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Veröffentlicht am 23.02.2026

Wunderbare Novelle über zwei starke Frauen, die sich trotz aller gegebenen Umstände nicht unterkriegen lassen und für ihre Zukunft kämpfen

The Empress of Salt and Fortune: (Die Chroniken von Chih)
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In einem Reich, das an das imperiale China erinnert, wird eine junge Adelige aus dem fernen Norden für eine politische Heirat in den Süden geschickt. Ihre Brüder sind tot, ihre Armeen und ihre Kriegsmammuts ...

In einem Reich, das an das imperiale China erinnert, wird eine junge Adelige aus dem fernen Norden für eine politische Heirat in den Süden geschickt. Ihre Brüder sind tot, ihre Armeen und ihre Kriegsmammuts längst besiegt und jenseits ihrer Grenzen gefangen. Allein und verunglimpft muss sie ihre Verbündeten sorgfältig wählen. Ein Dienstmädchen, das von ihren Eltern an den Palast verkauft wurde, freundet sich mit der einsamen neuen Ehefrau des Herrschers an und handelt sich dadurch jede Menge Ärger ein. Herrscherin In-yo ist eine Tochter des Nordens im Exil, doch sie wird die Geschichte ihrem Willen beugen und ihre Gegner einen nach dem anderen zu Fall bringen.

Ich mochte die Geschichte richtig gerne! Sie wird auf zwei verschiedenen Ebenen erzählt: Einerseits gibt es Kaninchen, eine ältere Frau, auf die Chih bei einem Besuch des verlassenen Anwesens der ehemaligen Kaiserin trifft. Die zweite Ebene besteht in der Geschichte, die Kaninchen ihrem Besuch in Form von rückblickenden Erinnerungen über ihre Freundschaft mit der Kaiserin und dessen Ab- und Aufstieg erzählt. Ich hatte am Anfang ehrlich gesagt ein bisschen Schwierigkeiten zu verstehen, was gerade passiert und wer wer ist und war ziemlich verwirrt - das hat sich im Laufe der Handlung aber zum Glück sehr schnell gelegt. Der Schreibstil ist sehr angenehm und ich bin nur so durch die Seiten geflogen und auch die Figuren habe ich sehr schnell in mein Herz geschlossen. Trotz der Kürze des Buches hatten die Figuren Tiefe und besonders die Beziehung zwischen den Figuren fand ich sehr gut dargestellt. In-yo, die ins Exil verbannte Kaiserin, und ihre Dienerin und Freundin Kaninchen waren beide sehr mutige und starke Frauen, die viele schlimme Dinge miterleben mussten und sich trotz allem nicht haben unterkriegen lassen. Sie haben mutig und stark weitergekämpft. Dadurch, dass die Geschichte nach einigen Seiten immer wieder zu Kaninchen und Chih zurückgekommen ist, war es durchgehend interessant und spannend und ich musste die ganze Zeit wissen, wie es weitergeht und konnte das Buch kaum weglegen. Dies ist eines dieser Geschichten, bei denen es mich überhaupt nicht gestört hätte, wenn es noch 300 Seiten mehr gehabt hätte! Ich fand die Grundidee einfach richtig gut. Viele Dinge wurden (natürlich verständlicherweise, da es eine Novelle ist) nur kurz angesprochen und ich fand das manchmal wirklich schade. Ich hätte nichts dagegen gehabt, wenn manche Geschehnisse noch ein bisschen ausführlicher behandelt worden wären. Sie waren einfach zu gut und interessant, um mit einer halben Seite abgetan zu werden. Ich kann aber natürlich verstehen, warum nicht alles so detailliert erzählt werden konnte. Insgesamt mochte ich die Geschichte richtig gerne und kann sie jedem empfehlen, der gerne historische C-Dramen schaut und über das imperiale China, Hofintrigen und tiefe Freundschaften liest. Übrigens empfehle ich auch ganz dringend, beim Lesen eine Packung Taschentücher griffbereit zu haben. Ich hab welche gebraucht.

