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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.07.2020

Spannend, brutal, herzzerreißend

Red Rising: Das dunkle Zeitalter - Teil 1
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Kann Spoiler zu den Vorgängern enthalten!

Das Buch ist nur die erste Hälfte des fünften Bands der "Red Rising"-Reihe und daher endet das Buch auch sehr plötzlich. Abgesehen davon war es mir auch ein bisschen ...

Kann Spoiler zu den Vorgängern enthalten!

Das Buch ist nur die erste Hälfte des fünften Bands der "Red Rising"-Reihe und daher endet das Buch auch sehr plötzlich. Abgesehen davon war es mir auch ein bisschen zu kurz um ein "richtiges" Buch zu sein. "Red Rising - Asche zu Asche" ist knapp zwei Jahre her und der Einstieg in die Geschichte fiel mir nicht so leicht. Es gibt wirklich unglaublich viele Charaktere und die meisten von ihnen haben besondere Eigenschaften, aber müssen denn so viele die besten Krieger sein, die man je gesehen hat?

Die Geschichte beginnt erstmal mit einer großen Schlacht auf Merkur, die fast die Hälfte des Buches einnimmt. Der Kampf ist durchaus spannend, aber auch unglaublich lang, ich war schon froh, als dann endlich mal wieder etwas anderes kam. Wie gewohnt gibt es eine Menge Tod und Gemetzel und es trifft auch Charaktere, die man schon lange kennt und liebt.

Darrow erwarten wieder viele schwierige Entscheidungen, er kann Merkur nicht im Stich lassen, aber mit seinen begrenzten Mitteln sieht er auch, dass die Lage ziemlich hoffnungslos ist. So viele Menschen verlassen sich auf ihn und folgen dem Weg, den er vorgegeben hat. Unfassbar viel Verantwortung lastet auf seinen Schultern und er gibt sein Bestes, um der Rolle gerecht zu werden, auch wenn ihn das so viel kostet. Sein Sohn ist immer noch gefangen und er sehnt sich nach seiner Frau, aber trotzdem tut er immer das, was er für richtig hält.

Lysander kommt endlich aus der Randzone zurück und trifft nach zehn Jahren zum ersten Mal wieder auf die Goldenen, bei denen er aufgewachsen ist. Nach seiner Abwesenheit muss er sich erst einmal beweisen, seine Allianzen erneuern und herausfinden, wer wirklich auf seiner Seite steht. Er ist meistens eher angewidert und schockiert davon, wie die Goldenen ihre Herrschaft zurückerlangen wollen. Eigentlich könnte man meinen, er sei mit seinen Ansichten auf Darrows Seite besser aufgehoben, aber diesem kann Lysander auch nicht verzeihen, dass er für das Leid so vieler Menschen verantwortlich ist. Lysander hasst eigentlich alles und jeden.

Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass auch die schlaue Virginia/Mustang hier eine eigene Perspektive bekommen hat. Als Oberhaupt hat sie weniger Macht als man vielleicht annehmen würde, aber sie setzt sich dafür ein, ihrem Mann Unterstützung zu schicken, wovor der Senat eher Angst hat. Es ist wirklich herzzerreißend, dass Darrow, Mustang und alle ihre Verbündeten so viel für die Menschheit getan haben, doch man weiß es nicht zu schätzen und lässt sie im Stich. Darrows Traum ist es, alle Farben zu vereinen, aber dieser Traum wird pervertiert, was mich unglaublich wütend macht und auch so sehr enttäuscht. Der Frieden ist noch weit entfernt, aber ich hoffe auf einen Happy End wenn die Reihe endet.

Fazit
In "Red Rising - Das dunkle Zeitalter, Teil 1" war wieder sehr aufwühlend und emotional, spannend und brutal, herzzerreißend und empörend. Eine wirklich fesselnde Fortsetzung. Ich kann es kaum erwarten, den zweiten Teil zu lesen und nächstes Jahr dann hoffentlich den Abschluss der Reihe.

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Veröffentlicht am 13.07.2020

Witzige und spannende Liebesgeschichte mit einem explosiven Paar!

