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Veröffentlicht am 26.03.2026

Eine brutale Mordserie erschüttert Norddeutschland und Dänemark ...

Nordlicht - Das fremde Gesicht
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Die Mordopfer, die im deutsch-dänischen Grenzland auftauchen, haben eins gemeinsam … ihre Münder wurden mit Klebeband verschlossen und so bis über den Tod hinaus zum Schweigen verurteilt. Doch was verbindet ...

Die Mordopfer, die im deutsch-dänischen Grenzland auftauchen, haben eins gemeinsam … ihre Münder wurden mit Klebeband verschlossen und so bis über den Tod hinaus zum Schweigen verurteilt. Doch was verbindet sie sonst noch und wer steckt hinter dieser grausamen Mordserie?

Mit Hochdruck arbeitet die Sonderkommission, der auch Rasmus Nyborg und Vibeke Boisen angehören, an der Aufklärung der Fälle, nicht zuletzt aus Angst, dass es weitere Leichen geben wird. Doch der sonst so fokussierte Rasmus ist diesmal abgelenkt, denn ihn beschäftigt seine ganz private Hölle der Gefühle. Wird es ihm endlich gelingen, den Menschen zu stellen, der für den Tod seines geliebten Sohnes verantwortlich ist? Dass er sich hiermit selbst in große Gefahr begibt, ist ihm bewusst, doch die Wut und die Trauer scheinen ihn immun dagegen zu machen …

Ich habe die ganz Reihe rund um Vibeke und Rasmus gelesen und bin immer wieder begeistert, wie gut es Autorin Anette Hinrichs versteht, spannende Kriminalfälle mit viel Menschlichkeit zu verbinden. Ich liebe es, an der persönlichen Weiterentwicklung der immer wieder kehrenden Charaktere teilhaben zu dürfen und freue mich natürlich genauso bei der Aufklärung ihrer Fälle „mitarbeiten“ zu dürfen. Durch den ganzen Roman hindurch stellte ich selbst detektivische Vermutungen an, um dann am Ende doch überrascht zu werden. Ein gut gelungenes Ende, das Hoffnung auf einen weiteren Band der deutsch/dänischen Krimireihe macht, veranlasst mich hier natürlich bedenkenlos mit fünf Sternen die volle Punktzahl zu vergeben. Während ich bei solchen Serien immer empfehle, die Reihenfolge einzuhalten, kann ich mir hier jedoch auch vorstellen, als Quereinsteiger mitzulesen. Anette Hinrichs schafft es nämlich hervorragend, ihre Leserschaft abzuholen – Chapeau!

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Veröffentlicht am 19.03.2026

Mal wieder ein spannender Fall für Kommissar Leo Wechsler ...

Die Geister von Beelitz
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Was wusste ich bis dato von den Beelitz-Heilstätten? Eigentlich kannte ich sie nur dem Namen nach und so freute es mich natürlich riesig, diese mit Kommissar Leo Wechsler erkunden zu dürfen. Während ich ...

Was wusste ich bis dato von den Beelitz-Heilstätten? Eigentlich kannte ich sie nur dem Namen nach und so freute es mich natürlich riesig, diese mit Kommissar Leo Wechsler erkunden zu dürfen. Während ich es mir zu Hause mit dem Roman „Die Geister von Beelitz“ auf der Couch gemütlich machen kann, beginnt für Leo eine nicht ungefährliche Exkursion in die Welt der Tuberkulosekranken, die dort wieder aufgepäppelt und arbeitsfähig gemacht werden sollen. Die Ansteckungsgefahr dort ist nicht zu unterschätzen und auch sonst geht es nicht ganz mit rechten Dingen zu. Der sympathische Kommissar will die Fälle der vermissten Männer aufklären, die nach einem Aufenthalt in den Heilstätten nie wieder zu Hause ankamen. Unter falschem Namen – lediglich ein Arzt ist eingeweiht – beginnt er seine Undercover Ermittlungen und begibt sich schnell selbst in große Gefahr. Seine Frau Clara ist nicht gerade begeistert von dieser riskanten Aktion und auch Töchterchen Marie macht sich bald mit klopfendem Herzen auf die Suche nach ihrem geliebten Papa …