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Veröffentlicht am 28.01.2026

Das Konzept der Geschichte war an sich wirklich gut, aber die Umsetzung und die Protagonistin haben mir leider nicht so gut gefallen.

The Seoul Season
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2,5☆

Für Location-Scout Maya läuft das Leben wie ein perfektes Drehbuch: Im aufregenden Seoul fängt sie mit ihrer Kamera Schauplätze für eine vielversprechende Serie des Streaming-Giganten Cinemate ein. ...

2,5☆

Für Location-Scout Maya läuft das Leben wie ein perfektes Drehbuch: Im aufregenden Seoul fängt sie mit ihrer Kamera Schauplätze für eine vielversprechende Serie des Streaming-Giganten Cinemate ein. Dabei entdeckt sie die Galerie des aufstrebenden Künstlers Jae-ho, mit dem sie anfänglich noch Seoul erkundet und später auch die Seele des jeweils anderen. Doch als eine impulsive Lüge alles ins Wanken bringt, muss sich Maya zwischen Karriere und der Liebe entscheiden. Denn die Leinwand, auf die sie all ihre Träume projiziert hat, droht für immer zu zerreißen.

Der Klappentext klingt richtig interessant und auch die Aufmachung fand ich sehr hübsch und liebevoll gestaltet, weshalb ich mich unglaublich darauf gefreut habe, mit der Geschichte anzufangen. Leider hat mir das Buch aber nicht so gut gefallen. Der Schreibstil ist etwas gewöhnungsbedürftig, man fliegt durch die Seiten, was sehr gut ist, aber über manche Formulierungen bin ich öfter gestolpert. Szenen, in den davon gesprochen wird, dass seine Finger "Inches für Inches näher kommen" oder seine Lippen nur noch "wenige Inches von ihrem Gesicht entfernt sind", fand ich für den Lesefluss nicht so angenehm (kleine Erklärung: sie ist Amerikanerin "und aus Hollywood", was sie auch ja jedem auf die Nase bindet, der es hören will oder in den meisten Fällen eben auch nicht) und die ständigen Kommentare von Maya, egal ob sie sie ausspricht oder nur denkt, sind häufig ziemlich nervig, unreif, peinlich und teilweise auch echt problematisch (sie macht öfter mal sehr merkwürdige Kommentare über Koreaner und sie und ihre Freundin Liv sprechen auf sehr unangenehme Art von nakten Körpern fremder Menschen, was in mir ein unwohles Gefühl verursacht hat, außerdem hat Liv stolz davon erzählt, heimlich ihren Nachbar gestalkt und halbnakt fotografiert zu haben - wtf?) und dumm (im ersten Moment redet sie darüber, wie nachhaltig und gut für die Umwelt es doch wäre, irgendwelche Charakterkarten nur digital und nicht ausgedruckt anzubieten und wie gut diese Umweltfreundlichkeit für das Image von dem Streamingdienst, für das sie arbeitet, wäre, während sie ungelogen einen Satz davor noch ihre Idee rausgehauen hat, AI-gestützte Chats für die vielen Fans als Marketingidee anzubieten, wobei man doch mittlerweile weiß, dass AI nicht besonders umweltfreundlich ist...). Mich nervt es auch, wie Maya Jae die ganze Zeit hinterhergeiert, obwohl die beiden sich kaum gekannt haben. Ich hab das Gefühl gehabt, sie hat sich vor allem in seine Muskeln und das, was er für sie und ihren Job tun konnte und er sich in die Statue, die sie am Anfang in seinem Atelier gebastelt hat, und vor allem in die inspirierende Wirkung, die sie auf ihn hatte, verliebt. Sie mochten die jeweils andere Person gar nicht wegen der Persönlichkeit hatte ich den Eindruck und erst in den letzten 80 Seiten hat sich das geändert. Das Buch basiert an sich auf einer guten und interessanten Idee, aber die Umsetzung war leider nicht meins. Ich bin mit der Protagonistin Maya bis zum Ende hin leider überhaupt nicht warm geworden, ich empfand sie als sehr nervig und unreif und manchmal wie gesagt echt dumm und widersprüchlich. Außerdem hat sie ständig gekichert, auch wenn die Worte ihres Gesprächspartners nicht mal lustig waren und ihre