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Veröffentlicht am 22.05.2026

Eine bewegende Reise in die Vergangenheit ...

Das Bernsteincollier
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Nachdem ich von dem neuesten Buch der Autorin „Töchter der verlorenen Heimat“ so begeistert war, begann ich ein wenig zu recherchieren und stieß dabei auf „Das Bernsteincollier“ (Band 1 von 4 ihrer bewegenden ...

Nachdem ich von dem neuesten Buch der Autorin „Töchter der verlorenen Heimat“ so begeistert war, begann ich ein wenig zu recherchieren und stieß dabei auf „Das Bernsteincollier“ (Band 1 von 4 ihrer bewegenden Familiengeschichten). Und genau so schnell wie bei erstgenanntem Buch war ich wieder eingetaucht in eine spannende Spurensuche in die Vergangenheit.

Diesmal treffe ich in der Gegenwart auf Inga, Magnus und ihre Mutter Pernilla, die dem totgeweihten Kalle inzwischen nicht mehr von der Seite weichen. Er hat nicht mehr lange zu leben, doch seine Geschichte ist noch nicht auserzählt. Er verbirgt ein Geheimnis, vor dessen Aufklärung er sich gleichzeitig zu fürchten scheint und doch der Entdeckung entgegenfiebert. Spontan macht sich Enkelin Inga nach dem Fund eines wunderbaren Bernsteincolliers auf den Weg in das frühere Königsberg in Ostpreußen, wo ihr Opa seine Wurzeln zu haben scheint. In Begleitung des sehr kundigen Reiseführer Andrej, dem sie vor Ort über den Weg läuft, beginnt sie ihre Recherche, doch das Geheimnis scheint so schnell nicht aufgedeckt zu wollen …

Der Schreibstil ist – wie von der Autorin gewohnt - angenehm flüssig und ich wollte das Buch gar nicht mehr zur Seite legen. Ihr kennt das Gefühl, wenn man einfach noch schnell ein Kapitel lesen möchte aus dem dann zehn werden und man deshalb morgens gerädert im Büro ankommt? Sehr gut gefallen hat mir die fundierte Recherchearbeit von Eva, die dem Roman die nötige Tiefe gibt, die er verdient.

Ich möchte das Buch an dieser Stelle unbedingt weiterempfehlen und vergebe sehr gerne mit fünf Sternen die volle Punktzahl.

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Veröffentlicht am 21.05.2026

Der Kreis schließt sich mit diesem dritten Band ...

Vielleicht können wir glücklich sein
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Mit „Vielleicht können wir glücklich sein“ schließt sich der Kreis rund um Klara und ihre Familie aber auch um die Gegenwart, in der Klaras Enkelin Isabell versucht die Vergangenheit ihrer Großmutter aufzuarbeiten. ...

Mit „Vielleicht können wir glücklich sein“ schließt sich der Kreis rund um Klara und ihre Familie aber auch um die Gegenwart, in der Klaras Enkelin Isabell versucht die Vergangenheit ihrer Großmutter aufzuarbeiten. Was für einen Schatz ihr ihre Oma hinterlassen hat, wird ihr schnell klar, als sie die vielen Kassetten findet, auf denen Klara ihre Lebenserinnerungen gesprochen hat, die Alexa Hennig von Lange auch schon in den ersten beiden Bänden der Trilogie in Teilen verarbeitet hat.

Doch auch ein Brief findet sich schließlich, in dem ihr Großvater Täve seiner Frau berichtet, dass er die angenommene jüdische Tochter Tolla in einem Treck in Richtung Konzentrationslager sah. Gepeinigt von Schuldgefühlen versucht Klara sich selbst und ihre vier Kinder durch den Krieg zu bringen …

Dass die im Buch beschriebenen Ereignisse auf wahren Begebenheiten beruhen und das Leben der Großmutter der Autorin beschreiben, machte die Geschichte für mich als Leserin noch viel intensiver als sie sowieso schon war. Die Ereignisse erklären wiederum ganz wunderbar, warum Klara schließlich zu der recht unnahbaren, fast gefühlskalt wirkenden Frau wurde, die sie nach dem Krieg war.

Der ruhige Schreibstil wirkt eindringlich, ohne belehrend zu sein wofür ich gerne diesmal gerne vier Sterne und eine Leseempfehlung vergebe. Eine sehr bewegende Lebensgeschichte!

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Veröffentlicht am 16.05.2026

Anna ... una donna coraggiosa!

Die Briefträgerin
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Wer steckt hinter der Briefträgerin? Wer ist diese Anna aus dem Norden? Ich durfte sie kennenlernen und schnell feststellen, dies ist nicht nur die Geschichte von Anna, der Briefträgerin, sondern auch ...