Seit ich den mir inzwischen so vertrauten Leo Wechsler im Jahr 2012 – man glaubt es kaum – kennenlernen durfte, ist er mir immer mehr ans Herz gewachsen. Neben den spannenden Fällen, die er lösen darf, gefällt mir auch immer wieder die persönliche Entwicklung nicht nur rund um seine Person, sondern auch um die Familie und das Kollegium. Wieder einmal hat die sympathische Autorin Susanne Goga akribisch recherchiert und mir mit ihrem inzwischen zehnten Band dieser historischen Krimireihe eine aufregenden Reise in die Vergangenheit gewährt. Durch die bildhafte Schreibweise konnte ich mich vor lauter Kopfkino kaum erwehren und es war schwer, das Buch zur Seite zu legen. Susanne Goga versteht sich wirklich hervorragend darauf, die damalige Stimmung zwischen ihre Romanseiten zu packen. Ich empfehle diese Reihe uneingeschränkt und verteile gerne mit fünf Sternen mal wieder die Bestnote. Während jeder Fall in sich abgeschlossen ist, empfehle ich dennoch unbedingt die Reihenfolge einzuhalten, um eben auch mit der Entwicklung drumherum Schritt halten zu können. Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern viel Spaß und spannende Unterhaltung und der Autorin viel, viel Erfolg mit den Geistern von Beelitz!

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Veröffentlicht am 15.03.2026

Welcher Traum wird in Erfüllung gehen?

Der Eispalast - Die Kür ihres Lebens
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Es war einfach nur schön, in diesem zweiten Band von Rena Rosenthals Eispalast Trilogie bekannte Gesichter wiederzusehen. Der Schauplatz hat sich geändert und so finde ich mich diesmal im London des frühen ...

Es war einfach nur schön, in diesem zweiten Band von Rena Rosenthals Eispalast Trilogie bekannte Gesichter wiederzusehen. Der Schauplatz hat sich geändert und so finde ich mich diesmal im London des frühen 20. Jahrhunderts wieder. Der Fokus liegt diesmal ganz eindeutig auf Madge, aber natürlich spielt auch Julianna wieder eine entscheidende Rolle. Die talentierte Eiskunstläuferin Madge hat sich ihre Karriere durch einen dummen Fehler in der Vergangenheit scheinbar verpatzt. Anstatt selbst an Wettkämpfen teilzunehmen, trainiert sie nun ihre jüngeren Geschwister. Doch bald bietet sich für sie die Möglichkeit, wieder aktiv in den Sport einzusteigen. Sie steht vor einer schweren Entscheidung: den Weg zurück zu Ruhm und sportlichem Erfolg zu gehen oder sich für die Liebe zu entscheiden, die wohl ihren sportlichen Ambitionen ein Ende setzen würde. Wie wird sie entscheiden und wird die junge Julianna endlich ihre Mutter wiederfinden, die sie schon ihr ganzes Leben lang schmerzlich vermisst?
Neben den persönlichen Schicksalen ihrer Charaktere und natürlich dem Eiskunstlauf, legt die Autorin diesmal auch einen spannenden Fokus auf die gesellschaftlichen Konventionen der Edwardianischen Ära in England und die beginnende Suffragetten Bewegung, was dem Roman einen interessanten Tiefgang verleiht. Die unterschiedlichen gesellschaftlichen Positionen sind gut dargestellt und die bildhafte Schreibweise lies mich schnell eintauchen in diesen zweiten Teil rund um den Eiskunstlauf. Während ich mich nun auf den dritten und letzten Band freue, der mich wohl wieder zurück nach Wien entführen wird, vergebe ich für „Die Kür ihres Lebens“ erstmal sehr verdiente glitzernde vier Sterne verbunden mit einer absoluten Leseempfehlung. Hier rate ich jedoch unbedingt die Reihenfolge der Bände einzuhalten, um die komplexe Entwicklung nicht nur der Charaktere, sondern auch des Eiskunstlaufs verfolgen zu können.

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Veröffentlicht am 13.03.2026

Ein Kriminalfall, der unter die Haut und ans Herz geht ...

Finsterhaus
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Insgesamt dürfen wir mit Hanna Duncker und Erik Lindgren fünf Fälle lösen. Bei „Finsterhaus“ handelt es sich um den zweiten Fall, den ich mal wieder sehr spannend fand.

Nachdem Hanna sich langsam in ihrer ...

Insgesamt dürfen wir mit Hanna Duncker und Erik Lindgren fünf Fälle lösen. Bei „Finsterhaus“ handelt es sich um den zweiten Fall, den ich mal wieder sehr spannend fand.

