Profilbild von emkeyseven

emkeyseven

Lesejury Star
offline

emkeyseven ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit emkeyseven über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.09.2019

Königinnen sterben jung in Lyaskye

One True Queen, Band 1: Von Sternen gekrönt (Epische Romantasy von SPIEGEL-Bestsellerautorin Jennifer Benkau)
0

Endlich wieder ein neues Buch von Jennifer Benkau und bei diesem schönen Cover durfte ich es mir natürlich erst recht nicht entgehen lassen!

Mailin kümmert sich um ihre Schwester, die im Wachkoma liegt, ...

Endlich wieder ein neues Buch von Jennifer Benkau und bei diesem schönen Cover durfte ich es mir natürlich erst recht nicht entgehen lassen!

Mailin kümmert sich um ihre Schwester, die im Wachkoma liegt, und als sie plötzlich in Lyaskye landet, will sie auch deswegen zurückkehren, weil ihre Schwester sie eben braucht. Aber wenn sie zurück will, muss sie erstmal überleben und das ist in Lyaskye gar nicht so einfach. Nicht nur gefährliche Tiere, auch giftiges Wasser, Bäume und sogar Steine trachten einem nach dem Leben.

Kein Problem für Mailin, denn sie findet einen mysteriösen Weggefährten, der sich bereit erklärt, ihr zu helfen, wenn auch aus unbekannten Motiven. Leider bleibt er sehr geheimnisvoll und verrät auch kaum etwas über die Regeln der Welt, in der sie sich nun befinden. Der Klappentext verrät da aber schon mehr, daher kann man sich manche Zusammenhänge erschließen, die Mailin noch nicht begreifen kann.

Mailin ist sowohl liebenswert als auch willensstark und mit einem Ziel vor Augen gibt sie sich alle Mühe, um sich im gefährlichen und magischen Lyaskye zurecht zu finden. Sie vertraut viel zu schnell, obwohl sie eigentlich sehr clever ist, und dadurch wird sie auch oft enttäuscht - was sie absolut nicht verdient, sie hat einfach ein viel zu weiches Herz. Als sie von ihrer Bestimmung erfährt, ist sie auch alles andere als begeistert, aber wieder liegt es nicht wirklich in ihrer Macht, sich dem zu widersetzen.

Das Buch hat einen angenehmen Schreibstil und es wird auch erfolgreich Spannung erzeugt. Auch die Magie, das Land und ihre Göttin haben mir gut gefallen, es hätte von mir aus auch noch mehr sein können. Die Handlung gefiel mir meistens auch gut und ein paar Mal wurde ich sogar positiv überrascht. Andere Wendungen wiederum konnte ich erahnen, weil die entsprechenden Hinweise da waren - was aber auch bedeutet, dass alles gut und logisch miteinander verknüpft ist.

Fazit
"One True Queen - Von Sternen gekrönt" hat mir mit einer sympathischen Protagonistin und einer gefährlich-magischen Welt ziemlich gut gefallen, aber ein bisschen vorhersehbar fand ich es schon. Da ist noch Luft nach oben!

Veröffentlicht am 22.09.2019

Eine sehr schöne Familiensaga!

Die Rosen von Montevideo
0

Ich hätte nie gedacht, dass ich dieses Buch so gut finden würde. Erstens war es ganz anders, als ich erwartet habe. Bei dem Cover musste ich ehrlich gesagt eher an eine Kreuzfahrt durch tropische Wälder ...

Ich hätte nie gedacht, dass ich dieses Buch so gut finden würde. Erstens war es ganz anders, als ich erwartet habe. Bei dem Cover musste ich ehrlich gesagt eher an eine Kreuzfahrt durch tropische Wälder denken als an so komplizierte und äußerst tragische Familiengeschichten - hat mich angenehm überrascht!

Das Buch ist in drei Bücher unterteilt, das je eine Generation der Familie behandelt. Erst Rosa, dann Claire und Valeria und schließlich Tabitha und Carlota.

Also anfangs mochte ich Rosa nicht besonders. Ich fand sie ziemlich naiv, wie verwegen sie sich fand, als sie mit Albert flirtete, und dass sie immer an das Gute an anderen glaubt. Doch nach und nach hatte ich immer mehr Mitleid mit ihr, weil sie sich so einsam fühlt. Aber andererseits hat sie auch nicht wirklich versucht, sich dem deutschen Leben anzupassen. Erst als der Fokus bei ihrer Tochter Valeria lag, begann ich, sie richtig zu mögen.

Valeria und Claire sind wirklich sehr unterschiedlich. Valeria ist eher wild und ungezogen, Claire anständig und höflich. Das gefiel mir sehr gut, weil man sie so besser verstehen konnte.

Tabitha und Carlota sind sich schon etwas ähnlicher, auch wenn sie sich kaum kannten. Von allen Mädchen/Frauen mochte ich auch Carlota am liebsten, dabei weiß ich nicht, wieso ...

