Profilbild von evafl

evafl

Lesejury Star
offline

evafl ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit evafl über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.03.2017

Kommisar Süden ermittelt.

Süden und der Luftgitarrist
0

Tabor Süden ist Hauptkommissar auf der Vermisstenstelle im Dezernat 11 bei der Polizei in München. Mit seinem Freund und Kollegen, Martin Heuer, löst er gemeinsam viele Vermisstenfälle. Nun wird während ...

Tabor Süden ist Hauptkommissar auf der Vermisstenstelle im Dezernat 11 bei der Polizei in München. Mit seinem Freund und Kollegen, Martin Heuer, löst er gemeinsam viele Vermisstenfälle. Nun wird während einem Luftgitarrenwettbewerb plötzlich ein Luftgitarrist vermisst, der im Finale gegen Martin Heuer (der auch professioneller Luftgitarrist ist) antreten sollte. Was bzw. wer steckt dahinter?

Allein der Titel "Süden und der Luftgitarrist" klang für mich schon einfach interessant, entsprechend war auch klar, dass ich dieses Buch mal lesen wollte. Dass es sich bei "Süden" um den Nachnamen des Kommissars handelt, kommt gleich zu Anfang des Buches heraus - entsprechend erfährt man auch, worum es überhaupt geht, um einen vermissten Luftgitarristen.

Friedrich Ani schreibt in einem Stil, der mir gut gefällt. Eine schöne Sprache, richtig gut und klar alles ausgedrückt. Natürlich geht es auch mal um die Gefühlswelt des Kommissars, er unterhält eine intime Beziehung zu einer Kollegin, die ihn doch schon ziemlich in Atem hält. Generell gefällt mir die Art und Weise wie hier auch die Ermittlungen geschildert werden recht gut, man wird wirklich gut unterhalten, es wird zwar Spannung aufgebaut, der Bogen wird aber nicht überspannt. Man kann das Buch recht schnell lesen - 190 Seiten sind hier wirklich locker-leicht zu lesen.

Mir hat das Buch gut gefallen, auch die weiter enthaltene Leseprobe zu "Süden" (das wohl letzte Buch der Reihe neben einigen "Süden und..."-Büchern) hat mich angesprochen, so dass ich dieses Buch wohl auch irgendwann einmal lesen möchte.

Wer Krimis mag, die zwar spannend sind, aber eben nicht übermäßig spannend und eher unblutig - der ist hier absolut gut aufgehoben.

Ich vergebe hier 5 von 5 Sternen und spreche eine Empfehlung aus.

Veröffentlicht am 16.03.2017

Waaaas? Da muss ich hin!

Sommerkussverkauf
0

Maddy Harvey begegnet dem Mann ihrer Träume. Nachts und ohne Kontaktlinsen geschieht dies, denn sonst hätte sie wohl gleich einen Rückzug angetreten… Es handelt sich um Kerr McKinnon, ein Mitglieder der ...

Maddy Harvey begegnet dem Mann ihrer Träume. Nachts und ohne Kontaktlinsen geschieht dies, denn sonst hätte sie wohl gleich einen Rückzug angetreten… Es handelt sich um Kerr McKinnon, ein Mitglieder der Familie, mit der Maddys Familie nach einem tragischen Unfall verfeindet ist. Doch was, wenn Kerr und Maddy die Finger nicht voneinander lassen können…? Und dann sogar noch Maddys Erzfeindin aus Kindertagen auftaucht….?

Das Buch war mal wieder schöne, leicht, lockere Frauenliteratur. Schön zu lesen, ohne groß nachdenken zu müssen, jedoch auch fesselnd, weil man wissen will, wie es weiter geht. Die Geschichte finde ich ganz nett, ab und an konnte man jedoch das ganze ein wenig vorhersehen, wie es nun weitergeht. Generell kam ich mir ein wenig vor wie bei einemer Rosamunde-Pilcher-Verfilmung… das ganze spielt in England, verfeindete Familien, dennoch eine große Liebe… - jedoch meiner Ansicht nach schöner geschrieben und nicht so kitschig, sondern doch eher modern.

Ich kann das Buch (welches ich übrigens als Mängelexemplar gekauft und deshalb für 4 Euro erhalten habe) durchaus empfehlen, spreche eine Leseempfehlung aus, wenn man nette Unterhaltung sucht.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen, etwas vorhersehbar ist das ganze ja doch.

Veröffentlicht am 16.03.2017

Pears in Heaven

So wie die Hoffnung lebt
0

Katie und Jonah lernen sich in einem Heim für Waisenkinder kennen. Die beiden Heranwachsenden sind dort, da sie durch Schicksalsschläge ihre Familie verloren haben. Und Jonah verbringt ein kleines Wunder: ...