Wer steckt hinter der Briefträgerin? Wer ist diese Anna aus dem Norden? Ich durfte sie kennenlernen und schnell feststellen, dies ist nicht nur die Geschichte von Anna, der Briefträgerin, sondern auch die Geschichte von einer Anna ist, die es liebt, vor Beginn des Tages ihre lauwarme Milch auf der Gartenbank zu genießen. Es ist auch die Geschichte von Anna, die aus Ligurien nach Lizzanetto kam, aus Liebe zu ihrem Mann. Zudem ist es die Geschichte von Anna, einer modernen Frau, die gegen den Strom schwimmt und entschlossen ist, die erste Briefträgerin des Dorfes zu werden, und es ist die Geschichte von Anna, die sich für andere einsetzt, für die Frauen, aber vor allem für die persönliche Freiheit all derer, die ihren Weg kreuzen.

Aber es ist auch die Geschichte von Annas Mann Carlo und seinem Weinprojekt, von dessen Bruder Antonio und seinen mit Anmerkungen versehenen Büchern, von Antonios Frau Agata und ihren Pastagerichten, mit denen sie die eigene Unzufriedenheit erstickt, von Giovanna und ihrem zweiten Leben, von Daniele und seinem in Italien nicht realisierbarem Traum, von Carmela, die nie vergeben und vergessen konnte und von Lorenza und ihrer unerfüllten Liebe.

Selten wurde deutlicher, dass in dieser Geschichte eine Frau auf eine Welt trifft, in der es so viele Konventionen gibt, in der man eigentlich nicht die sein darf, die man sein möchte. Doch Anna bleibt sich bis zum Schluss treu, wenn es auch ein steiniger Weg ist …

Mit „Die Briefträgerin“ hat die Autorin einen Roman erschaffen, der vom Leben ihrer eigenen Urgroßmutter inspiriert ist, und somit eine sehr persönliche und familiäre Geschichte darstellt. Sie ist sehr fesselnd und so anschaulich erzählt, dass ich mich beim Lesen oft selbst im damals noch sehr konservativen Italien wähnte. Ich freue mich sehr, dass Francesca Giannone diese doch sehr private Geschichte mit mir teilte und vergebe hier sehr gerne mit fünf Sternen die volle Punktzahl!

Veröffentlicht am 12.05.2026

Jeder kämpft auf seine Weise, der eine laut, der andere leise ...

Die Löwenmutter
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Es war schon eine Weile her, dass ich mich einem Roman aus der Feder Hera Linds gewidmet hatte, aber bei diesem Klappentext konnte ich nicht widerstehen. Es handelt sich bei „Die Löwenmutter“ mal wieder ...

Es war schon eine Weile her, dass ich mich einem Roman aus der Feder Hera Linds gewidmet hatte, aber bei diesem Klappentext konnte ich nicht widerstehen. Es handelt sich bei „Die Löwenmutter“ mal wieder um eine Geschichte, die auf wahren Tatsachen beruht und die wohl – neben der Autorin natürlich – nur das Leben selbst schreiben kann!

Alles fing so vielversprechend an, als die 21jährige Claudia in der väterlichen Arztpraxis den charismatischen Flötisten Florian kennenlernt. Augenblicklich scheint die Luft um die Beiden zu knistern und schon wenig später lassen sich die Zwei von ihren Gefühlen in die Welt der Liebe, Zuneigung, Achtung und alles, was sonst noch so dazu gehört, entführen. Kurze Zeit danach läuten auch schon die Hochzeitsglocken und als Claudia wenig später ein wenig überraschend schwanger wird, scheint das Glück perfekt. Die Zusage zu ihrem Medizinstudium rückt in weite Ferne, doch sie ist nun glückliche Mutter von nicht einem, sondern gleich fünf kleinen neuen Erdenbürgern, fünf leider sehr kleine Jungs. Aber Claudia und auch Florian kämpfen und geben alles. Zwei der Würmchen schaffen es leider nicht, doch als schließlich noch Tochter Julia und Pflegetochter Merve dazu kommen, ist die Familie trotz aller Sorgen perfekt und komplett. So dachte Claudia, aber Florian beginnt sich zum Negativen zu verändern und immer öfter gewinnt seine bisher verborgene dunkle Seite die Oberhand. Für Claudia und die Kinder beginnt ein Martyrium, das sich schwer in Worte fassen lässt. Florians Aggressivität bringt die ganze Familie schließlich sogar in Lebensgefahr …