Ich weiß nicht, ob ich die Ähnlichkeiten zwischen den Leben der de-la-Vegas-Frauen gut oder schlecht finden soll. Sie verlieben sich Hals über Kopf in jemanden, der nicht ganz zu ihnen passt, geben ihr ganzes Leben und ihre Familien auf und müssen sich sehr schnell an neue Umstände gewöhnen.

Alles in allem: Eine sehr schöne Familiensaga!

Veröffentlicht am 22.09.2019

Hätte besser sein können

Mystic City, Band 1: Das gefangene Herz
0

Aria ist an sich eine sympathische Person, denn sie ist nett, mitfühlend und beim Volk sehr beliebt (warum auch immer). An ihr hat mir gefallen, dass sie sich so sehr mit der Lage der Mystiker beschäftigt ...

Aria ist an sich eine sympathische Person, denn sie ist nett, mitfühlend und beim Volk sehr beliebt (warum auch immer). An ihr hat mir gefallen, dass sie sich so sehr mit der Lage der Mystiker beschäftigt hat und es auch als ungerecht empfand, wie sie behandelt wurden. Allerdings hat sie zu leichtgläubig gewirkt. Wenn man seine Erinnerungen verliert, sucht man sich eine Stütze, an der man sich orientieren kann: Berichte von Freunden und Verwandten. Aber dann gibt es da bei Aria diese widersprüchlichen Gefühle, die sie zweifeln lassen müssten. Doch anstatt anzunehmen, jemand könnte ihr etwas vormachen, glaubt sie, an ihr selbst würde etwas nicht stimmen, und hofft, sich bald wieder an Thomas und ihre Liebe zu erinnern. Ich muss noch hinzufügen, dass ich mich frage, was sie für Hobbys hat. Denn über ihre Vergangenheit erfährt man eigentlich nur, dass sie gerne shoppen geht.

Ihre Verlobung mit Thomas wirkt alles andere als echt - auf den Leser; das Volk scheint restlos überzeugt. Es liegt nicht nur an Arias mangelnden romantischen Gefühlen; sie redet sich schließlich ein, dass es an ihr liegt, und dass sie ihn irgendwann wieder lieben wird. Er verhält sich einfach abweisend und nicht voller Liebe, denn er sollte seine Gefühle ja nicht vergessen haben. Wie kann man da noch an eine Liebe wie bei Romeo und Julia glauben?

Leider wirkte auch ihre Beziehung zu Hunter nicht besonders authentisch. Direkt bei ihrer ersten Begegnung ist sie fasziniert von ihm und möchte mehr über ihn erfahren, obwohl sie ihn dank ihrer Beziehung eigentlich verachten müsste. Stattdessen sucht sie nach ihm und fühlt sich anscheinend ohne Grund von ihm angezogen.

Der Umgang der Politiker mit den Mystikern ist grausam. In der Vergangenheit haben sie wohl tolle Sachen gemacht, aber nach einem mystischen Anschlag wurden sie unbeliebt, und es war besser, man entzog ihnen die Magie und behandelte sie wie Dreck. So was sehe ich immer als schwachsinnig an, denn wegen der Taten von Einzelnen sollte man nicht gleich ganze Gruppen von Menschen zu einem Leben voller Qualen verurteilen. Es ist nicht übertrieben zu sagen, dass die Leute Angst vor den Mystikern haben - zumindest die Leute, die wissen, was die Mystiker mit ihrer Magie anstellen könnten - denn sie möchten die Gesetze für Mystiker verschärfen und die Maßnahmen ins extreme treiben. Hier frage ich mich dann, was für Gesetze es für die normalen Menschen gibt, schließlich scheint es zwischen Thomas' und Arias Familie so viel Krieg zu geben, dass eine ganze Stadt gespalten wird. Und was genau passiert mit den Rebellen, die sich weigern, sich diesen Gesetzen zu fügen? Entweder wurde das nicht erklärt oder ich habe es verpasst.

Fazit
Beim Lesen hat mir das Buch eigentlich ganz gut gefallen, aber beim Schreiben der Rezension sind mir die ganzen negativen Aspekte viel stärker aufgefallen und deswegen bekommt es 3,5/5 Sterne!

Veröffentlicht am 22.09.2019

Spannend!

Stolen Mortality
0

Jamian fand ich richtig cool. Er hatte die Verantwortung, konnte damit umgehen und tat das, was er wollte. Und dabei bleibt er auch noch lässig (meistens).

Laine konnte sich manchmal nicht entscheiden ...

Jamian fand ich richtig cool. Er hatte die Verantwortung, konnte damit umgehen und tat das, was er wollte. Und dabei bleibt er auch noch lässig (meistens).