Katie und Jonah lernen sich in einem Heim für Waisenkinder kennen. Die beiden Heranwachsenden sind dort, da sie durch Schicksalsschläge ihre Familie verloren haben. Und Jonah verbringt ein kleines Wunder: Er regt Katie dazu an, dass sie wieder spricht. Die beiden haben einen guten Draht zueinander – und vielleicht ja doch eine engere Verbindung? Doch das Schicksal schlägt leider erneut zu…

Ja, die Thematik des Buches hat mich schon wirklich interessiert, von daher war ich wirklich gespannt auf die Geschichte von Katie und Jonah. Ich bin auch wirklich schnell in die Geschichte hinein gekommen, hatte da also keinerlei Startschwierigkeiten.



Vom Schreibstil her gefällt mir das Buch gut, es ist gut nachvollziehbar, was die Autorin so schildert, wirklich auch schön umschrieben, keine schwierige Sprache, kaum Fremdwörter – einfach toll geschrieben. Ich hatte immer wieder das Gefühl, dass sie durchaus etwas anders schreibt, wenn sie aus Katie-Sicht erzählt, meist jedoch ist das Buch aus der Sicht von Jonah geschrieben. Das wechselt unregelmäßig ab, was aber auch in Ordnung ist.

Alles in allem ist das Buch gut geschrieben, die Geschichte gefällt mir – bis dann aber eine Wende kommt, hier mag ich aber nichts vorweg nehmen. Dann fand ich das alles leider ein wenig sehr konstruiert, kam mir fast ein bißchen im Rosamunde-Pilcher-Film vor, was so gar nicht meine Welt ist. Romantik in der Literatur ist schön und gut, aber hier wurde es mir hinsichtlich der Dramatik (zusätzlich zur Romantik) dann einfach ein bißchen zuviel… Das war mir ein bißchen arg zusammen gesponnen. Und – gewisse Dinge habe ich dann auch schon vorher gesehen, was sich dann im weiteren Verlauf auch genau so bestätigt hat im Buch…

Von daher bin ich hier ein bißchen zwiegespalten, denn im Großen und Ganzen ist es wirklich eine tolle Geschichte, schön geschrieben, spannend, durchaus unterhaltsam, auch mal lustig und wirklich emotional. In gewisser Weise war es mir dann aber ab der Hälfte ein bißchen zu durcheinander, überdreht, ja.

Von daher vergebe ich „nur“ drei von fünf Sternen, spreche aber auf alle Fälle eine Empfehlung aus.

Veröffentlicht am 16.03.2017

Wenn Literatur aus einem anderen Zeitalter ist…

So träumen die Frauen
0

Im Buch erzählt Kathrine Kressmann Taylor über die Ängste, Sehnsüchte und Träume von fünf verschiedenen Frauen, schreibt über deren Wehmut, über unglücklich verlaufende Liebschaften. Alle fünf Frauen sind ...

Im Buch erzählt Kathrine Kressmann Taylor über die Ängste, Sehnsüchte und Träume von fünf verschiedenen Frauen, schreibt über deren Wehmut, über unglücklich verlaufende Liebschaften. Alle fünf Frauen sind an einem Wendepunkt in ihrem Leben angekommen. (Die Erzählungen spielen sich Ende des 19. bis Mitte des 20. Jahrhunderts ab.)

Ich war wirklich gespannt, was diese Frauen denn so träumen, sich so von ihrem Leben erwarten, von denen man auf dem kurzen Text auf dem Buchrücken liest. Das Buch allein ist optisch wirklich toll gemacht, so ist das Buch außen hell-lila und hat einen gewebten „Einband“, ein gebundenes Buch, das wirklich sehr wertig wirkt. Finde ich durchaus schön, ich hatte da immer wieder die Befürchtung, dass ich es irgendwie verschmutzen könnte (und das schon mit kleinsten Dingen).



Generell bin ich mit diesem Buch leider nicht so wirklich warm geworden, es war aber auch nicht so, dass ich es ungelesen weglegen wollte. Der Schreibstil der Autorin ist durchaus eine Herausforderung in gewisser Weise man merkt einfach, dass das Buch nicht heute geschrieben ist und auch einfach ein ganz anderes Zeitalter beschreibt. Entsprechend ist es inhaltlich auch von den Worten so verfasst. Es ist durchaus ausführlich geschrieben – und auch von den Worten bzw. der Wortwahl her hochwertig. Es wirkt durchaus poetisch, wie manche Begegnungen bzw. Abläufe im Buch beschrieben sind. Generell gefällt mir sowas auch immer wieder, hier fand ich das ein bißchen anstrengend zu lesen. Ansonsten ist es durchaus eine Herausforderung und keine einfache, schnelle Kost beim Lesen, was ich aber ja auch ganz gerne mal mag.



Die Geschichten haben generell nichts miteinander zu tun, so dass man hier auf keine Verbindung achten muss, sondern immer wieder neu einsteigt. Oftmals tat ich mir etwas schwer, da ich Kurzgeschichten nicht so oft lese – und es mir einfach ein wenig am Vorwissen gefehlt hat, was aber ja auch nicht da ist. So dauert es ein wenig bis man weiß, worum die Geschichte explizit geht bzw. man da etwas ahnen kann. Was aber ja wohl von der Autorin auch so gewünscht ist.