eigenen Aussagen, die anscheinend "lustig" sein sollten, haben mich sehr häufig fremdschämen und das Gesicht verziehen lassen. Dafür war Jae, der Love Interest, mir mit seiner Art meistens aber relativ sympathisch, wobei dies auch nur bei den Kapiteln aus seiner POV der Fall war. Die Geschichte ist aus zwei Sichtweisen geschrieben, aus Mayas und Jaes. In ihren POVs ist er am Anfang sehr schroff, abweisend und unhöflich zu ihr und macht auch bis zum Ende hin (trotz nennenswerter Charakterentwicklung!) auf mich teilweise einen nicht besonders sympathischen Eindruck, was in völligem Kontrast zu seinen Kapiteln stand, in welchen er wie eine komplett andere Person wirkte, die ich um einiges (!!) lieber mochte. Ich glaube schon fast, es lag an der Erzählstimme von Maya, mit der ich aufgrund ihrer unreifen Art leider echt Probleme hatte. Es klang manchmal, als wäre sie eine vierzehnjährige Jugendliche und keine erwachsene Frau Mitte zwanzig, die mit beiden Beinen im Berufsleben steht. Ihre Kapitel mochte ich überhaupt nicht, während ich mich hingegen immer gefreut habe, wenn endlich Jaes Kapitel dran war. Jae hätte aber dringend Nachhilfe im Flirten nehmen sollen, manche Dinge, die er eiskalt rausgehauen hat, haben mich nur beschämt den Kopf schütteln lassen. Maya schienen die Sprüche aber beeindruckt zu haben, also vielleicht hat der ja doch alles richtig gemacht, ich weiß es nicht. Das klingt jetzt vielleicht ein bisschen fies, aber ich verstehe ehrlich gesagt auch nicht wirklich, was Jae überhaupt an Maya fand und warum die beiden sich ineinander verliebt haben. Ich habe keine Chemie zwischen den beiden gespürt. Der Geschichte und den Figuren hat finde ich auch die Tiefe gefehlt. Es gab einige wenige Stellen, wo die beiden tiefgründige Gespräche über ihre schwierige Vergangenheit miteinander geführt haben (dies waren die wenigen Stellen, die mir wirklich gut gefallen haben), diese wurden aber leider sehr schnell abgearbeitet. Auch die Liebesbeziehung der beiden hat sich sehr schnell entwickelt, ohne dass es nennenswerte Ereignisse gab, die ihre Gefühle zum Rollen hätten bringen können. Den Plot fand ich leider auch ein bisschen langweilig, von der Handlung her ist nicht viel passiert (ich weiß auch immer noch nicht wirklich, was es mit der "impulsiven Lüge" auf sich haben soll, von der im Klappentext geschrieben wurde), die Geschichte ist sehr schnell von einer Szene zur nächsten gesprungen und diese waren, besonders in der ersten Hälfte, nicht sonderlich ausführlich und in die Tiefe gehend, sodass es mir manchmal schwer fiel, richtig in die Welt und die Handlung einzutauchen, was schade ist, da das Setting ja gut war. Die beschriebenen Orte waren interessant, man hat ein bisschen was über Seoul und die schönen Orte dort gelernt, auch wenn dies häufig in den Kapiteln aus der Sicht von Maya geschah, die mit ihren Gedanken und Kommentaren dabei sehr genervt hat. Zwischendurch gab es tatsächlich immer mal wieder kurze Stellen, an denen mir die Geschichte ganz gut gefallen hat, aber dann kam die Protagonistin wieder mit Aussagen um die Ecke, bei denen ich mir echt nur dachte "Das hat sie jetzt nicht gesagt!?". Und zwar leider nicht im positiven Sinne. Die letzten 80 Seiten haben mir dafür überraschenderweise aber ziemlich gut gefallen - es wirkte wie ein komplett anderes Buch, der "Plot" mit der Locationsuche war endlich vorbei und es ging viel mehr um die persönliche Beziehung und die Gefühle und einzelnen Probleme der beiden Figuren. Maya wirkte plötzlich viel reifer und hatte eine ganz andere, viel wenige nervige, Persönlichkeit und die ganze Geschichte war plötzlich viel tiefgründiger. Auch die Handlung hat an Fahrt aufgenommen. Wenn das gesamte Buch so gewesen wäre, hätte es mir so viel besser gefallen.