Mister Secret
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Asha ist eigentlich eine Romantikerin, aber ihre Beziehungen halten nie lange. Einige tief verwurzelte Komplexe hindern sie daran, sich richtig zu öffnen, aber sie gibt die Hoffnung noch nicht auf. Sie ...

Asha ist eigentlich eine Romantikerin, aber ihre Beziehungen halten nie lange. Einige tief verwurzelte Komplexe hindern sie daran, sich richtig zu öffnen, aber sie gibt die Hoffnung noch nicht auf. Sie ist durchaus ehrgeizig, aber ihr Kampfgeist konzentriert sich gerade mehr auf ihren Job als Lektorin.

Instagram-Star "Professor Feelgood" soll nun ihr neues Projekt werden, das sie bei der Arbeit nach oben katapultieren soll. Sie verliebt sich sofort in seine emotionalen Texte, nur kann sie ihn als Person überhaupt nicht ausstehen. Wenn sie bei ihm ist, kommt ihre schlimmste Seite zum Vorschein, auch wenn er sie nicht absichtlich provoziert.

Was mich an ihm genervt hat war, dass er ja so übermenschlich attraktiv ist, dass ihm quasi alle Höschen zufliegen. Wenn Frauen ihn sehen, fangen sie an zu sabbern. Ansonsten fand ich ihn sehr sympathisch, trotz der vielen Aufmerksamkeit ist er bescheiden und hat auch viel Geduld mit Asha, obwohl diese nicht besonders nett zu ihm ist. Asha ist schon so gemein ihm gegenüber, dass ich ihn auch aus Mitgefühl ins Herz geschlossen habe, weil er das nicht verdient. Ich denke, da kann man sagen, dass nicht Professor Feelgood Asha auf die Palme bringt, sie schafft das nämlich ganz alleine.

Ich hatte mir etwas mehr von dem Buch erhofft, aber ich glaube, auf manche Klischees können Autoren wohl nicht verzichten. Den größten Teil des Buches habe richtig mitgefiebert, denn mit ihren Differenzen und Zänkereien bilden Asha und Professor Feelgood ein spannendes, explosives Paar. Mit witzigen Wortkreationen und vielen anderen Details konnte mich das Buch wirklich gut unterhalten, aber ich fand das Drama auch wirklich sehr spannend und wollte kaum aufhören zu lesen. Nur zum Ende hin konnte es meinen hohen Erwartungen nicht mehr so ganz gerecht werden, was ich wirklich schade finde.

Wer "Mister Romance" mochte, dem wird sicher auch diese Fortsetzung gefallen. Ich freue mich auch schon sehr auf den letzten Band der Reihe, der hoffentlich 2021 erscheinen wird.

Fazit
Mir hat "Mister Secret" wirklich sehr gut gefallen. Auch wenn mir Protagonistin Asha manchmal auf die Nerven ging, habe ich Professor Feelgood in Herz geschlossen und ihre witzige und spannende Liebesgeschichte sehr genossen!

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Veröffentlicht am 12.07.2020

Viele Ideen, zu wenig Zeit - wirkt alles sehr überstürzt

Empire of Fire (Phönixschwestern 2)
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Enthält Spoiler zum Vorgänger!

Zwillingsschwestern Pandora und Aspyn werden in einer Kolonie festgehalten, in der die Phönixe abseits der Menschen leben. Das selbsternannte Oberhaupt Severin will sich ...

Enthält Spoiler zum Vorgänger!

Zwillingsschwestern Pandora und Aspyn werden in einer Kolonie festgehalten, in der die Phönixe abseits der Menschen leben. Das selbsternannte Oberhaupt Severin will sich dort die besonderen Gaben der Schwestern zunutze machen und mit ihnen weitere begabte Phönixe züchten - ein wahrer Albtraum! Natürlich möchten sie fliehen, aber das ist gar nicht so einfach, wenn auch noch ihre Kräfte blockiert sind.