Was ich mit diesem Buch zu lesen bekomme, scheint nicht aus dieser Welt zu stammen! Wer kann das aushalten? Claudia ist wahrlich nicht nur eine „Löwenmutter“ sonst besteht auch sonst alle Prüfungen, die ihr das Leben und insbesondere ihr Mann Florian auf grausame Weise zumuten. Wäre da nicht der eingängige Schreibstil der Autorin, der das Ganze wenigstens ein wenig erträglich macht, ich hätte das Buch wohl zur Seite gelegt. So aber habe ich durchgehalten und freue mich, dass sich ganz zum Schluss dennoch eine Art Happy End abzuzeichnen zu scheint, und habe das Buch somit berührt und bewegt zugeklappt. Ich finde es immer schwer, wahre Begebenheiten zu bewerten, gebe der Autorin und besonders auch der Protagonistin Claudia von Herzen kommende fünf Sterne. Die Empfehlung spare ich mir aus eben diesem Grund, denn jeder muss hier für sich selbst entscheiden, ob er solch schwere Kost ertragen kann und möchte. Ich habe es keine Seite bereut!

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Veröffentlicht am 11.05.2026

Der Fluss, der alles mit sich reißt und keine Gnade kennt!

Der Fährmann
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Mit „Der Fährmann“ präsentiert die talentierte Autorin Regina Denk ihren Leserinnen und Lesern so viel mehr als „nur“ eine Geschichte rund um Hannes, den jungen Fährmann. Um den Fährmann, der nicht heiraten ...

Mit „Der Fährmann“ präsentiert die talentierte Autorin Regina Denk ihren Leserinnen und Lesern so viel mehr als „nur“ eine Geschichte rund um Hannes, den jungen Fährmann. Um den Fährmann, der nicht heiraten darf, damit seine Familie wegen seines gefährlichen Berufs nicht irgendwann allein dastehen muss, wodurch ein gemeinsames Leben mit seiner geliebten Elisabeth in unerreichbare Ferne rückt. So wird sie schnell an den Jungbauern Josef Steiner verschachert, den sie nicht liebt und der seinerseits auch nie lieben gelernt hat, sondern vom eigenen Vater mit viele Strenge und Schlägen erzogen wurde, die er ungebremst weitergibt. Eine Zweckehe, die in Grausamkeit fast nicht übertroffen werden kann. Auch die junge Annemarie, die damals, als sie noch Kinder waren, die Elisabeth, der Hannes und sie, das dritte Musketier der kleinen Gemeinschaft von Freunden ausmachte, wird verschachert, aber nicht an nur einen Mann, sondern an viele Menschen, die allesamt Gäste der heimischen Gastwirtschaft sind. „Die Gäste müssen zufrieden sein, die Kasse muss stimmen!“ Mit diesen oder ähnlichen Worten der Mutter im Nacken, muss sie oft mehr als ein Lächeln oder einen derben Schwerz über sich ergehen lassen. Während Hannes jeden Tag aufs Neue Menschen über die Salzach von Österreich nach Deutschland und zurückbringt und sein ihm auferlegtes Schicksal still erträgt, müssen die beiden Frauen jeden Tag wieder nicht nur seelische, sondern auch körperliche Leiden ertragen, die sie bald an ein gefährliches Limit bringen. Als der aufkommende Krieg dem Martyrium wenigstens ein bisschen Einhalt zu gebieten scheint, keimt ein kleines Pflänzchen der Hoffnung auf. Darf es wachsen, oder wird es gnadenlos wieder niedergetrampelt werden?

Regina Denk hat mit ihrem für mich zweiten Buch aus ihrer Feder eine bild- und sprachgewaltige Story erschaffen, die ihresgleichen sucht. Sie erzählt eine Geschichte, die mir als Leserin den Fluss und vor allem auch die Menschen der damaligen Zeit so nahebringt, als wäre ich nicht nur lesenderweise dabei, sondern auch körperlich anwesend. Ich konnte sie spüren, die rohe Gewalt, ich konnte ihn riechen, den faulen Atem aus den Männermündern und ich konnte sie hören, die polternden Schritte betrunkener Männer, die keine Liebe kennen und keine Liebe geben können. Die ihre Kinder auf die gleiche Weise erziehen, wie sie selbst erzogen wurden und somit die nächste Generation roher Männer heranziehen.

Das Bild, das die Autorin zeichnet, ist erschreckend und ließ mich oft innenhalten beim Lesen, um zwischendurch mal wieder im Hier und Jetzt aufzutauchen zu können. Dieses Buch wird mir noch lange in Erinnerung bleiben und somit möchte ich auch für dieses Leseerlebnis mit fünf uneingeschränkten Punkten die volle Punktzahl vergeben. Für mich ist der Roman ein Meisterwerk, das nachhallt. Danke dafür, liebe Regina!

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