Insgesamt wollte ich das Buch wirklich mögen, weil der Klappentext und das Konzept so gut klangen, die Aufmachung echt hübsch war und auch das Setting mit Seoul sich wirklich interessant anhörte. Für mich persönlich war das Buch insgesamt aber leider nichts. Ich könnte mir jedoch vorstellen, dass Fans von romantischen K-Dramen und Leser, die Romancebücher mit einem leicht zu lesenden und, besonders zu Beginn, nicht allzu tiefgründigen Plot suchen und vielleicht einmal vorhaben, nach Seoul zu reisen und Ausfluginspiration suchen, hier auf ihre Kosten kommen könnten.

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Veröffentlicht am 28.01.2026

Ein sehr spannendes und humorvolles Buch, perfekt für Fans von griechischer Mythologie und spannenden Wettkämpfen!

Palace of Ink & Illusions, Band 1 - Der Kuss der Muse
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Würdest du die Geschichten, die du schreibst, selbst überleben?

Als Liv von der Kunstuni fliegt, bleibt ihr eine letzte Chance: Ein Autorenwettbewerb, der den nächsten Weltbestseller kürt. Also reist ...

Würdest du die Geschichten, die du schreibst, selbst überleben?

Als Liv von der Kunstuni fliegt, bleibt ihr eine letzte Chance: Ein Autorenwettbewerb, der den nächsten Weltbestseller kürt. Also reist sie nach Korfu, um Werbung für ihren Webtoon zu machen – nicht, um zu gewinnen. Bis Liv ins magische Spiel um die heißbegehrten Küsse der neun Musen gezogen wird. Zwischen tödlichen Rivalen und dem unwiderstehlichen Flame wird jeder Kuss zur Gefahr. Vor allem Erato, die Muse der Liebe, verfolgt seine eigenen Pläne und Liv spielt längst die Hauptrolle für ihn.

Ich habe das Buch sehr geliebt! Alleine die Aufmachung ist wunderschön - ich habe mich direkt in das Cover verliebt und auch die Innenklappe ist sehr schön illustriert worden. Der Inhalt steht dem dabei in nichts nach. Der Schreibstil war sehr angenehm zu lesen und ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Auch die Figuren fand ich toll. Die Protagonistin Liv war mir mit ihrer humorvollen Art direkt sympathisch und auch Flame, den Love Interest, mochte ich mit seiner mysteriösen, aber gleichzeitig lockeren Art sehr gerne. Die beiden waren sooo süß zusammen und man konnte die Spannung zwischen den beiden direkt spüren. Generell sind die Figuren alle sehr gut ausgearbeitet worden und besitzen charakterliche Tiefe, was mir in Geschichten immer sehr wichtig ist. Das Buch ist auch sehr lustig, ich musste so oft schmunzeln und stellenweise sogar laut auflachen. Das Buch spielt auf der griechischen Insel Korfu und die sommerliche, luxuriöse und geheimnisvolle Atmosphäre wurde von der Autorin gut eingefangen. In Kombination mit den göttlichen Musen, die in der Geschichte eine wichtige Rolle spielen, ist ein wundervolles Romantasybuch entstanden, welches ich jedem, der humorvolle Geschichten mit sympathischen Figuren, einer spannenden Storyline und einer ordentlichen Portion Romantik mit einem Schuss von Magie, Göttern und Spice mag, wärmstens empfehlen kann! Dies war mein erstes Buch von Sabine Schoder und es wird ganz sicher nicht mein letztes sein! Ich freue mich schon sehr auf den zweiten Band😊.