Aspyn ist wie gewohnt vorlaut und Pandora eher ein schüchternes Engelchen und wie auch im Vorgänger haben sie beide mehr als nur einen Verehrer. Die Liebesgeschichten konnten mich nicht richtig packen und ich hätte auch ein bisschen mehr von der Zwangsehe mit Daryan erwartet.

Mir ging hier vieles zu einfach und einiges fand ich auch sehr übertrieben. Zwar erleben sie durchaus furchtbare Dinge, aber die waren mir trotzdem nicht schlimm genug. Eigentlich bedrohliche Situationen waren letztendlich doch recht gemütlich, aber schienen den Charakteren doch so dramatisch, dass sie nur lächerlich harmlos wirkten. Darum konnte ich es auch nicht wirklich spannend finden. Die Kolonie und die Bedrohung durch die Phönixjäger hätte da wirklich mehr Potenzial gehabt!

Letztendlich fand ich diesen Abschluss etwas zu hektisch. Vielleicht hätte man eine Trilogie draus machen können, aber vielleicht hätten auch hundert zusätzliche Seiten geholfen. Während der erste Teil der Reihe noch ein gemütliches Tempo und eben auch mehr Seiten hatte, gab es hier viel mehr Inhalt, viele Informationen und Geschichten, Orte und Personen ... aber weniger Platz, um sich zu entfalten. Vom Leben in der Kolonie sieht man gar nicht so viel, die Phönixjäger sind ein seltsamer Haufen, die besonderen Gaben sieht man nur kurz und dann sind da diese alten Phönixgeschichten, die plötzlich so wichtig sind. Es wirkt einfach alles sehr überstürzt.

Fazit
Leider konnte "Empire of Fire" meine Erwartungen nicht ganz erfüllen, weil hier alles viel zu übereilt war. Es war einfach viel zu viel los und das in zu kurzer Zeit, so dass es mich nicht wirklich überzeugen konnte. Schade!

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Veröffentlicht am 12.07.2020

Süße Unterhaltung durch ein sympathisches Paar und eine schöne Liebesgeschichte.

Nur noch ein bisschen Glück
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Eigentlich wohnt Stella in Stockholm, aber als sie Job, Wohnung und Verlobten verliert, flieht sie in das alte Häuschen ihrer Großeltern, das seit Jahren unbewohnt ist und auch entsprechend aussieht. Hier ...

Eigentlich wohnt Stella in Stockholm, aber als sie Job, Wohnung und Verlobten verliert, flieht sie in das alte Häuschen ihrer Großeltern, das seit Jahren unbewohnt ist und auch entsprechend aussieht. Hier kann man eigentlich nicht leben, aber Stella hat auch nicht vor lange zu bleiben, denn sie ist eine talentierte Schneiderin, die in New York ihre Träume verwirklichen möchte. Aber solange sie in Laholm ist, greift ihr freundlicher Nachbar Thor ihr unter die Arme.

Thor scheint erst etwas mürrisch, aber er hat ein großes weiches Herz, in dem auch Platz für eine nette Frau wäre. Er ist alleinerziehender Vater von zwei Jugendlichen und eigentlich ganz glücklich mit seinem Alltag als Bauer. Er gibt sich viel Mühe mit seinen Kindern, aber Teenager zu erziehen ist ja nie einfach. Seine Familie bereitet ihm viel Kopfzerbrechen und nach außen hin lässt er sich zwar nichts anmerken, aber sein weicher Kern nimmt sich die Sachen doch etwas zu Herzen.

Die beiden bilden trotz ihrer Unterschiede ein wirklich süßes Paar, das aber weiß, dass diese Beziehung keine Zukunft hat. Stella hat ihre Träume schon einmal für einen Mann verschoben, diesen Fehler möchte sie nicht wiederholen. Und könnte sie jemals glücklich sein, wenn sie für einen Mann auf ihre Träume verzichten würde? Ich fand es da wirklich schön, wie sie sich selbst treu bleibt, sich aber auch ihren Gefühlen nicht widersetzen kann. Ihren inneren Konflikt konnte ich gut nachvollziehen! Und Thor hat das Großstadtmädchen schon sehr gern, aber er will sich auch keine zu großen Hoffnungen machen, weil er weiß, dass sie nicht plant zu bleiben. Aber manche Dinge kann man weder planen noch kontrollieren, natürlich wünscht er sich, dass sie bleibt.

