinnen fand ich sie am sympathischsten, auch weil man bei ihr richtig gut fühlen kann, wie sie immer weiter in die Sache hineingezogen wird.

2019: Alice studiert in Boston und versucht nach vorne zu schauen, aber sie findet kaum Anschluss und nach einem One-Night-Stand spürt sie, dass sie sich verändert hat. Verzweifelt macht sie sich auf die Suche nach Antworten. Ihre Perspektive fand ich nicht so spannend wie die beiden anderen, weil ich ihre Probleme und Erlebnisse im Vergleich zu den anderen beiden nicht so dramatisch fand. Ihr Charakter war mir auch etwas zu eintönig.

Die Gegenwart hat mich nur mäßig interessiert, da haben mir die längeren Ausflüge in die Vergangenheit besser gefallen, auch wenn ich Probleme mit den Zeitsprüngen hatte. Es fällt mir immer schwer, Entwicklungen nachzuvollziehen, die sich über Jahre und Jahrzehnte erstrecken, wenn vieles davon nur grob nacherzählt wird. Da meine ich besonders Beziehungen, aber auch die Reisen sowie die ganze Gewalt. Es gab mir auch zu wenig Konsequenzen für all ihre Opfer, zumindest hat es sich für mich so angefühlt.

Generell geht es um Beziehungen, Macht und wie man sich über Jahrzehnte entwickelt, wenn man immer so viel Gewalt ausgesetzt ist. Zwar geht es um Vampire, aber der Fantasy-Aspekt wird nicht allzu sehr ausgearbeitet, es sind hauptsächlich die üblichen Vampir-Eigenschaften, von denen die Protagonisten auch nicht immer wissen. Insgesamt hat mir das Buch auch sehr gut gefallen, auch wenn das Ende mich nicht so ganz überzeugen konnte.

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Veröffentlicht am 25.06.2025

Viel Glück bei eigentlich gefährlichen Spielen

Phantasma – Spiel um dein Leben, fürchte die Liebe
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Ihre Mutter stirbt und hinterlässt Geheimnisse und hohe Schulden. Ophelias Schwester Genevieve scheint mehr zu wissen, weiht Ophelia aber nicht mehr ein, bevor sie verschwindet. Es sieht so aus, als würde ...

Ihre Mutter stirbt und hinterlässt Geheimnisse und hohe Schulden. Ophelias Schwester Genevieve scheint mehr zu wissen, weiht Ophelia aber nicht mehr ein, bevor sie verschwindet. Es sieht so aus, als würde Genevieve an den gefährlichen Phantasma-Spielen teilnehmen wollen, also tut Ophelia das auch, in der Hoffnung ihre Schwester retten zu können.

Ophelia ist aber ziemlich planlos und kommt damit schon viel zu gut durch. Ihr einziges Ziel ist es eigentlich, ihre Schwester zu retten, aber weil sie selbst nicht direkt gegen Genevieve spielt, weiß man nicht mal mit hundertprozentiger Sicherheit, ob die auch tatsächlich an den Spielen teilnimmt oder wie es ihr dabei geht. Also kann Ophelia in der Hinsicht nicht viel machen, sondern kümmert sich hauptsächlich darum, im Spiel weiterzukommen und versucht nebenbei noch, Blackwell zu helfen, der ihr dafür wertvolle Tipps bei den verschiedenen Leveln des Spiels gibt.

Ich fand es ziemlich interessant, hier eine Protagonistin mit einer Zwangsstörung zu haben, in einer Welt, wo es auch echte Dämonen gibt. Dazu fand ich Ophelia auch dadurch etwas sympathischer, weil man spürt, dass sie durch ihre Ausbildung zur Nekromantin schon lange mit der Last lebt, eines Tages das Erbe ihrer Familie weiterführen zu müssen. Aber dann war ich auch ziemlich enttäuscht davon, wie wenig man eigentlich davon sieht, dass sie irgendwas gelernt hat. Sie stolpert schon eher ahnungslos, mit einer guten Portion Glück und Blackwells Unterstützung durch die Spiele und das fand ich auf Dauer dann ziemlich langweilig, egal wie blutig es um sie herum gewesen sein mag. Wenn sie so leicht durchkommt, wirken die Spiele auch weniger anspruchsvoll und gefährlich.