Für mich war es ein interessanter Leseausflug, der mich aber nicht so begeistert hat, wie ich es mir vielleicht gewünscht habe. Dennoch hat mich das Buch doch auch so interessiert, dass ich es wirklich komplett gelesen habe. Ich bin hier hinsichtlich einer Empfehlung mehr als zwiegespalten, kann mich nicht dafür, aber auch nicht dagegen aussprechen. Ich vergebe hier 3 von 5 Sternen für durchaus interessante und anspruchsvolle Literatur voller Emotionen, die aber einfach „anders“ ist, als es Literatur aktuell ist.

Veröffentlicht am 16.03.2017

"Hm..." sagte der Snöfrid, womit er vermutlich sagen wollte...

Snöfrid aus dem Wiesental (1). Die ganz und gar unglaubliche Rettung von Nordland
0

Eigentlich hat so ein Snöfrid es gerne ruhig. Dann stehen jedoch eines Nachts drei Feenmännlein vor seiner Tür, die ihm eine Botschaft überbringen. Denn Prinzessin Gunilla wurde entführt. Und genau Snöfrid ...

Eigentlich hat so ein Snöfrid es gerne ruhig. Dann stehen jedoch eines Nachts drei Feenmännlein vor seiner Tür, die ihm eine Botschaft überbringen. Denn Prinzessin Gunilla wurde entführt. Und genau Snöfrid ist der Richtige um sie nun wieder zu finden und womöglich zu befreien. So beginnt seine abenteuerliche Reise in den Norden...

Allein die Aufmachung des Buches hat mir direkt so gut gefallen, dass ich das Buch mitgenommen habe. Die Geschichte an und für sich klang soweit auch ganz gut - und hat letztendlich auch begeistern können.

Der Schreibstil des Buches ist leider nicht so ganz mein Fall gewesen. Jedes Kapitel beginnt mit vier, fünf Zeilen Zusammenfassung, was im Kapitel wohl so passieren wird. Generell ist das ganz nett gemacht, ich fand das aber eher ein wenig unnötig. Die Formulierungen haben mir auch nicht immer so gut gefallen, denn die Sätze sind teilweise ellenlang. Irgendwann schalten da nicht nur Kinder ab... Es ist zwar schön und gut, wenn Sätze nicht einfach gestrickt sind, aber hier ist es mir manchmal zu verschachtelt und zu ausführlich geschrieben worden.

Zumal es dann dazu führt, dass man direkt auch Erklärungen liefern sollte, wie ich finde. (Also: das Buch teilweise wieder erklären.) Die Kapitel umfassen durchaus mal 7-8 Seiten, so dass man nicht unbedingt große Lust hat, abends zum Einschlafen, wenn wir hauptsächlich lesen, noch mehr als zwei Kapitel vorzulesen.

Was mir sehr positiv aufgefallen ist, sind die schönen Zeichnungen. So gibt es auch hier immer wieder verschiedene kleine Dinge zu entdecken, man kann sich den Snöfrid auch wirklich gut vorstellen. (Meiner Ansicht nach ist der Snöfrid so ein kleines, doch durchaus kuschliges Wesen was eine Mischung aus Biber, Eichhörnchen und vielleicht einem Hasen entspricht.)

Die Geschichte an sich ist schön gemacht, eine phantasievolle Geschichte, die durchaus nachvollziehbar und nicht allzu abgedreht ist, wie ich finde. Durchaus geeignet für Kinder ab ca. fünf Jahren, würde ich mal sagen. Aber auch für Kinder mit zehn Jahren noch interessant, könnte ich mir vorstellen.

Alles in allem ist "Snöfrid aus dem Wiesental" ein tolles Buch, das wirklich spannend und auch lustig geschrieben ist, die Gestaltung des Buches hat mir sehr gut gefallen, aber die Langatmigkeit der Geschichte an und für sich sowie die ellenlangen Sätze haben mir (bzw. uns) ein wenig Spaß am ganzen geraubt. Es gibt im Vergleich eben auch einfach Vorlesebücher, die man direkt am Stück lesen könnte, einfach weil sie so toll geschrieben sind. Hier ist das leider nicht der Fall, hier fand ich schon zwei, drei Kapitel am Stück schwierig - und das, obwohl ich gerne (und wohl gut, wie man mir sagte :-* ) vorlese. Wer gerne äußerst ausführliche Bücher mag, dem gefällt der Snöfrid wohl ziemlich gut, wir haben es als einfach zu langatmig, ja fast ein wenig zu "schwafelnd" empfunden. (Wobei die Sprache nie lapidar ist!)

Von uns gibt es deshalb 3 von 5 Sternen und eine Empfehlung.