Die Handlung fand ich nicht unbedingt spannend, aber trotzdem ganz gut. Ich fand sie nicht zu vorhersehbar und auch nicht zu klischeehaft, außerdem fand ich es auch nicht schlecht wie Themen wie Feminismus, Body Positivity und Vegetarismus eingearbeitet wurden. Natürlich hat mir vor allem die Liebesgeschichte gut gefallen und wie sich die Charaktere entwickelt haben. Was mich an diesem Buch jedoch gestört hat, waren diese unglaublich kitschigen Gespräche, wo Menschen plötzlich über ihre Gefühle reden, die sie Jahre oder Jahrzehnte unterdrückt haben. Hier wurden schon etwas zu viele Beziehungen auf einmal gerettet.

Fazit
"Nur noch ein bisschen Glück" war genau das, was ich von dem Buch erwartet hatte. Thor und Stella bilden ein sympathisches Paar, dessen süße Liebesgeschichte mir wirklich gut gefallen hat.

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Veröffentlicht am 07.07.2020

Ein Multiversum mit viel Potenzial - spannend und unterhaltsam!

MAGIC: The Gathering - Die Kinder des Namenlosen
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Tacenda ist tagsüber blind, doch dafür kann sie mit einem Lied die Ungeheuer vertreiben, die ihr Dorf terrorisieren. Aber ihre Gabe versagt plötzlich und sie verliert alles - und der Herr des Herrenhauses, ...

Tacenda ist tagsüber blind, doch dafür kann sie mit einem Lied die Ungeheuer vertreiben, die ihr Dorf terrorisieren. Aber ihre Gabe versagt plötzlich und sie verliert alles - und der Herr des Herrenhauses, Davriel Cane, scheint dafür verantwortlich. Als sie ihre Familie rächen will, muss sie feststellen, dass die Sache viel komplizierter ist, als es scheint.

Obwohl Tacenda ein unfassbar traumatisches Erlebnis hatte, bleibt sie ziemlich gefasst, auch wenn sie verwirrt ist. Sie lebt zwar in dieser magischen Welt, aber auch für sie ist das meiste unbekannt, also begleitet sie mit ihrer Unwissenheit den Leser dadurch.

Am besten gefiel mir wohl Davriel Cane, der faule und mächtige Fürst, der dieser Sache auf den Grund gehen will, um seinen Namen wieder reinzuwaschen. Er nimmt seine Pflichten nicht ernst, macht gerne Nickerchen und trickst Dämonen aus. Seine desinteressierte, beiläufige Art ist einfach zu amüsant, um ihn nicht zu mögen.

Mit dem Kartenspiel "Magic: The Gathering" habe ich eigentlich nichts zu tun, ich hatte bis zu diesem Buch nicht einmal davon gehört, aber bei Brandon Sanderson kann ich nicht widerstehen, also war ich doch neugierig auf diese Geschichte. Ich habe dann doch fünf Minuten recherchiert, um mehr über dieses Multiversum zu erfahren und fühlte mich dann bereit.

Das Buch hat weniger als dreihundert Seiten, also haben wir eine riesige Welt, aber nur eine kleine Bühne. Man merkt da schon häufiger, dass es viel tiefer geht und man nur an der Oberfläche kratzt. Viele Zusammenhänge sind nicht sofort offensichtlich, aber ich konnte den Beschreibungen trotzdem sehr gut folgen. Es ist eine Menge los, daher bleibt es eigentlich durchgehend spannend. Das Multiversum würde ich schon gerne weiter erkunden, auch wenn andere Bücher dann leider nicht mehr von Brandon Sanderson sind.

Fazit
Die Geschichte um Tacenda, Davriel, Dämonen und Engel war spannend und unterhaltsam. Darum hat mir "Die Kinder des Namenlosen" gut gefallen, auch wenn es eine ziemlich große Welt für ein ziemlich kleines Buch war.

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