Nachdem Hanna sich langsam in ihrer alten Heimat auf der Insel Öland zurechtfindet, muss sie sich mit dem Mord an einem Immobilienmakler befassen und nicht nur versuchen, diesen aufzuklären, sondern auch nach dessen verschwundenem Sohn suchen. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, denn der Kleine ist erst wenige Monate alt. Was könnte passiert sein? Wer hat etwas mit den beiden Vorfällen zu tun? Könnte es etwa die erwachsene Tochter aus einer früheren Beziehung sein, die Rache an dem Vater nehmen will, der sich kurz nach der Geburt seiner Tochter aus dem Staub gemacht hat?

Das Hörbuchsprecherteam Simone Kabst und Julian Greis konnten mich auch diesmal wieder überzeugen und ich fühlte mich schnell wieder nach Schweden katapultiert, wenn auch leider nur Hörbuch technisch im Auto. Neben der Fallaufklärung ist Hanna nach wie vor natürlich auch damit beschäftigt, was damals vorgefallen sein könnte, als ihr Vater des Mordes bezichtigt wurde und ins Gefängnis musste, was dem Kriminalroman eine sehr persönliche Note verleiht. Im typischen „Nordic Crime Stil“ präsentierte mir die Autorin Johanna Mo eine Geschichte, die mich so gefesselt hat, dass ich schon mit dem dritten Band weitermache. Eigentlich waren skandinavische Krimis nie so mein Ding. Johanna Mo konnte mich jedoch vom Gegenteil überzeugen und deshalb bekommt sie als Autorin in Kombination mit den tollen Sprechern von mir düstere, nordische fünf Sterne. Die Reihe finde ich sehr empfehlenswert!

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Veröffentlicht am 13.03.2026

Aufbruch nach Amerika ...

Die englische Freundin
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Die englische Quäkerin wurde von der Liebe enttäuscht. Ihr Verlobter hat sie verlassen und das zu allem Übel auch noch für eine Frau, die nicht dieser etwas eigenwilligen Glaubensgemeinschaft angehört. ...

Die englische Quäkerin wurde von der Liebe enttäuscht. Ihr Verlobter hat sie verlassen und das zu allem Übel auch noch für eine Frau, die nicht dieser etwas eigenwilligen Glaubensgemeinschaft angehört. Die junge Honor fürchtet nun, dass sie ohne eigenes Verschulden an ihrem Heimatort mehr als nur ihr Gesicht verloren hat und will mit ihrer Schwester Grace – deren eigener Verlobter in Ohio auf sie wartet – einen Neuanfang wagen. Doch das Leben schlägt erneut unbarmherzig zu. Ihre Schwester stirbt, bevor sie den Verlobten überhaupt zu Gesicht bekommt. Nun ist guter Rat teuer aber da eine Rückkehr nach England außer Debatte steht, will Honor sich selbst durchschlagen in das fremde Quäkerdorf im fernen Amerika. Auf ihrer Odyssee lernt sie die etwas eigenwillige Belle kennen, die mit ihrem eigenen Geschäft aber mit beiden Füßen fest auf dem Boden steht. Als sich jedoch Graces Bruder Donovan, der als aggressiver Sklavenjäger seinen Lebensunterhalt verdient, in die unschuldige Honor verguckt, gerät ihre kleine Welt wieder ins Wanken. Sie muss sich ihren inneren Konflikte stellen und unweigerlich eine schwere Entscheidung treffen …
Immer wieder bin ich aufs Neue von dieser wunderbaren Autorin begeistert, die es schafft, jedem interessanten Thema, das sie anpackt, ein eigenes Gesicht, ja eine eigene Stimme zu geben. In „Die englische Freundin“ stellt sie das Leben in einer Quäkergemeinschaft in den Mittelpunkt aber auch das Thema Sklaverei nimmt gehörigen und verdienten Raum ein. Jeder, der sich mit diesen Themen schon einmal beschäftigt hat, wird sich hier wiederfinden, wird die Nöte und Sorgen der Menschen verstehen und sich vielleicht auch freuen, mit den „Freundinnen“ der Quäkergemeinschaft an dem ein oder anderen Quilt mitsticheln zu dürfen. Der Roman hat einen unheimlich Tiefgang ohne jemals wertend zu erscheinen. Die Figuren und die Landschaft sind bildhaft gezeichnet und lebendig dargestellt. Ich habe diesen leisen Roman sehr genossen.
Ich empfehle dieses Buch allen Fans von Tracy Chevalier und natürlich allen, die es werden wollen. Von mir gibt es mit fünf Sternen die volle Punktzahl verbunden mit einer von Herzen kommenden Leseempfehlung!