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Veröffentlicht am 28.12.2022

Eine insgesamt schöne und emotionale Geschichte

Sechs Tage zwischen dir und mir
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In dem Roman „Drei Tage zwischen dir und mir“ von Dani Atkins geht es um die junge Frau Gemma Fletcher, die an dem Tag ihrer Hochzeit von ihrem Verlobten Finn alleine vor dem Altar sitzen gelassen wird. ...

In dem Roman „Drei Tage zwischen dir und mir“ von Dani Atkins geht es um die junge Frau Gemma Fletcher, die an dem Tag ihrer Hochzeit von ihrem Verlobten Finn alleine vor dem Altar sitzen gelassen wird. Auch in den Tagen danach taucht er nirgendwo auf und keiner scheint zu wissen, wo er steckt und warum er nicht gekommen ist. Gemma, überzeugt, dass ihm etwas zugestoßen sein muss, begibt sich auf die Suche nach ihm und kommt so langsam der Wahrheit auf die Spur. Schwebt ihr verschollener Verlobter wirklich in Gefahr und muss gerettet werden? Oder ist die Antwort auf die Frage nach seinem Verschwinden doch eine ganz andere, eine, die sie nur noch nicht zu hören bereit ist?

Im Laufe des Romans wird der Leser mit dem Leben von Finn und Gemma bekannt gemacht. Dadurch, dass abwechselnd in der Gegenwart und der Vergangenheit erzählt wird, lernt man die beiden Charaktere und ihre Beziehung besser kennen und erfährt über schöne Momente, wie auch Tiefpunkte, was mir gut gefallen hat.

Das Buch ist in Gemmas Sicht geschrieben, wodurch ihre Gedanken und Gefühle sehr gut deutlich werden und die Geschichte emotionaler wird. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen und habe die ganze Zeit mit ihr mitgefühlt und mitgelitten.

Obwohl die Geschichte die ganze Zeit über sehr emotional war, kam am Ende Spannung auf. Ich konnte das Buch in den letzten Kapiteln gar nicht mehr aus der Hand legen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht.

Ab und zu fand ich die Geschichte für meinen Geschmack aber etwas zu kitschig und zu unrealistisch und alles auf zu perfekt gemacht, was mich manchmal echt ein bisschen genervt hat, ganz besonders zum Schluss. Ich hätte mir generell lieber das genaue Gegenteil von dem, was am Ende eigentlich passiert ist, gewünscht, weil es einfach besser in die Geschichte gepasst hätte und vielleicht auch eine bessere Message an die Leser geschickt hätte.

Der Schreibstil der Autorin hingegen hat mir richtig gut gefallen. Er war schön humorvoll, wodurch die teilweise etwas deprimierte Stimmung oft wieder ein bisschen aufgelockert wurde.

Bei den Charakteren bin ich gemischter Meinung. Hannah, Gemmas beste Freundin, habe ich geliebt. Sie war ein absoluter Schatz und hat Gemma immer zur Seite gestanden und sie bei allem unterstützt, selbst wenn sie die Sachen nicht immer gut geheißen hat. Bei Gemmas Vater sah es ganz ähnlich aus. Bei Finn hingegen habe ich gemischte Gefühle. Einerseits hat er wirklich süße Dinge für Gemma gemacht und wirkte wie der perfekte Freund, dann wiederum hat er wieder Sachen gebracht, über die man nur noch den Kopf schütteln und Fluchen konnte. Sein Verhalten war teilweise auch echt egoistisch und unfair Gemma gegenüber und das, was er manchmal abgezogen hat, war echt nicht nett. Er war immer ein bisschen schwer einzuschätzen. Man wusste fast die ganze Zeit über nicht, was für ein Mensch er jetzt eigentlich war und er wirkte bis zum Schluss nicht besonders verlässlich und Vertrauen erweckend.