Insgesamt hätte ich mehr von Ophelia und den Spielen erwartet, auch die Liebesgeschichte fand ich nicht besonders spannend. Das Ende des Buches fand ich dann wieder einigermaßen gelungen und da Ophelias Geschichte damit abgeschlossen ist, werde ich die Fortsetzung auf jeden Fall nicht mehr lesen, weil ich das Buch dafür einfach nicht gut genug fand.

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Veröffentlicht am 16.06.2025

Machtlosigkeit und Machtgier

Die Skaland-Saga, Band 1 - A Fate Inked in Blood
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Freya hat nur wenig Kontrolle über ihr eigenes Leben. Sie wurde gegen ihren Willen verheiratet und musste jahrelang ihren furchtbaren Ehemann ertragen und als nun herauskommt, dass sie Teil einer Prophezeiung ...

Freya hat nur wenig Kontrolle über ihr eigenes Leben. Sie wurde gegen ihren Willen verheiratet und musste jahrelang ihren furchtbaren Ehemann ertragen und als nun herauskommt, dass sie Teil einer Prophezeiung ist, wird sie zu einer Spielfigur in einem gefährlichen Kampf um die Herrschaft über das gesamte Volk von Skaland.

Zwar verfügt sie über eigene Magie, aber diese konnte sie aus Angst vor den Konsequenzen kaum erforschen und jetzt soll sie auf Kommando ihre Kräfte einsetzen, sonst gefährdet sie das Wohl ihrer Familie. Die Verantwortung lastet schwer auf ihren Schultern und dann wird sie auch noch dafür benutzt, um Menschen in einem Krieg zu motivieren, an den sie selbst nicht glaubt. Sie muss für sich und ihre Freiheit kämpfen, aber welchen Preis ist sie bereit dafür zu zahlen?

Ihr neuer Zwangsehemann ist Jarl Snorri, der ganz genaue Vorstellungen davon hat, was seine neue Trophäe für ihn leisten soll. Er möchte mehr Macht und Freya sowie die Prophezeiungen um ihre Zukunft sollen ihm dabei den Weg ebnen. Snorri ist schon ein komplizierter Charakter und ich war ziemlich genervt von ihm, weil er zwar viel Einfluss hat, aber auch so komische Entscheidungen trifft. Manchmal konnte ich nicht ganz klar sagen, ob er die Dinge, die er predigt, wirklich glaubt oder nur sagt, was ihm am meisten in den Kram passt. Im besten Fall wäre er dann naiv und verblendet, aber eigentlich ist er machtgierig, manipulativ und skrupellos.

Sein Sohn Bjorn ist nicht so überzeugt von Snorris Plänen, die anderen Clans zu unterwerfen und ist eine der wenigen Personen, die Freya nicht nur als ein Mittel zum Zweck sehen. Er behandelt sie wie einen Menschen und interessiert sich für ihre Gefühle, auch wenn er eigentlich versucht, sich von ihr fernzuhalten. Denn Bjorn hat auch viel, das ihn beschäftigt: Seine Beziehung zu Snorri ist eher angespannt und seine Erfahrungen haben ihn für immer verändert, sodass er bei den Nordländern manchmal schon ein Außenseiter ist.

Insgesamt fand ich das magische Abenteuer ziemlich spannend; die Welt der Götter und deren Kinder ist vielseitig, der Konflikt der Clans ist spannend und die Charaktere sind vielschichtig und auch ihre komplizierten Beziehungen haben viel zu bieten. Ich bin gespannt auf die Fortsetzung!

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