Laine konnte sich manchmal nicht entscheiden und ihr innerer Kampf hat mich zunächst genervt, aber später hat sie mir Leid getan.
Bei Senatorin Sinead hat man nie verstanden, was sie eigentlich wollte, bis sie es ausdrücklich sagte. Dass sie so oft missverstanden wird, hat sie mir irgendwie sympathisch gemacht.

Auch den jüngeren Bruder Junias mochte ich gerne. Zwar wird er von seinen Mitschülern als Außenseiter wahrgenommen, aber da man selbst als Leser seine Gedanken mitbekommt, weiß man, wie er eigentlich ist.
so ungefähr auf Seite 150 dachte ich: "Was kommt denn jetzt noch? Was soll auf den nächsten 200 Seiten passieren?"

Da gab es so eine ... Spannungspause nenn ich das mal, und dann hatte ich keine Lust zu lesen. Aber ich habe die paar Seiten durchgehalten und es war einfach großartig! Es sind Sachen geschehen, die ich nicht einmal erahnt hätte und die kurz verloren geglaubte Spannung kehrte mit unerwarteten Überraschungen zurück!

Das Ende hat mich dazu gebracht, minutenlang mit dem Buch in der Hand in die Leere zu starren (mehr oder weniger). Ich konnte nicht glauben, dass es zu Ende war, obwohl es eigentlich kam, wie es kommen musste. Es war so offen, dass eine Fortsetzung kommen sollte, allerdings weiß ich nicht, ob es dafür genug ist. Es gab einige unerwartete Geschehnisse, die einem zwar nicht immer gefallen haben, aber einfach perfekt waren, weil sie Spannung und Tiefe in die Sache gebracht haben. Auch der Schreibstil gefiel mir, da er weder unverständlich noch zu langgezogen ist und weil die Autorin immer die richtigen Worte gefunden hat.

Fazit
Mir hat "Stolen Mortality" sehr gut gefallen, wegen den sympathischen Charakteren, der spannenden Geschichte mit den gelungen unerwarteten Wendungen und dem fesselnden Schreibstil. Eine absolute Empfehlung!

Veröffentlicht am 22.09.2019

Spannend - aber ein bisschen kalt

Boy Nobody (Boy Nobody 1)
0

Zunächst zu Boy Nobody. Er hat eigentlich eine Namen, nämlich den aus seinem früheren Leben, aber der wird kaum erwähnt und der Leser erfährt ihn erst ziemlich spät. Auf den ersten fünfzig Seiten wusste ...

Zunächst zu Boy Nobody. Er hat eigentlich eine Namen, nämlich den aus seinem früheren Leben, aber der wird kaum erwähnt und der Leser erfährt ihn erst ziemlich spät. Auf den ersten fünfzig Seiten wusste ich nicht einmal, als wer man sich angesprochen fühlen sollte. Er wurde trainiert, keine Gefühle zu haben, darum hat mir das ein wenig gefehlt. Dafür gab es in seinen inneren Kampf, Gefühle, die herauszubrechen versuchten, die er aber ignorierte, so gut er konnte. Man konnte auch seinen Charakter nicht wirklich erkennen, weil er immer den gespielt hat, der er sein wollte. Er wurde immer zu der Person, die sein Gegenüber am besten beeindrucken kann.

Ich weiß noch immer nicht, ob mich das Ehrfurcht oder Mitleid ihm gegenüber fühlen lässt. Beides, vermutlich. Jedenfalls fand ich ihn ziemlich interessant und mochte ihn auch sehr gerne.

Auch andere Charaktere, zum Beispiel Sam und Erica, gefielen mir. Sam anfangs, weil sie nicht so leicht zu haben war, wirklich intelligent und weil sie wusste, was sie wollte. Am Ende hat sie mich aber wirklich enttäuscht, wozu ich aber nicht mehr sagen möchte um nicht zu spoilern. Erica war anders, ein wenig schlampig, hat sich manchmal echt daneben benommen, aber sie kam mir eher verzweifelt als dumm vor. Deswegen mochte ich auch sie.

Die Geschichte fand ich ziemlich gut. Es war spannend und die Kämpfe waren gut beschrieben. Das Ende hat mich überrascht, es ist ganz anders gekommen als ich gedacht habe. Ich dachte, es wäre ein Einzelband und war schon ziemlich geschockt, weil das Ende so offen war. Aber zum Glück ist es eine Reihe :)

Der Schreibstil lässt Boy Nobody wirklich kalt erscheinen, man erkennt trotz seinem lässigen Verhalten sein Innerstes. Er ist bemüht gefühlsleer und der Schreibstil macht das noch deutlicher. Das ist auf jeden Fall gut gelungen!


Fazit:
Mir gefiel Boy Nobody ziemlich gut, der Schreibstil lässt ihn so kalt wirken, wie er sein soll und es hört nicht auf, spannend zu sein.
Ich bin nach dem offenen Ende schon sehr gespannt auf die Fortsetzung!