Gemma mochte ich auch nicht so gerne. Sie war die ganze Zeit über viel zu gutgläubig und naiv und vom Anfang bis zum Ende von Finns Unschuld überzeugt. Es kam für sie nicht mal in Frage, dass er sie vielleicht doch sitzen lassen hat, selbst nachdem einige ziemlich aussagekräftige Hinweise aufgetaucht sind, die darauf schließen ließen. Sie hat auch all sein schlechtes Verhalten aus der Vergangenheit entschuldigt und ihn die ganze Zeit über verteidigt und in Schutz genommen, selbst direkt nachdem sie sitzen gelassen wurde und nachdem einige Fehlverhalten seitens Finns herausgekommen sind und ist ihm generell die ganze Zeit hinterhergelaufen. Allgemein konnte man bei ihr auch keine wirkliche Charakterentwicklung erkennen, und ihr ständiger Glaube an Finn, der teilweise wirklich nicht mehr nachvollziehbar war, wirkte nur noch nervig und hat mich manchmal wirklich wütend gemacht. Am Anfang konnte ich ihr Verhalten noch einigermaßen nachvollziehen, gegen Ende hin wirkte sie dadurch (vor allem nach dem, was man nach und nach erfahren hat, auch wenn ganz zum Schluss vielleicht doch nicht alles so war, wie es anfangs schien), einfach nur noch dumm, zu gutgläubig und wirklich naiv, was eigentlich auch gar nicht zu ihrer Person gepasst hat, da sie sonst, wenn es nicht gerade um Finn ging, wirklich klug gewirkt hat und auch als intelligent beschrieben wurde. Außerdem ging in der Beziehung zwischen den beiden alles irgendwie viel zu schnell und war zu undurchdacht und irgendwie hat man zwischen den beiden auch nie wirklich Funken und Spannung gespürt.

Insgesamt hat mir das Buch aber gefallen und ich würde es jedem empfehlen, der gerne emotionale Geschichten liest und den ein bisschen Kitsch und ein paar unrealistische Geschehnisse nichts anhaben können.

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Veröffentlicht am 24.12.2022

Eine unheimliche Geschichte über einen bösen „Fluch“, eine mutige Frau und magische Pilze im Mexiko der 50er Jahre

Der mexikanische Fluch
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In dem Hörbuch „Der mexikanische Fluch“ von Silvia Moreno-Garcia, welches in Mexiko in den 50er Jahren spielt, geht es um eine junge Frau namens Noemí Taboada, die für einige Zeit zu ihrer Cousine Catalina ...

In dem Hörbuch „Der mexikanische Fluch“ von Silvia Moreno-Garcia, welches in Mexiko in den 50er Jahren spielt, geht es um eine junge Frau namens Noemí Taboada, die für einige Zeit zu ihrer Cousine Catalina und dessen Ehemann Virgil samt seiner Familie nach High Place, ein mit der Zeit ziemlich herunter gekommenes Anwesen in den Bergen, reisen möchte, um nach ihrer Cousine zu sehen, nachdem diese ihrer Familie einen wirren und verzweifelten Brief schickt, in welchem sie davon erzählt, dass sie Geister sähe und dass ihr Ehemann sie vergiften wolle. Auf High Place angekommen merkt Noemi schnell, dass es dort nicht mit rechten Dingen zugeht. Stimmt es etwa doch, was Catalina in ihrem Brief behauptet hat? Sind Geister am Werk? Oder ist sie doch verrückt geworden? Und was hat es mit der merkwürdigen Familie von Catalinas Ehemann auf sich? Als Noemi der Wahrheit auf die Spur kommt, ist es schon fast zu spät –sie ist mitten drin in einem gefährlichen Strudel aus Familiengeheimnissen, Vertuschungen und bösen Plänen von noch böseren Menschen. Wird sie es schaffen, dem Wahnsinn zu entfliehen und die Menschen zu retten, die sie liebt?


Das Hörbuch, welches aus zwei mp3-CDs besteht und insgesamt 12 ½ Stunden lang ist, wird von der Sprecherin Julia Nachtmann vorgelesen. Mir gefiel die Sprecherin sehr gut. Ich fand ihre Sprechweise und Stimme sehr angenehm und passend für den Roman und es wurde auch überhaupt nicht langweilig, ihr für eine längere Zeit zuzuhören, was bei mir bei Hörbüchern nicht immer so ist.


Mir hat die Geschichte insgesamt generell gut gefallen. Schon nach wenigen Minuten des Hörens war ich in der Geschichte drin und obwohl es sich am Anfang stellenweise etwas gezogen hat, hat es ab der Mitte dann an Fahrt aufgenommen und wurde spannender und actionreicher und ich wollte unbedingt weiterhören.


Durch die vielen Beschreibungen konnte man sich die Umgebung und das alte Anwesen sehr gut vorstellen und es ist eine unheimliche Atmosphäre entstanden, die super zur Geschichte gepasst hat. Außerdem habe ich mich dadurch richtig in die Zeit und diesen Ort reinversetzt gefühlt.


Wirklich gruselig fand ich die Geschichte aber nicht, was ich irgendwie ein bisschen schade fand. Die unheimliche Atmosphäre war aber wie gesagt auf jeden Fall vorhanden. Düster war die Geschichte durch die behandelten Themen, bestimmte Geschehnisse und das Verhalten mancher Personen im Buch auf jeden Fall auch. Es wurden zum Teil wirklich ernste und bedrückende Themen und Ereignisse angesprochen und was manche Charaktere im Buch getan haben, war teilweise echt nicht leicht zu verdauen.


Die Charaktere im Buch fand ich gut gestaltet. Noemi, die Protagonistin, fand ich toll. Am Anfang fand ich sie ehrlich gesagt wirklich nervig und ihr Verhalten teilweise einfach nur kindisch, anstrengend und dumm. In der Mitte wurde es dann besser und gegen Ende hin mochte ich sie richtig gerne. Dort wirkte sie wie eine mutige, starke und selbstbewusste Person, die sich nichts mehr gefallen ließ. Francis, welcher ihr Love Interest ist, mochte ich dagegen nicht ganz so gerne und fand ihn die meiste Zeit eher langweilig. Virgil, Catalinas Ehemann, habe ich die meiste Zeit GEHASST, die restliche Zeit fand ich ihn einfach nur unsympathisch. Ich fand ihn schon am Anfang wirklich unangenehm mit seiner frauenfeindlichen und rassistischen Art und gegen Ende hin wurde es dann besonders schlimm. Ich habe ihn während des Hörens öfters verflucht als meine Mathehausaufgaben früher, und das muss schon was heißen, denn ich hasse Mathe. Die Autorin hat es also wirklich gut hinbekommen, einen so unsympathischen Bösewicht zu kreieren, dass in einem so starke Gefühle der Abneigung hervorgerufen werden. Ich habe ihn wirklich bis auf die Knochen verabscheut. Er war so ein Ekelpaket, genau wie auch sein Vater. Catalina, Noemis Cousine, fand ich toll, leider ist sie in der Geschichte aber nicht so oft aufgetaucht.


Zusammenfassend würde ich sagen, dass mir das Hörbuch gut gefallen hat, auch wenn es sich stellenweise etwas gezogen hat, ich mir mehr Grusel gewünscht hätte und ich die Charaktere, die teilweise so konzipiert waren, dass man sie eigentlich sympathisch finden sollte, nicht sooo toll fand. Die Atmosphäre und die Handlung fand ich aber toll.


Ich würde dieses Hörbuch vor allem Leuten empfehlen, die gerne unheimliche Bücher lesen, sich aber schnell gruseln und deshalb nichts zu gruseliges und verstörendes haben wollen, auch wenn „Der mexikanische Fluch“ teilweise echt düstere und leicht verstörende Themen enthalten hat. Deshalb würde ich übrigens auch jedem, der vorhat, das Buch zu lesen, empfehlen, erst die Triggerwarnungen anzuschauen.

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